Daten nicht gesichert? Das hilft im Notfall und so geht es richtig!

Daten nicht gesichert? Das hilft im Notfall und so geht es richtig!

Abends noch einmal schnell an den Laptop – da ist es passiert. Der Bildschirm bleibt schwarz und es gibt keine Möglichkeit, an die gespeicherten Daten zu gelangen. Dieses Szenario hat wohl jeder bereits erleben müssen. Auch externe Festplatten können den Dienst verweigern. Doch es gibt einfache Wege diesen Fall zu vermeiden und Möglichkeiten, verloren geglaubte Dateien wieder herzustellen!

Sind die Daten unwiederbringlich gelöscht?

Egal, ob der Datenverlust durch einen falschen Klick, einen Hackerangriff oder einen Kurzschluss entsteht – der erste Schock über die verlorenen Daten sitzt tief. Bis zum Supergau vergehen viele ungenutzte Möglichkeiten die Daten zu sichern. Nun müssen sie erst einmal gerettet werden, bevor dies erfolgen kann.

Die gute Nachricht – nicht nur der Fachmann einer professionellen Datenrettung kann die benötigten Dateien und gelöschte Fotos wiederherstellen. Mit dem richtigen Programm ist dies auch vom eigenen Windows oder Mac Rechner möglich. Dabei können die Daten von unter anderem Festplatten, SD Speicherkarten und aus dem Papierkorb gerettet werden.

Welche Daten sollten gesichert werden?

Hier gibt es keine pauschale Antwort. Nutzer sollten die Daten sichern, die für sie wichtig sind und sich nicht so einfach wiederbeschaffen lassen. Neben wichtigen Dokumenten wie Lohnabrechnungen, Steuererklärungen oder der Abschlussarbeit des Studiums sind dies zudem Fotos und Videos von geliebten Menschen und besonderen Ereignissen.

Daher variiert die Datenmenge von Verbraucher zu Verbraucher. Um Zeit und Speicherplatz nicht zu verschwenden ist es empfehlenswert die Daten vorab auszumisten und Dopplungen zu entfernen. Von Komprimierungen ist abzusehen.

Bei der Wiederherstellung der geretteten Daten kann auch das Dateiformat entscheidend sein. Die gängigen Formate wie PDF, JPG, MPEG etc. sorgen dafür, dass die Daten auch in Zukunft lesbar sind und in andere Formate exportiert oder umgewandelt werden können.

Obwohl das Thema Datenschutz wichtiger kaum sein könnte, umgeht man einen großen Unsicherheitsfaktor, wenn Daten unverschlüsselt gespeichert werden. Passwörter können jederzeit vergessen werden oder verloren gehen. Wer erinnert sich schon an das Passwort von seinem ersten E-Mail Postfach?

Größere Unternehmen sichern ihre Daten in Echtzeit auf externen Servern und Festplatten. Für den privaten Gebrauch ist dies nicht notwendig, allerdings sollte man sich mindestens alle 6 Monate Zeit nehmen und die neuen Fotos, Videos und Dokumente sichern. Geschäftliche Daten sind mindestens wöchentlich komplett zu sichern, schließlich bedingen diese die eigene Existenz.

Das richtige Speichermedium

Die digitale Welt ändert sich schnell und auch die Speicherung von Daten auf USB-Sticks, DVDs oder Blu-ray ist nicht mehr zeitgemäß.

Da mit der Zeit eher mehr Daten hinzu kommen, als dass es weniger werden, empfiehlt sich der Kauf mit etwas mehr Speicherplatz als aktuell benötigt. Externe Festplatten gibt es für kleines Geld in Speichergrößen von wenigen Gigabyte (GB) bis hin zu mehreren Terabyte (TB). Beim Kauf ist auf die Seriosität des Herstellers zu achten. Ein schreibgeschütztes Medium verhindert zum einen potenziellen Datendiebstahl durch Andere und auch das versehentliche Überschreiben von Daten.

Das Auslesen von Daten über USB-Ports wird noch in einigen Jahren von einem Großteil der Geräte technisch umsetzbar sein. Dennoch ist der Markt stets zu Beobachten. Vor 15 Jahren wäre schließlich auch die Speicherung auf Festplatten noch ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. 

Eine Alternative bietet die Datenspeicherung in der Cloud. Der virtuelle Speicherplatz kann bei verschiedenen Anbietern erworben werden und bietet einen ortsunabhängigen Zugriff. Bei größeren Datenmengen kann diese Ablage jedoch schnell ins Geld gehen.

Außerdem obliegt der Schutz der Daten einer fremden Festplatte beziehungsweise dem jeweiligen Dienstleister. Das Restrisiko von Zugriffsmöglichkeiten und Sicherheit ist hoch. Besser ist es, nur wenige, wichtige Daten dort ergänzend abzuspeichern.

Die optimale Lagerung

Der erste Schritt ist getan, das Backup ist erstellt. Bestenfalls erstellt man zwei Kopien und lagert diese an getrennten Orten. Denn unvorhergesehene Ereignisse wie Brände oder Flutkatastrophen können jeden treffen. Ein Bankschließfach oder die Lagerung bei Verwandten wird daher oft als Ablageort genutzt.

Festplatten sollten an einem trockenen, kühlen und dunklen Ort gelagert werden, um die Langlebigkeit zu unterstützen. Die durchschnittliche Lebensdauer einer Festplatte liegt aufgrund der verbauten magnetischen Teile bei 10-20 Jahren. Danach sollte man in ein neues Produkt investieren. Ein regelmäßiges Check-Up versichert, dass alle Daten noch gespeichert sind. Denn auch eine Backup Festplatte kann kaputt gehen. Bei dieser Gelegenheit lassen sich wahlweise auch neue Dateien aufspielen.