… breitet sich rasend schnell auf der ganzen Welt aus. Aktuell lassen die Zahlen vermuten, dass es in weniger als einem Prozent aller Infektionen tödlich verläuft. Doch genau werden wir das wohl erst wissen, wenn die Pandemie vorüber ist und alle Daten ausgewertet werden können. Eine Impfung gibt es bislang nicht.
… wird von der Politik immer wieder als wichtige Säule der Altersvorsorge beworben. Tatsächlich ist sie aber nicht Teil der Lösung, sondern ein maßgebliches Teil des Problems…
…steht zunehmend auf wackeligen Füßen. Durch den riesigen Niedriglohnsektor zahlen Millionen Menschen nur sehr wenig oder nichts in die gesetzlichen Kassen. Durch die Beitragsbemessungsgrenze werden Gutverdiener stark entlastet – und die Kassen wiederum belastet. Abfedern soll das, so will es die Politik, die private Vorsorge.
Um im Alter gut dazustehen, sollen die Bürger in Produkte der privaten Versicherungsindustrie investieren – was viele Geringverdiener gar nicht können. Und auch für Gutverdiener ist fraglich, ob sich die Investition lohnt. Denn wirklich garantieren können die privaten Versicherer ihre Leistungen Jahrzehnte in der Zukunft nicht. Auch wenn sie anderes behaupten.
… ist neben der Automobilbranche die wohl mächtigste Lobbygruppe mit dem größten Einfluss auf die Politik. Auf diesem Weg kam auch die inzwischen längst gescheiterte Riester-Rente zustande: Ein staatlich gefördertes privates Rentenprodukt, an dem die Versicherer prächtig verdient haben, während die meisten Kunden einsehen mussten, dass sie unterm Strich draufzahlen. Denn…
Viele Riester-Verträge sind so gestaltet, dass man unrealistisch alt werden muss, um nur seine Einzahlungen plus staatliche Förderung wieder rauszukriegen. Das Geld wäre also unterm Kopfkissen besser aufgehoben. Und die Politik hat den privaten Versicherern Milliarden an Fördermitteln in den Rachen geworfen – anstatt das Geld, was sinnvoll gewesen wäre, direkt in die gesetzlichen Kassen fließen zu lassen.
… gab es dabei viele Verlierer, allen voran Staat und Bürger, aber nur einen Gewinner: Die Versicherer, die mit ihrer beständigen Lobbyarbeit erfolgreich waren. Und offenbar sind sie es weiterhin: Inzwischen gibt es sogar Überlegungen, die private Zusatzversicherung zur Pflicht zu machen. Das wäre ein weiteres Milliardengeschäft für die Versicherer mit bestenfalls zweifelhaftem Nutzen für die Versicherten.
… traut sich die Politik allerdings nicht: Eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Kasse für alle Bürger (also auch für Selbständige und Beamte) bei gleichzeitiger Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze sowie der Einführung einer Mindest- und einer Höchstrente. In einigen unserer Nachbarländer funktioniert das und führt zu stabilen Renten deutlich oberhalb des Grundsicherungsniveaus.
… wehrt sich die private Versicherungsindustrie verbissen gegen solche Reformen, nimmt mit millionenschweren Kampagnen und mit Lobbyarbeit Einfluss auf die Entscheidungsträger. Letztlich sind es – kein Wunder! – die Profiteure des aktuellen Systems, die Reformen verhindern. Allein das ist Grund genug, um Verbrauchern von Produkten der privaten Rentenversicherungen abzuraten – denn sonst ändert sich garantiert nichts!
Kostenloses Girokonto? Gibt es bei Filialbanken immer seltener – zumindest, wenn man kein Gutverdiener ist. Gebühren für Kontoführung, Überweisungen, Geldabhebung und zahlreiche weitere, eigentlich selbstverständliche Dinge, werden immer höher. Da können schonmal weit über 100 Euro im Jahr zusammenkommen.
Früher waren nicht nur die Gebühren niedriger, sie wurden auch durch die Zinsen auf Sparguthaben abgefedert. Das war einmal. Inzwischen sind die Zinsen seit Jahren so niedrig, dass sie bestenfalls Centbeträge abwerfen.
Das heißt unterm Strich: Man zahlt drauf. Und zwar deutlich. Zwar bekommt man Leistungen wie Kredite und Kreditkarten auch bei Filialbanken vergleichsweise günstig (abgesehen von den horrenden Dispozinsen), doch warum sollte man so viel Geld ausgeben, nur damit man ein Bankkonto hat? Geht das nicht auch günstiger?
Die Alternative sind Online-Banken oder Direktbanken. Dort gibt es meist deutlich bessere Konditionen als bei Filialbanken. Allerdings meist auch erst ab einem regelmäßigen Geldeingang in bestimmter Höhe – der aber für die meisten Menschen mit festem Job kein Problem sein sollte.
… sind kostenlose Girokontos und deutlich geringere Gebühren als bei Filialbanken die Regel. Doch dafür muss man an anderer Stelle Abstriche hinnehmen, denn…
Online-Banken haben keine Filialen. Das heißt: Die Beratung findet nicht von Angesicht zu Angesicht, sondern per Chat, Mail oder Telefon statt – und die Servicequalität schwankt von Bank zu Bank. Durch die Einsparung der teuren Filialen kostet der Betrieb weniger, und diesen Vorteil geben Online-Banken an ihre Kunden weiter.
… bieten Online-Banken durchaus den Filialbanken vergleichbare Serviceleistungen – nur eben nicht vor Ort und mit Augenkontakt. Wer darauf grundsätzlich verzichten kann, darf also über einen Wechsel nachdenken, um bares Geld zu sparen.
Vorher kann es sich aber durchaus lohnen, der eigenen Bank diesen Gedankengang mitzuteilen. Da die meisten Banken ihre Kunden halten wollen, könnte es durchaus sein, dass sie ein Angebot macht, das mit dem einer Online-Bank mithalten kann. Im besten Fall hat man am Ende beides: ein günstiges Konto und den Filial-Service!
… gab es noch viele blinde Flecken auf der Erde, die kein Mensch je betreten hatte. Die Briten taten sich mit gewagten Expeditionen als große Entdecker hervor. Doch als sie den Weg durch das Packeis der Arktis in den Pazifik finden wollten, ging alles schief…
… sollte die Handelsrouten auf dem Wasser deutlich verkürzen. Der Entdecker Sir John Franklin stach mit zwei für die damalige Zeit ultramodernen Schiffen in See: der HMS Erebus und der HMS Terror. Sie richteten sich auf mindestens zwei Winter im ewigen Eis ein…
… als zweieinhalb Jahre später noch immer keine Nachricht der Schiffe England erreichte, wurden Rettungs-Expeditionen auf den Weg geschickt. Sie fanden nichts. Franklins Expedition war spurlos verschwunden. Und dann kam ein grausiger Verdacht auf…
… am Rande der Arktis wurden drei Gräber gefunden. Offenbar waren mehrere der Seeleute bereits nach dem ersten Winter gestorben. Die Todesursache ist bis heute nicht abschließend geklärt. Außerdem erzählten Eskimos von weißen Männern, der ihre Beiboote übers Eis zogen, es gab Gerüchte über Kannibalismus.
… blieben alle Rettungsversuche, die sich bis weit in die 1850er-Jahre zogen, erfolglos. Die Terror und die Erebus und mit ihr die Mannschaften blieben verschollen. Eineinhalb Jahrhunderte lang rankten sich Legenden um die Schiffe. Bis 2014…
… unternahm Kanada einen neuen Versuch. Mit High-Tech ausgerüstet fanden sie schließlich in geringer Tiefe und sehr gut erhalten erst die Erebus und zwei Jahre später die Terror. Die Schiffe waren gesunken und wurden im eisigen Wasser gut konserviert. Nun hofft man darauf, an Bord noch Aufzeichnungen zu finden, die Aufschluss darüber geben, was wirklich geschehen ist.
Die sagenumwobene Expedition wurde zur Inspiration für zahlreichen Schriftsteller. 1983 machte Sten Nadolny Franklin zum Protagonisten seines Romans „Die Entdeckung der Langsamkeit“; nur ein Jahr später veröffentlichte Christoph Ransmayr „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“. Dann wurde es gruselig…
2007 erschien der Roman „Terror“ des US-Autors Dan Simmons. Er hat minutiös die Umstände der Expedition recherchiert und einen gewaltigen historischen Roman daraus gemacht, der eine ziemlich gruselige Wendung nimmt und zu einer Hommage an Edgar Allan Poes „Maske des roten Todes“ wird. Wer es lieber sachlich mag, wird hingegen Michael Palins Buch „Erebus“ interessant finden, das nicht weniger spannend zu lesen ist, während wir darauf warten, welche Geheimnisse im Bauch der Schiffe noch gefunden werden…