Häusliche Pflege nach dem Wahlkampf – das sollte sich ändern

Die Kranken- und Altenpflege ist mindestens seit Corona häufig im Gespräch und sicher ist: Klatschen allein ist nicht ausreichend. Innerhalb des Pflegestandes gibt es erhebliche Probleme, die aus Überlastungen, Personalnot, Zeitknappheit und weiteren Schwierigkeiten bestehen. Aber was muss sich ändern, damit auch die häusliche Pflege, die oft von kirchlichen oder auch privaten Trägern bereitgestellt wird, eine Änderung erfährt?

Was umfasst die häusliche Pflege?

Die häusliche Pflege ist in der Praxis ein sehr breit gefächerter Bereich, der die unterschiedlichsten Leistungen und Formen beinhalten kann:

  • Unterstützung – dieser Bereich gehört nicht in die medizinische Pflege, ist aber ein fester Bestandteil der häuslichen Pflege. Oft von Sozial- und Kirchverbänden organisiert, helfen Kräfte älteren Menschen bei Einkäufen, im Haushalt oder begleiten sie zu Arztbesuchen.
  • Medizinische Pflege – sie ist fest an die jeweilige Pflegestufe gebunden. Die Pflegekräfte kommen zu festen Zeiten am Tag zum Pflegebenötigten und helfen bei der Medikamenteneinnahme, der Versorgung, Verbandswechsel oder auch bei der künstlichen Nahrungsaufnahme. Welche Arbeiten in diesen Bereich fallen, hängt von dem gesundheitlichen Zustand des Betroffenen, dessen Pflegestufe und etwaigen Angehörigen ab.
  • Rundum-Pflege – bei diesem Modell ist eine feste Pflegekraft fest und dauerhaft angestellt. Sie lebt meist in den Räumlichkeiten des Pflegebedürftigen und kümmert sich rund um die Uhr, sieben Tage die Woche um dessen Belange. Die Pflege umfasst den medizinischen, häuslichen und den unterstützenden Bereich.

Die häusliche Unterstützung kann mit der medizinischen Pflege kombiniert werden, wobei dies immer zeitlich begrenzt ist. Es kommt letztlich immer auf den Einzelfall an.

Wo liegen die Probleme?

Die Hauptprobleme der häuslichen wie der stationären Pflege lassen sich auf die zwei folgenden Bereiche verdichten:

1. Zu wenig Pflegepersonal

Die Personalausstattung von Pflegeheimen mit Personal ist nach wie vor zu gering. Auch wenn die Bundesregierung mit ihrer Pflegereform 2021 erste Schritte eingeleitet hat, sind 20.000 Pflegeassistenzkraftstellen zusätzlich nach wie vor zu wenig. Es bleibt zu hoffen, dass darauf künftig weitere Schritte zur personellen Entlastung folgen. Um den Beruf attraktiv zu machen, werden ab September 2022 zudem nur noch Pflegeeinrichtungen zugelassen (die Leistungen mit der gesetzlichen Pflegeversicherung abrechnen dürfen), die ihre Pflege- und Betreuungskräfte nach Tarif bezahlen.

2. Pflege wird für Pflegebedürftige Menschen immer teurer

Gerade für Bewohner in Pflegeeinrichtungen wird die Pflege zunehmend teurer. Durchschnittliche Kosten von 2.100 Euro pro Jahr sind keine Seltenheit. Zum Glück sollen diese durch das GVWG künftig entlastet werden und ab Pflegegrad II Zuschüsse erhalten, die Teile der Pflegekosten decken. Auch hier ist ein erster Schritt getan, der jedoch schnell Korrekturen bedürfen könnte, wenn die tarifgebundene Bezahlung sich voll auf die Heimkosten niederschlägt. Allgemein gehen Experten davon aus, dass die Zuschüsse schnell wieder aufgezehrt und die Eigenanteile sich wieder dem jetzigen Niveau annähern könnten.

Pfleger sollten ohne Frage angemessen bezahlt werden. Doch ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts könnte zudem die Rundum-Pflege im eigenen Haus beenden. Es wird nur wenigen möglich sein, eine Rundum-Kraft 24/7 zu beschäftigen, zu bezahlen und eine zweite Kraft für Ruhe- und Urlaubszeiten zu beschäftigen. Hier sollte die Politik weitere Lösungen finden, um ein funktionierendes Modell nicht komplett abzuschaffen.

Bessere Pflegemodelle könnten Pflegende zudem so aufstellen, dass sie Unterstützungsaufgaben und medizinische Aufgaben übernehmen könnten, dabei einen kleineren Patientenstamm hätten und trotzdem besser verdienen.

Fazit – Sparkurs muss beendet werden

Die nächste Regierung muss den Sparkurs im gesamten Pflegesektor stoppen und die Abrechnungsmodelle auf allen Seiten verbessern. Bislang blieben die häuslichen Pflegedienste oft außen vor, obgleich die Pflegekräfte dort auf sich allein gestellt einen Großteil der Arbeit übernehmen und noch mehr leisten würden, wäre dies möglich. Mit einer immer älter werdenden Gesellschaft müssen natürlich neue Modelle erschaffen werden, die es Senioren ermöglichen, bis ins hohe Alter selbstständig, doch im gesicherten und unterstützen Umfeld zu leben.

Kreative Weihnachtsgeschenke aus dem 3D-Drucker

Die Vorweihnachtszeit ist traditionell auch die Zeit, in der viele Geschenke, die den Liebsten überreicht werden, in Eigenregie hergestellt werden. Passionierte Bäcker verbringen ihre Zeit in der Küche, um zahlreiche unterschiedliche Plätzchenvarianten zu backen. Handwerklich begabte schreinern Dekoartikel und kleine Möbelstücke. Neu im Boot der vorweihnachtlichen Do-it-yourself-Ideen ist der 3D-Druck.

Aber Achtung: Sich einen 3D-Drucker zu kaufen, nur um Weihnachtsgeschenke anfertigen zu können, wäre eine glatte Fehlinvestition. Um das Gerät bedienen zu können – bzw. die für den Drucker nötige Vorlage anzufertigen – ist es für Laien im November schon fast zu spät. Zudem ist es darüber hinaus unwirtschaftlich, einen 3D-Drucker zu kaufen, der dann nur in der Vorweihnachtszeit benutzt wird. Die Alternative ist die Beauftragung eines Dienstleisters, der auf Basis einer Vorlage mithilfe seines 3D-Druckers kreativ wird. 100 3D-Druck-Ideen vom Online-3D-Druck-Service könnten eine Inspiration liefern. Die folgende Ideenkiste beinhaltet vor allem weihnachtstaugliche 3D-Druck-Präsente.

Ein Präsent für die Vorweihnachtszeit: der Cookie-Cutter

Wer im Dezember zu einem Weihnachtsumtrunk oder zum Wintergrillen eingeladen wird, der kann den Klassiker wählen und eine Flasche Glühwein als Präsent überreichen oder es gibt selbst gebackene Cookies und den passenden Cookie Cutter dazu. Am besten wirkt das Präsent wirklich in dieser Kombination: Die fertigen Plätzchen zeigen, wofür der Cookie Cutter gedacht ist – nämlich als Ausstecher für witzige Weihnachtsmotive. Und die Cookies, die neben dem selbstkreierten Ausstecher in der Tüte liegen, sind lecker und machen Lust auf mehr.

Dekoartikel aus dem 3D-Drucker können richtig was hermachen

Der hübsche Deko-Klassiker, der das ganze Jahr über präsent sein könnte, ist die Vase aus dem 3D-Drucker. Je nach Einrichtungsstil können unterschiedliche Farben gewählt werden. Besonders modern ist die Kombination von drei Vasen derselben Optik zu einem Deko-Triple. Die Vase kann übrigens auch zum Geschenk für Menschen ohne grünen Daumen werden. Besonders breite Vasen müssen nämlich nicht zwingend mit einer Blume bestückt sein, sondern könnten auch saisonal dekoriert werden – mit bunten Blättern und Kastanien im Herbst und Weihnachtskugeln und Tannenzweigen im Winter.

Ein besonders ansehnliches Präsent, das zur Vase mit Kerze im Inneren werden kann, aber auch als Lampe denkbar ist, ist die Lithophanie. Licht ist bei dieser Form der Gestaltung ein entscheidendes Element, denn die Lithophanie ist eine Reliefdarstellung, die erst dreidimensional wirkt, wenn sie beleuchtet wird. Die Materialschichten, die beim Relief unterschiedlich dick oder dünn sein können, sorgen für den 3D-Effekt.

Praktische Helfer ja – aber nicht für jedermann

Auch das Produkt aus dem 3D-Drucker kann am Weihnachtsabend für Ärger sorgen, wenn es allzu praktisch ist und eigentlich eine Aufforderung zum Kochen, Backen oder Putzen beinhaltet. Dann kommt das 3D-Geschenk ebenso „schlecht“ an wie der neue Staubsauger oder das Bügeleisen. Absolut weihnachtstauglich ist das Rentier, das sich im Haushalt vielseitig nutzen lässt und das darüber hinaus zu klein ist, um an Weihnachten für Ärger zu sorgen. Auf den ersten Blick sieht das 3D-Druckwerk aus wie ein Rentier. Wird es in roter Farbe gedruckt, ist diese Assoziation besonders leicht. In der Praxis kann der Rentier-Kopf den Flaschenhals einer Weinflasche halten oder die Ohren verschließen Papierbeutel wie ein Clip.

Praktische Geschenke werden eher ohne Ärger „akzeptiert“, wenn sie eine Beigabe zum eigentlichen Geschenk sind. So könnte der Rentier-Kopf beispielsweise die Geschenkverpackung verzieren – und kommt dann sicherlich gut an. Auch Küchenhaken, Kabelklemmen, Batteriehalter in Form einer Bierkiste, Türstopper und andere kleine, praktische Details sorgen als „Beigabe“ nicht für Ärger.

Individuell und persönlich: Schlüsselanhänger und Spardose

Ein Schlüsselanhänger ist eigentlich der Klassiker aus dem 3D-Drucker. Den kreativen Gestaltungsideen sind kaum Grenzen gesetzt. Es gibt nur einen Punkt, der eingeplant werden muss und dabei handelt es sich um  den Ring, an dem später die Schlüssel hängen können. Beliebt sind Schlüsselanhänger, die den Namen beinhalten. Aber Achtung: Allzu lange darf der Name dann nicht sein, zumindest dann nicht, wenn ein Autoschlüssel am Schlüsselbund hängen soll. Sonst behindert der Schlüsselanhänger beim Autofahren. Denkbar ist auch, das liebste Hobby in einem 3D-Druck umzusetzen. Das kann der Tennisschläger oder das Formel-1-Auto sein. Selbst ein Fußball, der in Details das Fandasein für einen bestimmten Club verrät, ist ein denkbares Motiv.

Beim Druck einer Spardose muss weniger „bedacht“ werden. Sie muss eine flache Unterseite haben, damit sie steht. Dort muss eine Öffnung vorhanden sein, die sich individuell verschließen lässt. Durch die Schlitze müssen gängige Münzen passen. Die 2-Euro-Münze hat einen Durchmesser von 25,75 Millimetern. Passt sie durch den Schlitz, passen auch alle anderen Euro- und Cent-Münzen in die Spardose.

Präsente für Kinder aus dem 3D-Druck

Auch Kinder freuen sich über die oft quietschbunten Präsente aus dem 3D-Drucker. Sie lassen sich – je nach Alter – mit einem 3D-Schritzug mit dem eigenen Namen ebenso begeistern wie mit kleinen, handlichen Spielzeug, beispielsweise in Form eines Autos. Freunde des Computerspielhelden Marios könnten mit einer 3D-Figur ihres Idols überrascht werden. Auch die Büste eines großen Idols – eines Sportlers, Künstlers oder Comichelden – ließe sich per 3D-Drucker umsetzen.

Altersgerechtes Umbauen – Was ist zu beachten?

Es gibt verschiedene Gründe, ein Haus oder eine Wohnung zu modernisieren. Dazu gehört unter anderem die Nachhaltigkeit, wie auch eine Anpassung an das Alter der Bewohner und die entsprechenden Notwendigkeiten und Bedürfnisse im Alltag. Für Letzteres gibt es eine ganze Reihe von Maßnahmen, die hilfreich sein können. Wir zeigen, was möglich ist und was dabei beachtet werden sollte.

 

Gründe für den altersgerechten Umbau

Die Gründe für das altersgerechte Umbauen können verschieden sein. Das Ziel ist jedoch immer gleich. Durch den Umbau soll eine Anpassung des Wohnumfeldes entstehen, die es einer Person höheren Alters, die mit bestimmten Einschränkungen zu kämpfen hat, ermöglicht, ohne Probleme den Alltag zu meistern.

Dies kann dafür sorgen, dass ein gewisses Maß an Lebensqualität und Unabhängigkeit beziehungsweise Selbstständigkeit wiedererlangt wird. Unter anderem gehören zu den möglichen Gründen, die einen Umbau sinnvoll oder sogar notwendig machen:

  • Einschränkungen der Person aufgrund von Krankheiten.
  • Einschränkungen der Person aufgrund natürlicher und normaler Alterserscheinungen.

Einschränkungen aufgrund von Krankheiten

Ein Grund für eine dringende Notwendigkeit eines Umbaus sind körperliche Krankheiten. Oftmals ist es im Alter wahrscheinlicher, an gewissen Erkrankungen zu leiden als in jüngeren Jahren. Daher spielt dieser Aspekt für das Thema des altersgerechten Umbauens durchaus eine nicht zu vernachlässigende Rolle.

Eine dieser Krankheiten ist die Arthrose. Diese tritt bei jüngeren Menschen eher selten auf, bei Personen über 65 Jahre jedoch häufiger. Je nachdem, in welchen Teilen des Körpers sie vorkommt und inwieweit sie fortschreitet, kann sie die Alltagsflexibilität der betroffenen Person erheblich einschränken.

Gerade die Hüftarthrose ist dafür bekannt, besonders umfangreiche Einschränkungen der Beweglichkeit zur Folge zu haben. Gleich gilt für die Osteoporose. Sie tritt ebenfalls überdurchschnittlich oft bei Menschen über 65 Jahre auf und bedingt neben Schmerzen eine eingeschränkte Beweglichkeit.

Parkinson tritt gleichermaßen eher im höheren Alter auf und schränkt die Mobilität deutlich ein. Ähnliche Auswirkungen können die Folgen eines Schlaganfalls haben, je nachdem auf welche Weise, wie dauerhaft und wie massiv der Patient von ihnen betroffen ist. Auch hier ist ein Zusammenhang zwischen einem fortschreitenden Alter und einem steigenden Risiko für das Auftreten der Krankheit zu beobachten.

Andere Krankheiten, die in einigen Fällen bereits in früheren Jahren auftreten beziehungsweise sich dann schon erstmals bemerkbar machen, können mit dem Alter fortschreiten und dementsprechend zunehmende Einschränkungen in betagteren Jahren hervorrufen. Dazu gehört unter anderem die Multiple Sklerose.

Einschränkungen aufgrund normaler Alterserscheinungen abseits von Krankheiten

Allerdings müssen nicht in jedem Einzelfall Krankheiten der Grund von Einschränkungen sein. Dass die Kraft und körperliche Fitness mit zunehmendem Alter nachlassen, ist ein ganz natürlicher Prozess. Ein Grund hierfür ist der zunehmende Abbau von Muskelmasse, der bereits in früheren Lebensjahrzehnten beginnt und in der betagten Phase zusehends fortschreitet.

Zwar lässt er sich mit einem gesunden Lebensstil, wozu eine sinnvolle Ernährung, ausreichend Bewegung und der Verzicht auf schädliche Stoffe wie Alkohol und Zigaretten gehören, ein wenig bremsen. Vollends vermeidbar ist er jedoch nicht.

Entsprechende Entwicklungen haben ebenfalls zur Folge, dass sich der Alltag in einem herkömmlich eingerichteten Haus beziehungsweise in einer entsprechenden Wohnung schwerer meistern lässt. Dies kann unter anderem das Steigen von Treppen oder das Strecken zu einem Schrank oder Regal betreffen.

Dementsprechend ist es für solche Situationen ebenfalls sinnvoll, ein Haus altersgerecht umzubauen. Dies steigert sowohl die individuellen Möglichkeiten im Alltag als auch den Lebenskomfort und die Lebensqualität.

Zudem kann die geistige Leistung im Alter nachlassen. Dann kann es für die betroffene Person schwieriger sein, im Haushalt den Überblick zu behalten. In dieser Situation können verschiedene Maßnahmen des altersgerechten Umbauens nicht weniger sinnvoll sein und viele Vorteile mit sich bringen.

Maßnahmen zum altersgerechten Umbau

Um das Alltagsleben wieder einfacher möglich zu machen und den Komfort zu steigern, gibt es im Rahmen des altersgerechten Umbauens einige sinnvolle Maßnahmen, die in verschiedenen Situationen und Bereichen eine Hilfe sind. Unter anderem gehören dazu:

  • Maßnahmen zur Vereinfachung der Mobilität innerhalb des Hauses,
  • passende beziehungsweise angepasste Einrichtungsgegenstände sowie
  • sinnvolle Smart-Home-Anwendungen.

Mobilität in der Umgebung des Hauses

Grundlegende Maßnahmen beziehen sich dabei auf die alltägliche Mobilität. Dies kann sowohl Bereiche innerhalb des Hauses als auch in der direkten Umgebung betreffen. Besonders, wenn der Bewohner zum Fortkommen einen Rollstuhl nutzt, sind solche Veränderungen zwingend notwendig.

In der Umgebung des Hauses können die Wege so gestaltet werden, dass sie problemlos zu gehen oder mit einem Rollstuhl zu befahren sind. Dafür ist es notwendig, Stufen zu vermeiden und, falls nötigt, durch eine Rampe zu ersetzen. Türschwellen sollten ebenfalls vermieden werden.

Darüber hinaus sollten die Wege asphaltiert sein oder aus Pflastersteinen bestehen. Wege aus Kies oder gar Rasen können für Personen, die einen Rollstuhl nutzen, im Alltag ein Hindernis sein.

Vermeidung von Stufen innerhalb des Hauses

Gleiches gilt für die Wohnung beziehungsweise das Haus selbst. Hier sollte möglichst auf vermeidbare Stufen und Höhenunterschiede verzichtet werden. Dies kann unter anderem Übergänge zwischen verschiedenen Räumen betreffen. Statt einer Stufe ist hier ein fließender Übergang in Form einer trittsicheren Rampe sinnvoll, sofern sich der Höhenunterschied nicht vermeiden lässt.

Da eine erhöhte Duschwanne, welche ebenfalls eine Art Stufe darstellt, sollte der Zugang zur Dusche ebenerdig sein und so ein problemloses Betreten ermöglichen.

Zusätzlich zu dem höheren Alltagskomfort und der dadurch möglichen Mobilität für Rollstuhlfahrer senkt diese Maßnahme außerdem die Gefahr eines Sturzes, die im hohen Alter oftmals höher ist als in jüngeren Jahren. Neben Bewegungsprogrammen, Gehhilfen und einer passenden Brille wird zum Vorbeugen vor einem Sturz grundsätzlich auch die Beseitigung von Stolperfallen in der Wohnung empfohlen.

Insofern bedeutet der Umbau bis zu einem gewissen Grad eine Vorsorge vor Verletzungen und daraus resultierenden weiteren gesundheitlichen Problemen, die die Lebensqualität und Mobilität zusätzlich einschränken.

Wenn ein Haus oder eine Wohnung jedoch mehrere Etagen hat, ist es um einiges komplizierter, auf Stufen zu verzichten. Schließlich muss der Bewohner dann unweigerlich einen Höhenunterschied überwinden, um vom einen ins andere Geschoss zu gelangen, wofür im Normalfall der Weg über eine Treppe genutzt wird.

Für diese Hindernisse gibt es jedoch ebenfalls Möglichkeiten, das Haus durch einen Umbau beziehungsweise eine entsprechende Anpassung altersgerecht zu gestalten. Unter anderem ist ein Treppenlift eine gängige und geeignete Option.

Entsprechende Modelle gibt es für grade und runde Treppen. Zudem lässt sich sogar, falls gewünscht, im Außenbereich ein Treppenlift installieren. Mit diesen Hilfen können sowohl Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, als auch Menschen, denen das Laufen aus Altersgründen zunehmend schwerfällt, problemlos und vor allem sicher in das nächste Stockwerk gelangen.

Ein passender und sicherer Bodenbelag

Falls der Bewohner einen Rollstuhl nutzt, sollte zudem für eine problemlose Mobilität auf weitere Details geachtet werden. Dazu gehört der Bodenbelag. Zum Beispiel Parkettboden ist in diesem Fall ideal geeignet. Allerdings sollte dieser nicht rutschig sein, die Auswahl des konkreten Materials spielt also eine große Rolle.

Ganz grundsätzlich und unabhängig von der Art der Fortbewegung des Bewohners sollten die Bodenbeläge aufgrund des erhöhten Sturzrisikos im Alter so gewählt sein, dass eine möglichst geringe Rutschgefahr besteht. So lässt sich die Wahrscheinlichkeit von Unfällen deutlich verringern.

Weitere Faktoren für eine einfache Mobilität mit dem Rollstuhl

Des Weiteren kann Enge für Personen, die einen Rollstuhl nutzen, ein großes Problem darstellen. Dies gilt unter anderem dann, wenn die Türdurchgänge schmal sind und daher ein Durchkommen erschweren oder sogar unmöglich machen.

Aus diesem Grund kann es notwendig sein, die Türen breiter zu gestalten, damit die betreffende Person mit dem Rollstuhl problemlos von einem Raum in den anderen gelangen kann. Natürlich ist ein solcher Umbau mit einem großen Aufwand und sicherlich auch hohen Kosten verbunden. Allerdings kann die Maßnahme die Lebensqualität des Bewohners deutlich steigern beziehungsweise einen selbstständigen Alltag erst möglich machen.

Zudem sollte bei der Positionierung der Möbel, darauf geachtet werden, ebenfalls keine Enge zu erzeugen. Für Rollstuhlfahrer ist dies zwingend notwendig. Aber auch Personen, die keinen Rollstuhl nutzen, können sich dadurch komfortabler, freier und entspannter in der Wohnung bewegen.

Passende Einrichtungsgegenstände für einen einfacheren Alltag

Natürlich ist die Mobilität in der eigenen Wohnung nur ein Teil eines funktionierenden Alltags. Um problemlos leben zu können, müssen viele weitere Bereiche so eingerichtet sein, dass eine komfortable Nutzung möglich ist.

Dazu gehört unter anderem die Küche. Hier sollten, sofern sich die Personen in einem Rollstuhl fortbewegt, alle Gegenstände eine Höhe haben, die ihre Nutzung problemlos möglich macht. Gleiches gilt natürlich, wenn der Bewohner seine Speisen im Stehen zubereitet.

In diesem Fall sollte ebenfalls vermieden werden, dass zum Beispiel für das Entnehmen bestimmter Gegenstände aus einem Schrank hohes Strecken oder tiefes Bücken notwendig ist. Gleichzeitig sollte die Höhe des Herdes und der Arbeitsplatten so gewählt werden, dass eine stehende Arbeitsposition den Rücken nicht belastet.

Des Weiteren müssen alle Regale und Arbeitsgeräte in der Küche so positioniert sein, dass sie von der Arbeitsposition aus leicht zugänglich sind und hierfür möglichst wenig Bewegung und körperlicher Aufwand notwendig ist. Wie sich dies umsetzen lässt, kann sehr individuell sein und hängt immer von den routinierten Arbeitsabläufen der entsprechenden Person ab.

Ähnlich sollten auch die Schränke und Regale in anderen Räumen gestaltet sein. Sitzmöbel wie Sessel und Stühle wiederum können erhöht werden, um einfaches Hinsetzen und Aufstehen zu ermöglichen.

Gleichzeitig ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Tische und Stühle in allen Räumen des Hauses einen sicheren Stand haben. Der Bewohner sollte sich problemlos abstützen können, ohne dass eine Gefahr besteht, dass die Gegenstände kippen – so lassen sich mögliche Unfälle vermeiden.

Smart-Home-Anwendungen als Erleichterung für Senioren

Smart-Home-Anwendungen können ebenfalls ein sinnvoller Teil des Umbaus eines Hauses für Senioren sein, die den Alltag auf verschiedenen Ebenen erleichtern. Sie nehmen dem Bewohner einige Aufgaben ab und sorgen so für einen komfortableren und entspannteren Alltag. Die Gefahr für einen Menschen im Seniorenalter, etwas Wichtiges im Haushalt zu vergessen, sinkt deutlich.

So muss die betreffende Person mit entsprechenden Anwendungen zum Beispiel nicht mehr darauf achten, die Heizung zu regulieren. Vielmehr kann dies automatisch stattfinden und zu jeder Tageszeit für eine passende Temperatur sorgen. Zudem können automatische Rollladensysteme vor starker Sonneneinstrahlung schützen und einen Arbeitsschritt am Abend abnehmen.

Noch dazu ist die Steuerung verschiedener Dinge im Haushalt einfacher. Statt hierfür aufzustehen, kann sie bequem von einem Tablet auf dem Sofa aus vorgenommen werden. Dies ist unter anderem möglich für

  • Strom,
  • Abschließen der Türen und
  • Wasser.

Gleichzeitig gibt das System auf dem Tablet einen guten Überblick und ist somit ebenfalls eine Hilfe dabei, nichts Wichtiges zu vergessen. Zudem können durch bestimmte Smart-Home-Anwendungen zum Beispiel Schränke bedient, das heißt auf die nötige Höhe bewegt werden, was bei der Planung der Einrichtung eine gewisse Flexibilität ermöglicht.

Des Weiteren kann das Smart-Home eine gewisse Sicherheit gewährleisten. Dies wird unter anderem durch Sensoren und Kameras umgesetzt, die das Haus vor einem Einbruch schützen beziehungsweise rechtzeitig warnen sollen. Oft sind zudem Kameras an der Tür, durch den der Bewohner sehen kann, wer gerade vor dem Haus steht und durch ein Klingeln zutritt möchte, Teil eines Smart-Homes.

Die Sicherheit ist für eine ältere Person ein wichtiger Faktor für ein komfortables und entspanntes Leben. Trickdiebstähle in Wohnungen gehören zu den häufigsten Straftaten, von denen Senioren betroffen sein können. Durch die Sicherheitseinrichtungen des Smart-Homes kann dem bis zu einem gewissen Grad entgegengewirkt werden.

Mögliche Kosten des Umbaus

Natürlich besteht bei einem Blick auf den altersgerechten Umbau eines Hauses immer auch die Frage nach den Kosten. Diese können sich je nach konkreter Maßnahme und hierfür genutztem Produkt deutlich unterscheiden.

Beispiele Smart-Home, verbreiterte Türen und versetzte Wände

Dies wird bereits anhand einiger hier behandelter Optionen deutlich. Die Kosten für verschiedene Smart-Home-Anwendungen können je nach Wunsch des Käufers einige Hundert oder einige Tausend Euro betragen. Bei einer Alarmanlage zum Beispiel hängt der Preis unter anderem davon ab, wie viel Sensoren und Kameras notwendig sind.

Das Einbauen von neuen Türen zur einfacheren Nutzung des Durchgangs mit einem Rollstuhl geht ebenfalls in den vierstelligen Bereich. Muss hierfür eine Wand durchbrochen werden, kommen erneut Kosten von mehreren Hundert Euro pro Quadratmeter hinzu.

Beispiel Bodenbeläge

Allein mit einigen Smart-Home-Anwendungen und dem Versetzen mehrerer Türen können also je nach Haushalt bereits fünfstellige Kosten zusammenkommen. Müssen zusätzlich Bodenbeläge verändert werden, kann das zum Beispiel bei Parkett erneut zwischen 40 und 90 Euro pro Quadratmeter kosten.

Bei einer Wohnung von 60 Quadratmetern entstünden so zusätzliche Kosten zwischen 2.400 und 5.400 Euro – für viele Rentner ebenfalls ein hoher Betrag. Hinzu kommen die für einen komfortablen Alltag angepassten Möbel.

Fördermöglichkeiten für das Umbauen

Für viele Senioren empfiehlt sich die Umsetzung einiger hier genannter Maßnahmen. Allerdings können diese, wie an den Beispielen deutlich wird, oftmals hohe Kosten verursachen.

Mögliches Problem der Unbezahlbarkeit

Zwar sind diese für wohlhabende Rentner mit einem umfangreichen Vermögen sicherlich oftmals tragbar. Für Senioren, die ein begrenztes Budget haben, kann jedoch das Problem bestehen, dass sie sich den Umbau nicht leisten können.

In diesem Fall kann vielleicht die Familie aushelfen. Wenn dies ebenfalls nicht möglich ist, steht die Person vor einer auf den ersten Blick unlösbaren Aufgabe und hat hohe Einbußen der Lebensqualität zu befürchten.

Konkrete Optionen für eine Förderung

Für einen entsprechenden Umbau gibt es jedoch Fördermöglichkeiten, die von allen, die ihr Haus altersgerecht umbauen möchten, beantragt werden können. Gerade für Menschen mit einem geringen Budget können diese eine große Hilfe sein.

Verantwortlich hierfür ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die 1948 gegründet wurde. Unter anderem hilft sie bei der Finanzierung von Projekten in den Bereichen

  • Gründung,
  • Umweltschutz/Ökologie sowie
  • Wohnungsbau und Wohnungsmodernisierung.

Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, wie die Förderung umgesetzt werden kann. Eine Option besteht in einem Kredit, der unter anderem dafür genutzt werden kann, die Barrieren in einer Wohnung zu reduzieren oder einen umfangreichen Einbruchsschutz sicherzustellen.

Die Höhe dieses Darlehens beträgt maximal 50.000 Euro. Für das altersgerechte Umbauen kann dieser mit einem effektiven Jahreszins von 0,04 Prozent gewährt werden. Die Zinsen der KfW sind damit deutlich günstiger als die Bauzinsen in der freien Wirtschaft.

Der Kredit kann unter anderem genutzt werden, um die Wege zum Gebäude, den Eingangsbereich und die Raumaufteilung entsprechend anzupassen. Des Weiteren kann das Badezimmer altersgerecht umgebaut werden, Maßnahmen zur Überwindung von Treppen können ebenfalls mit dem Kredit bezahlt werden.

Beantragt werden kann ein solches Darlehen unter anderem von Mietern und Eigentümern von Wohnung und Häusern. Auch Eigentümergemeinschaften haben entsprechende Möglichkeiten.

Neben der Beantragung eines Kredites gibt es die Option, bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau Zuschüsse zu beantragen. Für die Reduzierung von Barrieren in einem Haushalt können diese in einer Höhe von maximal 6.250 Euro ausgezahlt werden. Grundsätzlich ist dies in jedem Alter möglich. Für einen Schutz vor Einbrüchen ist ein Zuschuss von maximal 1.600 Euro möglich.

Fazit

Das altersgerechte Umbauen kann aus verschiedenen Gründen notwendig sein. Dazu zählen Krankheiten sowie der natürliche, altersbedingte Verlust von Körperkraft, der den Alltag einschränkt. Mit verschiedenen Maßnahmen kann nahezu jeder Bereich einer Wohnung so angepasst werden, dass die entsprechende Person ein komfortableres Leben führen kann. Falls die finanziellen Mittel hierzu fehlen, gibt es die Option, bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau ein Darlehen oder Zuschüsse zu beantragen.

 

New Work Trendreport: Die Arbeitswelt von morgen

Die Arbeitswelt ist in stetem Wandel. Unternehmen müssen sich an die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter:innen anpassen, um am Markt bestehen zu können. Die Coronapandemie hat die Unternehmen dabei vor neue Herausforderungen gestellt. Es gilt, Flexibilität und gleichzeitig eine hohe Arbeitsplatzsicherheit zu schaffen, um für neue Mitarbeiter:innen attraktiv zu bleiben. Umfragen und Statistiken zeigen, dass die Pandemie das Empfinden der Arbeitnehmer:innen und der Arbeitgeber verändert hat. New Work ist das Stichwort für die Arbeitswelt der Zukunft.

Die Bedeutung von New Work für unser Arbeitsleben

Der Wandel der Arbeitswelt ist in vollem Gange. Noch nie hat sich die Arbeitswelt so stark verändert, wie es im Moment der Fall ist. „New Work“ ist ein Megatrend und in aller Munde. Der Begriff bezeichnet dabei das gesamte Spektrum der neuen und flexiblen Formen der Arbeit und Arbeitsorganisation, vor allem im Büro. Dazu gehört das Homeoffice ebenso wie flexible Arbeitszeitmodelle. Die Rolle des Berufs verändert sich und nimmt mittlerweile einen weniger hohen Stellenwert ein als noch vor wenigen Jahren. Viele Arbeitnehmer betrachten ihren Job nicht mehr als das Zentrum ihres Daseins, sondern als Mittel zum Zweck. „Arbeiten, um zu leben“ heißt das Credo. Laut einer Randstad-Arbeitnehmer:innenbefragung ist für 80 Prozent aller Arbeitnehmer:innen das Geld der Grund für die Ausübung ihrer Tätigkeit. Je jünger die Arbeitnehmer:innen sind, desto wichtiger ist ihnen, das Privatleben vom Job strikt zu trennen.

Gleichzeitig soll die Arbeit einen größeren Zweck erfüllen. So ist es für die Menschen wichtig, dass ihre Tätigkeit einen tieferen Sinn hat. So streben rund 43 Prozent aller Arbeitnehmer:innen nach gesellschaftlicher Anerkennung durch ihren Beruf, wie aus der Befragung hervorgeht.

Corona als Chance?

Für viele Branchen bedeutete Corona fast den wirtschaftlichen Zusammenbruch. Kurzarbeit und Entlassungen waren an der Tagesordnung, als Betriebe zum Teil für viele Monate schließen mussten. Wer konnte, hat also umgesattelt und die Arbeitsbedingungen verändert. So konnte Corona als Chance verstanden werden, die neue Wege ermöglicht, die Arbeitswelt im Wandel zu gestalten.

Corona bietet die Möglichkeit, die bisherigen Strukturen im Unternehmen zu hinterfragen und zu verstehen, welchen Ansprüchen die Arbeitsorganisation langfristig gerecht werden muss, um attraktiv für neue Arbeitnehmer:innen zu bleiben. Vor allem die junge Zielgruppe hat heute andere Wünsche. Sie möchten einerseits ein sicheres Arbeitsumfeld, denn immerhin 62 Prozent der nach 1995 Geborenen setzen auf eine hohe Arbeitsplatzsicherheit. Auf der anderen Seite steht die große Flexibilität, die immer mehr Unternehmen ermöglichen. Viele jüngere Arbeitnehmer:innen wollen eine ausgeglichene Work-Life-Balance erreichen. Dank Corona stellen immer mehr Unternehmen die Weichen, damit dies für ihre Mitarbeiter:innen möglich ist.

Nicht erst seit Beginn der Coronapandemie ist New Work das, laut Trendreport, Leitmotiv der Arbeitswelt. Doch durch und dank Corona fühlen sich immer mehr Unternehmen unter Zugzwang, die Inhalte dieses Leitmotivs in ihrem Unternehmensalltag auch umzusetzen.

Digitalisierung treibt Unternehmen voran

Noch vor wenigen Jahren hieß es, dass es „nicht an jeder Milchkanne“ ein gut ausgebautes 5G-Netz bräuchte. Die Coronapandemie strafte die Aussagen Lügen. Wenig ist derzeit so wichtig wie ein gutes mobiles Datennetz. Die Digitalisierung ist auch der Bundesregierung ein wichtiges Anliegen, weshalb sie den digitalen Wandel vorantreibt. Insgesamt zeigt sich, dass die Coronapandemie einen eher positiven Einfluss auf den digitalen Wandel in deutschen Unternehmen hat. Mehr als die Hälfte der Personaler:innen sieht die Pandemie als Chance für die Digitalisierung, wie aus einer Personalleiterbefragung von Randstad und ifo hervorgeht. Carsten Priebs, CIO von Randstad Deutschland, sagt dazu: „Corona hat dafür gesorgt, dass viele Unternehmen den digitalen Turbo angeworfen haben. […] Die technischen Tools und Methoden wie Software-as-a-Service, Cloud und Videokonferenzen gab es schon vorher, jetzt werden sie massiv genutzt und werden auch nicht mehr weggehen, weil die Vorteile offensichtlich sind.“

Die Digitalisierung hat alle Unternehmensbereiche fest im Griff. So erfolgt das gesamte Bewerbungsverfahren inklusive des Vorstellungsgesprächs heute digital. Manche Bewerber:innen bekommen eine Absage, ohne jemals persönlich im Unternehmen vorstellig geworden zu sein. Auch im Bereich Weiterbildung ist Digitalisierung ein wichtiger Faktor. Das digitale Lernen ist für 62 Prozent aller deutschen Unternehmen von zentraler Bedeutung für den künftigen Unternehmenserfolg. Allerdings hatten knapp 37 Prozent der Arbeitnehmer:innen während der Pandemie Probleme damit, neue Fähigkeiten zu lernen, die für ihren Beruf in der Pandemie essenziell waren. Das geht aus dem Randstad Arbeitsbarometer für das zweite Halbjahr 2020 hervor. Hier müssen die Unternehmen reagieren, und das digitale Lernen vereinfachen.

Flexibilität und Homeoffice – was macht einen Arbeitgeber attraktiv?

Für Unternehmen bleibt die Frage, wie sie für potenzielle und etablierte Mitarbeiter:innen attraktiv bleiben. Die Arbeitnehmer:innen sind dabei verschiedene Faktoren besonders wichtig:

  • Arbeitsplatzsicherheit
  • ein attraktives Gehalt in Verbindung mit Sozialleistungen
  • eine angenehme Arbeitsatmosphäre
  • die finanzielle Stabilität des Unternehmens
  • eine gute Work-Life-Balance

Interessanterweise sind neueste Technologien auf der Skala für die Mitarbeiter:innen auf dem letzten Platz. Dies geht aus der Randstad Employer Brand Research von 2021 hervor. Trotzdem sind moderne Technologien unerlässlich, um die nötige Flexibilität für eine ausgewogene Work-Life-Balance umzusetzen. So müssen die Arbeitsbedingungen flexibel sein, damit Arbeitnehmer:innen sich wohlfühlen. Seit Beginn der Pandemie können bis zu 76 Prozent der Arbeitnehmer:innen ihre Arbeitszeiten flexibel an ihre Bedürfnisse anpassen. So wird es nicht zuletzt einfacher, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Vor allem in Zeiten des vermehrten Homeschoolings ist dies unerlässlich. Verschiedene Arbeitszeitmodelle, die sich individuell anpassen lassen, sind der Schlüssel zur Mitarbeiterzufriedenheit.

Während der Lockdown-Phasen war Homeoffice für viele Unternehmen die einzige Chance, ihre Mitarbeiter:innen weiterhin zu beschäftigen und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Dabei waren mehr als 60 Prozent der Beschäftigten an der Entscheidung für das Homeoffice aktiv beteiligt. Gleichsam wünschen sich nur knapp neun Prozent der Beschäftigten, dauerhaft im Homeoffice zu bleiben. Wenn die pandemische Lage es erlaubt, will ein Großteil der Arbeitnehmer:innen zumindest teilweise zurück ins Büro. Diese Zahlen gehen ebenfalls auf das Arbeitsbarometer 2020 zurück. Während für mehr als die Hälfte der Befragten eine ausgeglichene Work-Life-Balance wichtig ist, wollen sie gleichzeitig keine soziale Isolation vom Team. Trotzdem wollen 73 Prozent der Unternehmen, die zu Beginn der Pandemie Homeoffice angeboten haben, dieses Angebot dauerhaft beibehalten.

Die meisten Menschen werden wohl zu einem flexiblen Arbeitsmodell wechseln, bei dem sie sowohl Arbeitszeit im Büro verbringen als auch im Homeoffice arbeiten. Vor allem die Zusammenarbeit im Homeoffice wird in Zukunft im Fokus stehen, um die Arbeitswelt weiter zukunftsfähig zu machen.

Daten nicht gesichert? Das hilft im Notfall und so geht es richtig!

Abends noch einmal schnell an den Laptop – da ist es passiert. Der Bildschirm bleibt schwarz und es gibt keine Möglichkeit, an die gespeicherten Daten zu gelangen. Dieses Szenario hat wohl jeder bereits erleben müssen. Auch externe Festplatten können den Dienst verweigern. Doch es gibt einfache Wege diesen Fall zu vermeiden und Möglichkeiten, verloren geglaubte Dateien wieder herzustellen!

Sind die Daten unwiederbringlich gelöscht?

Egal, ob der Datenverlust durch einen falschen Klick, einen Hackerangriff oder einen Kurzschluss entsteht – der erste Schock über die verlorenen Daten sitzt tief. Bis zum Supergau vergehen viele ungenutzte Möglichkeiten die Daten zu sichern. Nun müssen sie erst einmal gerettet werden, bevor dies erfolgen kann.

Die gute Nachricht – nicht nur der Fachmann einer professionellen Datenrettung kann die benötigten Dateien und gelöschte Fotos wiederherstellen. Mit dem richtigen Programm ist dies auch vom eigenen Windows oder Mac Rechner möglich. Dabei können die Daten von unter anderem Festplatten, SD Speicherkarten und aus dem Papierkorb gerettet werden.

Welche Daten sollten gesichert werden?

Hier gibt es keine pauschale Antwort. Nutzer sollten die Daten sichern, die für sie wichtig sind und sich nicht so einfach wiederbeschaffen lassen. Neben wichtigen Dokumenten wie Lohnabrechnungen, Steuererklärungen oder der Abschlussarbeit des Studiums sind dies zudem Fotos und Videos von geliebten Menschen und besonderen Ereignissen.

Daher variiert die Datenmenge von Verbraucher zu Verbraucher. Um Zeit und Speicherplatz nicht zu verschwenden ist es empfehlenswert die Daten vorab auszumisten und Dopplungen zu entfernen. Von Komprimierungen ist abzusehen.

Bei der Wiederherstellung der geretteten Daten kann auch das Dateiformat entscheidend sein. Die gängigen Formate wie PDF, JPG, MPEG etc. sorgen dafür, dass die Daten auch in Zukunft lesbar sind und in andere Formate exportiert oder umgewandelt werden können.

Obwohl das Thema Datenschutz wichtiger kaum sein könnte, umgeht man einen großen Unsicherheitsfaktor, wenn Daten unverschlüsselt gespeichert werden. Passwörter können jederzeit vergessen werden oder verloren gehen. Wer erinnert sich schon an das Passwort von seinem ersten E-Mail Postfach?

Größere Unternehmen sichern ihre Daten in Echtzeit auf externen Servern und Festplatten. Für den privaten Gebrauch ist dies nicht notwendig, allerdings sollte man sich mindestens alle 6 Monate Zeit nehmen und die neuen Fotos, Videos und Dokumente sichern. Geschäftliche Daten sind mindestens wöchentlich komplett zu sichern, schließlich bedingen diese die eigene Existenz.

Das richtige Speichermedium

Die digitale Welt ändert sich schnell und auch die Speicherung von Daten auf USB-Sticks, DVDs oder Blu-ray ist nicht mehr zeitgemäß.

Da mit der Zeit eher mehr Daten hinzu kommen, als dass es weniger werden, empfiehlt sich der Kauf mit etwas mehr Speicherplatz als aktuell benötigt. Externe Festplatten gibt es für kleines Geld in Speichergrößen von wenigen Gigabyte (GB) bis hin zu mehreren Terabyte (TB). Beim Kauf ist auf die Seriosität des Herstellers zu achten. Ein schreibgeschütztes Medium verhindert zum einen potenziellen Datendiebstahl durch Andere und auch das versehentliche Überschreiben von Daten.

Das Auslesen von Daten über USB-Ports wird noch in einigen Jahren von einem Großteil der Geräte technisch umsetzbar sein. Dennoch ist der Markt stets zu Beobachten. Vor 15 Jahren wäre schließlich auch die Speicherung auf Festplatten noch ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. 

Eine Alternative bietet die Datenspeicherung in der Cloud. Der virtuelle Speicherplatz kann bei verschiedenen Anbietern erworben werden und bietet einen ortsunabhängigen Zugriff. Bei größeren Datenmengen kann diese Ablage jedoch schnell ins Geld gehen.

Außerdem obliegt der Schutz der Daten einer fremden Festplatte beziehungsweise dem jeweiligen Dienstleister. Das Restrisiko von Zugriffsmöglichkeiten und Sicherheit ist hoch. Besser ist es, nur wenige, wichtige Daten dort ergänzend abzuspeichern.

Die optimale Lagerung

Der erste Schritt ist getan, das Backup ist erstellt. Bestenfalls erstellt man zwei Kopien und lagert diese an getrennten Orten. Denn unvorhergesehene Ereignisse wie Brände oder Flutkatastrophen können jeden treffen. Ein Bankschließfach oder die Lagerung bei Verwandten wird daher oft als Ablageort genutzt.

Festplatten sollten an einem trockenen, kühlen und dunklen Ort gelagert werden, um die Langlebigkeit zu unterstützen. Die durchschnittliche Lebensdauer einer Festplatte liegt aufgrund der verbauten magnetischen Teile bei 10-20 Jahren. Danach sollte man in ein neues Produkt investieren. Ein regelmäßiges Check-Up versichert, dass alle Daten noch gespeichert sind. Denn auch eine Backup Festplatte kann kaputt gehen. Bei dieser Gelegenheit lassen sich wahlweise auch neue Dateien aufspielen.

Cannabis-Legalisierung: Der Reiz des Verbotenen

Noch vor Beginn der Koalitionsverhandlungen lässt die Ampelkoalition durchklingen, dass sie die Kriminalisierung von Cannabis beenden will. Sie hat dabei nicht nur eine Mehrheit in der Bevölkerung auf ihrer Seite, sondern auch viele Juristen.

Die neu gewählte Ampelkoalition steht nach sechzehn Jahren Regierungszeit der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel vor großen Herausforderungen. Es kriselt gleich an mehreren Ecken. Wirtschaft und Arbeitsmarkt erholen sich nur langsam von den Auswirkungen der Corona-Pandemie, und wie hart der anstehende Winter und die Vierte Welle werden, ist noch völlig offen. Die hohe Inflationsrate von über vier Prozent, die Probleme in den Lieferketten und am Horizont aufziehende Konflikte mit Russland und China tun ihr Übriges. Hinzu kommen dringend notwendige Reformen wie die bereits angekündigte Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro brutto, die Stabilisierung der gesetzlichen Rente, der Kampf gegen die globale Erwärmung oder auch das Problem ständig weiter steigender Mieten und Energiekosten.

Umso überraschender war da die schon vor Beginn der Koalitionsverhandlungen bestehende Einigkeit von SPD, Grünen und FDP, sich der Entkriminalisierung von Cannabis annehmen zu wollen. Das wird mehrere Gründe haben. Zum einen ist es ein seit Jahrzehnten diskutiertes und umstrittenes Problem; zum anderen ist das Thema populär – fast zwei Drittel der Deutschen sind für eine Legalisierung; außerdem ist es ein dankbares Thema für die Medien, das auch in der Lage ist, zeitweise die Aufmerksamkeit einzufangen und von den schwierigeren Themen ein Stück weit abzulenken.

Es mag ein Randthema sein verglichen mit den großen Fragen, die es in den kommenden vier Jahren zu lösen gilt. Unwichtig ist es aber keineswegs.

Dass die Unionsparteien nicht nur starr am Verbot festgehalten, sondern sich auch immer wieder konsequent jeglicher Debatte über das Thema verweigert haben, hat in erster Linie ideologische Gründe. Dabei entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass die Union nicht in der Lage ist, ihrer bierseligen Stammwählerschaft die Relevanz eine Freigabe zu vermitteln, sprechen doch sämtliche Fakten dafür.

Man versteigt sich auch die Gesundheitsgefahren, die Cannabiskonsum vor allem bei jungen Menschen bedeutet und sieht über die Probleme und Todesfälle, die Alkoholmissbrauch jedes Jahr verursacht, geflissentlich hinweg. Konstruktive Politik geht anders.

Der wesentlichen Punkt ist ein anderer. „Kriminalisieren verhindert den Konsum nicht“, stellt BGH-Richter Prof. Dr. Andreas Mosbacher im Onlinemagazin LTO fest. Und er verweist darauf, dass seine Fürsprache einer mit Bedacht durchgeführten Entkriminalisierung gerade unter Juristen und Richtern durchaus beträchtliche Sympathien hat. Denn sie sind es, die aus erster Hand wissen, wie wenig die Prohibition funktioniert und welche Probleme sie mit sich bringt.

Da ist zum einen das Material selbst: Auf dem Schwarzmarkt gehandeltes Cannabis hat nicht nur einen immer höheren THC-Gehalt, sondern wird auch mit zahlreichen Beimischungen gestreckt, unter anderem Heroin. Die Gesundheitsgefahr potenziert sich dadurch ebenso wie das Suchtpotential. Bei einer legalen und kontrollierten Abgabe von Cannabis aus kontrolliertem Anbau würde dieses Problem entfallen. Gegner der Entkriminalisierung fürchten zudem, dass die Freigabe zu einem massiven Anstieg des Konsums führen könnte, doch das lässt sich durch nichts belegen, und die Wahrscheinlichkeit, dass es so kommt, tendiert gegen null.

Fakt ist: Wer heute kiffen will, der tut es. Es ist in Deutschland im Jahr 2021 absolut kein Problem, an Cannabis oder Marihuana zu kommen, in Großstädten kann man es an jeder Ecke auf der Straße kaufen. Ein Blick nach Kanada oder in die Niederlande sowie einige US-Bundesstaaten zeigt, dass die (teilweise) Legalisierung nicht zu nennenswert höherem Konsum führt. Im Gegenteil kann sie sogar bewirken, dass weniger junge Menschen kiffen. Wer sich noch an seine eigene Teenagerzeit erinnert, der weiß: Besonders spannend und verlockend ist alles, was verboten ist. CBD Produkte würden wahrscheinlich deutlich stärker nachgefragt, wenn sie verboten wären.

Die Entkriminalisierung hätte aber noch weitere Vorteile. Zum einen würde der Staat Milliarden an zusätzlichen Steuereinnahmen generieren, während er gleichzeitig seine Ausgaben senken könnte. Denn die Strafverfolgung von Konsumenten und (kleinen) Dealern, die beide absolut nichts an der Kiffer-Realität ändern, kostet riesige Summen und bindet unnötig Kräfte bei Polizei und Justiz, die dringend für wichtigere Angelegenheiten gebraucht würden.

Den Sumpf der Drogenkriminalität würde die Legalisierung rasch weitgehend austrocknen. Das bestätigt auch jeder Dealer auf Anhieb: Dass die größte Gefahr für sein Geschäftsmodell die Legalisierung ist. „Eine hohe Verbrechensrate ist Folge des Drogenverbots, nicht des Drogenkonsums. Also muss das Drogenverbot weg“, sagt daher auch der ehemalige Polizeipräsident Hubert Wimber im Interview mit GEO.