Nebenberuflich selbstständig machen: Eine sinnvolle Alternative?
Endlich einmal sein eigener Chef sein – davon träumen viele deutsche Angestellte. Doch für eine Selbstständigkeit muss niemand seinen Job kündigen und ins kalte Wasser springen. Auch parallel zum Beruf lässt sich eine eigene Geschäftsidee umsetzen und eine eigene Unternehmung aufbauen. Doch auf welche Hürden stoßen Teilzeit-Selbstständige dabei und was sollten sie beachten?
Die Vorteile des nebenberuflichen Einstiegs in die Selbstständigkeit
Sich nebenberuflich selbstständig machen – diese Strategie liegt im Trend. Immerhin meldet der KfW-Gründungsmonitor 2020, dass von 605.000 Neugründungen im Jahr 2019 ganze 439.000 im Nebenerwerb stattfanden. Weit über die Hälfte der Neu-Selbstständigen nutzt also den Rückhalt einer bestehenden Beschäftigung für ihre berufliche Neuorientierung.
Welche Argumente sprechen für die Selbstständigkeit in Teilzeit?
1. Der finanzielle Rückhalt
Über die Hälfte der Neu-Selbstständigen hierzulande finanzieren ihre Existenzgründung komplett aus Eigenmitteln. Doch wer sein Erspartes aufbraucht, ist bald darauf angewiesen, dass regelmäßige Einnahmen die Lebenshaltungskosten tragen und ein neues Finanzpolster für Notzeiten aufgebaut werden kann. Da eine frische Selbstständigkeit meist mehrere Monate Vorlauf braucht, um sich überhaupt zu rentieren, kann nur der Hauptjob die Grundexistenz absichern. Noch stärker trifft dies auf Selbstständige zu, die einen Kredit für ihre Gründung aufgenommen haben: Hier werden neben den Lebenshaltungskosten bald die ersten Rückzahlungsraten fällig. Das Gehalt aus der hauptberuflichen Tätigkeit sorgt dann dafür, dass der Gründer nicht insolvent gehen muss, falls die Einnahmen aus der Selbstständigkeit länger auf sich warten lassen.
2. Geschäftsideen entspannt testen
Kommen mein Produkt oder meine Dienstleistung gut bei der Zielgruppe an? Diese Frage bestimmt maßgeblich über den Erfolg der Selbstständigkeit. Wer den nebenberuflichen Einstieg wählt, kann sich entspannt zeigen und eine neue Geschäftsidee erst einmal ohne Druck testen und schrittweise modifizieren. Hängt das Leben stattdessen von den Einnahmen aus der Existenzgründung ab, neigen viele Menschen zu übereilten Strategiewechseln und geben unkonventionellen Ideen weniger Chancen.
3. Die Wahl haben
Umsatteln oder zweigleisig fahren: Wer sich nebenberuflich selbstständig machen will, hat anschließend gleich zwei Perspektiven. Natürlich kann man irgendwann hauptberuflich kürzer treten oder kündigen und die Selbstständigkeit in Vollzeit ausüben, falls sie in puncto finanziellem und persönlichen Gewinn über die alte Anstellung hinauswächst. Andererseits spricht wenig dagegen, eine Selbstständigkeit, die einen überschaubaren zeitlichen Aufwand erfordert, aber dennoch einen finanziellen und persönlichen Bonus erzeugt, über längere Zeit parallel zur angestammten Beschäftigung zu betreiben.
Welche Hürden und Nachteile bringt es mit sich, sich nebenberuflich selbstständig zu machen?
Lieber keine halben Sachen machen – das kann in manchen Fällen auch auf die Selbstständigkeit zutreffen. Die folgenden Schwierigkeiten sprechen manchmal gegen die Gründung parallel zum Angestelltendasein:
1. Ärger mit dem Chef
Formal sollte es ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber melden, wenn er sich nebenberuflich selbstständig machen will. Der Chef kann nämlich Einwände haben, falls sein Angestellter dem Unternehmen damit Konkurrenz macht. Auch wenn Angestellte für ihre Selbstständigkeit Arbeitsmittel und Daten ihres Arbeitgebers nutzen oder wenn ihr Engagement im Hauptjob unter der Nebentätigkeit leidet, liefert das dem Chef Gründe für eine Abmahnung oder eine Kündigung. Dies gilt zudem, falls Angestellte durch die Neugründung eine so hohe Belastung haben, dass sie ihren Jobverpflichtungen nicht mehr richtig nachkommen können.
2. Zeitliche Doppelbelastung
Ein erfolgreiches Start-Up aufbauen neben einem anspruchsvollen 40-Stunden-Job? – Viele nebenberufliche Gründer stecken sich ihr Ziel so hoch, dass entweder Schlaf, Gesundheit und Familie darunter leiden, oder das Gründungsvorhaben schnell scheitert und ein bitteres Gefühl des Versagens hinterlässt. Wer zwei berufliche Wege gleichzeitig verfolgen will, muss sensibel abwägen, wie er seine Arbeitszeit einteilt und welche Resultate realistisch sind.
3. Ganz oder gar nicht
Manche Geschäfte erfordern die volle Aufmerksamkeit oder die Vollzeit-Anwesenheit ihres Betreibers. Wer beispielsweise ein Ladengeschäft oder ein Lokal eröffnen will, kann nicht davon ausgehen, dass Kunden sich auf stark beschränkte Öffnungszeiten einlassen. Mit Angestellten lässt sich das Problem zwar lösen, doch zählt das Finanzamt einen Betrieb mit Mitarbeitern nicht mehr als nebenberufliche Selbstständigkeit. Hier müssen Gründer nüchtern beurteilen, ob sich die Selbstständigkeit und der Hauptjob überhaupt vereinbaren lassen.
Nebenberuflich selbstständig machen: Diese Schritte sind wichtig
Die wenigsten Menschen rutschen automatisch in die Selbstständigkeit, weil Freunde und Bekannte sie bedrängen, ihr Talent doch endlich gegen ein Honorar anzubieten. Im Normalfall braucht es vor einer Gründung zwei Dinge: eine zündende Idee und einen Businessplan, diese rentabel umzusetzen.
Wer sich nebenberuflich selbstständig machen will, sollte diese Punkte als Leitfaden nehmen:
1. Die Idee formulieren: Der Grundstein für ein Business
„Ich will Menschen beraten“ oder „ich will irgendwas mit Tieren arbeiten“ – so formuliert man vage Wünsche, aber keine Geschäftsidee. Um aus einem spontanen Einfall ein Business entwickeln zu können, sollte er den folgenden Kriterien entsprechen:
- Es handelt sich um ein komplett neues Angebot, das ein konkret bestehendes Problem löst.
- Falls es die Geschäftsidee bereits auf dem Markt gibt, muss eine Neu-Gründung sich durch ein Alleinstellungsmerkmal auszeichnen. In diesem Fall befriedigt sie das Kundenbedürfnis entweder preisgünstiger, schneller, vollständiger oder erreicht die Zielgruppe effektiver durch ein gezielteres Marketing.
- Die Geschäftsidee existiert zwar schon auf anderen Märkten (z.B. im Ausland), aber lässt sich mit geringem Aufwand auf das nationale oder regionale Umfeld des Gründers transferieren. Auch der umgekehrte Fall, eine Expansion ins Ausland, ist denkbar, falls der Gründer über passende Sprachkenntnisse und gute Netzwerke verfügt.
- Die Geschäftsidee trifft auf eine ausreichend große Nachfrage, die dem Gründer eine Existenz ermöglicht. Falls das Angebot nur für eine kleine Zielgruppe von Spezialisten interessant ist, muss es entweder sehr einträglich sein oder bleibt auf eine Nebentätigkeit beschränkt.
- Die Geschäftsidee muss zur Gründerpersönlichkeit passen, denn nicht jeder ist etwa zum Alleinunterhalter, Verkäufer oder Tiertrainer geboren. Im Idealfall kommen in der neuen Selbstständigkeit die persönlichen Stärken und Fähigkeiten voll zur Geltung, während man weniger geliebte Arbeitsfelder outsourcen kann. Wer sich gar nicht sicher ist, welche Dienstleistung oder welches Produkt zu ihm passen könnte, findet erste Orientierungspunkte in einem Persönlichkeitstest, wie dem Meyers-Briggs-Modell.
2. Wie lässt sich die eigene Dienstleistung oder das Produkt vermarkten?
Das Marketing für die eigene Geschäftsidee beginnt bereits beim Produktdesign bzw. beim Ersinnen einer Dienstleistung und endet erst, wenn der Kunde kauft. Bereits in den 1960er Jahren wurde ein auf vier Säulen (4P) basierendes Marketing-Modell entwickelt, an dem sich Neu-Selbstständige auch heute noch gut orientieren können. Die vier „P“ stehen für „Product, Price, Promotion, Place“ – konkret stehen dabei folgende Marketing-Aspekte im Mittelpunkt:
- Das Produkt (Product): Schon die anfänglichen Entscheidungen zum Produkt bzw. zur Dienstleistung entscheiden über ein gelungenes Marketing. Beispielsweise fällt hier die Entscheidung, wie breit oder eng das Produktspektrum gefasst sein soll: Gestaltet eine selbstständige Taschendesignerin beispielsweise hübsche Handtaschen aller Größen oder legt sie sich auf eine Form, z.B. eine Handyhülle, fest. Die gleiche Entscheidung müssen Dienstleister wie Berater treffen, wenn sie die Grenzen ihres Themenfeldes abstecken. Und schließlich: Als Coach oder beratender Spezialist wird man selbst zum Produkt und muss über die geschickte Präsentation der eigenen Person nachdenken.
- Der Preis (Price): Zu welchem Preis soll ich meine Leistung anbieten? – Diese Frage ist für Neu-Selbstständige essenziell. Sie lässt sich entscheiden, wenn man sensibel zwischen der eigenen Gewinnmarge und der Zahlungsbereitschaft des Kunden abwägt. Dabei nicht vergessen: Der Preis enthält eine versteckte Qualitätsbotschaft. Wer sich zu billig anbietet, der gilt bei anspruchsvollen Kunden auch nichts.
- Die Kommunikationsstrategie (Promotion): Wie erreiche ich meine Zielgruppe am besten? – Diese Frage entscheidet über die passenden Marketing-Tools. Dabei sollte man der Zielgruppe dorthin folgen, wo sie sich gern aufhält und sie in ihrer eigenen Sprache ansprechen. Wer etwa online ein Produkt an junge Menschen verkaufen will, sollte auf das Marketing über Social Media Kanäle wie Instagram, YouTube oder Snapchat setzen. Wer dagegen Hundetraining für Tierhalter aus dem 20-Kilometer-Umkreis anbietet, spricht diese Zielgruppe eher mit Info-Flyern beim örtlichen Tierarzt oder der lokalen Tierhandlung an.
- Vertriebsweg (Place): Auch die Entscheidung über einen Vertriebskanal gehört letztendlich zur übergreifenden Marketing-Strategie. Hier müssen Dienstleister und Berater die Wahl treffen, ob der Kunde sie aufsuchen muss, der Berater den Weg zum Kunden unternimmt oder das Angebot gänzlich ortsunabhängig und digital, z.B. über ein Video-Meeting, stattfinden kann. Produktverkäufer hingegen wählen den passenden Vertriebskanal, z.B. einen Online-Shop, einen Marktstand oder eine Kooperation mit einem bereits bestehenden Geschäft vor Ort.
3. Finanzierung: Je nach Geschäftsmodell sehr unterschiedlich
Manch eine selbstständige Tätigkeit lässt sich ganz „schlank“ vom heimischen Schreibtisch aus starten, ohne dass große Investitionen anfallen. Die meisten Geschäftsideen erfordern jedoch einen finanziellen Einsatz ab Tag 1 – und sei es nur für den Druck von Werbematerialien und das Erstellen einer Website. Schließlich gibt es Geschäftsideen, bei denen Gründer durch den Einkauf von Rohmaterialien oder das Anmieten von Räumlichkeiten ganz erheblich finanziell in Vorleistung gehen müssen. Für die Finanzierung bestehen dann die folgenden Optionen:
- Eigene Ersparnisse verwenden: Diesen Weg beschreiten über 50 Prozent aller Neu-Selbstständigen. Der Vorteil: Man belastet sein Business nicht durch Schulden. Der Nachteil: Manche Menschen können weniger kühl und rational Geschäftsentscheidungen treffen, wenn sie ihr eigenes Kapital ausgeben. Wer sich nebenberuflich selbstständig machen will, sollte außerdem seine Altersvorsorge im Blick behalten und sich die Frage beantworten: Ist meine Rente bereits abgesichert oder spielen meine Ersparnisse eine zentrale Rolle für die Altersvorsorge?
- KfW-Gründerkredit: Mit einer schlüssigen Geschäftsidee kann jeder Neu-Selbstständige einen günstigen Gründerkredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Für den Aufbau einer Selbstständigkeit im Nebenerwerb bietet die Bank das Produkt 067 (StartGeld) an, das bis zu 125.000 Euro bereitstellt und bis zu 5 Jahre nach der Gründung auszahlbar ist.
- Bootstrapping: Bei diesem Konzept versuchen Gründer ihre Investitionen möglichst klein zu halten und dabei rasch ins operative Geschäft einzusteigen, um schnell einen positiven Cash-Flow zu erzeugen. Im Idealfall kombiniert man Eigenkapital, Darlehen von Familie und Freunden sowie öffentliche Fördermittel für die nötigen Investitionen und nimmt keine oder nur sehr kleine Bankkredite in Anspruch.
4. Formalien: Selbstständig machen geht leider nicht unbürokratisch
Die Idee, sich nebenberuflich selbstständig zu machen, kann zwar spontan geboren werden – ihre Umsetzung erfordert aber auch bürokratische Schritte. Das sind die wichtigsten:
Check: Welche Qualifikationen bzw. Zulassungen sind nötig?
Dass man in Deutschland nicht ohne entsprechende Qualifikation als Arzt oder Anwalt tätig sein kann, liegt auf der Hand. Doch auch viele weitere Berufe und Berufsbezeichnungen sind geschützt und geregelt: So muss ein Hundetrainer, anders als ein Coach für menschliche Klienten, die Fachkundeprüfung des jeweiligen Bundeslandes absolvieren, bevor er praktizieren darf. Als Immobilienmakler benötigt man den Maklerschein der IHK und als vor einer Tätigkeit als Heilpraktiker steht die bundesweit geregelte Heilpraktikerprüfung. Nur wenige Berufsbezeichnungen sind hierzulande nicht geschützt, darunter Coach, Unternehmensberater und Designer.
Nebenberuflich selbstständig machen als Freiberufler
Der Status als Freiberufler bringt für Selbstständige einige Erleichterungen mit sich: Freiberufler zahlen keine Gewerbesteuer, müssen sich nicht in Unternehmens- und Handelsregister eintragen und profitieren von einer vereinfachten Buchführung. Ob die eigene Nebentätigkeit zu den freien Berufen zählt, lässt sich über den Abgleich mit den Katalogberufen herausfinden. Das Problem: Viele neue Tätigkeitsfelder im Bereich Medien, Digitalisierung und Internet sind hier nicht aufgeführt.
Dann sollten Selbstständige prüfen, ob ihre Arbeit einen erzieherischen, wissenschaftlichen, unterrichtenden oder künstlerischen Charakter besitzt. Moderne Berufe lassen sich teilweise auch analog zu bestehenden Katalogberufen als freie Berufe einordnen: Ein IT-Entwickler ist in diesem Fall mit einem Ingenieur vergleichbar. Die endgültige Entscheidung über den individuellen Freiberufler-Status trifft das zuständige Finanzamt.
Wer muss ein Gewerbe anmelden?
Wer nicht in Land- und Forstwirtschaft tätig ist und nicht als Freiberufler gilt, kommt in Deutschland in der Regel nicht um eine Gewerbeanmeldung herum. Das trifft etwa auf Selbstständige zu, die ein Produkt herstellen, die Handel treiben oder handwerkliche Dienstleistungen erbringen. Eng an das Gewerbe gebunden ist auch die entsprechende Gewerbeerlaubnis: Wer etwa Finanzdienstleistungen verkaufen will, braucht eine Zulassung der BaFin. Wer Taxi fährt oder als Chauffeur arbeitet, muss einen Personenbeförderungsschein vorweisen. Mit einem Gewerbe fällt hierzulande auch die Gewerbesteuer an. Sie wird nach den Hebesätzen des Standorts berechnet und fällt an, sobald der Gewinn des Unternehmers 24.500 Euro übersteigt.
Wer fällt unter die Kleinunternehmerregelung?
Unabhängig vom Status als Freiberufler oder Gewerbetreibender haben Selbstständige die Möglichkeit, die sogenannte Kleinunternehmerregelung in Anspruch zu nehmen. Sie bestimmt, dass auf die angebotene Leistung keine Umsatzsteuer (in der Regel 19 Prozent) fällig wird. Als Kleinunternehmer gilt ein Selbstständiger, der weniger als 22.000 Euro Umsatz im Jahr macht.
Der Vorteil: Wer an Endkunden verkauft, kann durch den Wegfall der Umsatzsteuer seine Preise etwas niedriger halten. Für Geschäftskunden ist dieser Preisunterschied irrelevant, da sie die gezahlte Umsatzsteuer in ihre Umsatzsteuerbilanz einfließen lassen. Ein möglicher Nachteil: Wer die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt, muss das auf seinen Rechnungen ausweisen. Profis unter den Kunden wissen damit sehr genau, welchen Umsatz der Rechnungssteller jährlich erwirtschaftet und beurteilen anhand dessen seine Professionalität.
Steuern und Krankenkassenbeiträge
Wer mit dem Gehalt seines Basis-Jobs den Grundfreibetrag von 9744 Euro (2021) überschreitet, der muss bereits auf den ersten Euro jeder selbstständigen Nebentätigkeit Einkommenssteuer entrichten. Das Finanzamt addiert dazu die Einkommen sämtlicher Arten (Angestelltentätigkeit, Selbstständigkeit, Miete, Rente ect.) und wendet den individuellen Einkommenssteuersatz auf die Summe an. Ob zusätzlich Umsatzsteuer oder Gewerbesteuer anfällt, hängt von der Art der Unternehmung ab. Wer sich nebenberuflich selbstständig machen will, sollte die Tätigkeit nicht nur beim Finanzamt, sondern auch bei der Krankenkasse anmelden, da unter Umständen die Beiträge angepasst werden müssen.
Wann besteht die Gefahr einer Scheinselbstständigkeit?
Sich nebenberuflich selbstständig machen, um dann vornehmlich für einen einzigen Auftraggeber zu arbeiten, kann Probleme verursachen. Stuft das Finanzamt diese Tätigkeit nämlich als Scheinselbstständigkeit ein, dann muss der betreffende Auftraggeber Sozialbeiträge nachzahlen. Eine Scheinselbstständigkeit liegt vor, wenn ein Selbstständiger etwa fünf Sechstel seiner Einnahmen über denselben Auftraggeber erwirtschaftet und sich ähnlich wie ein Angestellter an die im Unternehmen gültigen Arbeitszeitregelungen oder Urlaubsregelungen halten muss.
5. Keine Angst vor Fehlern
Einen Erfolg nehmen viele Menschen glücklich und gedankenlos hin – Misserfolge hingegen fördern das Nachdenken und damit die persönliche Entwicklung. Das trifft auch auf gescheiterte Geschäftsideen zu. Heutzutage berichten viele junge Gründer öffentlich über die Erfahrung, ein Unternehmen in den Sand gesetzt und daraus wichtige Erkenntnisse gewonnen zu haben. Denn in der Welt von Selbstständigen und Unternehmern herrscht dieselbe Regel wie im Alltag: Auf Anhieb klappen nur die wenigsten Dinge, und wer sich aus Angst vor Fehlern verbietet, etwas Neues zu versuchen, kann sich nicht weiterentwickeln.
Nebenberuflich selbstständig machen: Die Vorteile überwiegen
Wer ein solides Sicherheitsbedürfnis und eine vielversprechende Geschäftsidee in sich vereint, sollte sich im ersten Schritt nebenberuflich selbstständig machen. So lässt sich das Modell Selbstständigkeit austesten, ohne dabei finanziell sofort in eine prekäre Lage geraten zu können. Schließlich müssen Neu-Selbstständige nicht nur die Rentabilität ihres Geschäfts im Blick haben, sondern diverse bürokratische Hürden überwinden und strategische Entscheidungen in Bezug auf Produkt, Zielgruppe und Marketing treffen. Diesen Anforderungen werden viele Menschen besser gerecht, wenn ihnen ein fester Job in den ersten Monaten ihrer Selbstständigkeit den nötigen Rückhalt bietet. Sollte sich das neue Geschäftsmodell dann als erfolgreich erweisen, ist ein exklusiver Fokus in der Zukunft jederzeit möglich.
Der Milliardenmarkt Medizintourismus
Die fortschreitende Globalisierung brachte viele Veränderungen in allen Branchen mit sich. Diese machen auch vor der Gesundheitsbranche nicht halt. Die Geschäftsfelder Medizin und Tourismus verschmolzen. So entwickelte sich in den letzten Jahren ein Milliardenmarkt.
Patienten wagen auf der Suche nach der besten Behandlung den Blick über den Tellerrand. Doch was ist der Medizintourismus überhaupt? Und für welche Behandlungen lohnt es sich wirklich?
Was versteht man unter Medizintourismus?
Medizintourismus ist der offizielle Begriff für die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen aus einem anderen Land.
Behandlungswillige reisen alleine oder mit der Familie an, um eine ärztliche Behandlung im Ausland durchführen zu lassen. Nicht wenige bleiben ein paar Tage länger und verbringen dort noch einen kurzen Urlaub.
Die wirtschaftliche Bedeutung dieses Phänomens nimmt stets zu. Experten rechnen damit, dass im Jahr 2025 mindestens 4% der Bevölkerung Medizintourismus betreiben werden.
Beliebte Behandlungen
Besonders beliebt sind minimal invasive und elektive Eingriffe, die unter den Aspekt der Schönheitsoperationen fallen. Dies sind Behandlungen und Operationen, die nicht zwingend notwendig sind und einen recht überschaubaren Aufwand aufweisen.
Klassischerweise sind Haartransplantationen, Brustvergrößerungen, Fettabsaugungen oder Magenverkleinerungen statt abnehmen und Laserkorrektur der Augen Motive für Medizintourismus.
Grundsätzlich werden auch medizinisch notwendige Eingriffe durchgeführt. Die Nachfrage in Deutschland von ausländischen Patienten ist in den Bereichen Orthopädie, Innere Medizin und Chirurgie besonders hoch.
Die Vorteile
Die Gründe für den Medizintourismus sind je nach Destination vielfältig und komplex. Zum einen kann der Kostenfaktor die entscheidende Rolle spielen. Ein anderer Aspekt sind bessere Qualitätsstandards und Expertise auf dem Fachgebiet. Tatsächlich gilt im Ausland vor allem Deutschland als Hochburg für hochwertige Einsätze rund um Schönheit, Gesundheit und Körperpflege. Viele Touristen reisen in die Bundesrepublik, da die Reputation der Ärzte hierzulande international positive Wellen schlägt.
Geringere Wartezeit
Auf den OP-Termin monatelang warten? Im Ausland nicht zwingend notwendig, Medizintouristen genießen einen Sonderstatus und werden bevorzugt behandelt. Diese zeitnahe Behandlung sorgt bei Patienten für einen kürzeren Leidenszeitraum und ist wohl der plausibelste Grund für Medizintourismus.
Kosten sparen
Patienten sparen zwischen 40%-80%, wenn sie sich im Ausland behandeln lassen. Diese Kosten begründen sich unter anderem mit niedrigerer Bezahlung des Personals, geringen Materialkosten und einer anderen Infrastruktur der medizinischen Einrichtungen.
Flexibilität
Über digitale Kanäle lassen sich schnell per Video Call Preisindikationen und weitere Informationen von den Ärzten einholen. Darüber hinaus sind die regulatorischen Faktoren oft geringer, sodass der gesamte Prozess von Erstkontakt bis Behandlung deutlich schneller vonstattengeht.
Die Nachteile
Wie jede Bewegung bringt auch der Medizintourismus ein paar Nachteile mit sich. Diesen Faktoren sollten sich Patienten stets bewusst sein.
Der Aufwand
Je nach Behandlung ist es notwendig bereits einige Tage bis hin zu 2 Wochen vor der Behandlung anzureisen.
Durchquert man mehrere Zeitzonen ist dies eine zusätzliche Belastung für den Körper. In jedem Fall müssen Flüge, Bahnreisen und Hotels gebucht werden, um den Ort der Behandlung zu erreichen. Dokumente müssen übersetzt, beglaubigt und unterzeichnet werden.
Neben diesem finanziellen Mehraufwand benötigt man einen großen Teil des Urlaubs.
Vermittler und versteckte Kosten
Da der Prozess an sich komplex erscheint, verlassen sich viele Patienten aus dem Ausland auf Agenturen und Vermittler. Diese haben sich auf Medizintourismus spezialisiert, sollen beratend zur Seite stehen und die wichtigsten Aufgaben sowie Buchungen übernehmen. Hier sollte man vorab alle Unterlagen sorgfältig prüfen, um versteckte Kosten zu vermeiden.
Eine andere Kultur und eine andere Sprache
Die Kommunikation mit Arzt, Schwestern und Pflegepersonal erfolgt zumeist nicht in der Muttersprache. Jedoch ist die optimale Verständigung zwischen Patienten und Arzt die Basis für ein vertrauensvolles Verhältnis. Es kann demnach sowohl vor, als auch während und nach der Behandlung zu Herausforderungen aufgrund von Sprachschwierigkeiten kommen.
Dies betrifft auch die nonverbale Kommunikation wie Gestik und Mimik. Ungewohnte Speisen, Getränke sowie klimatische Bedingungen können den Heilungsprozess verschlimmern und allgemein zu einem Chaos führen, sofern man sich mit den Gewohnheiten vor Ort nicht im Vorfeld bereits intensiv auseinandergesetzt hat.
Andere Qualitätsstandards
Das medizinische Personal in Deutschland wird sehr sorgfältig geschult und die Auswahl der verwendeten Materialien streng kontrolliert. Ob dies in anderen Ländern ebenfalls so ist, sei zur Diskussion gestellt. Vor der Behandlung sollte man klären, ob eine Garantie für Materialien vorhanden ist. Die Erkundigung nach dem Umgang mit Nachkorrekturen, Komplikationen, Spätfolgen und Unzufriedenheit ist bereits im Erstgespräch essentiell. In anderen Nationen wird meist viel versprochen, was sich dann in Kundenbewertungen auf versteckten Webseiten gegenteilig präsentiert. Viele, die ihr Vertrauen in ausländische Eingriffe legen sind im Nachhinein schockiert über die Ergebnisse, werden aber juristisch belangt oder durch professionelle Abwicklung digital im Keim erstickt.
Abschließend steht die Frage nach einer optimalen Nachsorge im Raum. Ärzte im Heimatland weisen eine weitere medizinische Behandlung internationaler Patienten oftmals ab. Zu dieser Nachsorge gehören auch notwendige Rehas oder Weiterbehandlungen.
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Milliardenmarkt Cannabis: Eine Legalisierung in Deutschland denkbar?
Immer wieder aufs Neue muss sich die deutsche Regierung mit dieser Frage beschäftigen: Wann wird Cannabis legalisiert, wenn überhaupt? An Vorbildern, bei denen eine Entkriminalisierung erfolgreich verlaufen ist, mangelt es nicht. Bestes Beispiel ist Kanada. Beim kleinen Bruder der USA ist das Rauschmittel bereits seit dem Jahr 2018 legal erhältlich. Drogenkriminalität sollte dadurch eingedämmt und die Nachfrage der Droge auf dem Schwarzmarkt sollte ausgelöscht werden, mit Erfolg. In den USA ziehen seit einigen Jahren immer mehr Staaten nach. Auch in anderen Ländern der Welt ist Bewegung in dem Thema. In Deutschland hinkt man stattdessen noch hinterher. Immerhin ist Cannabis seit 2017 auf Rezept vom Arzt erhältlich und diverse legale Cannabis-Produkte erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Ist die Legalisierung also nur noch eine Frage der Zeit?
Cannabis und seine Tradition
Cannabis, Marihuana oder einfach Hanf ist eine Nutz- und Heilpflanze, die schon seit mehr als 5.000 Jahren genutzt wird. Dabei wurde es nicht nur für medizinische Zwecke, wie etwa als Mittel gegen Rheuma, Fieber oder Schmerzen, genutzt, sondern es wurde auch Kleidung oder Papier daraus hergestellt. Heutzutage finden wir Cannabis zunehmend in der Lebensmittelindustrie und der Kosmetik.
Die Hauptwirkstoffe sind sogenannte Cannabinoide. Die beiden Bekanntesten sind wohl THC und CBD. Den höchsten Wirkstoffgehalt besitzen weibliche Pflanzen, weshalb sie am ehesten für medizinische Zwecke genutzt werden.
Viele Cannabisprodukte zählen zu den verbotenen Substanzen, es sei denn, dass sie vom Arzt verschrieben werden. Maßgeblich dabei ist, ob sie THC enthalten, da dieser Stoff für die berauschende Wirkung verantwortlich ist.
Produkte, die jedoch statt THC das Cannabinoid CBD enthalten, sind in Deutschland legal und werden immer beliebter. Sie sind in Apotheken oder im Internet in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, dabei ist wohl das CBD-Öl am bekanntesten. Es hat eine ähnliche Wirkung wie das reguläre Cannabis, allerdings ohne die berauschende Wirkung, was es besonders verträglich macht.
Cannabis auf Rezept
Seit dem Jahr 2017 ist Cannabis zumindest als Medizin legal erhältlich. Allerdings wird es nur bei wirklich schweren chronischen Erkrankungen verschrieben und auch nur dann, wenn keine andere Therapie mehr anschlägt. Hauptsächlich geht es beim medizinischen Cannabis um die Therapie von Schmerzen. Gleichzeitig kann es appetitanregend wirken.
Seit vier Jahren ist das Gesetz nun in Kraft. Gerade in den ersten Jahren gab es jedoch schwere Startschwierigkeiten. Unter anderem sehen Ärzte die Dosierung des Medikaments als sehr schwierig an, da der THC-Gehalt im Cannabis immer unterschiedlich sein kann und allein schon von Sorte zu Sorte variiert. Auch der deutsche Hanfverband fordert hier Nachbesserung von Seiten der Politik.
Legalisierung wenig wahrscheinlich
Die Debatte um die Legalisierung von Cannabis ist zwar nach wie vor am Brennen und am Lodern. Allerdings sieht es aktuell noch nicht wirklich danach aus, als würde eine Legalisierung von Cannabis in Deutschland in den nächsten zwei bis drei Jahren durchgesetzt. Die aktuelle Drogenbeauftragte des Bundes, Daniela Ludwig, geht sogar davon aus, dass Cannabis auch in den kommenden Jahren verboten sein wird.
Vielleicht wird in der Zwischenzeit erst einmal eine einheitliche Regelung gefunden, wie mit dem Besitz von Cannabis umgegangen werden kann. Die Handhabe ist hier nämlich von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Wer nämlich geringe Mengen der Droge unerlaubt mit sich führt, kann unter Umständen Glück haben. Ist die Menge kleiner als der für das Bundesland geltende Grenzwert, kann die Staatsanwaltschaft von einer strafrechtlichen Verfolgung dieses Delikts absehen. Die Grenzwerte schwanken zwischen 6 und 15 Gramm je nach Bundesland pro Person für den eigenen Bedarf.
Auf der anderen Seite glauben die Linken, die FDP und die Grünen daran, dass eine Legalisierung von Cannabis doch sehr bald möglich sein könnte. Sie brachten bereits in der Vergangenheit konkrete Konzepte vor, wie eine Legalisierung in Deutschland aussehen könnte. Dabei ist eines der Hauptargumente, dass Alkohol die schlimmere Droge sei und sie auch noch legal ist.
Ist Alkohol wirklich schädlicher?
Es sind zwei verschiedene Arten von Drogen. Alkohol ist ein Gift, dass die Zellen und das Gewebe direkt schädigen kann. Wer zu viel trinkt, kann damit auf lange Sicht seine Organe schädigen. Außerdem kann Alkohol zu einer Abhängigkeit und zu Hirnschäden führen. Etwas weniger schädlich ist hingegen Cannabis für den Körper, da hier „nur“ die Blutgefäße erweitert und der Blutdruck sowie der Puls erhöht werden.
Neben diesen körperlichen Auswirkungen können beide Drogen auch auf die Psyche wirken. Cannabis kann Angst, Unruhe und sogar Halluzinationen hervorrufen. Alkohol hingegen kann die Gewaltbereitschaft erhöhen. Beide Drogen können gefährlich sein, allerdings können die Schäden, die durch Alkohol hervorgerufen werden, deutlich schwerwiegender sein und sogar unter Umständen zum Tod führen.
Vorteile einer Legalisierung
Trotz der (im Vergleich zu Alkohol doch geringen) Schäden, die Cannabis anrichten könnte, bietet eine Legalisierung dennoch einige Vorteile. Vor allem die Bundesregierung kann durch die Einnahme von Steuergeldern davon profitieren.
Gewinne in Milliardenhöhe könnte die Bundesregierung einfahren, wenn der Verkauf von Cannabis legalisiert würde. Neue Arbeitsplätze würden geschaffen, Kapazitäten bei der Polizei eingespart. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die nächsten Jahre im Hinblick auf eine Entkriminalisierung von Cannabis entwickeln.
Sicher und privat im Internet surfen – Was ist ein VPN?
In der virtuellen Welt lauern viele Gefahren. Es gibt jede Menge Hacker, die es auf deine persönlichen Daten abgesehen haben, um sich daran zu bereichern, aber auch Webseiten und Programme sind an Informationen über dich interessiert, um dir dann personalisierte Werbung anzeigen zu können. Es lohnt sich also geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Eine besonders effiziente Möglichkeit, um deine Daten zu schützen, bietet ein VPN. Hier beantworten wir dir alle wichtigen Fragen rund um dieses Sicherheitsfeature.
Was ist ein VPN?
„Was ist ein VPN und was bringt es?“ Diese Frage dürfte sich jetzt wohl der ein oder andere stellen. Für jede Aktivität online ist es eine gut Idee, ein VPN zu benutzen. Die Abkürzung „VPN“ steht für „Virtual Private Network“, welches dafür sorgt, dass man zwar öffentliche Netzwerke nutzt, aber dennoch eine private, geschützte Verbindung aufbauen kann, und zwar sowohl mit privaten als auch mit Unternehmensnetzwerken. Das heißt, es werden alle Online-Aktivitäten in Echtzeit verschlüsselt und die eigene Identität wird durch die Verschleierung der IP-Adresse geschützt. Durch die Nutzung eines VPN-Programms machst du es Hackern, staatlichen Organisationen und allen anderen, die gerne persönliche Daten sammeln, also ein gutes Stück schwerer, Zugriff zu den begehrten Informationen zu erhalten. Mehr dazu findest du auch unter https://praxistipps.chip.de/vpn-fuer-wen-und-wann-es-sinnvoll-ist_123254
Wie funktioniert ein VPN und welche Funktionen bietet es?
Ein VPN verbindet dein Gerät sicher mit dem Internet. Alle Daten, die du darüber überträgst oder empfängst werden durch eine Art verschlüsselten Tunnel geschickt. So werden sowohl IP-Adresse als auch Standort unsichtbar gemacht.
Im Normalfall wird immer, wenn du eine Webseite aufrufst, dem Server der dahinter steht, deine IP-Adresse enthüllt, damit er dir im Anschluss auch die gewünschten Inhalte zur Verfügung stellen kann. Viele denken darüber gar nicht groß nach und sehen kein Problem dahinter. Was sie aber nicht bedenken ist, dass die IP-Adresse für jeden Nutzer und jedes Gerät einzigartig ist. Das heißt, im Umkehrschluss lassen sich über die IP viele private Daten herausfinden. Wenn du einen VPN-Client nutzt, kannst du das jedoch verhindern.
Wenn man erklären will, wie ein VPN funktioniert, muss man damit anfangen, dass die Online-VPN-Anbieter in der Regel eine Vielzahl von Servern auf der ganzen Welt betreiben. Wenn du innerhalb eines VPN eine Webseite aufrufst, stellst du keine direkte Verbindung von deinem Gerät aus zum Server der Webseite her, sondern das Gerät verbindet sich zuerst mit einem der VPN-Server. Erst von dort aus wird die Anfrage dann an den Webseiten-Server geschickt. Das bedeutet, dass der Webseiten-Betreiber nur die IP des VPN-Servers sieht, aber nicht die private des Nutzers. Es lassen sich also keine Rückschlüsse auf den Standort des Nutzers oder andere persönliche Daten ziehen.
Durch das VPN wird die IP-Adresse verschleiert, aber das ist noch nicht alles. Zusätzlich laufen alle Daten zur Verschlüsselung über ein VPN-Protokoll. So kann nicht einmal dein Internetanbieter sehen, was du online tust. In erster Linie schützt ein VPN vor Überwachung im Netz und erleichtert eine geschützte private Kommunikation. Praktisch ist allerdings auch die Umgehung von geobasierten Einschränkungen, durch die Nutzung von Servern im Ausland. Die Funktionen, die du bekommst, können allerdings von Anbieter zu Anbieter variieren. Auf der entsprechenden VPN-Site findest du in der Regel alle nötigen Infos dazu. Viele kannst du auch kostenlos ausprobieren und sie einem VPN-Check unterziehen.
Warum ist ein VPN wichtig?
So mancher wird sich fragen, „wozu braucht man ein VPN?“. Wenn du online ein VPN nutzt, kannst du in erster Linie deine Privatsphäre schützen. Schließlich hinterlässt im Normalfall jede Aktivität im Netz – egal, ob du in sozialen Netzwerken unterwegs bist oder in Online-Shops – ihre Spuren. Online-Dienste zeichnen deine Daten auf und nutzen diese, um dir die passende Werbung anzuzeigen oder verkaufen sie sogar an Drittanbieter. Der Wunsch der Menschen, so wenig digitale Spuren wie möglich zu hinterlassen, wird immer größer. Mit einem VPN kommt man diesem Wunsch ein gutes Stück näher und machst zugleich auch Hackern das Leben schwer.
Was sind die Vorteile eines VPN und warum benötigst du es?
Ein VPN-Dienst bringt dir eine Reihe von Vorteilen. Wir haben für dich die wichtigsten Gründe aufgelistet, warum du ein VPN nutzen solltest.
Erlebe ein hohes Maß an Privatsphäre
Die meisten von uns tun im Internet auch hin und wieder Dinge, von denen wir nicht unbedingt wollen, dass andere etwas davon mitbekommen. Wir können uns in Foren Ratschläge zu privaten Themen holen und anonym unsere Meinung äußern oder auch in Singlebörsen auf Partnersuche gehen. Nutzt man dafür kein VPN, wird aber die IP-Adresse angezeigt, die einiges über eine Person verraten kann. Dazu kommen dann noch die Cookies, die man akzeptieren muss, und die weitere Daten auf der Webseite speichern.
Mit einem VPN-Dienst wird die persönliche IP-Adresse durch die des VPN-Servers überdeckt, egal ob du Internetdienste nutzt oder Dateien herunterlädst. Auf diese Weise kannst du also deine Privatsphäre im Netz effizient schützen. Für noch mehr Anonymität solltest du außerdem darauf achten, dass der VPN-Anbieter keine Logfiles speichert, denn darin werden Informationen zum Nutzer und zu Datenzugriffen gespeichert.
Behalte deine Traffic-Daten für dich
Ohne die Verwendung eines VPNs kann dein Internetdienstanbieter Traffic-Daten sammeln, die er dann auswerten und beispielsweise zu Werbezwecken heranziehen kann. Es kann sogar sein, dass ein gewisser Datenverkehr vom Provider bewusst herunterpriorisiert und verlangsamt wird.
Das kann ein VPN ändern, denn damit werden alle deine Daten auch für den Internet-Provider verschlüsselt und können dementsprechend auch nicht ausgewertet werden. Du musst auch keine Angst haben, dass deine Internetgeschwindigkeit sich durch die Nutzung eines VPN-Dienstes verlangsamt. Dies war früher vermehrt der Fall, aber heutzutage ist dieses Vorurteil veraltet.
Sichere Nutzung öffentlicher Netzwerke
Es ist praktisch, in öffentlichen Verkehrsmitteln, Cafés oder Hotels öffentliches WLAN-Hotspots zu nutzen, da diese kostenlos sind und das Datenvolumen schonen. Allerdings sind diese Netzwerke auch eine sehr gute Gelegenheit für Hacker denn sie sind oft nur unzureichend geschützt und können von jedem besucht werden. Cyberkriminelle wählen sich also gern in die WLAN-Hotspots ein und fangen dort persönliche Daten der anderen Nutzer ab. Besonders prekär wird es, wenn du dich dann über ein solches Netzwerk in deine Konten einloggst, Online-Shopping betreibst oder sogar Online-Banking machst.
Auch das kannst du mit einem VPN ändern, denn in einem öffentlichen Netzwerk funktioniert die VPN-Verschlüsselung ebenso für alle deine Daten und macht sie so für Unbefugte unbrauchbar.
Von außerhalb auf ein internes Netzwerk zugreifen
Einige Organisationen und Unternehmen nutzen auch ein VPN, damit Mitarbeiter von überall aus auf das firmeninterne Netzwerk und alle dazugehörigen Daten zugreifen können. So kann man von jedem beliebigen Ort aus so arbeiten, als würde man gerade am Schreibtisch im Büro sitzen. Dasselbe gilt auch für ein Uni-VPN, welches von außerhalb Zugriff auf uni-interne Portale gewährt. Hier werden oft LRT-Router verwendet, die durch ein Easy-Link-VPN den Setup-Prozess ersetzen.
VPN-Programme ermöglichen also effizientes und flexibles Arbeiten, was natürlich auch ein Plus für die Angestellten ist.
Wie installiert man ein VPN und wie nutzt man es?
In der Regel ist eine gute VPN-Software denkbar einfach zu installieren und zu nutzen. Du suchst dir einfach einen passenden Anbieter aus und lädst dann das entsprechende Programm herunter. Die Software sollte dich dann durch alle nötigen Schritte führen. Wenn du dich zum ersten Mal bei einem VPN-Dienst anmeldest, bekommst du deine Zugangsdaten. Meistens können diese dann für mehrere Geräte verwendet werden. Das heißt, du kannst das VPN online zum Beispiel auf deinem PC und auch auf deinem Smartphone nutzen.
Es gibt mittlerweile auch ein Browser-VPN, wo das VPN-Tool in den Browser integriert ist. Dies ist zum Beispiel beim Opera-Browser der Fall. Um es zu nutzen, musst du den Browser herunterladen. In den Browsereinstellungen kannst du dann unter Datenschutz & Sicherheit auf VPN aktivieren klicken.
Es gibt auch wirklich solide kostenlose VPN-Dienste, die du bedenkenlos verwenden kannst. Wenn du ein kostenloses VPN ohne Anmeldung nutzt, solltest du dir darüber bewusst sein, dass diese im eigentlichen Sinne auch oft nicht kostenlos sind, sondern sich durch Werbung finanzieren. Im schlimmsten Fall sammeln diese Dienste ebenfalls deine Daten und verkaufen sie vielleicht sogar an Drittanbieter weiter. Aus diesem Grund empfehlen wir die Verwendung eines kostenpflichtigen VPN-Services. Nur so bleibt dein Datenverkehr auch wirklich privat und sicher.
Ist ein VPN wirklich so sicher?
Ein VPN sorgt auf jeden Fall dafür, dass Online-Aktivitäten ein großes Stück sicherer werden und tragen zu verbesserter Privatsphäre bei. Die Frage lässt sich also generelle mit „ja“ beantworten. Vorausgesetzt, du entscheidest dich für einen guten und seriösen Anbieter. So ganz anonym bist du nämlich auch mit einem VPN nicht unterwegs. Der VPN-Anbieter kann deine Daten sehen und ist eventuell auch im Besitz deiner personenbezogenen Daten, die du für die Anmeldung angeben musst.
Wenn du ein VPN-Netzwerk benutzen willst, solltest du auch darauf achten, dass der Anbieter keine Logs sammelt. Logs sind Protokolle, aus denen verschiedene persönliche Informationen hervorgehen wie IP-Adresse, Verbindungsdauer und Traffic. Sinnvoll können diese Protokolle dann sein, wenn beim VPN-Dienst Probleme mit der Technik auftreten. Die Frage ist allerdings, ob sie auch wirklich vertraulich behandelt werden. Informationen dazu findest du auf der entsprechenden VPN Website des Anbieters.
Wenn du dir also die Frage stellst „braucht man ein VPN?“, können wir nur mit ja antworten. Wie sicher ein solches jedoch ist, hängt stark vom Anbieter ab. Bei vielen Diensten kannst du zunächst das VPN einem Test unterziehen, bevor du ein Abonnement abschließt.
Fazit
Online ein VPN zu nutzen, kann dir sehr viel Sicherheit und Privatsphäre bieten. Viele machen sich Gedanken darüber, ob man einen VPN-Client überhaupt legal verwenden darf. Dazu sei gesagt, dass das normale Surfen im Netz und das Herunterladen von Daten über ein VPN durchaus erlaubt sind. Dass allerdings auch mit einem VPN das Besuchen von illegalen Webseiten oder andere strafbare Online-Tätigkeiten verboten sind, sollte klar sein.
Zudem musst du auch aufpassen, wenn du in andere Länder verreisen willst. So ist ein VPN-Zugang zum Beispiel im Irak oder in Nordkorea komplett untersagt. In Russland und China sind nur die VPN-Dienste erlaubt, die eine bestimmte Lizenz vorweisen können. Wenn du einen Browser mit VPN nutzen möchtest, solltest du dir darüber bewusst sein, dass die Verschlüsselung hier nur bis zum VPN-Server besteht.
Home Sweet Home: So verschönern die Deutschen ihr Haus
Ein Zuhause, in dem man sich wohlfühlt und das den perfekten Rückzugsort bietet, wünscht sich wohl jeder. Dennoch stehen viele häufig vor der Frage, wie man das eigene Haus überhaupt schöner gestalten kann. Folgender Artikel gibt einen Überblick darüber, wie Deutsche ihr Haus verschönern.
Angenehme Atomsphäre durch Pflanzen
Ganz gleich, ob in der Wohnung oder vor der Haustür – Pflanzen schaffen sofort eine angenehme Atmosphäre und lassen das Gesamtbild nicht nur lebendiger, sondern auch stimmig wirken. Wer keinen grünen Daumen hat, kann hier zu Sorten greifen, die besonders pflegeleicht sind: Sie vergeben es einem schnell, wenn man einmal vergisst, sie zu gießen. Außerdem fungieren Pflanzen als Luftreiniger und sorgen dafür, dass man sich in den eigenen vier Wänden noch wohler fühlt.
Wer einen eigenen Garten hat, kann sich sogar Gedanken über einen Obstbaum machen: Während er im Frühling eine schöne Blüte zeigt, die gute Laune verbreitet, hat man davon im Herbst sogar einen praktischen Nutzen in Form von frischem Obst.
Ausreichend Privatsphäre
Kommt man nach einem anstrengenden Tag nach Hause und möchte sich entspannen, steht erst einmal Ruhe an oberster Stelle. Vielleicht setzt man sich mit einem Buch auf die Terrasse, um die Seele baumeln zu lassen oder man macht ein kurzes Nickerchen. Nervig ist da nur, wenn die Nachbarn von nebenan direkt auf die Terrasse sehen – die Privatsphäre fehlt. Was kann man dagegen tun?
Eine praktische Möglichkeit für Situationen wie diese ist ein entsprechender Sichtschutzzaun. Damit muss man sich beim Abendessen auf der Terrasse nicht mehr auf den Teller schauen lassen und man kann sich auch entspannt sonnen, ohne sich beobachtet zu fühlen.
Ansprechende Innendekoration
Derzeit gibt es viele Trends, an denen man sich orientieren kann, wenn man den eigenen Stil in Sachen Innengestaltung noch nicht gefunden hat. Beispielsweise sind Retro- oder Vintage-Möbel sehr beliebt, aber auch der skandinavische Look erfreut sich einer immer größer werdenden Popularität. Für viele ist auch der Landhausstil das einzig Wahre oder ein bunter Stilmix.
Natürlich ist es wichtig, dass nicht nur auf die Ästhetik der Innenräume geachtet wird. Auch die Praktikabilität der Möbel und anderen Einrichtungsgegenstände spielt eine große Rolle. Immerhin möchte man nicht in einem Möbelhaus wohnen, sondern sich richtig wohlfühlen. Für viele ist daher auch der Minimalismus die richtige Wahl: Hier wird nichts mit unnötigem Schnick-Schnack überladen, sondern es wird nur das ins Haus gestellt, was man auch wirklich für den täglichen Alltag benötigt.
Ein Garten zur Entspannung
Wie bereits erwähnt, ist der Garten oder die Terrasse für viele ein beliebter Rückzugsort. Um sich richtig entspannen zu können, muss der Garten alles beinhalten, was man sich wünscht. Wer also gerne baden geht, ist womöglich mit einem Pool am besten beraten, während Sportbegeisterte vielleicht sogar zu einem Volleyball-Netz tendieren. Natürlich kommen auch Hobbygärtner mit entsprechenden Gemüse- oder Hochbeeten auf ihre Kosten. Mit einem eigenen Garten sind kaum Grenzen gesetzt.
Farbliche Akzente
Die einen mögen es bunt, die anderen belassen es bei gedeckten Farben. Allerdings ist eines klar: Farbliche Akzente sind bei so gut wie jedem beliebt. Daher werden häufig die Wände farbig gestrichen: Das Farbangebot reicht von grellen Tönen bis hin zu zarten, sanften Nuancen. Auch Tapeten sind nach wie vor im Trend, da man hier bereits für kleines Geld schöne und ausgefallene Muster an die Wand zaubern kann.
Wer seine Wände lieber nicht anrührt und rein-weiß belässt, kann farbliche Akzente durch entsprechende Dekorationsgegenstände schaffen. Auch ein Teppich, der sich vom Rest des Raumes abhebt, kann eine ansprechenden Akzent setzen.
Schöne Lichtquellen
Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten für Leuchtmittel. Doch der Trend geht dazu, nicht nur Deckenlampen zu montieren, sondern auch Stehlampen oder eine unauffällige Hintergrundbeleuchtung einzelner Regale zu verwenden. Durch unterschiedliche Lichtquellen wirkt ein Raum schnell viel offener und interessanter. Dank modernster LED-Technik sind sie zudem energiesparend und verursachen dadurch keine hohen zusätzlichen Kosten.
Fazit
Die Gestaltungmöglichkeiten für das Eigenheim sind vielfältig. Bei der Wahl einer passenden Einrichtung oder Dekoration sollte man immer dem eigenen Stil folgen und sowohl auf Ästhetik als auch auf Praktikabilität achten. Dadurch behält man länger Freude an den Anschaffungen und kann die eigenen vier Wände als optimalen Rückzugsort nutzen. Vor allem auch all diejenigen, die im Home-Office arbeiten, sind auf ein Zuhause angewiesen, in dem eine angenehme Atmosphäre herrscht.












































