… steht auf einem wackeligen Fundament, und private Vorsorge ist für viele Bürgerinnen und Bürger nicht erschwinglich. Mit dem Renteneintritt der Babyboomer werden sich die Probleme noch verschärfen. Was tut die Politik dagegen?
Aktuell arbeiten viele Parteien an neuen Rentenkonzepten, die sich mitunter stark voneinander unterscheiden – manche drohen gar, bestehende Probleme noch zu verschlimmern. Wir stellen auf den folgenden Seiten die Ideen vor.
Arbeitgeberverbände pochen auf einen späteren Renteneintritt – 70 Jahre oder mehr sind im Gespräch. Anklang findet das vor allem bei den Unionsparteien und der FDP. Eine Umsetzung dieser Pläne käme einer neuen indirekten Rentenkürzung gleich – außer für jene, die sehr alt werden. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt aktuell bei rund 80 Jahren.
Die SPD würde gerne eine Grundrente einführen – also eine Mindestente, die oberhalb der Grundsicherung liegt. Finanziert werden soll die Idee durch höhere Rentenabgaben für Gutverdiener und Reiche, denn deren Abgaben sind aktuell durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt, so dass Gutverdiener prozentual einen geringeren Anteil ihres Einkommens für die Rente zahlen müssen, als Geringverdiener.
… hätten die Gutverdiener dann auch höhere Rentenansprüche. Das ließe sich nur ausbalancieren, indem man neben der Grundrente eine gedeckelte Höchstrente einführen würde.
Die Linkspartei geht noch einen Schritt weiter und fordert eine Mindestrente in Höhe von 1200 Euro monatlich – das ist keineswegs eine überzogene Utopie, sondern entspricht etwa der Realität in unseren Nachbarländern.Auch hier sollen Wohlhabende für die Finanzierung stärker als bisher belastet werden.
… unterstützen ebenfalls die Idee eine Grundrente nach dem Konzept der SPD, wollen aber eine Erhöhung der Rentenbeiträge vermeiden und fordern daher eine Finanzierung aus Steuermitteln. Damit stimmt auch die FDP überein.
… hingegen will ein „Starterkit“ für die Rente einführen: So soll der Staat jedem Kind monatlich 100 Euro bis zum 18. Geburtstag zahlen und dieses Geld – insgesamt 21.600 Euro – gewinnbringend anlegen. Dieser Grundbetrag käme dann auf jede Rente obendrauf, unabhängig von der Lebensarbeitsleistung.
… ist ebenfalls im Gespräch, um die Rente zu stabilisieren. Denn heute sorgt der Niedriglohnsektor dafür, dass mehrere Millionen Menschen nur sehr wenig an Rentenbeiträgen zahlen, was langfristig zu einer Schieflage der Rentenkassen führt.
Achtsamkeitsmagazine und Ratgeber zur Selbstoptimierung erleben zur Zeit einen Boom. Wir wollen immer besser, schneller, gesünder und effizienter werden – in allen Lebensbereichen. Doch ist das sinnvoll? Und funktioniert es überhaupt?
… ist im Kern eine Übertragung des kapitalistischen Effizienzdenkens auf das Ich, auf den Körper, die Persönlichkeit, das Privatleben. Sie zielt darauf, jegliche Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, perfekt zu nutzen und alles zu verbannen, was uns als „fehlerhaft“ erscheinen mag.
Inzwischen gibt es unzählige Ratgeber und Schulungen, die einem beibringen wollen, wie man so perfekt wie möglich schläft – um am Tag maximal ausgeruht, fit und leistungsbereit zu sein. Die Vielzahl an Tipps, Tricks und Empfehlungen ist dabei kaum noch zu durchschauen…
Ähnlich ist es bei Entspannungsmomenten am Tag: Ob Yoga, Entspannungsübungen, autogenes Training, Power Napping: Vor der eigentlichen Entspannung kommt die Aneignung mal mehr, mal weniger sinnvoller Techniken, die darauf ausgerichtet sind, Entspannung zu optimieren – damit man hinterher leistungsfähiger ist.
Die freie Zeit einfach auf dem Sofa verpennen, ein gutes Buch lesen, einen langen Spaziergang machen? All sowas gilt vielen Selbstoptimierern als Zeitverschwendung – stattdessen wird die Freizeit zum Event-Parcours, bei dem man etwas erleben und gleichzeitig die Selbstoptimierung vorantreiben soll, etwa mit Sport oder mit anspruchsvollen Aufgaben, die man sich stellt. Und auch das zielt, man ahnt es schon, auf höhere Effizienz und Leistungsfähigkeit in allen Lebenslagen.
… ließe sich ewig fortsetzen. Die sich teils widersprechenden Regeln für gesunde Ernährung zum Beispiel sind ein Thema für jeden Selbstoptimierer, und sogar das Beziehungs- und Liebesleben lässt sich vermeintlich mit Ratgebern und Coachings perfektionieren.
… dass die meisten Selbstoptimierungs-Techniken nicht wissenschaftlich fundiert sind, das heißt: Es ist oft gar nicht klar, was und ob sie überhaupt etwas bringen. Ratgeber kann jeder schreiben. Zum anderen gibt es inzwischen so viele Tipps und Ratgeber zu diesen Themen, dass viele davon einander widersprechen, am Ende also vor allem Verwirrung stiften.
… ist, dass die Fixierung auf die Selbstoptimierung kontraproduktiv ist. Denn sie erzeugt einen enormen Erwartungsdruck, und dieser wiederum sorgt für Stress. Gerade wenn es um Entspannung oder guten Schlaf geht, führt das also genau zum Gegenteil: Wer sich selbst stresst schläft schlecht und kann kaum entspannen.
… kann es sinnvoll sein, etwas zu ändern, wenn man merkt, man ist unausgeglichen und Dinge funktionieren nicht so, wie sie sollten. Und natürlich darf man sich dabei auch Hilfe, zum Beispiel in Form von Coachings holen. Doch eine Fixierung darauf, ein Zwang, sich selbst immer weiter zu verbessern, führt in der Regel dazu, dass man sich stresst und hinterher alles noch schlechter funktioniert.
… sind Reizthemen in Deutschland. Laut Umfragen ist für eine knappe Mehrheit der Bundesbürger die Migration das aktuell wichtigste politische Thema – Themen wie Rente und der Klimawandel spielen in der öffentlichen Aufmerksamkeit eine geringere Rolle.
… wird das auch immer wieder durch rechtsradikale Gruppen und Parteien, die gegen Ausländer Stimmung machen, was einhergeht mit einem deutlichen Anstieg rassistischer und ausländerfeindlicher Straftaten seit der großen Flüchtlingskrise im Jahr 2015.
… hat sich die Lage längst entspannt. Zuletzt kamen weniger als 200.000 Zuwanderer pro Jahr, eine Anzahl also, die sich im Rahmen der Jahre vor 2015 bewegt. Außerdem funktioniert die Integration der Zuwanderer inzwischen gut. Fast ein Drittel hat bereits einen Job oder macht eine Ausbildung…
… und das korreliert mit den Erfahrungen, die Deutschland seit jeher mit Zuwanderern macht: Zwar kostet deren Aufnahme in den ersten Jahren Steuergelder – unterm Strich zahlen die Zuwanderer aber langfristig mehr in die Staatskasse ein, als sie anfangs an Kosten verursachen. Die Wirtschaftsdaten sprechen eine klare Sprache: Deutschland hat bislang ausnahmslos von der Zuwanderung profitiert.
… brauchen wir Zuwanderung mehr denn je. Denn spätestens wenn im Laufe der nächsten Jahre der Großteil der Babyboomer in Rente geht fehlen der Wirtschaft Millionen Arbeitskräfte. Und die Geburtenrate der Deutschen ist zu niedrig, um das auszugleichen.
… gut ausgebildete Fachkräfte oder junge Menschen ohne Ausbildung, die man qualifizieren kann – ohne Arbeitskräfte aus dem Ausland wird sich das deutsche Wirtschaftsniveau und damit der Wohlstand nicht dauerhaft halten lassen.
… dass Deutschland auch gesellschaftlich und kulturell seit jeher von der Zuwanderung profitiert. Gerade aus der Türkei kommen, das zeigen Untersuchungen, vor allem gut Ausgebildete und Akademiker – die Elite des Landes, die vom Erdogan-Regime ins Exil getrieben wird. Und die deutsche Kunst- und Kulturlandschaft wird von Künstlerinnen und Künstlern aus Syrien, Iran, der Türkei und vielen weiteren Ländern heute maßgeblich mit geprägt. Das ist gut so! Ein kulturell abgeschottetes Land kann sich nicht entwickeln.
… ein Zuwanderungsland ist, ist seit den Sechzigern eine Tatsache, auch wenn es ewiggestrige Nationalisten nicht einsehen möchten. Doch diese sind inzwischen eine Minderheit – das zeigen auch die Wahlergebnisse. Und wenn der aktuelle Lebensstandard gehalten werden will, wird es ohne zusätzliche Zuwanderung in den nächsten Jahren nicht gehen.
Zuerst muss man entscheiden, was man lieber mag: Federkernmatratze, Kaltschaum, Latex, Naturmaterialien wir Rosshaarmatratzen – oder gar ein Wasserbett? Das ist allein dem persönlichen Geschmack überlassen!
Einen Preisrahmensetzen: Was will ich ausgeben, was kann ich mir leisten? Ein gutes Bett inklusive Matratze, Unterfederung, Decke und Kissen bekommt man bereits ab ca. 600 Euro. Zu billige Angebote sind meist qualitativ nicht gut – aber dass ein Bett viele tausend Euro kostet muss auch kein Ausweis für Qualität sein.
In ein Ladengeschäft gehen – oder auch in mehrere. Hier kann man probeliegen, unterschiedliche Kombinationen ausprobieren. Vor allem die Matratze sollte man nicht im Internet bestellen!
Das Herzstück des Bettes ist die Matratze. Auf ihr wird man viele Jahre liegen. Daher sollte man ausgiebig probeliegen bevor man kauft. Egal welche Variante man bevorzugt, sie muss Folgendes erfüllen: Sie darf weder zu hart noch zu weich sein. Die Optimale Höhe sind 18cm oder mehr. Werbung für 7 Zonen kann man getrost ignorieren – der Körper hat nur drei Zonen. Schultern und Becken müssen einsinken, die Wirbelsäule gestützt werden.
Der Matratzenbezug muss abnehmbar und waschbar sein – der Hygiene zuliebe. Außerdem muss er unbedingt aus natürlichem Material sein, am besten aus Baumwolle. Synthetik und Kunstfasern wie Polyester (also Plastik!) haben hier nichts verloren, denn sie sorgen nur dafür, dass man schwitzt und dadurch schlechter schläft.
Die Unterfederung, auch Lattenrost genannt: Sie soll die Eigenschaften der Matratze ergänzen. Als Faustregel gilt: Je mehr Latten und je enger diese zusammenstehen, desto besser weil flexibler ist die Unterfederung. Sie darf außerdem nicht starr sein, sondern muss sich insbesondere im Becken- und Rückenbereich flexibel anpassen lassen. Teller-Unterfederungen sehen zwar nach High-Tech aus, bieten aber keine Vorteile und sind zudem meist überteuert!
Das Kissen: Oft wird es unterschätzt, ist aber elementar wichtig. Denn es soll die Halswirbelsäule stützen und Verspannungen vorbeugen. Optimal sind daher Nackenkissen aus flexiblem Kalt- oder Viscoschaum – aber auch Daunenkissen sind ok. Wichtig: Wer auf dem Rücken schläft braucht ein flaches, wer auf der Seite schläft eher ein hohes Kissen. Auch hier sollte man in seiner natürlichen Schlafposition probeliegen.
Die Bettdecke ist optimalerweise mit Daunen gefüllt, da diese warmhalten, einen wegen ihrer Durchlässigkeit aber nicht schwitzen lassen und da sie viel Flüssigkeit aufnehmen können auch nicht vom Schweiß klamm werden. Optional kann man eine Mischung aus Daunen und Entenfedern nehmen. Für den Winter nimmt man eine dicke, für den Sommer eine dünnere Decke.
Der Topper: Nicht unbedingt notwendig aber ein nützlicher Luxus ist der Topper, die Matratzenauflage. Er sollte aus einem flexiblen Material wie Latex oder auch Naturfasern und einem Baumwollbezug bestehen. Er schont nicht nur die Matratze, sondern kann auch das Liegen angenehmer machen, da man noch eine zusätzliche weiche Fläche hat.
Zu guter Letzt: Auch wenn alle einzelnen Komponenten perfekt sind, kommt es doch auch drauf an, dass sie zueinander passen. Das erfährt man am besten durch Ausprobieren. Kulante Fachhändler bieten diese Möglichkeit zumindest für Unterfederung, Matratze und Topper – also einfach nachfragen!
Jeder hat Dinge zu Hause, die er nicht mehr braucht – aber vielleicht brauchen es andere! Verkaufs- und Auktionsplattformen im Internet machen es möglich, entspannt von zu Hause aus noch ein paar Euro dabei zu verdienen. Und mit ein paar kleinen Tricks holt man mehr Geld dabei raus!
Für alte Bücher, CDs, Filme und Videospiele gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder man verkauft sie gebündelt an Reseller wie reBuy, Momox und Co. Oder man stellt sie selbst auf Plattformen wie ebay, Amazon oder anderen ein, die Drittanbietern und Privatverkäufern ein Forum bieten.
… hat Vor- und Nachteile. Bei den Resellern kann man auch große Posten in kurzer Zeit loswerden. Der Haken: Da diese selbst noch was am Weiterverkauf verdienen wollen, springt vergleichsweise wenig Geld dabei raus. Deutlich mehr kann man verdienen, wenn man den Verkauf selbst übernimmt, doch das ist mit deutlich größerem Aufwand verbunden. Im Folgenden erfahren Sie, worauf es dabei ankommt…
Wichtig ist, wann man verkauft. Am besten geht das im Herbst oder Winter und auch kurz vor und kurz nach Weihnachten. Dann sind viele Leute auf der Suche, stöbern online und sind bereit, Geld auszugeben. Im Frühling und Sommer ist eher tote Hose, weil die meisten potentiellen Käufer im Urlaub sind oder ihr Geld lieber in Freizeitaktivitäten stecken.
Bevor man verkauft, sollte man sich orientieren und schauen, welche Preise für den Artikel verlangt werden. Wenn es sich um Massenware handelt ist es ratsam, alle anderen Anbieter minimal zu unterbieten – so kann man mit einem sehr schnellen Verkauf rechnen.
Bietet man hingegen seltene Dinge an (zum Beispiel vergriffene oder gar signierte Bücher), so sollte man den Preis ruhig hoch ansetzen – und dann etwas Geduld mitbringen. Auch wenn es ein paar Wochen oder Monate dauern kann lohnt es sich, wenn man am Ende mehr Geld einnimmt.
Auf manchen Plattformen kann man seine Artikel auch international anbieten. Das sollte man wahrnehmen, denn es erhöht den potentiellen Käuferkreis. Allerdings nur, wenn man des Englischen mächtig ist und eine entsprechende Artikelbeschreibung verfassen kann.
… ist elementar wichtig. Je genauer man die Ware, ihre Eigenschaften und Details beschreibt, desto höher sind die Chancen auf einen raschen Verkauf zu einem guten Preis. Dazu gehören auch gute Fotos, auf denen der Artikel gut zu erkennen ist. Am besten immer mehrere Fotos aus unterschiedlichen Perspektiven einstellen. Gute Bilder macht heutzutage fast jede Smartphone-Kamera.
Ganz wichtig: Eventuelle Mängel sehr genau und wahrheitsgetreu beschreiben! Ansonsten kann es hinterher Konflikte geben, und das ist sowohl für Käufer als auch für Verkäufer ärgerlich.
Um die Verkaufschancen zu erhöhen, sollte man den Artikel gleich auf mehreren Plattformen einstellen – man darf dann nur nicht vergessen, nach dem Verkauf die überzähligen Angebote wieder zu löschen.
… hat man mit Bargeld bezahlt oder mittels EC- oder Kreditkarte kombiniert mit PIN oder Unterschrift. Heute ist das kontaktlose Bezahlen via Karte oder Smartphone auf dem Vormarsch und soll Bezahlvorgänge vereinfachen. Doch ist das wirklich so einfach?
… ist das kontaktlose Bezahlen praktisch und schnell: Man muss kein Bargeld mehr hervorkramen, nicht mehr auf Wechselgeld warten, keine Karte in ein Terminal schieben, oft auch keine Unterschrift mehr leisten oder PIN eingeben. Gerade wenn m
… funktioniert über einen so genannten NFC-Chip in Karte oder Smartphone. NFC steht für Near Field Communication und kann bei geringem Abstand für Datentransfers genutzt werden. Doch genau hier verbergen sich Risiken.
… sind zwar verschlüsselt. Aber bis heute gibt es kein Verschlüsselungssystem, das nicht binnen kurzer Zeit von Hackern geknackt wurde. So auch hier. Es besteht also die Gefahr, dass unbefugte Dritte die Transaktionsdaten mitlesen können – für den Datenschutz katastrophal!
… verbirgt sich aber in den kontaktlosen Transaktionen ohne PIN- Eingabe. Denn diese sind keineswegs so sicher, wie die Anbieter behaupten. Im Gegenteil – man riskiert, bares Geld zu verlieren!
… dass man bloß ein Kartenleseterminal mit NFC-Chip braucht, um Menschen ihr Geld zu stehlen. Die Täter halten das Gerät beispielsweise in engem Gedränge oder in der Bahn an die Tasche, in der sie das Portemonnaie ihres Opfers vermuten – und können so kleinere Beträge von deren Konto abbuchen. Da keine PIN erforderlich ist, gibt es keine Hindernisse.
… haben die kontaktlose Bezahlfunktion ohne PIN für kleinere Beträge zwischen 20 und 100 Euro automatisch auf ihren EC-Karten aktiviert. Oft wissen die Kunden gar nichts davon, wenn sie die Begleitschreiben oder Mails ihrer Bank nicht aufmerksam gelesen haben.
… sollte man daher bei seiner Bank nachfragen – und dort die Funktion sofort sperren lassen, sofern sie aktiviert ist. Denn nur wenn schon ab dem ersten abgebuchten Cent eine PIN-Eingabe notwendig ist, ist man wirklich sicher!
Diese Frage stellen sich viele, die arbeitslos geworden sind. Warum auch nicht? Die Freiheit der Selbständigkeit hat gegenüber dem Arbeitnehmerdasein durchaus ihre Vorzüge. Aber gerade Gründer haben es nicht leicht – vor allem finanziell. Doch es gibt staatliche Hilfe…
…kann jeder Bezieher von Arbeitslosengeld I (ALG I) beantragen, der sich selbständig machen möchte. Einen Rechtsanspruch auf den Zuschuss gibt es allerdings nicht – die Ämter entscheiden je nach Einzelfall. Worauf es ankommt: Dass der Sachbearbeiter einem die Selbständigkeit zutraut!
Der Gründungszuschuss ist eine staatliche Transferleistung in Höhe von monatlich 300 Euro und kann für bis zu 15 Monate gewährt werden – in zwei Phasen: Im ersten halben Jahr kommt der Zuschuss auf das ALG I oben drauf – danach bekommen Gründer, sofern der Zuschuss weiterhin gewährt wird, nur noch die monatlichen 300 Euro. Maximal kann man also 4500 Euro vom Staat bekommen, um eine Selbständigkeit zu gründen.
… natürlich nicht gerade viel Geld. Aber wer gerade erst aus einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis kommt, hat im besten Fall ohnehin Ersparnisse – der Gründungszuschuss hilft dann, Härten aufzufangen und eventuell erste Kosten mit zu tragen, die mit der Gründung einhergehen.
… um den Gründungszuschuss zu erhalten, ist ein solider Businessplan. In diesem muss man genau darlegen, wie die Selbständigkeit aussehen soll und wie und womit man Geld verdienen will, am besten enthält er auch eine geschätzte Prognose über Einnahmen und Ausgaben der ersten Zeit. Besser als einen Kredit aufnehmen zu müssen ist das allemal!
…wir erwartet, dass das Vorhaben fundiert ist – dass man sich also in einem Bereich selbständig macht, in dem man sich auskennt und im besten Fall bereits Erfahrung hat. Das heißt: Der Plan sollte zur Ausbildung und / oder bisherigen Berufserfahrung passen.
…in einem komplett neuen Geschäftsfeld neu anfangen will, braucht extrem gute Argumente, um den Sachbearbeiter zu überzeugen – denn dessen Aufgabe ist es auch, den Antragsteller vor einem möglichen Scheitern zu bewahren.
… gewährt, dann muss man in der Folgezeit gegenüber dem Sachbearbeiter Bericht erstatten – wie läuft es, welche Erfolge gibt es, wo tun sich Probleme auf? Anhand dieser Informationen und handfester Daten wie Gewinne und Verluste lässt sich absehen, ob das Vorhaben funktioniert – und ob der Zuschuss auch über die ersten sechs Monate hinaus gewährt wird.
Bricht man die Existenzgründung allerdings vorzeitig ab und beantragt wieder Arbeitslosengeld, so können die Bezüge um genau jene Höhe gekürzt werden, in der man den Gründungszuschuss erhalten hat.
…steht weitgehend auf der Seite der Mieter, Mieterschutz ist in Deutschland weit ausgebaut. Doch wer eine neue Wohnung bezieht, sollte auch die Pflichten, die er als Mieter hat, im Blick behalten.
… muss man pünktlich zahlen – auch die erste Miete vor oder zum Einzug sowie die Kaution, die in der Regel zwei bis drei Kaltmieten beträgt. Zahlt man seine Miete regelmäßig zu spät, ist das ein Kündigungsgrund. Versteht, sich eigentlich von selbst, oder?
Es ist zwar keine Pflicht – dennoch sollte man beim Übergabeprotokoll sehr genau hinschauen, bevor man unterschreibt. Denn wenn hierin falsche Angaben sind und man eventuelle Schäden oder Mängel erst später entdeckt, hat man kaum mehr eine Handhabe.
Jedes Haus mit Mietwohnungen hat eine Hausordnung – und die ist verbindlich. Oft sind darin Ruhezeiten festgelegt, die sich ohnehin an geltendem Recht orientieren, aber auch individuelle Regelungen, die manchmal zwischen Eigentürmern und Mietern ausgehandelt wurden. Die Hausordnung ist verbindlich. Daher sollte man schon vor Einzug genau schauen, ob man alle Regeln akzeptieren kann.
Als Mieter ist man in regelmäßigen Abständen zu kleineren Instandhaltungen und Schönheitsreparaturen verpflichtet – zum Beispiel zur Pflege von Holzrahmen und Holztüren mit Holzschutzmittel. Die Abstände sind im Mietvertrag geregelt. Wer sich darum nicht kümmert, muss unter Umständen beim Auszug auf die Erstattung seiner Kaution verzichten.
Kleinere Reparaturen müssen vom Mieter selbst bezahlt werden. Allerdings ist „klein“ hier wörtlich zu nehmen: Laut aktueller Rechtsprechung dürfen diese Kleinreparaturen nicht mehr als hundert Euro im Jahr kosten. Wird es teurer, ist der Vermieter in der Pflicht.
…die man nicht selbst reparieren kann, müssen dem Vermieter bzw. dem Eigentümer unverzüglich mitgeteilt werden. Am besten ist es, sie zusätzlich zu fotografieren und damit eventuellen späteren Rechtsstreitigkeiten vorzubeugen. Vergisst man, den Vermieter zu informieren, kann dieser den Mieter später für Schäden haftbar machen.
Die Heizung ist nicht nur dafür da, damit man es im Winter wohlig warm hat, sondern auch um Schimmel und Beschädigungen an den Rohrleitungen zu verhindern: Heißt: Bei niedrigen Temperaturen ist man dazu verpflichtet, zu heizen. Tut man es nicht und entstehen dadurch Schäden, ist man für deren Beseitigung haftbar.
..ist kein Hexenwerk. Zwar leidet die Mehrheit der Menschen immer mal wieder an gestörtem oder unruhigem Schlaf. Doch das lässt sich einfach verhindern – mit den folgenden 10 Regeln!
Guter Schlaf beginnt mit Bewegung am Tag: Wer regelmäßig zu Fuß geht oder im besten Fall Sport treibt, verbraucht Energie – und das hilft schneller einzuschlafen und besser durchzuschlafen!
Ebenfalls wichtig: Tageslicht! Und davon möglichst viel. Je mehr man tagsüber im Freien unterwegs ist, desto besser schläft man nachts. Hinzu kommt, dass Sonnenlicht gesund ist und den Hormonhaushalt ankurbelt!
Im Schnitt schlafen die Deutschen sieben Stunden pro Nacht. Aber jeder Mensch hat einen individuellen Schlafbedarf, der zwischen sechs und zehn Stunden liegt. Wer regelmäßig zu wenig Schlaf bekommt, schadet seiner Gesundheit – und darunter leidet auch die Schlafqualität. Man sollte dem Körper also immer so viel Schlaf geben, wie er braucht!
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hilft, besser zu schlafen. Die letzte Mahlzeit sollte man spätestens drei Stunden vor dem Zubettgehen nehmen. Denn wenn Magen und Darm zuviel zu tun haben, stört das den Schlaf. Schwere und fettige Mahlzeiten sind am späten Abend ebenso tabu wie Alkohol. Dieser hilft zwar beim Einschlafen, stört aber das Durchschlafen und die wichtigen Tiefschlaf-Phasen!
Zu Bett gehen sollte man immer dann, wenn man sich abends müde fühlt. Wer erst noch wartet, bis die TV-Serie zu Ende ist oder unbedingt noch das Kapitel fertig lesen will, bringt den Körper aus seinem natürlichen Rhythmus. Also: Sobald die Augen zufallen geht es ab ins Bett!
Am Abend sollte man sich Ruhe gönnen. Am besten keine spannenden Filme oder Bücher mehr, und auch das Internet bleibt mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen aus. Handy und Fernseher haben im Schlafzimmer nichts verloren. Probleme, die man heute nicht gelöst hat, vertagt man auf morgen – Grübeln ist kontraproduktiv. Die Ruhe hingegen sorgt dafür, dass Geist und Körper abschalten können!
Zur Ruhe gehören auch Rituale. Egal ob das ein warmes Bad oder entspannende Musik ist oder Kuscheln mit dem oder der Liebsten – feste Rituale signalisieren dem Körper, dass bald Schlafenszeit ist. Apropos Zeit: Am besten ist es, jeden Tag zur selben Zeit aufzustehen und ins Bett zu gehen. So kann sich der Körper auf einen zuverlässigen Rhythmus einstellen.
Im Schlafzimmer sind es optimalerweise ca. 18 Grad. Ist es zu warm oder kalt, muss der Körper nachts stärker von selbst die Temperatur regulieren. Und wenn man schwitzt oder friert, schläft man schlechter!
Voraussetzung für guten Schlaf ist, dass man richtig liegt. Matratze und Kissen sollten die Wirbelsäule stützen und weder zu hart noch zu weich sein, Decke und Bettwäsche aus atmungsaktivem Material, damit man nicht schwitzt. Synthetik hat im Bett nichts verloren!
Zu guter Letzt braucht man innere Ruhe, um entspannen und gut durchschlafen zu können. Oft wird das durch Stress im Privat- oder Berufsleben beeinträchtigt. Deshalb sollte man Stressquellen möglichst schnell identifizieren und abstellen. Denn schlechter Schlaf erhöht auch den Stress am Tag – und daraus wird rasch ein Teufelskreis.
… hat jeder mal. Und wenn man dauerhaft schlecht drauf ist, kann das natürlich auch private Ursachen haben. Wenn man aber klar sieht, dass der Job Ursache für die schlechte Stimmung ist, dann darf man durchaus über einen Jobwechsel nachdenken.
Wenn man einen Job nur macht, um Geld zu verdienen, ist das denkbar schlecht. Klar macht auch der beste Job nicht immer Spaß. Trotzdem ist folgende Frage elementar wichtig: Bin ich von dem, was ich in meinem Job tue, überzeugt und ist es mir auch dann wichtig, wenn ich nicht an der Arbeit bin? Wenn die Antwort hierauf ein klares Nein ist, sollte man den Job wechseln. Und zwar sofort!
Welche Auswirkungen hat mein Job? Ist er gesellschaftlich relevant? Hilft er, die Welt besser zu machen? Leiste ich etwas, das sonst fehlen würde? Oder ist mein Job im Gegenteil eher nutzlos und hätte es gar keinen Effekt, wenn es ihn nicht mehr gäbe? Dann ist das eine auf Dauer frustrierende Situation, die unglücklich macht. Ein Jobwechsel kann helfen.
Interessiere ich mich für meine Kollegen, bin ich auch privat mit ihnen befreundet? Oder gehen sie mir auf die Nerven und bin ich froh, wenn ich sie nicht sehen muss? Wenn Letzteres der Fall ist, ist man im falschen Job!
Ist mein Gehalt angemessen oder zu niedrig? Das Gehalt ist nicht zuletzt auch eine Wertschätzung der eigenen Arbeit. Wenn es zu niedrig ist (oder sogar so niedrig, dass man Probleme hat, seine Rechnungen zu bezahlen), dann führt das zu Frust – man sollte einen Jobwechsel spätestens dann ernsthaft in Erwägung ziehen, wenn die Bitte um Gehaltserhöhung dauerhaft abgelehnt wird.
Jeder fängt mal klein an. Aber auf Dauer sollte ein Job auch Aufstiegschancen bieten, sowohl was das Gehalt als auch was die Position angeht. Wenn man also Ambitionen hat, der aktuelle Job aber nicht die Option bietet, diese Ambitionen zu erfüllen, dann ist ein Jobwechsel angesagt!
Auf Dauer sind Stress und Druck ungesund – und die eigene Gesundheit sollte immer wichtiger sein als die Arbeit. Wenn man sich also langfristig vom Workload erdrückt fühlt, kann der Jobwechsel die Rettung vor dem Burnout sein!
Ermöglicht der Job eine gute Work-Life-Balance? Hat man neben der Arbeit auch genug Zeit für sich selbst und die Familie? Bietet der Arbeitgeber die Flexibilität, die er einfordert auch umgekehrt selbst an? Wenn nein – warum sollte man dann weiter für ihn arbeiten? Auch wenn man es in so einer Situation kaum glauben mag, aber es existieren durchaus Unternehmen, die ihre Angestellten wertschätzen und entsprechend behandeln!
Möchte man eigentlich den Job wechseln, hat aber zu große Angst davor und traut sich nicht, die Sicherheit aufzugeben? Erträgt man deshalb einen Job weiter, obwohl man ihn eigentlich hasst? Dann sollte man ebenfalls nicht weiter fackeln, sondern sofort kündigen. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber – egal, worum es geht! Nur wer selbst aktiv wird, kann Chancen wahrnehmen!
Es mag banal klingen, aber: Langeweile ist tödlich. Auf Dauer macht sie träge und unglücklich. Wenn man sich also in seinem Job dauerhaft langweilt und unterfordert fühlt, sollte man sich neue Herausforderungen suchen. Dasselbe gilt natürlich auch umgekehrt bei Überforderung.