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Öko liegt im Trend – Entwicklung des nachhaltigen Lebensstils
Die Voraussetzungen auf der Welt haben sich in den letzten Jahrhunderten und mit deutlich höherer Geschwindigkeit vor allem in den letzten Jahrzehnten verändert. Durch die Globalisierung, das Bevölkerungswachstum, die Rohstoffknappheit und den Klimawandel aufgerüttelt, sehen Konsumenten aber auch Unternehmen Wirtschaft, Wachstum und Lebensqualität anders und überdenken ihren Lebensstil. Das ist der Grund, warum Öko-Trends, dessen Begriff den teils notwendigen Maßnahmen nicht gerecht wird, sich immer weiter verbreiten. Dazu zählen beispielsweise:
- Der Trend der Neo-Ökologie,
- nachhaltiger Konsum,
- nachhaltiges Wohnen oder
- nachhaltige Ernährung.
Gehören Sie auch zur LOHAS-Zielgruppe?
LOHAS bedeutet Lifestyles of Health and Sustainability, also Lebensstile, die besonderen Wert auf Gesundheit und Nachhaltigkeit legen. Für Unternehmen ist der Begriff im Marketing interessant, da er einen Konsumententyp beschreibt. Bei den LOHAS handelt es sich aber um eine Gruppe von Menschen mit hybridem Käuferverhalten. Sie vereinen daher auch gegensätzliche Werte, Interessen und Verhaltensweisen. Neben Gesundheit und Nachhaltigkeit wären dies bei den LOHAS beispielsweise Technikaffinität und Naturbezogenheit oder Individualität und Gemeinschaftssinn.
Unternehmen müssen dabei aber nicht eine Spezialisierung auf bestimmte Bioprodukte anstreben, sondern können sich auch anders als umweltbewusst darstellen. Werbegeschenke sind hier ein gutes Beispiel. Jeder kennt sie, jeder hat sie. Es handelt sich meist um kleine und günstige Produkte, die häufig eine kurze Lebensdauer aufweisen oder schnell im Müll landen. Daher gibt es bei Firmen mittlerweile den Trend, Werbeartikel für Messen kaufen, die aus ökologischer Sicht sinnvoll sind. Die ökologischen Artikel bestehen hauptsächlich aus Holz, recyceltem Papier und Pappe.
Die nachwachsenden Rohstoffe sind natürlich ein Zeichen für das Umweltbewusstsein des Unternehmens und haben auch einen anderen Charme als Artikel aus Plastik. Allerdings sollte nicht jedes Unternehmen solch einen Weg gehen, da auch immer die Glaubwürdigkeit eine große Rolle im Marketing spielt. Schwenken Fast-Food-Ketten oder Automobilhersteller die grüne Öko-Fahne hat dies häufig auch einen leichten Touch von Selbstironie.
Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Ernährung werden immer wichtiger
Zum Thema Nachhaltigkeit hat die Bundesregierung gar eine eigene Strategie entwickelt. Die Entstehung war im Jahr 2002 und sie wurde zuletzt aufgrund der Agenda 2030 der Vereinten Nationen aktualisiert. Die neue Strategie beinhaltet dabei allerdings zahlreiche Bereiche, in denen eine nachhaltige Entwicklung erreicht werden soll:
- Bekämpfung der Armut,
- Sicherung der Ernährung,
- Sicherung der Gesundheit,
- Verbesserung der Bildung,
- Geschlechtergleichheit,
- Klima- und Artenschutz,
- Nachhaltiger Konsum sowie
- Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.
Nachhaltigkeit kann also in vielen Bereichen eine Rolle spielen. Für die gemeinen Bürger allerdings ist es nicht möglich, in allen Bereichen aktiv zu werden. Daher ist vor allem der nachhaltige Konsum und die bewusste Ernährung in den Wertvorstellungen der LOHAS vorhanden. Hiermit lassen sich Gesundheit und Nachhaltigkeit am besten persönlich verbinden.
Im nachhaltigen Konsum wird Wert auf eine gerechte Gewinnverteilung gelegt, aber natürlich wird auch der Umweltschutz bedacht und die Gesundheit nicht vernachlässigt. So werden beispielsweise kleine Fair-Trade-Läden, die Lebensmittel – am besten gesund und mit Bio-Siegel – ohne Verpackung verkaufen. Die Kunden bringen die Behälter selbst mit und tragen so zu einer Minimierung des anfallenden Mülls bei.
Für ein nachhaltiges Konsumverhalten hat der Rat für nachhaltige Entwicklung (RNE) eine Internetseite für den nachhaltigen Warenkorb geschaffen. Hier können Sie Informationen zu verschiedenen Themen wie „Essen und Trinken“ oder „Energie und Elektronik“ in Hinblick auf unterschiedliche Ziele der Nachhaltigkeit wie „Fair und sozial handeln“ oder „Natur und Umwelt schützen“ einholen. Wenn Sie also Interesse daran haben Ihren Konsum umweltbewusster und sozialer zu gestalten, erhalten Sie vom RNE weitere Anregungen.
Nachhaltige Kleidung kommt ebenfalls langsam im Mainstream an. Während die Biokleidung zunächst nur eher etwas für Hippies waren, hat sich die Mode von reinen Öko-Touch-Textilien entfernt. Die Produktion hat sich auch in diesem Bereich weiterentwickelt und die Unternehmen können zahlreiche Modeartikel auch nachhaltig und mit biologisch angebauten Rohstoffen herstellen.
Dennoch sollte wie bei allen ökologischen Produkten die Siegel beziehungsweise die Herkunft beachtet werden. Die Bio-Siegel und Fair-Trade-Zertifikate bei Kleidung sind aber ebenfalls zahlreich. Hier muss man als Kunde eben auch seinen Beitrag leisten. Das geht auch über das Kaufen von Bio-Kleidung hinaus. Damit die Kleidung wirklich im Sinne der Nachhaltigkeit verwendet wird, müssen die Kleidungsstücke lange, bestenfalls saisonal übergreifend getragen und schließlich recycelt werden.
Nachhaltiges Wohnen für die Umwelt
Auch in den eigenen vier Wänden kann man etwas für die Umwelt und eine nachhaltige Ausrichtung unternehmen. Das begann bereits mit dem Trend der Solaranlage, die auf dem eigenen Dach installiert wurde. Da dies mittlerweile aufgrund von sinkenden Zuschüssen des Staates nicht mehr ganz so lukrativ ist, ebbte das Interesse ein wenig ab. Aber auch heute noch stellen Solaranlagen langfristig eine sinnvolle Investition für die Umwelt und den Geldbeutel dar. Wer sich keine eigene Anlage leisten kann, wechselt zu einem Stromanbieter mit Ökostrom. Das Interesse an Ökostrom hat allerdings zuletzt nachgelassen.
Auch bei der Einrichtung geht der Trend vermehrt in Richtung Nachhaltigkeit. Besser Holz aus der Heimat als aus den Tropen. Denn wer auf Tropenhölzer verzichtet und auf einheimische Hölzer wie Eiche oder Zirbe zurückgreift, hilft der Umwelt und steigert nicht auch noch die CO2-Emmission durch den langen Transportweg. Die einheimischen Hölzer wachsen zudem schneller nach, was einen zusätzlichen Punkt bei der Nachhaltigkeit einbringt. Darüber hinaus spielt bei den nachhaltigen Möbeln auch der Fair-Trade-Gedanke eine Rolle, da die Arbeitsbedingungen bei der Rodung der Tropenhölzer schon häufiger in der Kritik standen.
Es gibt also viele Möglichkeiten, wie man seinen Lebensstil nachhaltiger und dadurch auch umweltfreundlicher und sozialer, gestalten kann. Dabei kommt es nicht darauf an, dass alle aufgezählten Punkte bis auf das kleinste Detail beachtet werden, sondern dass man überhaupt etwas unternimmt. Da zählen auch kleine Schritte.
Omnichannel Commerce als Chance für Käufer und Verkäufer
Der Versand- und der Online-Handel haben in den letzten Jahren die Welt der Einzelhändler gehörig durcheinandergewirbelt. Während viele kleine und teilweise auch große Läden durch ausbleibende Kunden in Innenstädten schließen mussten, genießt der Onlinehandel weiterhin ein starkes Wachstum. Da sich dank der technischen Entwicklungen neue Möglichkeiten für Unternehmen auftaten, entstanden neue Ausrichtungen im Handel:
-
Multichannel Commerce:
Ein Unternehmen mit einer Multichannel-Strategie nutzt mehrere Kanäle für den Vertrieb, beispielsweise einen Online-Shop und ein stationäres Geschäft parallel dazu. Diese sind allerdings nicht miteinander verbunden und agieren völlig unabhängig voneinander. -
Crosschannel Commerce:
Beim Crosschannel Commerce werden die Kanäle miteinander verbunden, um eine einheitliche Ausrichtung zu schaffen. - Omnichannel Commerce:
Beim Omnichannel Commerce werden alle verwendeten Kanäle nahtlos zusammengefügt, um ein übergreifendes Einkaufserlebnis zu schaffen.
Wollen Sie etwa Schuhe bei einem Händler mit einer Omnichannel-Strategie kaufen, könnte der Ablauf wie folgt aussehen:
- Sie sehen sich zu Hause gemütlich die Angebote des Händlers per Tablet an und entscheiden sich für ein schickes Paar.
- Sie bestellen die Schuhe und wählen die Option, sie im Laden abzuholen, damit Sie sie anprobieren können.
- Sind Sie mit den Schuhen zufrieden, zahlen sie im Laden oder online – je nachdem, welchen Zahlungsweg Sie bevorzugen.
- Andernfalls geben Sie die Schuhe zurück und suchen sich passende heraus.
Flexibles Einkaufserlebnis für Kunden
Der Kunde hat dabei den Vorteil der Flexibilität und kann unkompliziert Preise vergleichen. Dabei wird ein Service geboten, den ein reiner Online-Shop nicht aufweisen kann. Produkte online zu bestellen und daraufhin im Laden abzuholen, macht unterdessen unabhängig vom Lieferdienst. Viele Konsumenten sind gar nicht zugegen, wenn der Paketdienst eintrifft, und müssen die Lieferung ohnehin selbst abholen. Dann aber bei einem Paketshop, der unglücklicherweise leider keine Beratung zu den drückenden Schuhen anbietet. Und falls Sie nicht so unverschämt sind und die Schuhe an der Paketabholstation anprobieren, müssen Sie erneut hin, um das Paket zurückzuschicken.
An solch einem kleinen Beispiel wird deutlich, dass Omnichannel Commerce für die Kunden Chancen ermöglicht, das Einkaufserlebnis flexibler und angenehmer zu gestalten. Dabei sind Unternehmen, die eine Omnichannel-Strategie verfolgen, nicht nur rein darauf bedacht, die Online- und Offline-Kanäle miteinander zu verbinden, sondern ein nahtloses Kundenerlebnis zu schaffen.
Eine derartige Ausrichtung hilft daher auch, die Kundenbindung zu stärken, weil er ein einheitliches Einkaufserlebnis auf konstantem Niveau auf mehreren Kanälen erfährt. Das gilt sowohl beim Online-Shop im Browser über den Laptop und über die App im Smartphone oder dem Tablet bis hin zum stationären Geschäft. Dabei muss das Angebot natürlich kongruent und konsistent auf den unterschiedlichen Kanälen zur Verfügung stehen.
Während im stationären Geschäft eine persönliche Beratung am besten funktioniert, muss aber auch bereits im ersten Online-Schritt eine Kommunikation möglich sein. Das Gros der Käufer beginnt mit der Produktsuche im Internet. Auf der Webseite eines Unternehmens finden sie die nötigen Informationen über die Produkte, aber auch die Möglichkeit, einen Ansprechpartner für Kundenfragen zu erreichen.
Die Einbindung von Social-Media-Plattformen kann weitere Kommunikationswege zum Kunden freimachen. Darüber hinaus erhöht dies die Chance, die Kunden länger zu binden, wenn diese sich mit den Social-Media-Auftritten von Unternehmen auseinandersetzen. In der App erhält er hingegen personalisierte Angebote oder Coupons und kann sein Kundenkonto mit Bonuspunkten verwalten.
Omnichannel Commerce wird auf die Kunden zugeschnitten
Dabei gibt es allerdings keine einheitliche Lösung für alle Unternehmen. Es ist vielmehr wichtig, dass man als Verkäufer seine Kunden und deren individuelle Bedürfnisse genau kennt. Nur dann ist es möglich, die Kunden auf den Kanälen, die sie bevorzugen, so zu erreichen, wie sie es sich vorstellen. Die „Omnichannel-Kunden“ nutzen wechselnde Kanäle – je nach Aufenthaltsort, Stimmung oder Zeit. Dadurch fällt das Kauferlebnis für die Kunden zwar flexibler aus, aber der Aufwand für die Unternehmen ist natürlich auch höher.
Dennoch lohnt es sich, diese Anstrengung in Kauf zu nehmen, da durch die Nutzung einer sinnvoll ausgerichteten Omnichannel-Strategie die Umsatzzahlen fast garantiert steigen. Die Nutzung mehrerer Kanäle ermöglicht es Unternehmen, ihre Zielgruppe auch zu erreichen. Die nahtlose Verbindung zwischen den verschiedenen Kanälen erhöht dagegen die Kundenbindung, da es das Einkaufserlebnis verbessert.
Herausforderungen für Unternehmen – bequem für die Kunden
Welche Schwierigkeiten mit der Bereitstellung von Omnichannel Commerce einhergeht, bleibt dem Kunden derweil meist verborgen. Die Herausforderungen für die Unternehmen sind aber nicht zu leugnen. Technische Veränderungen und der deutliche Mehraufwand führen häufig auch aufgrund der damit verbundenen Kosten zu einem Zurückschrecken vor neuen Absatzkanälen. Sehr wichtig ist es bei der nahtlosen Verknüpfung der Kanäle auch, die Lagerbestände richtig zu dokumentieren, da auf allen Absatzwegen die gleichen Produkte angeboten werden. Hierfür wird natürlich entsprechende Software benötigt.
Daneben ist es auch sinnvoll, auf Netzwerke und Handelsplattformen zurückzugreifen, da nicht alle Online-Shops gefunden werden. Vor allem kleine und/oder in umkämpften Branchen mit viel Konkurrenz tätige Unternehmen haben ein Bekanntheitsproblem im Internet. Falls ein Unternehmen im Suchmaschinenranking nicht mindestens auf der ersten Seite auftaucht, wird auch das Erreichen der Zielgruppe zum Problem. Daher ist es umso wichtiger, mehrere Vertriebskanäle zu haben sowie Partnerschaften und Netzwerke zu nutzen.
Für die Kunden ist Omnichannel Commerce derweil in erster Linie mit Bequemlichkeit verbunden. Sie können wählen, wann, wo und auf welchem Weg sie Informationen einholen und einen Kauf tätigen. Morgens im Geschäft beraten lassen, tagsüber darüber sinnieren, ob das Angebot attraktiv genug ist, und schlussendlich abends gemütlich auf dem Sofa bestellen. Für den Bäcker nebenan ist dieses Modell aber natürlich nicht unbedingt erforderlich.





































































