Was ist eigentlich aus den Gelben Seiten geworden?

„Mein Wasserhahn ist defekt, ich suche eine gute Firma für Gas-Wasserinstallationen!“ – die Antwort auf diese Aussage war in Deutschland jahrzehntelang immer die gleiche: „Wirf einen Blick in die Gelben Seiten!“ Das gedruckte Branchenbuch stellte die Standard-Lösung dar.

Wie sehr die Bezeichnung in den normalen Sprachgebrauch übergegangen ist, zeigt auch eine Entscheidung des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) aus dem Jahr 2006: In diesem Jahr löschte sie die Wortmarke „Gelbe Seiten“ mit der Begründung, dass es sich dabei um einen beschreibenden Begriff für Branchenverzeichnisse handelt und zudem die Konkurrenz benachteilige. Mittlerweile existiert die Marke zwar wieder, aber das Ganze zeigt eins sehr klar: Gelbe Seiten haben eine allgemeine Bedeutungskraft. Doch was ist im Zuge der Digitalisierung und des Aufkommens vieler anderer Online-Suchmöglichkeiten mit den klassischen Branchenverzeichnissen passiert?

Gelbe Seiten: Klassische Branchenverzeichnisse mit langer Geschichte

Die Gelben Seiten haben auch in Deutschland eine sehr lange Geschichte. Das erste richtige Branchenverzeichnis entstand im Jahr 1925 in Berlin. Mitgebracht hatte die Idee der damalige Vizepräsident des Weltreklameverbandes, Max Riesebrodt, der im Jahr 1924 in New York die dortigen „Yellow Pages“ kennenlernte. Die darauffolgende Entwicklung war rasant:

  • Auflage 1931: 250.000 Exemplare mit 784 Seiten
  • Auflage 1951: 100.000 Exemplare mit 482 Seiten
  • Auflage 1991: 1,2 Millionen Exemplare mit 2.240 Seiten (Erstmals in zwei Bänden)

Das Schrumpfen zwischen 1931 und 1951 ist auf den Zweiten Weltkrieg zurückzuführen. 1942 musste das Branchenverzeichnis wegen Papiermangel vorübergehend eingestellt werden. Erst im März 1951 fand eine Neugründung in West-Berlin statt.

In der Nachkriegszeit beschränkten sich die Gelben Seiten nicht mehr allein auf Berlin, sondern wurden für ganz Deutschland in jeweiligen Regionalausgaben produziert. Heute gibt die DTM Deutsche Tele Medien GmbH in Zusammenarbeit mit 17 Regionalverlagen als Herausgeber GbR die Gelben Seiten heraus.

Digitalisierung: Die Gelben Seiten als Online-Angebot

Mit zunehmender Digitalisierung wurde das Produkt Gelbe Seiten an die neuen Erfordernisse angepasst. Zunächst beschränkte sich dies auf Ausgaben in Form von CD-ROMs, die über den heimischen PC ausgelesen werden konnten. Mittlerweile können Unternehmen ihre Firmeneinträge jedoch auf der Website Gelbeseiten.de aufgeben.

Das Portal beinhaltet heute 3,7 Millionen Einträge aus mehr als 4.853 Branchen. Eine GfK-Studie aus dem Jahr 2021 ergab zudem bei der Nutzungsart überraschende Ergebnisse:

  • Nutzer der Print-Ausgabe: 24,2 %
  • Nutzer der mobilen Version: 8,7 %
  • Nutzer des Online-Branchenverzeichnisses: 11,2 %

Hier zeigt sich nach wie vor, dass die Gelben Seiten vor allem von ihrer jahrelangen Reichweite als Printmedien profitieren. Trotzdem konnte sich das Online-Angebot mit der Zeit etablieren.

Hinweis: Auch heute lässt sich das Branchenverzeichnis noch als Print-Variante nutzen. Die Bücher liegen oft in der entsprechenden Postfiliale und anderen Stellen kostenfrei aus. In einigen Regionen werden sie zudem nach wie vor in die Haushalte geliefert. Diese Praxis wurde in Großstädten jedoch aufgrund der immer größeren Online-Nachfrage eingestellt.

Stetiger Ausbau der Plattform soll das Bestehen im digitalen Wettbewerb sichern

Auf den ersten Blick wirken Branchenverzeichnisse in Zeiten von Suchmaschinen eher wie ein Relikt aus der Vergangenheit. Nutzer fragen sich: „Warum sollte erst eine Website aufsuchen, um nach passenden Dienstleistungen zu suchen? Die Eingabe in die Suchmaschine ist schneller und führt auch zum Ziel.“

Die Gelben Seiten haben ihren Weg ins Internet jedoch verhältnismäßig früh gefunden. Bereits 1998 ging die Website gelbeseiten.de an den Start. Zu Beginn war dies sicherlich keine leichte Situation: als Printmedium hatte das Branchenverzeichnis eine herausragende Marktstellung. Online mussten sich die Herausgeber hingegen dem Wettbewerb mit weiteren Verzeichnissen und Suchmaschinen stellen. Damit dies gelingt, war ein stetiger Ausbau des Online-Angebots erforderlich:

  • 2007: Im Jahr 2007 wurde das Portal auch für mobile Endgeräte optimiert. Das responsive Design sorgte dafür, dass die Inhalte auf dem Smartphone und Tablet lesbar angezeigt wurden.
  • 2009: Die erste App für die Gelben Seiten steht zur Verfügung, Bis zum Jahr 2021 wurde die App nach internen Auswertungen des Unternehmens insgesamt 3,4 Millionen Mal heruntergeladen.
  • 2012: Das Portal wird um die Möglichkeit erweitert, die eingetragenen Unternehmen bewerten zu können. Dies soll anderen Interessenten eine entsprechende Orientierung bieten.
  • 2015: Das Portal wird um ein Online-Magazin mit Ratgeber-Themen erweitert. Heute stehen über 200 verschiedene Ratgeber zu den Themen „Gesünder leben“, „Haus & Garten“ sowie „Recht & Finanzen“ zur Verfügung. Ende des Jahres wird in der Rubrik „Gesünder leben“ die Möglichkeit geboten, sich den eigenen Arztbrief übersetzen zu lassen. Der Service nennt sich „Was hab‘ ich?“ und ist kostenfrei nutzbar.
  • 2016: Die Gelben Seiten führen die Buchungsmöglichkeit eines seriösen Schlüsseldienstes zum Festpreis in Essen und Hannover ein. Das Projekt wird in den nächsten Jahren immer weiter ausgebaut.
  • 2017: Kooperation mit Facebook – die Gelben Seiten lassen sich über den Facebook Messenger nutzen.
  • 2018: Das Jobportal der Gelben Seiten „Job vor Ort“ wird ins Leben gerufen.

Die stetigen Veränderungen und Weiterentwicklungen haben sich für den Verlag gelohnt. Immerhin geben Nutzer der Gelben Seiten nach einer Suche durchschnittlich 791 Euro bei einem gefundenen Dienstleister oder Händler aus. Nach einer Google-Suche beträgt dieser Wert hingegen nur 309 Euro, wie eine GfK-Studie aus dem Jahr 2021 ergab.

Worin liegt die Zukunft von Verzeichnismedien wie den Gelben Seiten?

Entwicklungen wie ChatGPT zeigen, dass die künstliche Intelligenz in naher Zukunft wahrscheinlich eine sehr wichtige Rolle bei der Suche nach passenden Angeboten und Informationen spielen wird. Hier müssen sich auch Verzeichnisse wie die Gelben Seiten überlegen, wie sie diesem Umstand Rechnung tragen können. Eine enge Verzahnung mit entsprechender Technologie wird mittelfristig unumgänglich sein.

Darüber bleibt es wichtig, dass Verzeichnisse Mehrwert schaffen, der sie von Suchmaschinen abhebt. Es dürfte sehr spannend werden, zu sehen, welche Innovationen die Gelben Seiten in Zukunft einführen, um diesen Standard halten zu können.

Gelbe Seiten: Eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte

Die Gelben Seiten sind keine Erfindung aus Deutschland, aber sie haben auch hierzulande eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte hinter sich. Vor dem Online-Zeitalter gehörte das Branchenverzeichnis zu den wichtigsten Verzeichnissen überhaupt. Mit dem Aufkommen von Internet-Suchmöglichkeiten wurde das Umfeld rauer und die Gelben Seiten mussten sich erst anpassen. Durch jahrelange Innovationen ist es jedoch geglückt, entsprechenden Mehrwert zu bieten und sich zu etablieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Gelben Seiten in Zeiten von KI-Technologien schlagen werden.

Was wird sich 2023 alles ändern – Gesetzesänderungen im Überblick

Neues Jahr, neues Glück. Mit dem Jahreswechsel gibt es regelmäßig auch neue Entscheidungen, Gesetze und Gegebenheiten. Doch was steht für das kommende Jahr schon fest und auf was können sich Verbraucher einstellen?

Die Änderungen im Überblick

Einige der Änderungen sind direkte Antworten auf die aktuelle Lage, andere hingegen waren schon im Koalitionspapier aufgeführt. Aber was kommt nun ab dem ersten Januar?

1. Das Bürgergeld

Der Nachfolger von Hartz IV wurde in den vergangenen Wochen kontrovers diskutiert. Ab Januar heißt es nun Bürgergeld, etliche Bestandteile treten dann zur Jahresmitte in Kraft. Ein Überblick:

  • Mehr Geld – der monatliche Satz wird auf 502 Euro angehoben.
  • Zuverdienst – die Regelungen rund um den Zuverdienst während des Bezugs wurden geändert. Künftig soll sich die Arbeit mehr lohnen, sodass die Grenzen, bis der Verdienst angerechnet wird, steigen.

Die Änderungen rund um das Bürgergeld sind umfangreich, auch die Regelungen rund um das Schonvermögen, Wohnungsgrößen und die Auswirkungen von Kindern mit Nebenjobs im Bürgergeldhaushalt wurden neu geplant.

2. 49-Euro-Ticket

Sicher ist: Es kommt. Unsicher ist, wann. Zum Jahreswechsel wird der Nachfolger des 9-Euro-Tickets garantiert nicht kommen: Angedacht werden wohl April oder Mai. Aber was bietet das Ticket?

  • Deutschlandweit – mit dem jeweiligen Regionalverkehr können Kunden künftig deutschlandweit fahren.
  • Regelung – noch ist unklar, wie genau das Ticket auf den Markt kommt. Wird es ein neues Monatsticket, ist es ein Abo, kann es monatlich gekündigt werden? Auch der Umgang mit bereits bestehenden Monatsabos und deren Verrechnung wird noch diskutiert.

3. Krankenkasse

Der maximale Zusatzbeitrag steigt um 0,3 Prozentpunkte – von 1,34 auf 1,6 Prozent. Ob die eigene Krankenkasse jedoch die Steigerung ausschöpft, entscheidet jede Versicherung selbst.  Gerade für Versicherte mit dem Maximalbeitrag steigen die Kosten so auf fast 1.000 Euro pro Monat. Da kommt natürlich die Frage auf, ob eventuell ein Wechsel in die PKV infrage kommt.

„Ob sich der Wechsel in die PKV lohnt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Zum einen muss geklärt werden, ob ein Wechsel überhaupt möglich ist. Der Gesetzgeber hat hier klare Hürden geschaffen. In einem nächsten Schritt ist zudem eine Analyse der gesundheitlichen Situation erforderlich. Auf diesem Weg lässt sich herausfinden, ob eine PKV überhaupt infrage kommt und finanziell tragbar ist“, zeigt Tim Bökemeier von der PKV-Welt die ersten Schritte auf. Im Weiteren gehe es darum, das passende Leistungsportfolio zusammenzustellen. So kann am Ende ein individueller Versicherungsschutz zu günstigen Konditionen gefunden werden, so Bökemeier weiter.

4. Gas- und Strompreisbremse

Auf die Energiekrise reagiert die Regierung mit einer Preisbremse. Strom soll ab Januar auf 40 Cent/kWh gedeckelt werden, Gas auf 12 Cent. Aber:

  • 80 Prozent – die gedeckelten und vom Staat finanzierten Preise gelten nur für 80 Prozent des bisherigen Jahresverbrauchs. Als Berechnungsbasis wird wohl das Jahr 2021 genutzt. Der darüber hinausgehende Verbrauch muss zu den marktgängigen Preisen erworben werden.
  • Verbot? – aktuell wird noch diskutiert, ob im kommenden Jahr ein grundsätzliches Verbot von Preissteigerungen im Strom- und Gasbereich eingeführt wird. Stromanbieter könnten nun nur noch Preise erhöhen, wenn sie belegen können, dass diese Erhöhung absolut notwendig ist.

Die Preisbremsen werden zwar erst im März eingeführt, sollen aber rückwirkend für die ersten beiden Jahresmonate greifen.

5. Kindergeld

Das Kindergeld steigt im kommenden Jahr. Für das erste und zweite Kind gibt es 31 Euro mehr, für das dritte Kind 25 Euro. 250,00 Euro werden somit für jedes Kind ausbezahlt.

Wohngeld

Das Wohngeld wird nicht nur aufgestockt, sondern auch verändert:

  • Begünstigte – bis zu 1,4 Millionen mehr Menschen sollen künftig in den Genuss des Wohngelds kommen.
  • Höhe – durchschnittlich wird das Wohngeld wohl um 190 Euro auf circa 370 Euro im Monat steigen.
  • Berechnung – sie wird neu geregelt. Künftig soll auch das Heizen mitberücksichtigt werden.

Die Ausweitung des Wohngeldanspruchs kann viele Haushalte entlasten, allerdings ist jetzt schon klar, dass Geduld gefragt ist: Einige Kommunen warnen schon davor, dass die Bearbeitung des Antrags gute sechs Monate dauern kann. Dennoch sollte jeder, der ahnt, berechtigt zu sein, einen Antrag stellen. Das Wohngeld wird ab Antragstellung rückwirkend ausgezahlt. Im Hinblick auf die Nebenkostenabrechnung könnte eine Nachzahlung des Wohngelds für viele Bürger sehr nützlich sein.

7. Steuern

Der Steuerfreibetrag steigt für Singles auf 10.908 Euro, das ist eine Erhöhung um 561 Euro. Bei Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag weiterhin dementsprechend. Und auch beim Spitzensteuersatz ändert sich die Grenze: Er greift erst ab 62.810 Euro, bleibt aber bei 42 Prozent.

Ende Januar müssen Haus- und Wohnungsbesitzer final ihre Grundsteuererklärung abgegeben haben.

Die Frist zur Abgabe der Steuererklärung ist auch im kommenden Jahr verlängert, sodass nun der 30.09.2023 als Stichtag gilt. Da dieses Datum auf einen Samstag fällt, verschiebt sich die Frist auf den 02.10.2023. Diese Daten sind gültig für diejenigen, die keinen Steuerberater beauftragen.

Für alle, die im Homeoffice arbeiten, wird ab dem kommenden Jahr eine erhöhte Pauschale eingeführt. Die jetzige Homeoffice-Pauschale wird um 400,00 Euro auf bis zu 1.000 Euro erhöht, da mehr Tage pro angerechnet werden dürfen.

Welche Regelungen rund um die Steuern gibt es sonst noch? Autogas wird teurer, da die Steuervergünstigungen auslaufen. Auch das Rauchen wird teurer: Die Tabaksteuer steigt erneut, eine kleine Schachtel wird knapp 20 Cent teurer.

8. Krankschreibungen

Ab Januar ist jeder Arbeitgeber dazu verpflichtet, an dem Meldeverfahren zur elektronischen Krankschreibung teilzunehmen. Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer müssen somit keinen »Gelben Schein« mehr beim Arbeitgeber einreichen.

9. Midi-Jobs

Die Verdienstgrenze dieser Jobs steigt auf 2.000 Euro monatlich an. Die Sozialversicherungsbeiträge sind bis zu dieser Schwelle somit weiterhin günstig.

Weitere Änderungen

Das Jahr bringt insgesamt viele Änderungen mit sich. So kommt die Mehrwegpflicht, die besagt, dass Restaurants und Cafés ihre Getränke stets im Mehrwegbehältern anbieten müssen. Weitere Änderungen:

  • Lieferkettengesetz – für Unternehmen mit einer Angestelltenzahl ab 3.000 Mitarbeitern gilt nun das Lieferkettengesetz.
  • Photovoltaikanlagen – das Erneuerbare-Energie-Gesetz greift und erleichtert künftig den Aufbau und den Betrieb solcher Anlagen. So sind Betreiber nicht mehr gezwungen, einen speziellen Erzeugerzähler zu installieren.
  • Klimaabgabe – Vermieter müssen ab Januar einen Anteil der neuen Klimaabgabe für das Heizen entrichten. Wie hoch der Preis, den Mieter und Vermieter zu zahlen haben, ist, orientiert sich an der Räumlichkeit. Der Vermieter zahlt mehr, je schlechter die Klimawerte des Hauses sind.
  • Plug-in-Hybrid – für diese Fahrzeuge entfallen die Förderungen. Die Prämien für reine E-Autos sinken und werden ab September nur noch an Privatpersonen ausgegeben.

Noch nicht alles hieb- und stichfest

Einige Änderungen für das Jahr 2023 sind zwar schon beschlossen, doch wie und wann sie genau umgesetzt werden, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Einführung des 49-Euro-Tickets ist ein gutes Beispiel, wie auch die garantierte Abschaltung der letzten Atomkraftwerke. Ob diesbezüglich das letzte Wort schon gesprochen ist, wird wohl der Winter zeigen.

Werkzeug Geschenke: So werden Männer zu Heimwerker-Königen!

Die Feiertage stehen vor der Tür – und damit auch die Überlegungen, welche Geschenke in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum liegen sollen. In diesem Zusammenhang ist es immer praktisch, wenn jemand ein sehr intensives Hobby betreibt. Ein gutes Beispiel: Die Frau oder der Mann im Haus sind in ihrer Freizeit gerne Heimwerker. Dies bietet einen großen Fundus an Geschenkmöglichkeiten – gerade im Bereich der Werkzeuge. Doch was könnte hierbei passend sein? Unser Ratgeber bietet einige Inspirationen für ansprechende Werkzeug-Geschenke.

 

Individualisierte Geschenke: Auch im Heimwerker-Bereich im Trend!

Fast überall finden sich heute individualisierte Geschenke: Vom eigenen Parfum über das persönliche Bier mit eigenem Namen drauf bis hin zu Tassen oder Schneidebrettchen. Natürlich bieten sich entsprechende Möglichkeiten auch im Heimwerkerbereich, wie dieser Artikel sehr eindrucksvoll zeigt.

Hier einige Optionen im Überblick:

  • Personalisierter Hammer: „Dieser Hammer gehört meinem Schatz“ – solche und ähnliche Sprüche lassen sich heute problemlos auf einen Hammerstil drucken. Natürlich existieren auch Exemplare mit dem Wunschnamenszug. Der eigenen Kreativität sind hierbei kaum Grenzen gesetzt.
  • Personalisierter Zollstock: Auch Zollstöcke werden mittlerweile mit entsprechenden Aufdrucken versehen und angeboten. Sprüche wie: „Finger weg“ Eigentum von [Name] sind gute Beispiele für ein lustiges, personalisiertes Geschenk im Bereich der Werkzeuge.
  • Personalisierte Wasserwaage: Was mit dem Zollstock funktioniert, klappt auch mit der Wasserwaage. Auch hier lassen sich flotte Sprüche oder Namenszüge aufdrucken, um dieses Werkzeug zu personalisieren.

Geschenk für die Allrounder: Das Multitool für alle Heimwerkerlagen

Ein Werkzeug – zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Dieses Motto gilt bei sogenannten Multitools. Sie sind wie das Schweizer Taschenmesser in Werkzeugformat. Mit einem Multitool bekommen Heimwerker also eine Art Grundausstattung, die für den Start in bestimmte Bereiche sehr hilfreich ist. Multitools vereinen dabei zum Beispiel folgende Werkzeuge ineinander:

  • Hammer
  • Zange
  • Drahtschneider
  • Scharfes Messer und gezacktes Messer
  • Schraubendreher (Kreuz und Schlitz)
  • Feile
  • Säge
  • Flaschenöffner

Als Basis bietet ein Multitool also sehr viel von dem, was sich ein Heimwerker für die Heimarbeit wünscht. Somit eignet sich dieses Werkzeug vor allem für Einsteiger in diesem Bereich. Für fortgeschrittene Heimwerker ist ein solches Tool jedoch eher ein Gimmick, da diese nicht selten mit besseren Einzelwerkzeugen arbeiten.

Werkzeugkoffer: Bei der Bestückung ist vorherige Recherche angesagt

Ein Werkzeugkoffer ist ebenfalls eine schöne Geschenkidee, um Heimwerkern eine Freude zu machen. Das Ganze wird allerdings nur dann ein Erfolg, wenn vorher klar wird, welche Werkzeuge bereits in der Sammlung vorhanden sind. Andernfalls besteht das Risiko, dass viele Werkzeuge am Ende doppelt vorliegen. Wer hier jedoch im Bilde ist, kann einen passenden Werkzeugkoffer mit entsprechendem Inhalt besorgen und die beschenkte Person sehr glücklich machen.

Hinweis: Werkzeugkoffer gibt es heute auch in speziellen Editionen für Frauen. Diese unterscheiden sich nicht hinsichtlich der Werkzeuge, sondern nur bei der Farbgestaltung: Viele Frauen-Werkzeugkoffer sind in rosa gehalten. Ob dies am Ende gut ankommt, ist immer eine Frage des Geschmacks. Am Ende ist es wichtig, dies vorher herauszufinden. Schließlich soll das Geschenk Spaß machen und keinen Ärger erzeugen. Etwas Abwechslung im Vergleich zu den farblich sonst eher langweiligen Werkzeugkoffern bieten diese Varianten jedoch durchaus.

Werkzeugtaschen: Alle wichtigen Werkzeuge am Gürtel

Heimwerker sind regelrechte Sammler in Bezug auf ihre Werkzeuge. Aus diesem Grund kann es schnell passieren, dass ein Geschenk hier für Doppelungen sorgt. Eine Werkzeugtasche mit Gürtel ist hingegen so auffällig, dass sich hier schnell herausfinden lässt, ob das Utensil benötigt wird. Sie sind auf jeden Fall sehr praktisch und bieten viele Vorteile:

  • Alle wichtigen Werkzeuge sind sofort verfügbar
  • Weniger Wege in der eigenen Werkstatt
  • Die Taschen lassen sich sowohl per Hüftgurt tragen als am eigenen Gürtel befestigen

Tipp: Die Werkzeugtasche lässt sich auch mit einem praktischen Holster für den Akkuschrauber kombinieren – fertig ist das Heimwerker-Outfit.

Magnetarmband: Praktischer Aufbewahrungsort während kleinteiliger Arbeiten

Heimarbeit ist Handarbeit – mitunter geht es dabei auch sehr feingliedrig zu. Dies ist immer dann der Fall, wenn Schrauben oder Nägel verwendet werden. In einem solchen Fall wäre eine Vorrichtung praktisch, mit der Schrauben und Nägel bis zum endgültigen Einsatz festgehalten werden. Die gute Nachricht: Eine solche Vorrichtung gibt es und sie nennt sich Magnetarmband.

Diese Armbänder sind mit mehreren starken Magneten ausgestattet, die kleine Schrauben, Nägel und Bits festhalten. Gerade bei Arbeiten über Kopf oder mit wenig Platz erweist sich dies als unschätzbarer Vorteil. Da die Magnetarmbänder zudem häufig mit einem Klettverschluss ausgestattet sind, lassen sie sich ohne Schwierigkeiten an die Größe des eigenen Handgelenks anpassen.

Was ist bei der Wahl des Werkzeug-Geschenks generell zu beachten?

Wer seinem Partner, Verwandten oder einem Freund Werkzeug zu Weihnachten schenken möchte, sollte einige grundsätzliche Regeln des Schenkens beachten:

  1. Könnte es die zu beschenkende Person interessieren?

Ist das konkrete Geschenk für die Person wirklich interessant? Wenn diese beispielsweise nur mit Holz arbeitet, sind Zangen wahrscheinlich nicht so wichtig wie typische Holzwerkzeuge (z.B. Sägen oder Feilen). Hier gilt also: Heimwerken ist nicht gleich Heimwerken, denn das Hobby hat viele verschiedene Facetten.

  1. Ist das Geschenk schon vorhanden?

Die wenigsten Menschen können sich über Geschenke so richtig freuen, die sie schon besitzen. Dies trifft zwar nicht auf Sammler zu, die ihre Kollektion komplettieren wollen. Zweimal genau den gleichen Gegenstand zu bekommen, ist jedoch nur selten eine schöne Erfahrung. Aus diesem Grund sollte vorher geklärt werden, ob die zu beschenkende Person den entsprechenden Gegenstand schon hat.

Wer diese Grundregeln beachtet, kann bei der Auswahl eines Werkzeug-Geschenks eigentlich nicht viel falsch machen. Grundsätzlich gilt: Mit dem Geschenk wollen wir derjenigen oder demjenigen eine Freude machen.

Mit Werkzeug-Geschenken zu Weihnachten Freude spenden

Weihnachten ist eine Zeit der Besinnlichkeit und auch der Geschenke. Diese sollen dazu dienen, unseren Liebsten und Lieblingsmenschen eine Freude zu machen. Wer mit einer Heimwerkerin oder einem Heimwerker in einer Beziehung lebt oder gute Freunde mit diesem Hobby hat, sollte sich die Möglichkeiten im Bereich der Werkzeug-Geschenke einmal genauer anschauen. Die Auswahl ist nahezu unbegrenzt und bietet somit einen riesigen Fundus an passenden Geschenkideen. Wer zudem darauf achtet, dass sie wirklich das Interessengebiet der oder des Beschenkten abdecken und zudem noch nicht vorhanden sind, kann sich auf lachende Gesichter vor dem Weihnachtsbaum freuen!

Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Wirtschaft

„Das Ende der irrelevanten künstlichen Intelligenz“ – das war der Titel einer Spiegel-Kolumne von Sascha Lobo über den neuen Chatbot ChatGPT, der auf KI-Basis Fragen beantwortet und alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. In der Kolumne geht Lobo darauf ein, dass die Leute nun auch endlich praktisch merken, wie stark künstliche Intelligenz unser Leben verändern könnte. Gleichzeitig erklärt er, dass hinter den Kulissen in der Wirtschaft schon längst KI-Technologie zum Einsatz kommt. Grund genug, sich einmal den KI-Stand in Deutschland anzuschauen und Beispiele für den KI-Einsatz aufzuzeigen.

In der hiesigen Wirtschaft setzen nur 9% aller Firmen KI ein

Trotz der Tatsache, dass KI von vielen Unternehmen als Chance betrachtet wird, setzen nur 9% aller Firmen entsprechende Technologien bereits ein. Das ergab eine BITKOM-Umfrage vom September 2022. KI ist demnach vor allem für große Unternehmen schon Realität, denn hier betrug die Nutzungsquote bereits 48%. Bei Unternehmen mit 20-99 Beschäftigten setzen gerade einmal 5% aller Befragten tatsächlich entsprechende Technologien ein.

Es besteht also noch Luft nach oben. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich mit der Weiterentwicklung der Technologie auch die breite Anwendung deutlich erhöhen wird. In der oben genannten Umfrage gaben zudem 10% der befragten Unternehmen an, im Jahr 2023 in KI investieren zu wollen.

In welchen Bereichen ist KI bereits im Einsatz?

Die Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz sind sehr vielfältig. Doch wie kommt sie bereits heute konkret zum Einsatz? Die folgenden Beispiele zeichnen ein entsprechendes Bild:

KI in der Logistik

In der Logistikbranche existieren zahlreiche Umsetzungen für den KI-Einsatz. Dazu gehören:

  • Disponenten auf KI-Basis: Bessere und automatisierte Tourenplanung zur Beschleunigung von An- und Zulieferungen.
  • Vorhersage-Systeme: Transportmanagement-Systeme mit Prognosefähigkeit für mögliche Transportverzögerungen
  • Autonome Fahrzeuge: Auf Dauer könnten autonome Fahrzeuge dafür sorgen, dass Waren an ihren Zielort gelangen. Aktuell ist diese Entwicklung jedoch noch nicht im größeren Stil einsatzbereit.

Chatbots: KI-Power für das Marketing

Chatbots zeigen, wie KI heute auch im Marketing eingesetzt werden kann: Die Bots nehmen Anfragen von Kunden entgegen und geben automatisch passende Antworten. Dazu formulieren sie passende Kaufempfehlungen.

Weitere mögliche Anwendungen für Chatbots:

  • Ersatz für Suchmaschinen (Chatbots werden gefragt und bieten die passende Antwort)
  • Lehraufgaben (bestimmte Formen des Lernens können durch Chatbots intensiviert und gleichzeitig vereinfacht werden)

Autonome Roboter in Industrielagern

Autonome Roboter können in Industrielagern heute automatisierte Inventuren durchführen. Die Inventur wird hierbei auf Wunsch zu einem laufenden Prozess. Darüber hinaus sinkt die Fehlerquote durch die automatisierte Durchführung. Die Roboter sind in der Lage, Materialengpässe selbständig zu erkennen und so vor entsprechenden Ausfällen der Produktion zu warnen.

Synchronisation und Videoübersetzung

Synchronisationen von Filmen oder Video-Übersetzungen werden oft nur dann vorgenommen, wenn sich dies auch wirtschaftlich lohnt. Übersetzungen bringen nämlich hohe Kosten mit sich. „Unsere KI-basierte Software kann hier Abhilfe schaffen und entsprechende Übersetzungen präzise und schnell durchführen“, erklärt ein Experte von vidby.com. Die Software der Schweizer vidby AG scheint tatsächlich in der Lage zu sein, Videos in 70 Sprachen automatisiert zu übersetzen. Hier zeigt sich, wie vielfältig KI heute eingesetzt werden kann.

KI-Systeme zur Unterstützung von Medizinern

Gerade bei der Diagnostik sind KI-gestützte Technologien bereits heute sehr gut in der Lage, auf Basis von digitalen CT-Bildern oder MRT-Bildern verschiedene Krankheiten wie Lungenkrebs oder Herzerkrankungen zu diagnostizieren und zu beurteilen. Diese Anwendung bietet großes Potenzial für die Zukunft: Gerade Fachexperten in medizinischen Bereichen sind rar und die Nachfrage nach entsprechenden Diagnoseleistungen dürfte aufgrund unserer alternden Gesellschaft künftig immer weiter steigen.

Weitere Anwendungsgebiete von KI in der Medizin:

  • Medikamentenentwicklung (KI-Systeme können schneller geeignete Zielmoleküle mit den gewünschten Eigenschaften finden)
  • Klinische Studien (durch eine datenbasierte Auswahl von Testpersonen lassen sich klinische Studien erheblich beschleunigen)
  • Personalisierte Medizin (KI-Systeme können statistische Auswertungen durchführen, um Merkmale bei Menschen zu identifizieren, die einzelne Behandlungsmethoden wirkungsvoller machen als andere)

Predictive Maintenance dank KI

Der Bereich der Wartung ist ein weiteres wichtiges Feld, in dem KI schon heute zum Einsatz kommt.  Oft geht es dabei um die Überwachung wichtiger und komplexer Produktionsanlagen. Das KI-System kann im Vorhinein erkennen, dass bestimmte Bauteile auszufallen drohen und deshalb ersetzt werden müssen. Die Wartungsentscheidung trifft das System autonom.

Kandidatensuche in der HR

KI-Technologie lässt sich auch in Bereichen einsetzen, die auf den ersten Blick nicht so wirken. Doch HR-Abteilungen werden künftig vermehrt entsprechende Anwendungen nutzen. Ein Beispiel: Ein KI-System sucht auf Basis bestimmter Kriterien eigenständig nach passenden Kandidaten zur Besetzung offener Stellen. Der große Vorteil: KI-Systeme können deutlich schneller und gründlicher große Datenmengen durchforsten und entsprechende Matches finden.

Weitere HR-Anwendungsgebiete für KI:

  • Automatisierte Bearbeitung von Mitarbeiteranfragen
  • Automatisierte Auswertung von Mitarbeiterdaten, um passende Weiterbildungsoptionen zur Verfügung stellen zu können (Personalentwicklung)

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass KI potenziell in nahezu jeder Branche zum Einsatz kommen kann. Dies gilt vor allem für Branchen und Berufsfelder mit einem der folgenden Merkmale:

  • Hohe Datenmengen (Big Data): Geht es um datenintensive Tätigkeiten, ist die KI dem Menschen überlegen. KI-Systeme sind in der Lage, große Datenmengen nach passenden Informationen zu durchsuchen. Darüber hinaus können sie auf dieser Basis auch Analysen durchführen und die Ergebnisse sinnvoll bewerten.
  • Sprach- und Bilderkennung: KI-Systeme sind bereits heute in der Lage, Sprache und Bilder zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren. In diesem Zusammenhang existieren sehr viele potenzielle Anwendungsbereiche.
  • Automatisierung: KI trägt in großem Maße zur Automatisierung bei. Intelligente Automatisierung kombiniert dabei künstliche Intelligenz mit Roboter-Prozessautomatisierung. Der Unterschied zur herkömmlichen Robotik: Intelligente Roboter können Situationen eigenständig bewerten und auf dieser Basis nötige Entscheidungen treffen. Am Ende stehen deutlich effizientere Arbeitsprozesse.
  • Digitale Assistenzsysteme: Digitale Assistenzsysteme bilden die Schnittstelle zwischen Menschen und der KI. Sie können durch Sensoren bestimmte Situationen erfassen und den menschlichen Nutzern so unter die Arme greifen. Assistenzsysteme bieten etliche Anwendungsmöglichkeiten von Fahrhilfen bis hin zu VR-Brillen in den Bereichen Produktion und Montage.

„Schwache“ vs. „Starke“ KI – wo liegt der Unterschied?

In den Unternehmen kommt heute mehrheitlich sogenannte Narrow (Weak) Artificial Intelligence zum Einsatz. Diese kann strukturierte und definierte Prozesse steuern und somit schneller und präziser durchführen.

Davon abzugrenzen ist das, was die Menschen sich oft unter künstlicher Intelligenz vorstellen: Broad (Strong) Artificial Intelligence. Hierbei geht es um Systeme, die ein autonomes Verhalten ausbilden und sich durch selbständiges Lernen weiterbilden können. Am Ende dieser Entwicklung stünde ein künstliches Bewusstsein. Auch wenn mit Machine und Deep Learning zumindest in Bezug auf die Weiterbildung schon große Schritte erzielt wurden, ist der Weg bis zu einer eigenständigen KI-Persönlichkeit noch weit weg.

KI ist eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft

Künstliche Intelligenz stellt eine der Schlüsseltechnologien für die wirtschaftliche Entwicklung der Zukunft dar. Unternehmen, die es verpassen, frühzeitig in diese Technologien zu investieren, werden mittel- bis langfristig auf dem Weltmarkt keine Chance mehr haben.

Dabei kommt KI schon heute in vielen Bereichen der Wirtschaft zum Einsatz: Ob nun in der Logistik, im Finanzwesen, in der Medizin oder in der Industrie: KI-Technologien sind heute schon nicht mehr wegzudenken und werden in den nächsten Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen. Durch entsprechende Anwendungen werden zudem auch private Nutzer immer mehr mit dem Thema KI zu tun bekommen – ChatGPT war hier definitiv erst der Anfang!