Mobilität neu denken – das sind die Fortbewegungsarten des 21. Jahrhunderts

Mobilität ist eines der großen Gesellschaftsthemen unserer Zeit. Gerade in Ballungszentren, in denen teilweise mehr Autos als Menschen vorhanden sind und in denen Platz äußerst begrenzt ist, sollten neue Formen der Mobilität gedacht werden. Aber auch bundesweit bieten neue Mobilitätskonzepte die Möglichkeit, die Umwelt zu schonen, Geld zu sparen und einen hohen Fahrkomfort zu genießen. Was die Mobilität des 21 Jahrhunderts ausmacht und welche Faktoren hierbei zu bedenken sind, erklärt dieser Artikel.

Umstieg auf Elektrofahrzeuge und Wasserstoffantriebe

Vieldiskutiert sind Autos mit alternativen Antrieben. Insbesondere Elektroautos und Wasserstofffahrzeuge spielen schon heute eine wichtige Rolle am Markt. Diese dienen einerseits dem Umweltschutz und unterstützen andererseits die Gesundheit der Menschen in einer Stadt oder einem Dorf. Wenn weniger Schadstoffe ausgestoßen, Feinstaub verursacht und Reifenabrieb erzeugt werden, nehmen wir weniger schädliche Komponenten über die Atemluft auf.

Um neue Technologien zu einem Erfolgskonzept zu machen, ist jedoch noch viel Arbeit nötig. So muss beispielsweise die Infrastruktur geschaffen werden, um Elektrofahrzeuge schnell und überall aufladen zu können. Es ist wichtig, den Menschen ihre Reichweitenangst zu nehmen und sicherzustellen, dass man auch mit Elektrofahrzeugen möglichst weit kommt. Wasserstofffahrzeuge sind nur dann umweltfreundlich, wenn sie mit grünem Wasserstoff arbeiten. Entsprechend müssen neue Strategien gefunden werden, um umweltfreundlichen Wasserstoff zu gewinnen. Nicht zuletzt ist der Ausbau der erneuerbaren Energien unverzichtbar. Wenn der Strom, mit dem Elektrofahrzeuge aufgeladen werden, durch fossile Brennstoffe gewonnen wird, ist das kein Vorteil für die Umwelt.

Autos leasen statt kaufen

Nutzen statt besitzen ist das neue Motto. Heutzutage ist es nicht mehr zwingend erforderlich, ein eigenes Auto zu besitzen, um mobil und unabhängig zu sein. Deswegen greifen immer mehr Menschen auf das Auto-Leasing zurück. Hier verbleiben die Fahrzeuge grundsätzlich im Besitz des Leasinganbieters und werden von den Leasingnehmern lediglich genutzt. Ebenso gewinnen Carsharing-Services immer mehr an Popularität. Hier kann bei Bedarf ein Fahrzeug genutzt werden, ohne selbst eines besitzen zu müssen.

Die Zahl der Fahrzeuge muss vor allem in Ballungszentren gesenkt werden. Hier gibt es schon heute viel zu wenig Platz, um die vorhandenen Fahrzeuge zu parken und unterzubringen. Außerdem könnten die Räume, die heute für Parkplätze genutzt werden, alternativen Einsatzmöglichkeiten zugeführt werden. Das Ziel muss somit darin bestehen, dass jeder auf ein Auto zugreifen kann, wenn er es benötigt, aber nicht eines rumstehen hat, wenn er dies nicht tut.

Der ÖPNV muss ausgebaut werden.

Eine erfolgreiche Mobilitätswende ist ohne den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nicht vorstellbar. Viele Menschen geben schon heute an, dass sie auf Bus, Bahn und U-Bahn umsteigen würden, wenn die Preise günstiger wären und es mehr Verbindungen gäbe. Auch die Taktung spielt eine wichtige Rolle bei der Frage, wie attraktiv der ÖPNV auf die Menschen ist.

Hierbei ist es wichtig, nicht nur die Städte und Ballungszentren im Auge zu haben. Die Menschen in den ländlichen Regionen brauchen ebenfalls attraktive Alternativen zum Auto, wenn sie umweltfreundliche Fortbewegungsmittel nutzen sollen. Das bedeutet unter anderem, die Zahl der Verbindungen und Bahnhöfe zu erhöhen und sicherzustellen, dass man nachts nicht ewig auf eine Bahn oder einen Bus warten muss. Durch eine Harmonisierung von Straßenverkehr und Schienenverkehr ließe sich eine Menge Geld einsparen und für mehr Effizienz und umweltfreundliche Mobilität sorgen.

Autonomes Fahren sorgt für Sicherheit

Bei der Durchführung einer Mobilitätswende dürfen nicht nur Umweltfaktoren berücksichtigt werden. Ebenso entscheidend ist es, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Hierfür stehen viele unterschiedliche Technologien bereit. Eine besonders populäre ist das autonome Fahren. Hier gelingt die Fahrt ausschließlich mittels Sensoren, KI und Algorithmen. Der Faktor Mensch, der häufig genug mit Müdigkeit, Überforderung, Stress oder Selbstüberschätzung einhergeht, kann so ausgeblendet werden.

Des Weiteren ist es durch einen Fokuswechsel von der Straße hin zur Schiene möglich, für mehr Sicherheit zu sorgen. So würde es weniger Unfalltote pro Jahr geben und auch schwächere Verkehrsteilnehmer wie Kinder oder ältere Menschen wären geschützt. Es kommt darauf an, den Verkehr nicht mehr nur aus einem Blickwinkel heraus zu betrachten, sondern alle Teilnehmer in den Blick zu nehmen und zu berücksichtigen.

Individualverkehr mit dem Fahrrad

Es ist sinnvoll, für ein gut ausgebautes Netz an Radwegen zu sorgen, damit die individuelle Mobilität mit Fahrrad ebenfalls ansprechend und sicher ist. Die Menschen werden nämlich nur dann mit dem Fahrrad zu Arbeit, zu Familienbesuchen oder auf Ausflüge fahren, wenn sie ihre Ziele schnell, sicher und bequem erreichen. Viele Metropolen gehen bereits mit gutem Beispiel voran und entwickeln sich zu richtigen Fahrradstädten. Das ist für die Gesundheit der Menschen, die Umwelt und das Verkehrsaufkommen in den Städten gleichermaßen hilfreich. Hierfür ist es aber erforderlich, Radwege zu bauen, Autos und vor allem LKW sicherer zu machen und zum Beispiel Ladestationen für E-Bikes in großer Zahl zu installieren.

Die Infrastruktur von morgen schon heute aufbauen

Damit die Menschen in der Zukunft von einer funktionalen und umweltfreundlichen Mobilität profitieren können, müssen die Menschen in der Gegenwart Investitionen tätigen. Es ist zwingend erforderlich, die Infrastruktur in allen Bereichen auszubauen. Aktuell liegt ein großer Fokus auf dem Straßenverkehr, es wäre aber wichtig, auch das Schienennetz und die Zahl der Ladestationen für Elektrofahrzeuge und E-Bikes auszubauen.

Zudem ist eine moderne Mobilität nur mit zeitgemäßer Technologie vorstellbar. Entsprechend ist es wichtig, Geld in die Hand zu nehmen und in die Forschung zu investieren. Vor allem die Digitalisierung bietet zahlreiche Möglichkeiten, um neue Mobilitätskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Es ist daher zwingend erforderlich, eine neue Form der Wissenschaftsfinanzierung zu finden und dafür zu sorgen, dass Geld für die Entwicklung sinnvoller Technologien zur Verfügung steht.

Fazit

Wir leben in spannenden Zeiten, die von massiven Veränderungen im Bereich der Mobilität geprägt sind. Insbesondere Elektrofahrzeuge und das autonome Fahren disruptieren unsere Art uns fortzubewegen massiv. Es ist wichtig, sich auf diese neuen Gegebenheiten einzustellen und umweltfreundliche, sichere und moderne Fahrzeuge zu entwickeln und einzusetzen. Dies funktioniert jedoch nur durch klare rechtliche Rahmenbedingungen, genügend Geld für Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau der Infrastruktur in allen Verkehrsbereichen.

Reputationsmanagement: Unternehmen mit gutem Ruf setzen sich in Corona-Zeiten durch

Der Onlinehandel boomt schon seit langem. Vor allem die Corona-Krise mit einhergehenden Ausgangsbeschränkungen feuerte diesen Trend an und ließ nur zwei Optionen zu: Warten, bis der Handel wieder aufsperren darf, oder auf Online-Anbieter zurückgreifen, die oftmals durch ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis aufgrund von Einsparungen bei Zwischenhändlern und Co. an Attraktivität gewinnen.

Sich von der breiten Masse abzuheben, kann durch mehrere Kriterien erfüllt werden: Kundenservice, Warenpräsentation, sowie verbesserte Konditionen stellen hierbei nur wenige von vielen dar. Die digitale Welt wird durch eine Überflutung sämtlicher Sinne geprägt. Direktes Ansprechen von Kunden sowie das ständige Erscheinen bestimmter, zuvor gesuchter Werbeartikel erwecken manches Mal das Gefühl nach einer längeren Online-Recherche heimgesucht zu werden. Durch das direkte Ansprechen von potenziellen Kunden wollten Unternehmen überzeugen, werden jedoch gleichzeitig durch aggressive Marketing-Strategien als zunehmend lästig empfunden.

Die sicherste Variable für die Kundengewinnung wird durch die Reputation des Unternehmens verkörpert. Google-Bewertungen stellen hierbei einen wesentlichen Faktor dar, da diesen sehr hohe Aufmerksamkeit beim Kennenlernen eines Unternehmens oder Durchstöbern verschiedener Anbieter zukommen – denn sie lassen Rückschlüsse auf Preis-Leistungs-Verhältnisse, Qualität, Verlässlichkeit und viele weiteren Parametern zu. Die Bedeutung dieser Bewertungen zeigt sich auch darin, dass immer mehr Unternehmen auf Services, um Google Rezensionen zu löschen, zurückgreifen.

Google-Bewertungen schaffen Vertrauen

In Zeiten, in denen man sich nicht mehr vor Ort von der Qualität der Waren überzeugen kann, stets neue Anbieter auf den Markt drängen, ein persönliches Kennenlernen nicht ermöglicht wird, muss eine andere Grundlage zur Schaffung einer Vertrauensbasis gefunden werden. Eine Vertrauensbasis, die so weit geht, dass dem Unternehmen eine Chance, mit seinen Produkten oder seiner Dienstleistung zu überzeugen, eingeräumt wird.

Das Problem der Online-Rezensionen

Obwohl Kundenrezensionen von Individuen geschrieben werden und aufgrund ihrer Erfahrungen potenzielle Risiken minimieren oder eben erhöhen können, gibt es keine Sicherheit über deren Wahrheitsgehalt. Im besten Fall spielen Bewertungen die wahrheitsgetreue Wahrnehmung des Kunden wider. Kundenbewertungen bringen jedoch mehrere entscheidende Unsicherheiten mit sich:

  1. Sie geben nur die subjektive Sicht des Kunden wieder. Das Unternehmen kann sämtliche Aussagen zwar kommentieren, versuchen eine andere Perspektive zu vermitteln und im besten Fall wieder in Kontakt mit dem Kunden treten, um diesen umzustimmen, dennoch ist ein erster negativer Eindruck bleibend.
  1. Falsche Bewertungen werden oftmals gezielt eingesetzt, um nachhaltige Schäden anzurichten. Besteht eine Unzufriedenheit und es kommt zu keiner Einigung so folgt nicht selten die Maßnahme, dass nicht nur ein Familienmitglied eine schlechte Rezension verfasst, sondern plötzlich mehrere unbekannte Namen auftauchen, die ähnliche Vorwürfe oder Beschwerden äußern. Diese Häufigkeit negativer Bewertungen reduziert wiederum das Unternehmensranking nachhaltig und kann, beispielsweise bei Google- und Amazon-Suchen, zu einem erheblichen Verlust der Sternen-Review führen. Die Sterne sind keineswegs als Zierde gedacht, sondern geben einen Einblick über die durchschnittliche Meinung über das Unternehmen. Befindet sich dieser Durchschnittswert unter drei Sternen, so schreckt dies Kunden nachweislich ab.
  2. Darüber hinaus nehmen gefälschte Kundenrezensionen in hohen Dimensionen zu. Amazon musste im Jahre 2020 ca. 200 Millionen Bewertungen entfernen, weil es sich bei diesen um Fälschungen handelte – mit dem Ziel potenzielle Kunden zu täuschen und für sich (wenn oftmals auch nur kurzfristig) zu gewinnen. Das Verfassen solcher Bewertungen ist schon lange kein Randphänomen, sondern so lukrativ, dass sich diesem Geschäft immer mehr Unternehmen widmen.

Der Wahrheitsgehalt von Kundenbewertungen variiert stark. Eine Orientierung für das Unternehmen, um herauszufinden, ob es sich um ein Aufzeigen von Verbesserungspotenzial oder um eine nicht-aussagekräftige Fake-Rezension handelt, bietet der Name – der jedoch in vielen Fällen abgewandelt wird. Anhand des Datums ist ein Rückschluss schwierig, da der Zeitpunkt des Entstehens der Unzufriedenheit nicht zwingend mit dem Zeitpunkt der Bewertung übereinstimmt oder diesem naheliegt. Manche Kunden nehmen sich erst Wochen oder Monate später Zeit, um ihren Unmut schriftlich festzuhalten.

Die beste Strategie, negative Bewertungen zu vermeiden, ist eine Verärgerung gar nicht entstehen zu lassen. Dies ist selbstverständlich nicht in jedem Fall möglich, denn eine Zufriedenstellung des Kunden durch Entgegenkommen des Unternehmens wird nur zu bestimmten Parametern möglich sein. Viele Unzufriedenheiten können jedoch mithilfe einer gezielten Kommunikation reduziert oder gar eliminiert werden. Ein offenes Ohr für den Kunden zu haben, findet darüber hinaus nicht nur bei Kunden eine hohe Wertschätzung, sondern ist auch für die Verbesserung der Unternehmensleistungen unentbehrlich, wodurch diese Maßnahme ebenso als Präventionsmaßnahme fungieren und Unzufriedenheitspotenziale reduzieren kann.

Auto-Leasing vs. Auto-Abo

Mehr als 48 Millionen Pkws sind aktuell in Deutschland gemeldet. Steigende Unterhaltungs- und Anschaffungskosten, der Diesel-Skandal, die angedrohte Abschaffung der Verbrennungsmotoren, die unzureichende Infrastruktur für E-Autos: All diesen Widrigkeiten zum Trotz möchten wir dennoch unser eigenes Fahrzeug besitzen, oder zumindest bei Bedarf jeder Zeit eines zur Verfügung haben.

Dabei hat dies weniger mit einer Trotzreaktion zu tun, als vielmehr mit der Notwendigkeit, mit der Hilfe eines Fahrzeugs den Alltag zu bestreiten. Sei es der lange Weg zur Arbeit, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Überfüllung, Ausfall oder schlechten Verbindungen nicht zu handeln ist, oder der minutengenau durchgetaktete Alltag mit Kindern, weil die Schule bis zum Nachmittag geht, kurz bevor das Fußball-Training oder die Musikschule beginnt. Dazu kommt, dass in Deutschland rund 70 Prozent der Mütter arbeiten gehen, sodass diese Wege noch dazu kommen.

In vielen Fällen stellt sich also nicht die Frage, ob ein Auto benötigt wird. In der Vergangenheit ist man demnach hingegangen und hat ein Auto geleast oder direkt ein neues oder gebrauchtes Fahrzeug gekauft. Dies wurde dann entweder bar bezahlt oder finanziert. Heutzutage gibt es eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten, ein Auto zu nutzen, wie Carsharing oder das Auto-Abo. In diesem Artikel schauen wir uns das Auto-Abo näher an und vergleichen es mit dem Leasing.

Das Auto Abo

Sowohl Autohersteller als auch Autovermieter wie z.B. SIXT bieten Auto Abos an. Im Unterschied zu den Herstellern kann man bei dem Abo-Modell SIXT+ Neuwagen oder junge Gebrauchtwagen unterschiedlicher Marken abonnieren. Diese sind in der Regel äußerst schnell verfügbar. Gegen einen bestimmten monatlichen Betrag kann man Besitzer des Fahrzeuges werden, ohne die Verpflichtungen eines Eigentümers zu haben.

Die Auswahl der zur Verfügung stehenden Fahrzeuge fällt beim Auto-Abo etwas geringer aus als beim Leasing und Sonderwünsche sind nicht umsetzbar, da ein Fahrzeug aus der bestehenden Flotte gewählt werden muss. Das stark wachsende Angebot lässt aber auch aktuell schon kaum noch Wünsche offen. Vom Kleinwagen, über Kompaktklasse und Sportlimousine bis zum SUV oder Mini-Van ist alles verfügbar.

Bei einem Auto-Abo fällt die Rate höher aus als beim Leasing. Dafür werden jedoch die meisten Kosten mit der Rate gedeckt: Beim SIXT+ Auto Abo zB. werden Service- sowie Versicherungskosten, aber auch Wartungen sowie sämtliche weitere Leistungen nicht vom Kunden getragen. Lediglich die Tankkosten muss dieser selbst finanzieren.

Die Dauer der Laufzeit sowie Kündigungsfristen hängen von dem jeweiligen Anbieter ab und werden vertraglich festgesetzt. Der Spielraum der Vertragslaufzeiten kann sich von einem Monat bis zu mehreren Jahren bemessen. Beim Auto-Abo bleibt das Auto nach Ablauf der Kündigungsfrist im Eigentum des Anbieters. Hierbei ist zu beachten, dass ein Auto-Abo nicht automatisch nach der Laufzeit beendet wird, sondern eine Kündigung notwendig ist.

Das Auto-Leasing

Anders als beim Auto-Abo, kann man sich als Leasingnehmer bei Abschluss des Vertrages eine Kaufoption des geleasten Fahrzeuges einholen. Hierbei wird ein bestimmter Betrag festgesetzt, der am Ende der Laufzeit fällig werden würde, um Eigentümer zu werden. Besteht kein Interesse am Kauf des Autos oder wurde die Option nicht eingeräumt, so bleibt das Fahrzeug nach dem Ende der Leasingdauer ebenfalls im Eigentum des Leasinggebers.

Im Zuge eines Leasingvertrages wird monatlich ein fixer Betrag fällig, der jenen des Auto-Abos unterbietet, jedoch keine Kosten für die Versicherung und Co. beinhaltet. Leasingraten ermöglichen lediglich die Nutzung des Fahrzeuges, für sämtliche andere Kosten muss ebenfalls der Leasingnehmer aufkommen. Die vermeintlich niedrigere Rate muss daher um zusätzlich anfallende Zahlungen, wie beispielsweise für Inspektionen oder Wartungen, ergänzt werden.

Im Vergleich zum Auto-Abo ist eine größere Auswahl an Fahrzeugmodellen und Ausstattungsmöglichkeiten gegeben. Meist finden individuelle Wünsche und Bedürfnisse Berücksichtigung.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied stellt die Vertragslaufzeit dar, denn Leasingverträge müssen mindestens für zwölf Monate abgeschlossen werden und können sich über mehrere Jahre erstrecken. In der Regel beträgt diese Laufzeit zwischen 24 und 48 Monate. Eine Kündigung ist hierbei im Normalfall ausgeschlossen.

Sowie beim Leasing als auch beim Auto-Abo wird die Höhe der Rate von mehreren Faktoren beeinflusst: Laufzeit, Fahrzeugmodell und Kilometerleistung. Wenn das Auto am Ende der Leasingdauer nicht mit einer festgelegten abschließenden Zahlung übernommen wird, so wird man bei beiden Varianten nicht Besitzer und trägt daher keinen Wertverlust, wie es bei einem Autokauf der Fall wäre.

Ob Auto-Abo oder Auto-Leasing hängt von der individuellen Situation ab

Der Vorteil beider Varianten liegt klar auf der Hand: Man ist nur für eine bestimmte Zeit an ein Fahrzeug gebunden. Wie eingangs gesagt, sind die Zeiten für Autofahrer hart. Diejenigen, die zur Zeit vor der Notwendigkeit stehen, sich ein Fahrzeug anzuschaffen, haben die Qual der Wahl. Soll es noch ein Verbrenner sein? Wenn ja, was für einer? Werden SUV weiter stark besteuert? Bin ich mit dem Familien-Van besser dran? Wir die Infrastruktur für E-Autos zukünftig besser ausgebaut? Wenn man sich für ein Fahrzeug entscheidet, so ist dies meistens für die nächsten Jahre. Doch wie soll man für die nächsten Jahre planen, wenn all diese Fragen unbeantwortet bleiben und auch Zukunftsforscher noch dabei sind, ihre Prognosen zu erstellen. Da kommen die Leasing- und Auto-Abo-Angebote ins Spiel. Man bindet sich für einen bestimmten Zeitraum an ein Fahrzeug und gibt dieses nach Ablauf zurück. Ob dieses Fahrzeug in der Zwischenzeit an Wert verloren hat, weil plötzlich Diesel-Fahrzeuge komplett verboten oder die Unterhaltskosten für einen SUV utopisch angewachsen sind, ist dann egal. Ob aber nun das Auto-Abo oder besser ein Leasing infrage kommt, hängt mit der persönlichen Situation zusammen.

Das Auto-Abo eignet sich besonders, wenn innerhalb einer bestimmten Zeit ein Fahrzeugwechsel angestrebt wird, da man beispielsweise stets von neuen Technologien profitieren will. Auch kurzfristige Flexibilität ist dadurch gegeben, da eine Kündigung grundsätzlich nach Einhaltung der entsprechenden Fristen jederzeit möglich ist und sich die Laufzeit auch auf einen kürzeren Zeitraum erstreckt. Auto-Leasing stellt dann eine bessere Option dar, wenn das Auto auf längere Sicht genutzt werden soll und ein Wunschmodell mit bestimmten Ausstattungskriterien bevorzugt wird. Flexibilität ist bei dieser Variante nur begrenzt gegeben, da eine Kündigung vor Ablauf der Vertragsdauer oftmals nicht möglich ist. Eine Planbarkeit der Kosten ist bei der Form des Auto-Abos gegeben, da diese monatlichen Kosten lediglich um anfallende Tankkosten ergänzt werden müssen. Bei Leasingraten müssen hingegen sämtliche Wartungskosten hinzuaddiert werden.

Ob die Entscheidung für das Auto-Abo oder Auto-Leasing fällt, hängt von den individuellen Präferenzen und Bedürfnissen ab. In jedem Fall stellen beide Varianten gute Alternativen zum Autokauf dar, da durch sie bei Weitem weniger Kapital gebunden wird, das gegebenenfalls wertschöpfend eingesetzt werden kann. Der Wertverlust von Neuwagen im ersten Jahr beträgt ca. 25 Prozent. Dieser hohe Verlust kann durch Leasing und Auto-Abo umgangen werden.

Das kostet eine Wahlkampagne

Bei der Bundestagswahl 2021 im September haben über 75% der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Die Gesichter drei Kanzlerkandidat:innen Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Armin Laschet waren über Wochen in jeder Innenstadt auf Plakaten zu sehen. Einige Bürger haben bereits lange Zeit im Voraus per Briefwahl gewählt. Viele entschieden sich allerdings erst kurz vorher für eine Partei. Umso wichtiger ist ein gut geführter Wahlkampf für die Parteien. Doch was kostet es überhaupt die Parteien? Und wie viel wird von Steuergeldern finanziert?

Der Kampf um die öffentliche Meinung beginnt bereits ab der Festlegung des Wahltermins. Obwohl die offizielle heiße Phase erst 4-6 Wochen vor dem Wahltag eingeläutet wird, legen die Parteien großen Wert auf eine frühzeitige Meinungsbildung und einen proaktiven Informationsfluss zu den Bürgern.

Diese Maßnahmen dienen in erster Linie der Generierung von Aufmerksamkeit für die nominierten Kandidaten und die Kernpunkte des Wahlprogramms. Um in besonders kurzer Zeit, prägnante Slogans in den Köpfen der Wähler zu platzieren, müssen sich Parteien genau überlegen, welche Zielgruppe mit welchen Inhalten angesprochen werden soll.

Klassische Wahlwerbespots in TV und Radio werden immer weniger geschaltet, vielmehr spielt sich ein Großteil im Internet ab. In der Zusammenarbeit mit etablierten Agenturen werden ganzheitliche Strategien erarbeitet. Chris Hortsch weiß:“Gerade in Zeiten der Pandemie können Altparteien durch zielgerichtete Online-Marketingmaßnahmen und eine aussagekräftige Website bei den jungen Wählern punkten. Stichworte aus dem Wahlprogramm können durch die Suchmaschinenoptimierung prominent bei Google platziert werden. Diese Alternative zum Stand auf dem Marktplatz ist eine Investition in die Zukunft. Insbesondere bei Parteien wie der FDP wird seit einigen Jahren speziell für diese Maßnahmen Budget veranschlagt.”

Neue Formate auf Facebook, Instagram und Youtube sollen künftig für einen besseren Dialog mit den Wählern sorgen. Dabei ist dem Alter der Kandidaten keine Grenze gesetzt – noch mit 72 ist der FDP Abgeordnete Sattelberger im Wahlkampf auf Tik Tok aktiv.

Wie viel geben Parteien im Wahlkampf aus?

Dies lässt sich nicht pauschalisieren oder transparent aufschlüsseln, denn alle Angaben hierzu sind auf freiwilliger Basis. Ein festgelegtes Budget oder eine Obergrenze gibt es nicht. Während die Linke und die FDP meist zwischen 6-8 Millionen Euro Budget für den Wahlkampf bereitstellen, haben CDU und SPD mehr als das Doppelte zur Verfügung.

Verglichen mit dem Wahlkampf anderer Länder, beispielsweise den USA, ist dies jedoch eine geringe Summe. Der Wahlkampf zwischen Donald Trump und Joe Biden war mit 14 Milliarden US Dollar der Teuerste in der Geschichte der USA.

Die Parteienfinanzierung

In Deutschland erhalten alle anspruchsberechtigten Parteien eine staatliche Finanzspritze zur Bundestagswahl. Parteien können Anspruch erheben, wenn sie bei der letzten Bundestagswahl oder Europawahl mindestens 0,5% oder bei der letzten Landtagswahl mindestens 1% der gültigen Zweitstimmen erhalten haben. Aus einem Budget von ca. 200 Millionen Euro wird jeder Partei ihr Budget zugeteilt.

Ebenfalls ist das Wahlergebnis entscheidend. Liegt es bei der Bundestagswahl über 0,5% so profitieren Parteien von einer Rückzahlung von 1,03€ pro Stimme für die ersten 4 Millionen Wählerstimmen. Für jede weitere Stimme werden 0,85€ ausgezahlt.

Bei Landtagswahlen gilt ein ähnliches Prinzip. Gerade den großen Mehrheitsparteien und kleineren, aber stark wachsenden Parteien wird so der Weg für einen intensiven Wahlkampf in der folgenden Legislaturperiode geebnet. Andererseits werden hier unterschiedliche Voraussetzungen für die Ergebnisse der Bundestagswahl geschaffen. Es steht zur Diskussion, inwiefern die Gelder fairer verteilt werden können, um die Chancengleichheit auch für neue Parteien herzustellen.

Andererseits haben kleinere Parteien im digitalen Wahlkampf einen großen Vorteil. Denn je homogener die Basis ist, umso spezifischer können Themen und entsprechende Marketingkampagnen platziert werden.

Private Spenden

Werden die Geldgeber genannt, sind Parteispenden in Deutschland möglich. Großspenden über 50.000 Euro müssen dem Bundespräsidenten gemeldet werden. Aufgrund sinkender Mitgliederzahlen und -beiträgen werden Spenden zu einem immer wichtigeren Punkt in der Finanzierung von Parteien.

Allerdings können Wähler erst im Nachhinein erfahren, inwiefern die Spenden in den tatsächlichen Wahlkampf eingeflossen sind.

Öffentlichkeitswirksame Spenden können verbunden mit einem Statement auch Teil der Wahl- und Marketingstrategie von Parteien sein. Schließlich erregt man so Aufmerksamkeit und regt zu Diskussionen an.

Die private Finanzierung

Als Kandidat aufgestellt zu werden hat seinen Preis. Die Parteien erwarten, dass ein Teil des Wahlkampfes privat finanziert oder zumindest ausgelegt wird. Hierbei kann es schnell bis in die hohen 5-stelligen Beträge gehen.

Ein Großteil der Gelder wird für Besuche in den Ortschaften in Form von Sprit und Hotelkosten oder auch für Online Werbung ausgegeben. Ehrenamtliche Helfer leisten mit ihrer kostenlosen Arbeitszeit eine wichtigen Beitrag für Neueinsteiger in der Politik.

Private Mittel sind insbesondere für junge Kandidaten eine große Bürde. Dieses Prinzip hat zur Folge, dass finanzstarke Bewerber einen klaren Vorteil haben ein Mandat zu gewinnen und in den Bundestag einzuziehen. Einmal gewählt tut man gut daran, einen Teil der Diäten für die Wiederwahl zurückzulegen.