Schulden machen während der Inflation – sinnvoll oder nicht?

„In der Inflation gewinnen nur die Spekulanten und die Nullen.“ – dieses Zitat von Marketing-Manager Fritz P. Rinnhofer zeigt die Problematik der Geldentwertung gut auf. Trotzdem hält sich hartnäckig, dass in einer Inflation Schulden oft die bessere Wahl darstellen als der Aufbau von Vermögen. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Gedankengang und was sollten potenzielle Schuldner aktuell tun?

Inflation = Geldentwertung = Schuldenentwertung?

In Deutschland herrscht aktuell eine hohe Inflation. Die Inflationsrate betrug zwischen April und Juni ca. 7,6%. Praktisch bedeutet das: Verbraucher können heute für 100 Euro durchschnittlich nur noch Waren und Dienstleistungen im Wert von 92,40 Euro kaufen. Unser Geld wird also real weniger wert. Da die Bruttomonatsverdienste im gleichen Zeitraum nur um 2,9% gestiegen sind, haben die Menschen in Deutschland real weniger Kaufkraft.

Daraus lässt sich auch ableiten, dass aufgenommene Schulden an Wert verlieren. Wer also im März 2022 einen Kredit über 1.000 Euro aufnahm, hat jetzt ohne eigenes Zutun praktisch bereits 76 Euro abgezahlt. Diese Form der Schuldenentwertung könnte nun Verbraucher dazu verlocken, sich gerade in dieser Zeit höher zu verschulden, da sich Kredite ja praktisch „von allein“ zurückzahlen. Doch es gibt diesbezüglich einige Hürden:

1. Banken preisen die Inflation mit ein

Um die Entwertung der Schulden einzudämmen, preisen viele Banken die Inflation zumindest teilweise mit in diese Zinsen ein. Wer also einen Kredit aufnehmen möchte, sollte vorher die Angebote genau vergleichen und ein Angebot mit möglichst niedrigen Zinsen auswählen. Nur dann können Kreditnehmer auch tatsächlich etwas von der Schuldenentwertung profitieren

2. Kreditaufnahme um jeden Preis sorgt immer für Probleme

Ein Kredit sollte niemals Selbstzweck sein. Wird die ausgezahlte Summe am Ende gar nicht benötigt, sorgt dies nur für unnötige Zinszahlungen. Das schränkt wiederum den eigenen finanziellen Spielraum deutlich ein.  Aus diesem Grund sind Kredite nur dann sinnvoll, wenn die Kreditsumme auch entsprechend zum eigenen Vorteil eingesetzt werden kann. So könnte es sich lohnen, eine günstige Baufinanzierung zu nutzen und die langfristige Zinsbindung zu nutzen, um durch die Inflation unter dem Strich Geld sparen zu können. Werden also Werte mit dem Kredit geschaffen, können Kreditnehmer am Ende tatsächlich von der Inflation profitieren.

3. Niemals die eigenen finanziellen Möglichkeiten überschätzen

Darüber hinaus ist es sehr wichtig, niemals zu viele Darlehen aufzunehmen. Die Inflation kann bei einer Kreditaufnahme nur wirken, wenn das Darlehen auch planmäßig zurückgezahlt wird. Andernfalls kündigt die Bank den Kredit und stellt diesen sofort fällig.

4. Ersparnis gilt nur für Darlehen mit gebundenem Zinssatz

Eine eventuelle Einsparung durch die Inflation können Kreditnehmer nur bei Darlehen nutzen, die einen gebundenen Sollzins aufweisen. In diesem Fall wird der Zinssatz bei Vertragsabschluss einmalig festgelegt und gilt über die gesamte Laufzeit hinweg. Bei variabel verzinsten Darlehen findet hingegen oft alle 3 Monate eine Angleichung an das allgemeine Zinsniveau statt. In diesem Fall würde der Zinssatz schnell an die inflationäre Entwicklung angepasst und es ergäbe sich keine Einsparung mehr.

5. Bei zu starker Inflation könnten sogar fixe Zinsen geändert werden

Es besteht bei galoppierender Inflation nach §313 BGB sogar die Möglichkeit, dass Banken wegen der Störung ihrer eigenen Geschäftsgrundlage höhere Zinsen für einen Kredit mit gebundenem Sollzins verlangen dürfen. Dies gilt jedoch erst bei deutlich höheren Werten.

6. Inflation lässt den realen finanziellen Spielraum sinken

Bei hoher Inflation sinkt der monatliche Reallohn. Dies liegt an der Tatsache, dass die Lohnerhöhungen im Normalfall nicht der Inflationsrate Schritt halten können. Durch die geringere Kaufkraft wird es also schwieriger, alle wichtigen Ausgaben zu tätigen und dann auch noch Geld zurückzulegen. Ein zusätzlicher Kredit sorgt für weitere Kosten, die den eigenen Spielraum noch einmal senken.

Darüber hinaus steigen auch die Anschaffungskosten für Wertgegenstände wie Immobilie oder andere Anlagegüter. Zum einen schießen die direkten Kaufpreise in die Höhe und zum anderen werden bei einem Hausbau auch die Materialien sowie die Handwerker teurer. Die Folge: Viele Projekte lohnen sich nicht mehr.

Wenn ein Kredit benötigt wird: Was ist zu beachten?

Sollte unabhängig von der Situation ein Kredit notwendig werden, kann die Inflation ein zusätzlicher Sparfaktor sein. Trotzdem ist es deutlich wichtiger, für die Kreditwahl die zentralen Merkmale der einzelnen Angebote genauer unter die Lupe zu nehmen.

Dazu gehören:

1. Zinsen vergleichen

Ein Blick auf den Zinssatz ist für eine fundierte Kreditwahl essenziell. Hierbei sollten Kreditnehmer jedoch nicht die Mindestzinssätze betrachten, die oft in Vergleichstabellen zu finden. Viel interessanter ist häufig der verwendete Zinssatz im repräsentativen Beispiel. Dieses muss laut §17 Preisangabenverordnung (PangV) so gewählt werden, dass es von der Bonität her für zwei Drittel aller potenziellen Kunden passend erscheint. Dieser Zinssatz ist also deutlich näher an den Durchschnittskonditionen bei einer Bank. Letztlich entscheidet aber immer noch die persönliche Bonität des Kreditnehmers.

2. Flexibilität der Rückzahlung

Ob nun kostenfreie Sondertilgung, eine kostenfreie Ratenpause oder eine kostenfreie und unbürokratische Anpassung der Rate – solche Flexibilisierungselemente für die Rückzahlung werden immer interessanter. Auf diesem Weg können Kreditnehmer das eigene Darlehen stets an Veränderungen der eigenen finanziellen Situation anpassen.

3. Geschwindigkeit der Auszahlung

Sollte eilig ein Kredit benötigt werden, spielt auch die Dauer bis zur Auszahlung eine wichtige Rolle. Wird ein Darlehen mit einem volldigitalen Antrag ausgewählt, verkürzt sich die Bearbeitungsdauer häufig auf 1-3 Tage. Dies liegt vor allem an der Tatsache, dass der zeitaufwendige Postweg umgangen wird. Durch eine digitale Signatur und dem Onlineversand wichtiger Unterlagen ist dies nämlich nicht mehr notwendig.

Die Inflation sollte nicht der einzige Grund für einen Kredit sein

Dass die Geldentwertung Schuldnern unter dem Strich hilft, ist durchaus richtig. So wie Sparguthaben an Wert verlieren, funktioniert das Ganze auch im Bereich der Schulden. Trotzdem stellt die Inflation keinen ausreichenden Grund dar, einfach ziellos einen Kredit aufzunehmen. Existiert jedoch ein valider Finanzierungsgrund, wird die Rückzahlung des Kredits unter dem Strich tatsächlich etwas günstiger. Trotzdem ist es noch wichtiger, bei der Kreditwahl auf einige Aspekte zu achten. Dazu gehört der Zinsvergleich genau wie der Check der Leistungsmerkmale einzelner Angebote. Wer vorher eine sorgfältige Auswahl getroffen hat, kann am Ende einen günstigen Kredit finden und im Laufe der Jahre noch den einen oder anderen zusätzlichen Euro einsparen.

Die Cyberkriminalität in Europa steigt

Wer die Menschen in Europa befragt, worin sie aktuell die größten Bedrohungen sehen, bekommt in den meisten Fällen höchstwahrscheinlich den Klimawandel, Pandemien, Kriege und die Inflation als Antwort genannt. Die Cyberkriminalität wird hingegen von der breiten Öffentlichkeit nicht so bedrohend wahrgenommen. Doch wie ernst ist die Lage in Europa wirklich und vor allem: Was lässt sich als Privatperson gegen Cyberattacken unternehmen?

Anzahl und Komplexität von Cyberangriffen nehmen stark zu

Wie stark die Anzahl der Attacken in den letzten Jahren zugenommen hat, zeigt ein aktueller Bericht des EU-Rechnungshofes. Demnach hat sich die Zahl der gemeldeten Sicherheitsvorfälle in den Einrichtungen der Europäischen Union von 2018 bis 2021 mehr als verzehnfacht.

Die Schäden, die dabei verursacht werden, erreichen jedes Jahr neue Rekordhöhen. Laut einer Umfrage von Bitkom beläuft sich der Schaden durch Datendiebstahl, Sabotage und Industriespionage im Jahr 2020 allein in Deutschland auf 223,5 Milliarden. Im Vergleich zum Jahr davor ist das mehr als eine Verdoppelung.

Ein Grund für den starken Anstieg ist unter anderem auch die Corona-Pandemie. Denn die hat dafür gesorgt, dass viele Arbeitnehmer ihrer Arbeit im Homeoffice nachgehen. Und aufgrund der oftmals mangelnden Sicherheitsausstattung zuhause hat sich genau das zu einem beliebten Eingangstor für die Hacker entwickelt. Dieser Corona-Homeoffice-Effekt hat dazu geführt, dass sich die Schadenshöhe durch solcherlei Angriffe von 21,5 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 52,5 Milliarden Euro im Jahr 2020 erhöht hat.

Wie genau funktioniert ein Cyberangriff?

Genauso wie in der „realen“ Welt gibt es auch im World Wide Web viele unterschiedliche Möglichkeiten, einen Cyberangriff zu starten. Unter diesem Begriff werden alle Aktivitäten zusammengefasst, bei denen versucht wird, digitale Geräte wie PCs und Laptops, Smartphones, Tablets oder ganze Netzwerke zu kompromittieren.

Als typischen Hacker haben viele noch immer den technikverliebten genialen, aber leicht verschrobenen Teenager vor Augen, der seinen Spaß an der Herausforderung hat. Doch aus den einstigen Streichen gelangweilter Jugendlicher hat sich mittlerweile ein milliardenschwerer Markt entwickelt.

Unterschieden wird dabei zwischen den sogenannten Black-Hat-Hackern und den White-Hat-Hackern. Letztgenannte versuchen durch das Eindringen in sichere Computer und Netzwerke Sicherheitslücken zu erkennen und anschließend Lösungen zur Verbesserung der Sicherheit zu finden, bevor böswillige Black-Hat-Hacker diese Schwächen ausnützen können.

David Janssen, Cyber-Sicherheitsanalytiker und einer der Gründer von VPNoverview.com, definiert den Black-Hat-Hacker folgendermaßen:

„Ein Black-Hat-Hacker ist jemand, der die Sicherheit und Integrität von Computern oder Netzwerken mit böswilligen Absichten oder zum persönlichen Vorteil verletzt.“

Phishing ist die häufigste Form der Cyberkriminalität

Die mit Abstand häufigste Form der Cyberkriminalität ist Phishing. Das Ziel der Hacker dabei ist es, an persönliche Daten einer Person oder seinen Zugangsdaten zu einem bestimmten Account, beispielsweise zum Online-Banking, heranzukommen.

In den meisten Fällen schicken die Hacker dazu eine E-Mail, die wie eine offizielle Nachricht eines bestimmten Unternehmens aussieht. Dabei werden die Empfänger aufgefordert, auf einen Link zu klicken oder einen Anhang zu öffnen.

Klicken sie auf diesen Link, finden sie sich zumeist auf einer Webseite wieder, die wie die offizielle Online-Präsenz des Absenders aussieht. Auf dieser befindet sich dann eine Anmeldemaske, in der die persönlichen Daten sowie ein Passwort eingegeben werden sollen. Sobald das gemacht wird, haben die Hacker Zugriff auf diese Informationen und können damit einen großen Schaden anrichten.

Auch das Öffnen eines Anhangs kann fatal sein. Denn dadurch kann sich Schadsoftware auf dem eigenen Rechner installieren, über die in weiterer Folge die persönlichen Daten ebenfalls „gefischt“ werden können.

Doch gibt es eine Möglichkeit, sich vor diesen Cyberattacken zu schützen?

User sind den Cyberattacken nicht hilflos ausgeliefert

Auch wenn die Methoden der Hacker immer ausgefeilter und perfider werden, lässt sich dagegen etwas unternehmen. Vor allem innerhalb der eigenen Familie ist es wichtig, die Kinder vor den ständigen Gefahren des Internets zu schützen, ihnen aber gleichzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Medium beizubringen. Dazu ist es jedoch erforderlich, selbst über die aktuellen technischen Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben.

Der Schutz funktioniert zum einen durch technische Maßnahmen wie beispielsweise einer VPN-Verbindung, zum anderen durch ständige Gespräche und entsprechende Aufklärung. Neben einem VPN, das einen sicheren, verschlüsselten Tunnel für den Internetzugang bietet und so die Daten unlesbar macht, sollte der eigene Rechner mit einer guten Antiviren-Software geschützt werden, die verhindert, dass sich Ransomware, Trojaner und Viren auf dem PC breit machen können.

Jeder fünfte Europäer wurde bereits Opfer einer Phishing-Attacke

Viele User schämen sich, wenn sie auf die Phishing-Attacke eines Hackers hereingefallen sind und versuchen deshalb, den Vorfall zu vertuschen. Doch dazu besteht kein Grund, denn in Europa wurde bereits jeder Fünfte Opfer von solchen Angriffen. Allein die Mail-Dienste GMX und Web.de entschärfen täglich 50 Millionen solcher Mails.

Vor allem lässt sich der Schaden nur dann in Grenzen halten, wenn entsprechende Sofortmaßnahmen getroffen werden. Welche das genau sind, hängt vor allem davon ab, welche Daten an die Betrüger weitergegeben wurden. Handelt es sich dabei beispielsweise um die Zugangsdaten zum Online-Banking, sollte schnellstmöglich die Bank davon in Kenntnis gesetzt werden. Ist der Angriff auf dem Arbeitsrechner erfolgt, ist es darüber hinaus sehr wichtig, sich sofort mit dem IT-Administrator in Verbindung zu setzen.

Die Polizei empfiehlt darüber hinaus, eine Anzeige gegen die Internetkriminellen zu erstatten. Denn dadurch besteht zumindest die Chance, verlorenes Geld wieder zurückzubekommen. Darüber hinaus wird dadurch der generelle Kampf gegen die Cyberkriminalität unterstützt. Denn um die Taten wirksam bekämpfen zu können, benötigen die Sicherheitsbehörden ein klares und aktuelles Bild der Lage.

Die Anzeige kann entweder auf der örtlichen Polizeidienststelle oder online erfolgen. Jedes Bundesland hat seine eigene Webseite, auf der der Betrug gemeldet werden kann.

Wichtig ist, bei den Mails genau hinzusehen. In den meisten Fällen sind die gefälschten Nachrichten daran zu erkennen, dass sie keine persönliche Anrede enthalten und die komplette Absenderadresse nicht mit der Domain des tatsächlichen Unternehmens übereinstimmt. Außerdem wird zumeist ein akuter Handlungsbedarf signalisiert, um den Empfänger entsprechend unter Druck zu setzen.

USB-C wird gesetzlicher EU-Standard – Gamechanger oder programmiertes Desaster?

Eigentlich ist die Idee eines einheitlichen Kabelstandards gar nicht so neu. Schließlich gibt es den allseits bekannten USB-Standard bereits seit einem guten Vierteljahrhundert. Auch die Bezeichnung USB ist kein Zufall. Schon der allererste USB-Anschluss war als universelle Datenverbindung konzipiert, die alles einfacher machen sollte.

Im Rückblick ein guter erster Schritt, denn es gibt heute kaum noch ein Gerät ohne einen oder mehrere USB-Anschlüsse. Inzwischen will sogar die Politik der EU nachhelfen und per Gesetz dafür sorgen, dass auch die letzten Querulanten der Tech-Branche ihren Kunden die Nutzung des neuen USB vom TYP-C ermöglichen.

Doch die Geister der Gelehrten scheiden sich daran, ob USB-C wirklich die beste Lösung sein kann. Es gibt Befürchtungen, dass dadurch noch mehr neue Probleme entstehen werden. Außerdem steht es in Konkurrenz zur Lightning-Schnittstelle des Tech-Riesen Apple.

Tatsächlich ist das neue EU-Gesetz nicht die erste regulatorische Breitseite der EU-Kommission, die seitens mancher großer Hersteller als übergriffiger Markteingriff verstanden werden kann. Bereits der Anfang des Jahres 2022 beschlossene EU Chips Act zielt laut diesem Bericht von gaminggadgets.de darauf ab, den Umgang mit kostbaren Ressourcen besser zu kontrollieren.

Ob das gemeinsame Vorhaben beider Gesetze am Ende wirklich zu einer Steigerung der allgemeinen Wettbewerbsfähigkeit und einer Stärkung der Marktposition der EU führen wird, bleibt abzuwarten.

Ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen: USB-C und der Apple Lightning-Connector

Tatsächlich verfügen die meisten neueren Android-Smartphones ohnehin bereits über eine USB-C-Schnittstelle. Dasselbe gilt sogar für diverse iPads und MacBooks der Marke Apple. Die Geräte lassen sich problemlos über ein entsprechendes herkömmliches USB-C-Kabel aufladen und zwecks Datenübertragung mit dem Computer verbinden.

Bei einem Großteil seiner Mobilgeräte ist Apple allerdings seit jeher einen Sonderweg gegangen. Für die Verbindung der iPhones, iPods und iPads der ersten Generation war beispielsweise noch ein 30-Pin-Connector erforderlich. Ab 2012 wurde das firmeneigene Lightning-Kabel zum neuen Standard vieler Apple-Mobilgeräte erhoben.

Es verfügte über nur 8 Pins und war wesentlich schmaler, kleiner, leichter und somit viel praktischer. Ein weiterer Vorteil war der symmetrische Aufbau, der das Kabel verdrehungssicher machte. Dies war seinerzeit ein in vielerlei Hinsicht fortschrittliches Alleinstellungsmerkmal, das den Einschub wesentlich erleichterte und gleichzeitig den Verschleiß von Einschubbuchsen reduzierte.

Ironischerweise wandte man das Prinzip der symmetrischen Bauform dann endlich auch bei der späteren Entwicklung der USB-C-Schnittstelle an, die 2014 eingeführt wurde. Zwei Jahre später erklärte die IEC-Organisation, die weltweit agierende Elektronische Normungskommission, USB-C zum international verwendbaren Standard. So konnte sich dieser leichter global durchsetzen.

Ein lang gehegter Plan wird Realität: Einheitliche Ladebuchse ist beschlossene Sache

Anfang 2021 wurden erstmalig konkrete Absichten der Europäischen Kommission öffentlich verlautbar, dass man seitens der Politik an einem Gesetzesentwurf für die Vereinheitlichung von Ladesteckern auf EU-Ebene arbeitet. Ziel war die Einführung einer Standardschnittstelle für Mobilgeräte, Laptops, Kameras, Kopfhörer und Geräte mit einem vergleichbaren Strombedarf.

Im September selben Jahres stellte die EU-Kommission ihren Entwurf vor, aus dem hervorging, dass USB-C für die EU-Standardisierung vorgesehen war. Am 7. Juni 2022 wurde dann endgültig beschlossen, dass ab Mitte 2024 alle in der EU vertriebenen Smartphones sowie eine Reihe weiterer elektronischer Kleingeräte mit dem Standardladeanschluss ausgestattet sein müssen.

Außerdem betroffen sind zum Beispiel Tablets, E-Reader, tragbare Lautsprecher, Headsets, Kopfhörer sowie tragbare Spielkonsolen, Navigationsgeräte, Tastaturen und Mäuse. Ausnahmen bilden lediglich Kleingeräte, bei denen die Integration wegen der zu geringen Dimensionen technisch unpraktikabel wäre. Darüber hinaus wurde die Frist bei Laptops auf 40 Monate ab Inkrafttreten verlängert.

Apple sieht den USB-C-Zwang skeptisch

Der Marktführer Apple ist wenig begeistert und steht den Absichten skeptisch gegenüber. In einer offiziellen Stellungnahme im Zuge der Rückmeldefrist für erste Vorschläge der EU-Kommission ließ Apple erklären, dass die Verpflichtung zum Einbau eines einheitlichen Anschlusstyps Innovationen im Bereich der Ladetechnik blockiere. Zudem sei die angesetzte Übergangsphase zu kurz, die Unternehmen bei derartigen Gesetzeseinführungen üblicherweise für die Umsetzung benötigen. Weiterhin gehe man davon aus, dass Kunden der Kauf älterer und günstigerer Vorgängermodelle verwehrt bliebe.

Laut Apple wären solche Zwangsauflagen im Übrigen sogar schlecht für die Umwelt und unnötig störend für die Kunden. Wenn es wirklich so kommt, wie Apple es verkünden ließ, hätte das EU-Gesetz de facto einen Effekt, der, zumindest was bestimmte Applegeräte betrifft, einer geplanten Obsoleszenz gleichkommt.

Verständlicherweise wäre es eher im Sinne von Apple gewesen, wenn der hauseigenen Lightning-Schnittstelle der Vorzug gewährt worden wäre. Und dies wäre sicher nicht nur dem Erhalt der Entwicklungsflexibilität zuträglich. Bekanntlich betreibt Apple ein lukratives Zusatzgeschäft mit den Lightning-Kabeln. So müssen Dritthersteller von Lightning-Kabeln ihre Waren über Apples MFI-Programm zertifizieren lassen.

Technikexperten sehen zusätzliche Probleme

Es gibt berechtigte Zweifel, dass die allgemein vorherrschenden Qualitätsstandards bei der Herstellung von USB-C-Kabeln nicht mit denen bei den Herstellern von Lightning-Kabeln vergleichbar sind.

Die Wahrscheinlichkeit, seine Geräte in Zukunft mit minderwertigen oder falschen Verbindungen zu beschädigen, könnte steigen. Zudem ist der USB-C-Standard keineswegs absolut verwechslungssicher. Aktuell gibt es mindestens neun verschiedene USB-C-Anschlüsse.

Außerdem könnte es passieren, dass bestimmte Hersteller in absehbarer Zukunft gänzlich auf den Einsatz kabelloser Ladetechnologien setzten, um den Implementierungszwang von USB-C-Buchsen zu entgehen. Bei diesen wird es sich mit ziemlicher Sicherheit erneut um markeneigene geschützte Technologien handeln.

EU-Gesetzt soll viele Vorteile für Verbraucher und Umwelt bringen

Für die Verbraucher fängt das Glück schon an der Ladentheke an. Denn das neue Gesetz sieht vor, dass Verbraucher beim Kauf die Entscheidung haben sollen, ob sie ihr neues Gerät samt einem Ladegerät oder lieber separat erwerben möchten.

Der Gedanke macht Sinn. Denn durch die aktuellen Geschäftsgebaren des aufgezwungenen Verkaufs von Geräten inklusive Kabeln haben Nutzer mehr Kabel sowie Ladegeräte als nötig, was mit Nachhaltigkeit bestimmt nichts zu tun hat. Logischerweise wird auch das Portemonnaie geschont. Nach offiziellen Hochrechnungen von Wirtschaftsexperten der EU-Kommission lassen sich durch die Vermeidung der Kosten für redundante Ladekabel und -geräte etwa 250 Millionen Euro pro Jahr sparen.

Ein weiterer sehr erfreulicher und offensichtlicher Vorteil ist die neugewonnene Unabhängigkeit. In Zukunft wird man in Europa nur noch selten in die Verlegenheit kommen, dass man sein Smartphone oder Mobilgerät nicht laden kann.

Im Durchschnitt sind etwa Zweidrittel aller Kabel und Ladegeräte ungenutzt. Allein angesichts des allgemeinen Rohstoffmangels ist der bisher geduldete Kabelsalat mehr als nur ein lästiger Umstand einzelner Bürger, sondern vielmehr ein ernst zu nehmendes Problem, das alle betrifft.

Experten gehen davon aus, dass man das Aufkommen des Elektroschrotts und der mit der Produktion von Elektronik verbundenen Belastungen durch das neue Gesetz deutlich senkt. Nach fundierten Schätzungen der Behörden lässt sich durch die neuen EU-Regelungen die jährliche Gesamtmenge des Elektroschrotts um einen zweistelligen Tausenderbereich reduzieren.

Was sind alternative Geldanlagen?

Unter alternativen Geldanlagen versteht man Möglichkeiten, sein Geld abseits der konventionellen Wege anzulegen. Als konventionelle Geldanlagen gelten das klassische Sparkonto, aber auch Wertpapiere, wie Fonds und Aktien. Die meisten alternative Geldanlagen sind von den täglichen Schwankungen an der Börse entkoppelt, da sie auf einem ganz anderen Markt gehandelt werden. Wie bei jeder Geldanlage ist auch hier das Ziel, dass die Investition im Laufe der Jahre an Wert gewinnt. Investoren auf der ganzen Welt suchen und bieten neue Formen der Geldanlage, mit dem Ziel, die konventionellen Anlageformen in puncto Sicherheit und Rendite zu schlagen. Eine feste Definition für den Begriff der alternative Geldanlagen gibt es nicht. Meistens geht es dabei um Sachwerte, die nach einer längeren Zeitspanne wieder mit Gewinn verkauft werden können. Der Investor kauft zum richtigen Zeitpunkt günstig ein und verkauft nach einem gewissen Zeitraum mit möglichst hoher Gewinnmarge. Der Zeitraum kann von einem bis zu mehreren Dekaden von Jahren reichen. Bei den Sachwerten handelt es sich häufig um Objekte, die wegen ihrer limitierten Auflage selten oder sogar einzigartig sind. Es gibt einen weltweiten Markt von Sammlern und Händlern, so dass auch ungewöhnliche Sachwerte ihren Abnehmer finden werden.

Welche alternativen Geldanlagen gibt es?

Der Markt für alternative Geldanlagen ist riesengroß. Aus der Presse kennen wir gelegentliche Berichte von astronomischen Verkaufspreisen von Kunstwerken bei Auktionen. Aber auch andere Sammlerobjekte, wie Uhren, Briefmarken oder Devotionalien berühmter Künstler gelten heute als Wertanlage. Es bieten sich viele Möglichkeiten für alternative Investments, wobei wir Ihnen hier einige der beliebtesten Anlagemöglichkeiten vorstellen wollen.

Schmuck

Der Wert eines Schmuckstückes setzt sich zusammen aus dem Materialwert und dem Anteil der künstlerischen Verarbeitung. Während der Wert des eingesetzten Materials noch einigermaßen einfach eruiert werden kann, ist der künstlerische Wert von vielen Faktoren und deren Einschätzung abhängig. Die Gefälligkeit des Designs kann aktuellen Trends unterworfen sein, der Aufwand und die Schwierigkeit der Verarbeitung ist dagegen von einem Experten einfach zu beurteilen. Wichtig für den Wert eines Schmuckstückes sind darüber hinaus seine Einzigartigkeit und Herkunft. Wenn es zum Beispiel eine berühmte Vorbesitzerin gab oder das Schmuckstück aus einer bekannten Manufaktur stammt, hat dies in Sammlerkreisen auch einen Einfluss auf den Wert.

In Schmuck zu investieren ist meisten keine schlechte Idee, weil der Eigenwert des Materials stabil über alle Epochen bleibt. Ein Diamant bleibt ein Diamant, egal welche Stimmung an der Börse herrscht. Der Wert eines Diamanten wird unter anderem über das Gewicht des Steins bestimmt. Die Gewichtseinheit beträgt hier Karat. Ein Karat ist eine spezielle Gewichtseinheit, die ausschließlich bei Diamanten, Edelsteinen und Edelmetalllegierungen verwendet wird. Ein Karat entspricht dem Gewicht von 200 Milligramm. Damit bestimmt die Karatzahl nur das Gewicht aber nicht die Größe eines Steins. So kann es vorkommen, dass zwei Diamanten mit gleicher Karatzahl unterschiedliche Größen aber das gleiche Gewicht aufweisen. Der Wert eines Diamanten wird aber nicht nur durch sein Gewicht bestimmt. Weitere Merkmale, wie Farbe und Reinheit spielen unter Experten eine wichtige Rolle, wenn es um die Wertschätzung geht. Ein erfahrener Schmuckhändler ist mit der Beurteilung dieser Merkmale bestens vertraut und kann Ihnen eine seriöse Beratung hinsichtlich einer Geldanlage bieten. Von Geldanlagen im Schmuckbereich spricht man, wenn der Kaufpreis im fünfstelligen Bereich liegt.

Luxusuhren

Die Marken Rolex, Cartier oder Breilting, sind sicherlich vielen Menschen ein Begriff, die sich im Bereich von Luxus und Lifestyle bewegen. Diese Namen stehen für höchste Qualität und Präzession im Bereich der Uhren. Für viele Menschen ist dies lediglich ein Statussymbol am Handgelenk. Für einen cleveren Anleger hingegen kann dies langfristig eine renditenstarke Kapitalanlage sein. Jedes Jahr steigen Listenpreis und Marktwert der Uhren, wobei der Marktwert ein Vielfaches des Listenpreises sein kann. Diese Differenz ist der begrenzten Auflage und der Begehrlichkeit eines Sammlerobjektes geschuldet. Markenuhren werden immer mit einer Seriennummer ausgeliefert und sind jeweils ein Unikat.

Zusätzliche Sicherheit liefert hier das Echtheitszertifikat, welches getrennt von der Uhr aufbewahrt werden sollte und im Falle eines Weiterverkaufs die Echtheit aber auch die Besitzverhältnisse beweisen kann. Bei der Anschaffung von Luxusuhren als Wertanlage müssen allerdings auch die Kosten für die sichere Unterbringung derselben berücksichtigt werden. Es empfiehlt sich natürlich eine Versicherung, die im Falle eines Diebstahles den finanziellen Verlust ausgleicht.

Viele Versicherungen fordern je nach Versicherungswert die Lagerung der Uhren in einem Tresor mit einer bestimmten Sicherheitsstufe. Der Investor muss also die Ausgaben für die Wertsicherung schon am Anfang berücksichtigen. Hinzu kommen Kosten für automatische Uhrenbeweger und regelmäßige Revisionen durch den Hersteller. Der Wertzuwachs bei Luxusuhren entwickelt sich über lange Zeiträume. Für kurzfristige Spekulationen sind sie sicherlich nicht die richtige Anlage.

Spirituosen als Geldanlage

Unter allen Spirituosen gilt Whiskey unter den Experten als flüssiges Gold. Besonders beliebt im Whiskey-Segment ist der schottischen Single Malt Whisky. Manche Sorten erlebten beachtliche Wertsteigerungen. Die teuerste Flasche Whiskey brachte im Jahr 2014 auf einer Auktion über eine halbe Million Dollar. Was für das hochprozentige Getränk als Geldanlage spricht, ist das begrenzte Angebot an den alten und seltenen Jahrgängen. Auch eine Nachahmung der Produkte ist praktisch ausgeschlossen. Diese Rarität führt dazu, dass dem goldenenDestillat eine steile Wertentwicklung prognostiziert werden kann. Wer keine eigenen Flaschen im Keller lagern möchte, kann Anteile an einem Whiskey-Investmentfonds erwerben. Hier gibt es mittlerweile mehrere Anbieter von New York bis Tokio. Einer dieser Fonds mit Sitz in Hongkong hat mit dem Einsatz von 9 Millionen Dollar in 14.000 Flaschen investiert. Die Preisentwicklung von Whiskey wird durch den Rare Whiskey Index abgebildet. Der Apex 1000 zeigt zum Beispiel die eintausend gefragtesten Abfüllungen an Single Malt Scotch. Der Chartverlauf der Index-Werte zeigt, dass in den letzten 20 Jahre die erfassten Whiskeys Wertsteigerungen von mehr als 500 Prozent erfahren haben.

Deutsche Lehrende und Studierende in Österreich

Unser Nachbarland Österreich bietet 22 staatliche und 16 private Universitäten, die eine höhere akademische Ausbildung bieten. Geradezu magnetisch scheinen sie auf Lehrende und Studierende aus Deutschland zu wirken.

Der Deutschen-Anteil an Österreichs Hochschulen

Immer mehr Lehrkräfte und Studierende aus dem Land der Piefke zieht es nach Österreich. Die Alpenrepublik lockt mit einer malerischen Landschaft, einer hohen Lebensqualität und natürlich dem fehlenden Numerus clausus. Im Jahr 2019 studierten beispielsweise mehr als 30.000 Deutsche an österreichischen Universitäten. Damit machen sie rund ein Drittel aller ausländischen Studierenden aus. Das ist eine beachtliche Zahl, die wahrscheinlich vor allem mit der hohen Einwohnerzahl Deutschlands und der fehlenden Sprachbarriere zu begründen ist.

Doch nicht nur Studierende versuchen ihr Glück in Österreich. Auch die Lehrstühle werden immer häufiger von Deutschen besetzt. Bereits im Jahr 2017 waren 28 % der Professoren an den österreichischen Universitäten Deutsche. Das wird im Land selbst nicht nur positiv aufgenommen. Manche befürchten gar eine Germanisierung der österreichischen Lehre.

NC-Flüchtlinge sorgen für Deutschenschwemme

Der gefürchtete Numerus clausus ist mehr als ein reines Schreckgespenst. Er kann dazu führen, dass das Traumstudium in Deutschland nicht angetreten werden kann oder dass junge Menschen jahrelang auf einen Platz warten müssen. Wer das nicht hinnehmen möchte, weicht gerne nach Österreich aus. Dort gibt es nämlich keinen Numerus clausus. Das Abitur, ähnlich zum österreichischen Matura, genügt meist als Qualifikation für den gewünschten Studiengang.

Hochschulen und Privatuniversitäten setzen hingegen häufig eigene Aufnahmeverfahren ein, die mitunter sehr streng sein können. Wer sich gut vorbereitet und sich wirklich für das Fach interessiert, hat also gute Chancen, den Studienplatz auch zu bekommen, muss sich dafür aber gegen jede Menge Mitbewerber durchsetzen. In Deutschland bliebe vielen Bewerbern diese Chance einfach aufgrund ihres Abitur-Schnitts komplett verwehrt.

Die Zahl der deutschen Studierenden in Österreich ist in den vergangenen Jahren so groß geworden, dass schon von einer „Deutschenschwemme“ die Rede ist. Früher wurde dieser Begriff benutzt, um deutsche Urlauber in Österreich zu beschreiben. Die Bedeutungsänderung ist bezeichnend für die Situation an den österreichischen Unis, die nicht immer wohlwollend betrachtet wird.

Wer in Deutschland keinen Studienplatz bekommt, muss übrigens nicht direkt ins Ausland ausweichen. Tatsächlich gibt es Alternativen. Eine Möglichkeit ist beispielsweise eine Studienplatzklage. Denn tatsächlich gibt es viele Universitäten und Hochschulen, die durchaus in der Lage wären, mehr Studierende aufzunehmen, es aber aus verschiedenen Gründen nicht tun und sich auf den Numerus clausus beziehen. Dieser ist aber nur dann verfassungskonform, wenn die Universitäten aufgrund voll ausgeschöpfter Kapazitäten einfach keine andere Wahl mehr haben, als die Teilnehmerzahl für den Studiengang zu beschränken. Es kann sich also durchaus lohnen, rechtliche Schritte einzuleiten.

Lehrende mit deutschem Migrationshintergrund

Professoren, Dozenten und wissenschaftliche Mitarbeiter aus Deutschland machen einen erstaunlich großen Teil der Lehrenden in Österreich aus. In manchen Städten sind die Quoten besonders hoch. Dort machen die Deutschen bis zu 45 % des Lehrkörpers aus. Die Anzahl der Lehrenden aus allen anderen EU-Ländern gemeinsam ist deutlich geringer.

Das hat Spuren hinterlassen und führt bei vielen österreichischen Professoren zur Frustration. Denn durch diese geballte Zahl an zugewanderten Lehrkräften verändert sich auch die Lehre selbst. Deutsche sind eben keine Österreicher und haben meist wenig Erfahrung mit regionalen und lokalen Gebräuchen und Gepflogenheiten, die auch Teil der akademischen Lehre sein können. Das trifft vor allem auf die geisteswissenschaftlichen Fächer zu.

Hinzu kommt, dass sich viele deutsche Lehrende nicht ausreichend integrieren und so dazu beitragen, dass der deutsche Einfluss zu einer vorherrschenden Strömung an österreichischen Universitäten wird. Es wird sogar schon von einer Germanisierung der Hochschulen im Alpenland gesprochen. Diese scheint auch Kunst und Kultur immer mehr zu ergreifen. Denn Opern, Museen und andere kulturelle Einrichtungen werden ebenfalls häufig in deutsche Hände gegeben.

 

Leben ohne Müll: Wege aus der Wegwerfgesellschaft

Weltweit werden aktuell jährlich rund zwei Milliarden Tonnen Abfall produziert. Laut einer Studie der Weltbank soll diese Menge in den nächsten Jahren noch einmal deutlich zunehmen. Im Bericht „What a Waste 2.0“ wird davon ausgegangen, dass die Müllmenge bis zum Jahr 2050 noch einmal um etwa 70 Prozent zunehmen wird, wenn keine einschneidenden Maßnahmen gegen die Müllproduktion getroffen werden. Die entscheidende Frage dabei lautet: Wie können diese Maßnahmen aussehen? Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig und grundsätzlich für jeden einzelnen auch recht einfach in die Praxis umzusetzen.

Auf Qualität setzen und damit die Lebensdauer von Produkten erhöhen

Der weltweite Müllberg geht uns alle etwas an. Das liegt zum einen daran, dass laut der Studie der Weltbank zum Thema Müll mehr als ein Drittel der Länder aus den sogenannten hochentwickelten Ländern kommt. Diese zeichnen sich also deutlich überproportional für das Problem verantwortlich und sind deshalb auch gefordert, es in den Griff zu bekommen.

Zum anderen sind auch die Auswirkungen auf den gesamten Planeten immens. Das zeigt sich beispielsweise an den riesigen Mengen Müll, die täglich in den Ozeanen landen. Sie stammen größtenteils aus kommunalen Abwässern, der Auswaschung von Mülldeponien sowie illegaler Entsorgung in der Landwirtschaft. Der Müllstrudel „Great Pacific Garbage Patch“ im Nordpazifik ist mittlerweile so groß wie Mitteleuropa.

Als Lösung für dieses Problem wird von zahlreichen Experten und unterschiedlichen Vereinen, die sich mit dem Thema Müllvermeidung beschäftigen wie beispielsweise Zero Waste empfohlen, auf Qualität zu setzen. Doch was bedeutet das in der Praxis? Im Grunde genommen funktioniert das ganz einfach: Bevor eine Neuanschaffung getätigt wird, sollte sich jeder die einfache Frage stellen, ob er das Produkt wirklich benötigt. Das würde schon einmal eine große Menge an unnötigen Impulskäufen verhindern.

Ist der Kauf erforderlich, sollte in weiterer Folge nicht sofort nach dem billigsten Produkt Ausschau gehalten werden, sondern nach jenem, bei dem das Verhältnis von möglicher Nutzungsdauer und Anschaffungspreis am besten ist.

Gerade bei Spielzeug ist es beispielsweise ratsam, auf Materialen wie Holz statt auf Kunststoff zu setzen. Denn die sind nicht nur umweltfreundlicher und gesundheitsschonender für das Kind, sondern halten in der Regel auch viel länger und können bei Bedarf auch repariert werden. Damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt angelangt.

Wertvolle Dinge reparieren lassen und nicht gleich wegschmeißen.

Die Digitalisierung hat der Menschheit mit Sicherheit viele Vorteile gebracht. Gefühlt ist der Planet dadurch wesentlich kleiner geworden, weil es durch das World Wide Web sehr einfach ist, sich über Produkte auf der ganzen Welt zu informieren und mit Menschen in Kontakt zu treten.

Der Technologie-Schub hat jedoch auch dazu geführt, dass viele Produkte nur eine sehr begrenzte Lebensdauer haben. Die Hersteller statten beispielsweise ihre Smartphones von einer Produktgeneration zur nächsten mit immer neuen Features aus, auf die so mancher „Early Adopter“ nicht verzichten möchte. Bei genauerer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass vieles davon gar nicht benötigt wird.

Haushaltsgeräte sind in den Elektromärkten so billig geworden, dass sich eine Reparatur kaum lohnt. Doch langsam ist eine Trendumkehr zu bemerken, die jedoch noch nicht bei der großen Masse angekommen ist. Die moderne Technologie kann auch dazu beitragen, dass die Lebensdauer von wertvollen Geräten wieder langlebiger wird. Das zeigt sich beispielsweise beim 3D-Druck, mit dem es auf einfache Art und Weise möglich ist, Ersatzteile für die eigene Waschmaschine oder die Spülmaschine selbst zu drucken. Das erspart lange und unnötige Transportwege über die halbe Welt und entlastet die Umwelt.

Zudem ist es heutzutage wesentlich einfacher, zu erfahren, wie sich Dinge reparieren lassen. Denn auf YouTube und anderen Videoplattformen gibt es zu so gut wie jedem Produkt ein entsprechendes Online-Tutorial, wie sich dieses reparieren lässt.

Für alle, die dennoch nicht selbst Hand anlegen möchten, gibt es mittlerweile in jeder größeren Stadt mehrere Reparaturwerkstätten und ehrenamtlich geführte Repair-Cafés. In weltweit über 2.000 dieser Einrichtungen sorgen fast 36.000 Ehrenamtliche dafür, dass monatlich durchschnittlich mehr als 43.000 Gegenstände wieder repariert werden. Der Verein unterstützt jeden Interessierten, der selbst ein Repair-Café eröffnen möchte, mit einem digitalen Startpaket.

Nachhaltiges Wohnen wird immer mehr zum Trend

Wenn junge Menschen das erste Mal daran denken, dass elterliche Nest zu verlassen und sich selbst eine passende Bleibe zu suchen, führt einer der ersten Wege zumeist direkt zu einem der bekannten Möbel-Diskonter. Kein Wunder, denn der Anschaffungspreis der Diskont-Möbel liegt zumeist weit unter jenem von Qualitätsmöbeln.

Doch die aus billigen Spanplatten hergestellten Kästchen sind nicht nur umwelttechnisch äußerst bedenklich, sie haben darüber hinaus auch eine recht kurze Lebensdauer und belasten so die Umwelt gleich doppelt.

Die deutlich ökologischere Wahl stellen nachhaltige Designermöbel dar, die nicht nur mit hochwertiger Verarbeitung, sondern auch mit einer langen Lebensdauer überzeugen. Gerechnet auf die Nutzungsdauer amortisieren sich die etwas höheren Anschaffungspreise der Qualitätsmöbel recht schnell. Denn während die Diskonter-Möbel bereits nach wenigen Jahren entsorgt werden müssen, überdauern hochwertige Möbel oftmals sogar mehrere Generationen.

In Deutschland landen jährlich über sieben Millionen Tonnen Möbeln auf dem Müll. Die durchschnittliche Gebrauchsdauer von Möbelstücken liegt aktuell bei rund neun Jahren. Einige Hersteller machen sich jedoch schon seit längerer Zeit Gedanken darüber, wie sie dieser Verschwendung entgegenwirken können.

Das Motto lautet: „Cradle to Cradle“ – also „Von der Wiege in die Wiege“. Dabei geht es darum, die komplette Kreislaufwirtschaft der Möbelherstellung in Frage zu stellen. Das beginnt bei der Auswahl entsprechend natürlicher Materialien und endet bei der Frage, wie die Möbel recycelt werden können. Wer dem Trend folgen möchte, sollte dabei vor allem auf internationale Gütesiegel wie das „FSC Siegel“, „Blauer Engel“ oder „Öko-Control“ achten.

Verpackungen beim täglichen Bedarf vermeiden

Allein in Hessen sind im Jahr 2019 mehr als 400.000 Tonnen an Verpackungsmüll angefallen. Das hat einige findige und gleichzeitig umweltbewusste Unternehmer auf den Plan gerufen, einen sogenannten „Unverpackt-Laden“ eröffnen. Dabei handelt es sich um Einzelhandelsgeschäfte, die sich von den anderen Shops vor allem dadurch unterscheiden, dass das gesamte Sortiment frei von Verpackungen und Gebinden ist.

Der Fokus liegt dabei auf dem Angebot von unverpackten Lebensmitteln und Produkten. Die ersten entsprechenden Läden eröffneten bereits im Jahr 2010. Mittlerweile gibt es deutschlandweit schon fast 400 davon und mehr als 250 weitere sind bereits in Planung.

Gebraucht kaufen, ausleihen und gemeinsam nutzen

Viele Dinge werden gekauft, obwohl von Beginn an klar ist, dass sie voraussichtlich nur einmal oder zumindest nur sehr selten Verwendung finden werden. Dazu gehören zahlreiche Maschinen aus dem Baumarkt wie beispielsweise ein Fliesenschneider oder ein Teppichbodenentferner.

Statt diese Geräte zu kaufen, ist es wesentlich umweltfreundlicher und abfallschonender, diese auszuleihen. Zahlreiche Händler bieten mittlerweile einen entsprechenden Leihservice an. In vielen Fällen haben sich Siedlungen und Vereine zusammengeschlossen, um sich solche Maschinen für die gemeinsame Nutzung zu besorgen. Dort können sie dann kostengünstig oder manchmal sogar gratis für ein paar Tage ausgeliehen werden.

Wer dennoch lieber besitzt als leiht, sollte eventuell darüber nachdenken, ob es sich dabei immer gleich um Neuware handeln muss. Gebrauchte Geräte erfüllen oftmals den Zweck mindestens genauso gut und sind darüber hinaus zumeist noch erheblich billiger.

Werden sie nach der Nutzung nicht mehr benötigt, können sie auf zahlreichen Online-Plattformen auch selbst wieder in den Wirtschaftskreislauf gebracht werden.

Die Summe der einzelnen Teile

Zusammengefasst: Es gibt nicht die eine große Maßnahme, die unser Müllproblem von heute auf morgen lösen wird. Es ist die Summe der einzelnen Teile, die mittel- bis langfristig dazu führen muss, dass in den nächsten Jahrzehnten deutlich weniger Müll anfällt als noch heute.

Denn das sind wir nicht nur uns selbst, sondern vor allem den nächsten Generationen von Menschen schuldig, die ebenso ein Anrecht auf einen sauberen Planeten haben, wie wir.

Deshalb ist es wichtig, nicht das globale Problem zu kritisieren, sondern vor der eigenen Haustüre zu kehren und die Lösung bei sich selbst zu suchen. Jeder kleine Schritt ist dabei zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.

Do it yourself bei der Gartengestaltung

Selbst ist der Mann, oder die Frau: Mit DIYs, ausgeschrieben Do it yourself, ist es möglich den eigenen Garten oder den Balkon, in ein kleines Paradies zu verwandeln. DIY-Anfänger können sich in speziell dafür aufgenommenen Videos unzählige Anregungen holen.

Egal ob sie Möbel oder Deko für den Garten oder den Balkon aufpeppen oder neu kreieren möchten, selbstgemachte Einzelstücke finden sich in keinem anderen Garten wieder. Zumal die im Gartencenter gekauften Teile schon in jedem zweiten Garten stehen. Eine gute Lösung ist es also, seine Kreativität durch Garten-DIYs auszuleben. Mit ein wenig handwerklichem Geschick kann man so großartige Ideen im eigenen Garten umsetzen. Hierbei muss auch nicht auf Luxus verzichtet werden. Durch saubere Arbeiten mit den richtigen Materialien können die DIYs auch eine neue Art der Gartengestaltung kreieren.

Möbel: DIYs für den Garten

Ein bereits langanhaltender Trend ist es Möbel aus Holzpaletten zu fertigen. Hierbei ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. So können ganze Sitzgruppen, Sonnenliegen und sogar Gartenhäuschen und Strandkörbe aus Paletten in einem DIY-Projekt entstehen. Die dazu passenden Sitzpolster kann man entweder Kaufen, oder diese aus ausrandgierten Schaumstoffmatratzen, welche man zuschneidet und mit neuem Stoff bezieht, selbst fertigen. Dazu benötigt man allerdings einige Fähigkeiten beim Nähen.

Auch Hochbeete für Obst und Gemüse, welche man rückenschonend bepflanzen kann, können aus Paletten hergestellt werden. Diese praktischen Palettenmöbel sind nicht nur relativ günstig, sie können zudem auch langfristig genutzt werden. Da das Ausgangsmaterial zudem unbehandelt ist, kann man die Möbel in den schönsten Farben streichen, und somit einen individuellen Stil setzten.

Ein aus Paletten zusammengesetzter Raumteiler bietet Platz für unzählige Pflanzen. So kann man beispielsweise Gartenkräuter, wie Basilikum, Thymian und so weiter, in speziell für Europaletten gefertigten Blumenkästen, einpflanzen. Ein schönes Bild, an den Außenseiten der Raum- beziehungsweise Gartenteiler- Paletten, ergeben leuchtende Balkonpflanzen. Alternativ zu Paletten kann man auch Wein- oder Obstkisten verwenden. Diese eignen sich jedoch eher für Tische und Regale und geben so dem Garten einen tollen Look.

DIY-Ideen für die Terrasse

Eine veraltete Terrasse kann man mit etwas Geschick und Mut, und einer ordentlichen Anleitung, selbst erneuern und herrichten. Dabei beginnt man mit dem Boden der Terrasse. Nachdem man sich einen schönen Belag aus Holz, WPC oder Steinen ausgesucht hat, kann die Arbeit beginnen. Wichtig ist es, den neuen Boden regelmäßig richtig zu reinigten und zu pflegen, damit dieser für eine lange Zeit schön bleibt.

Wer gerne einen Teich möchte, aber keinen Platz dafür hat, kann auch auf einer kleinen Terrasse oder auf dem Balkon, in einer Zinkwanne oder in einem Holzfass, einen Mini-Teich anlegen.  Diese Teiche kann man zur kalten Jahreszeit wegräumen und im nächsten Jahr wieder auf die Terrasse stellen. Mit den passenden Möbelstücken und der richtigen Dekoration kann man ein perfektes Urlaubsfeeling erzeugen.

DIY: Selbstgemachte Dekoration für den Garten

Aus alt mach neu – auch dies gehört zur DIY-Gartengestaltung. Ausrangierte Dekoartikel können mit einigen Handgriffen und vielen DIY-Ideen neuen Glanz erlangen und so in das Gartenbild integriert werden. Als DIY-Heimwerker und Bastler kann man seine Gartendekoration in den Blumenbeeten, an den Wegen oder in den Pflanzgefäßen platzieren. Um der Natur etwas Gutes zu tun, kann man ein Insektenhotel oder ein Vogelhaus ganz einfach selbst bastelt werden.

Auch das Vogelfutter für den nächsten Winter kann man selbst herstellen. So können beispielsweise selbst gemachte Meisen Knödel, am Zaun oder auf dem Gewächshaus, aufgehängt werden. Aus alten Tassen können zudem Vogelfutterstellen gebastelt werden. Für Insektenhäuser gibt es auf den DIY-Seiten im Internet ebenso Bauanleitungen, welche den Garten verschönern und einen Einblick in die Welt der Insekten liefern können.

Grill & Bar im Garten selbst machen

Einen Grill kaufen kann jeder. Anders ist es mit dem Bauen eines DIY-Grills. Gerade wenn man einen etwas größeren Garten hat, kann man seinen Grill aus Steinen selbst bauen, welcher zu jeder Jahreszeit draußen stehen kann. Im Winter grillen wäre für viele möglicherweise eine neue Entdeckung. Wer nicht ein besonders großer Fan vom Grillen ist, kann sich auch mit demselben Schwierigkeitsgrad einen Pizzaoffen selbst bauen. Auch hierfür findet man verschiedene DIY-Anleitung Online.

Dem Grill oder dem Pizzaoffen kann zudem eine Outdoor-Bar beigefügt werden. Mit einer Bar aus Steinen oder Holz ist man der perfekte Gastgeber einer Gartenparty: am Abend mit der Familie oder Freunden draußen sitzen, neue Cocktail zu mixen und die warmen Sommernächte genießen.

DIY-Beleuchtung für den Garten

Für eine angenehme stimmungsvolle Atmosphäre am Abend sorgen Lichterketten, Lampions oder auch Windlichter. Gerade bunte Lampions und Windlichter kann man selbst basteln. Für diese DIY-Ideen braucht man nur wenige Materialien und Werkzeuge. So können aus Konservendosen oder Einmachgläsern mit etwas Farbe kleine Kunstwerke entstehen. Diese Lichter kann man im Winter auch drinnen verwenden.

Wer ein echtes Highlight setzen möchte, kann sich an Carving probieren. Dafür braucht es etwas mehr Geschick und man sollte sich gut mit der Kettensäge auskennen. Beim Carving kann man erst einmal klein anfangen und das Schnitzen mit einem kleinen Schnitzwerkzeug beginnen. So kann man zum Beispiel aus einem Baumstück eine tolle Gartendekoration schnitzen.

Thema: Der neueste Wissenstand zu Cannabinoide und Covid 19

Es ist kein Geheimnis, dass neben Ländern wie den Niederlanden auch im deutschsprachigen Raum an die Legalisierung von Cannabis gedacht wird. In diesem Artikel haben wir uns auf die Fakten rund um CBD und Covid-19 gestürzt.

Schon seit einiger Zeit macht der natürliche Wirkstoff CBD auf sich aufmerksam. CBD soll dabei helfen, Ängste und Schmerzen zu reduzieren, Schlaflosigkeit zu lindern, Krampfanfälle zu behandeln und vieles mehr. Studien vom Februar 2022 zufolge gibt es Hinweise darauf, dass CBD, isoliert oder in Hanfextrakten, das Potenzial hat, auch eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu verhindern und zu behandeln. Hochwertig produzierte Öle wie beispielsweise Cibdol erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. In diesem Artikel sollen einige mögliche Anwendungsgebiete von CBD genauer betrachtet werden.

Was ist CBD?

CBD steht für Cannabidiol, eines der über 100 verschiedenen Cannabinoide, die in der Hanfpflanze vorkommen. Im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabinol) wirkt CBD nicht berauschend. Beide Cannabinoide wirken über das sogenannte Endocannabinoid-System. CBD wird nachgesagt, entzündungshemmende, schmerzstillende bzw. die Schmerzwahrnehmung günstig beeinflussende und beruhigende, sowie angstlösende Effekte zu haben.

CBD wirkt nicht psychoaktiv

Im Gegensatz zu THC hat das legal erhältliche CBD absolut keine psychoaktiven Wirkungen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, CBD zu verwenden, allerdings soll hier darauf hingewiesen werden, dass Cannabidiol pharmakologische Eigenschaften aufweist und beispielsweise in Österreich nicht als Nahrungsergänzungsmittel oder Lebensmittel verkauft werden darf – beworben wird es meist als Kosmetikmittel. Für was für eine Verabreichungsform man sich letztendlich entscheidet, CBD wird nie dazu führen, dass man “high” wird.

Wenn man CBD zu sich führen möchte, gibt es zahlreiche Darreichungsformen. Am beliebtesten sind nach wie vor die unterschiedlich konzentrierten CBD-Öle bzw. CBD-Extrakte. Doch auch Kapseln, CBD Tees oder CBD-Kosmetik werden zur Erreichung von Gesundheitszielen erfolgreich eingesetzt.

CBD als Hilfe gegen Ängste

Als natürliche Reaktion auf Gefahren ist Angst überlebensnotwendig. Allerdings fürchten sich Menschen mit Angst­störungen auch in alltäglichen Situationen. Die negativen Gefühle können in Verbindung mit Atemnot, Benom­menheit, Zittern, Schwitzen oder Herz­rasen auftreten. Bei Angst­störungen werden oft Medi­kamente verschrieben. Betroffene interessieren sich nun zuneh­mend für pflanzliche Alternativen, um den Körper zu schonen.

CBD in der Schmerzbehandlung

CBD zur Schmerzlinderung wird meist bei chronischen Beschwerden angewendet, was bedeutet, dass der Schmerz seit mindestens 3 Monaten täglich auftritt. Cannabidiol wirkt entzündungshemmend und krampflösend, was auch seinen vielseitigen Einsatz erklärt. Nachdem bei einer Entzündung auch viele freie Radikale entstehen, sind die antioxidativen Eigenschaften von CBD ein besonders nützlicher Nebeneffekt. CBD kann zudem den Bedarf an Schmerzmitteln reduzieren, wodurch Nebenwirkungen von Medikamenten minimiert werden.

CBD gegen Schlaflosigkeit

Kann CBD wirklich den Schlaf verbessern? Beim Thema Schaf hat CBD in den vergangenen Jahren viel Aufmerksamkeit erlangt. Studien deuten darauf hin, dass es den REM-Schlaf fördern und Alpträume bei Menschen lindern kann, sowie Menschen mit chronischen Schmerzen zu besserem Schlaf verhilft.

Wichtig ist, sich hier keine schnell eintretenden Wunder zu erwarten. Die richtige Dosis muss zuerst gefunden werden, am besten lässt man sich zu Beginn fachkundig beraten. Wer mit einer niedrigen Dosierung anfängt und sich dann langsam hocharbeitet, falls sich die Beschwerden nicht ändern, ist auf der sicheren Seite. CBD ist kein Medikament, dessen Wirkung nach 30 Minuten einsetzt und der Körper benötigt auch hier Zeit, um die natürlichen Wirkstoffe zu integrieren. Zusätzlich ist es ratsam, sich bei Schlafproblemen auch mit der Ernährung auseinanderzusetzen und diese gegebenenfalls zu ändern.

CBD-Öl gegen Covid-Infektionen

Weltweit laufen Studien, die CBD als möglichen Wirkstoff in der Covid-19-Therapie untersuchen. Manche Ergebnisse sind vielversprechend, denn sie legen die Annahme nahe, dass CBD Ansteckungen mit Corona verhindern kann. Säuren in CBD-Öl und anderen CBD-Produkten können den Studien zufolge die Spike-Proteine des Coronavirus binden. Dadurch falle es den Viren schwerer, in menschliche Zellen einzudringen. Auch die Ausbreitung innerhalb des Organismus könne durch eine regelmäßige CBD-Einnahme stark eingeschränkt werden. Da CBD die Vermehrung der Viren in den menschlichen Zellen verhindern kann, könnte eine potentielle Ansteckung mild oder sogar symptomlos ablaufen. Das macht CBD nicht nur in Hinblick auf die Reduzierung von Ansteckungen interessant, sondern auch in Hinblick auf den Schweregrad im Falle einer Infektion.

CBD im Zusammenhang mit dem Ansturm der Zytokine

Zytokine sind wichtige Botenstoffe im Körper die helfen, Infektionen zu bekämpfen. Gleichzeitig treiben sie Entzündungswerte im Blut nach oben. Sobald die Zytokin-Konzentration abflaut, sinken in der Regel auch die Entzündungswerte wieder. Im Zusammenhang mit dem Corona-Virus kommt es immer wieder zu einem sogenannten Zytokinsturm, durch den die Entzündungswerte dauerhaft ansteigen und sich im gesamten Organismus ausbreiten. Diese Immun-Überreaktion kann schwere Folgen haben. CBD-Produkte sollen in der Lage sein, einen Zytokinsturm ohne Nebenwirkungen zu verhindern.

Gold als Inflationsschutz – wie gut schützt das Edelmetall vor dem Kaufkraftverlust?

Mit weiterhin rekordverdächtigen Preissteigerungsraten in Deutschland und im Euro-Raum überlegen Anleger, welche Investitionen am besten der Inflation trotzen. Häufig wird Gold als Inflationsschutz empfohlen und soll weniger anfällig für Wertverluste sein. Aber wie gut ist der Schutz von Gold vor Inflation wirklich und wann lohnt sich eine Investition in das Edelmetall?

Inflation in Deutschland und im Euroraum weiter ungebremst

Die Inflationsrate in Deutschland hat mit 7,9 Prozent für Mai 2022 einen neuen Höchststand erreicht und im gesamten Euroraum ist die Preissteigerungsrate sogar auf mehr als 8 Prozent gestiegen. Damit verliert erspartes Geld an Kaufkraft, wenn es nicht gewinnbringend angelegt wird. Schwierig zeigt sich die aktuelle Situation für Zentralbanken, Regierungen und Bürger, weil die genauen Ursachen der Preissteigerungen schwer einzuschätzen sind. So ist ein Teil der Inflation wohl auf die expansive Geldpolitik sowie niedrigen Zinsen der Zentralbanken der USA und der Europäischen Union in den vergangenen Jahren zurückzuführen. Gleichzeitig ist die Nachfrage mit dem Abschwächen der Corona-Krise explodiert und aufgrund von Lockdowns in China bestehen weiterhin Probleme mit den Lieferketten. Hinzu kommen steigende Energiepreise durch den Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine, der zu sinkenden Importen von Öl und Gas geführt hat. Ein explosiver Mix, der ein Handeln der Zentralbanken und höhere Zinsen erfordert, wodurch sich allerdings das Risiko einer Rezession deutlich erhöht.

Aufgrund der hohen Inflation fragen sich viele Anleger, wie sie einen Wertverlust bei Geldanlagen vermeiden können. Lässt man Ersparnisse einfach auf dem Konto liegen, erhält man von den Banken weiterhin keine erwähnenswerten Zinsen. Bei Immobilien steigt die Preisspirale immer weiter und eine Finanzierung ist durch die gestiegenen Kosten für den Immobilienkredit deutlich schwieriger. Der Aktienmarkt hingegen schreckt Anleger vor allem durch große Schwankungen innerhalb von kurzer Zeit ab. Deshalb zieht man vielfach Gold in Betracht, das den Ruf einer „inflationssicheren“ Investition besitzt.

Ist Gold ein Inflationsschutz?

Gold ist als „sicherer Hafen“ bei Anlegern beliebt, die wenig Risiko eingehen möchten. Ein Totalverlust gilt als praktisch ausgeschlossen und dem Edelmetall wird in Zeiten hoher Inflation mehr als Papiergeld vertraut. Grund für den guten Ruf von Gold als Inflationsschutz sind vor allem die Erfahrungen der 70er-Jahre, als Gold mit einem Kursanstieg von 11 Prozent jährlich die Preissteigerung übertraf. Die Preise für das Jahrzehnt stiegen in den USA um 96 Prozent, während der Kurs von Gold um 1760 Prozent anwuchs. In der aktuellen Phase hoffen Anleger auf ähnliche Kursgewinne, damit sich das Investment auszahlt.

Doch um als zuverlässiger Inflationsschutz zu dienen, muss Gold die Preissteigerungsrate und den Kaufkraftverlust des Euros ausgleichen. Durch fehlenden Cashflow, den zum Beispiel Aktien mit Dividenden oder Immobilien mit Mieten bieten, ist dies ausschließlich über den Kurs des Rohstoffs möglich. Schaut man jedoch auf die Kurse für Gold je Feinunze im Jahr 2021 verlor das Edelmetall trotz hoher Inflation sogar an Wert, wodurch die Preissteigerung nicht ausgeglichen wurde. Für 2022 gab es bislang zwar einige Kursgewinne, doch die Goldpreise sind weiterhin volatil. Blickt man hingegen auf längere Zeiträume, sieht die Bilanz von Gold als Inflationsschutz besser aus. So konnte das Gold bei der Hyperinflation in der Weimarer Republik oder während der Stagflation (stagnierende Wirtschaft mit steigenden Preisen) in den 70er-Jahren seine Kaufkraft ungefähr behalten oder übertraf die Preissteigerungen deutlich. Besonders im Vergleich zu Papiergeld schnitt das Edelmetall deutlich besser ab.

Gold ist zwar nicht als 100 Prozent sicherer Inflationsschutz zu betrachten, bietet aber klare Vorteile gegenüber gedrucktem Geld. Investitionen in den Rohstoff sind immer eine Wette auf steigende Kurse für das Edelmetall. Sie spekulieren ähnlich wie an der Börse oder auf dem Immobilienmarkt auf eine Wertsteigerung, um die Preissteigerungsrate auszugleichen. Problematisch ist nicht unbedingt, ob der Kurs des Rohstoffs steigt, sondern welche Volatilität vorherrscht und welche jährliche Rendite sich ergibt. Für Anleger, die möglichst geringe Schwankungen bevorzugen, ist die Investition in Gold in Zeiten hoher Preissteigerungen dennoch eine gute Wahl.

Was sind die Vorteile von Gold während einer Inflation?

Ein großer Vorteil im Vergleich zu Geld ist, dass nicht einfach mehr Gold gedruckt werden kann. Die Menge von Gold auf dem Markt ist durch die aktuellen Reserven und die Förderung von Rohstoffproduzenten begrenzt. Dadurch ist der Goldkurs im Gegensatz zu Papiergeld weitgehend unabhängig von den Instrumenten der Zentralbanken. Als sichere Investition wird Gold vor allem betrachtet, weil man mit Goldbarren einen physikalischen Gegenstand kauft. Im Vergleich zu Bargeld gilt der Rohstoff als erheblich sicherer gegenüber Wertverlusten.

Ein weiterer Vorteil gegenüber Aktien oder Immobilien sind die Steuersparmöglichkeiten, wenn bei einem Verkauf durch gestiegene Kurse Gewinne erzielt werden. So müssen Dividenden und Kursgewinne von Aktien, die 2009 oder später gekauft wurden, mit einer pauschalen Abgeltungssteuer von 25 Prozent beim Finanzamt besteuert werden. Bei Immobilien müssen 3 Jahre zusammenhängende Eigennutzung vorliegen oder die 10-jährige Spekulationsfrist ablaufen. Die Gewinne aus dem Verkauf von Gold sind als privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 Einkommensteuergesetz (EStG) hingegen schon nach einer Spekulationsfrist von 12 Monaten steuerfrei.

Wird Gold je an Wert verlieren?

Fast unmöglich ist, dass Gold einen ähnlich rasanten Wertverlust wie Papiergeld bei der Hyperinflation in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts erleidet. Papiergeld verlor während der Weimarer Republik stark an Kaufkraft und es kam zur Einführung von 100 Billionen Mark Scheinen. Die folgende Währungsreform traf vor allem Besitzer von Bargeld hart, während Goldbarren auch nach der Reform ihre Kaufkraft behielten. Aussichten auf eine Hyperinflation bestehen allerdings aktuell nicht.

Ein großer Faktor von Gold als Inflationsschutz ist die Annahme, dass das Edelmetall dauerhaft nicht an Wert verlieren kann. Während dies wohl auch für die nähere Zukunft gilt, sind dennoch Kursschwankungen für den Rohstoff möglich. So mussten die Kurse für das Edelmetall von 2011 bis 2013 einen Rückgang von 29 Prozent verzeichnen und waren damit einer ähnlichen Volatilität wie der Aktienmarkt ausgesetzt. Auch das Jahr 2021 zeigt, dass nicht in jedem Jahr mit einem Anstieg der Goldkurse zu rechnen ist und der Anlagehorizont mindestens mehrere Jahre betragen sollte. Eine unsichere Perspektive für die Goldkurse zeigt sich außerdem durch Probleme bei der Förderung des Edelmetalls. In vielen Goldminen kommt es zu Schäden an der Umwelt, die durch einen rücksichtslosen Abbau des Rohstoffs in ärmeren Ländern entstehen. So wurde unter anderem die Förderung in der Grasberg-Mine in Indonesien, die zu den ergiebigsten Goldreserven der Welt zählt, aufgrund von mangelhaften Arbeitsbedingungen und unzureichendem Schutz der Umwelt ausgesetzt.

Welche Faktoren sind für die Investition in Gold zu beachten?

Diversifizierung in mehrere Anlagetypen

Ein wichtiger Faktor für die Entscheidung darüber, ob Sie für den Inflationsschutz auf Gold setzen sollten, ist die aktuelle Diversifizierung Ihrer Investments. Während das Anlegen eines Teils der Ersparnisse in Gold sinnvoll für die Aufteilung Ihres Portfolios sein kann, sollte Gold keine zu hohe Quote einnehmen. Falls Sie bisher kein Gold besitzen, kann das Edelmetall helfen, Ihr Vermögen besser zu balancieren. Wenn jedoch ein großer Anteil Ihres Vermögens vom Goldkurs abhängig sind, lohnt es sich womöglich, die aktuell hohen Preise für einen Verkauf zu nutzen. Allerdings besitzt auch die Diversifizierung Ihrer Ersparnisse mit Tagesgeld, Immobilien oder Aktien entsprechende Risiken, die zu beachten sind.

Steigende oder fallende Kurse zu erwarten?

Ein entscheidender Faktor für die Entscheidung über Kauf oder Verkauf ist auch die Entwicklung der Goldpreise. Erwarten Sie mit Ihrem Investment in das Edelmetall deutliche Gewinne gegenüber dem Kaufpreis oder schwächeln die Kurse des Rohstoffs seit einiger Zeit? Bei hohen Goldpreisen kann ein Verkauf sinnvoll sein. Allerdings sollten Sie dann bereits eine neue Investmentmöglichkeit für die Erlöse im Blick haben, um den Kaufkraftverlust durch die Inflation abzufedern.

Kein 100 Prozent sicherer Inflationsschutz durch Gold

Während Gold in der Vergangenheit gut als Inflationsschutz abgeschnitten hat und der Rohstoff seine Kaufkraft in Zeiten hoher Preissteigerungen weitgehend behielt, gibt es keine vollständige Sicherheit gegenüber den aktuellen Inflationsraten. Gold als Teil eines balancierten Investmentportfolios kann vor großen Schwankungen schützen und ist im Vergleich zu Bargeld wohl die bessere Lösung. Eine Anlage des gesamten Vermögens in Gold, um sich vor der Inflation schützen, ist hingegen nicht empfehlenswert. Denn nur durch Goldkurse, die mit der Preissteigerungsrate Schritt halten, lässt sich die Kaufkraft Ihres Vermögens erhalten.

Die inhaltliche Ausrichtung entscheidet über den Erfolg einer Webseite

„Content is king” ist eines der bekanntesten Zitate aus dem Bereich des Content Marketings und insbesondere dem Suchmaschinenmarketing. Der Ausspruch steht dafür, dass der Erfolg einer Webseite maßgeblich durch deren Inhalte beeinflusst wird. Und obwohl sich viele der Wichtigkeit guter Texte bewusst sind, fällt es Webseitenbetreibern oft schwer zu ermitteln bzw. festzulegen, welche Inhalte auf der eigenen Seite nicht fehlen sollten und mit welchen Inhalten mehr Umsatz generiert werden kann.

Die richtige Präsentation eigener Produkte und Dienstleistungen

Die Mehrheit aller Seitenbetreiber im Internet verkauft entweder bestimmte Produkte oder bietet konkrete Dienstleistungen an. Aber wie gelingt es, das eigene Angebot so zu präsentieren, dass aus Besuchern kaufbereite Kunden werden? Ein bekanntes Zitat von Steve Jobs lautet „Sell dreams, not products!” und genau an diesem Punkt sollte man ansetzen.

Denn wer im Internet nach etwas sucht, der hat ein bestimmtes Bedürfnis, dass er befriedigen möchte bzw. ein Problem, für welches er eine Lösung braucht. Wer also eine überzeugende Angebotspräsentation auf der eigenen Webseite beabsichtigt, der sollte beim Verfassen sämtlicher Inhalte die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden in den Mittelpunkt rücken.

Für eine gelungene Produktpräsentation sind 3 Faktoren zentral: Relevanz, Vertrauen und Stimulanz. Um als relevant wahrgenommen zu werden, müssen Sie aufzeigen, weshalb Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung die Wünsche Ihrer Zielgruppe erfüllt. Um Vertrauen zu schaffen sollten Sie Nachweise dafür liefern, dass Sie sich auf Ihrem Gebiet genau auskennen. Und nicht zuletzt muss es Ihnen gelingen beim potenziellen Kunden das Gefühl auslösen, dass dieser das gewünschte Produkt oder die benötigte Dienstleistung bei Ihnen und nicht bei der Konkurrenz kauft.

Zielgruppenspezifische Inhalte anbieten

Vereinfacht gesagt, müssen Sie sich in die Rolle ihrer Zielgruppe versetzen und die Schritte durchlaufen, die ein Kunde bei der Kaufentscheidung durchläuft.

  • Welche Probleme hat der Kunde, die zu einem Bedürfnis führen?
  • Welche Ansätze stellen für den Kunden eine gute Lösung dar?
  • Wo informiert sich der Nutzer nach einer Lösung?
  • Wie könnte er nach einer Lösung suchen?
  • Welche Argumente sind für ihn bei der Kaufentscheidung von Bedeutung?
  • Wo kauft er das Produkt bzw. die Dienstleistung

 

Diese Frage und weitere müssen in einer Strategie geklärt werden – und in die Inhaltsfindung und -kreation auf der Webseite eingebzogen werden. Dazu im Folgenden eine Reihe von Tipps.

Wiederkehrende Fragen durch einen FAQ-Bereich verringern

Zum Standard einer Webseite gehört mittlerweile ein übersichtlicher FAQ-Bereich. Mit einem solchen Self-Service Feature tragen Sie als Shopbetreiber oder Anbieter von Dienstleistungen dazu bei, dass Kunden proaktiv und eigenständig nach Lösungen für Ihre Probleme suchen können. Einer der Vorteile ist dabei die Zeitersparnis.

 

Denn User, die auf einer Seite surfen, klicken bei einfachen Fragen oft intuitiv auf den FAQ-Bereich. Das entlastet den Kundenservice, der sich mit komplexeren Anliegen beschäftigen kann. Darüber hinaus schaffen Sie durch eine saubere FAQ-Ecke Vertrauen. Denn Sie zeigen, dass Sie auf alle wichtigen bzw. wiederkehrenden Fragen bereits eine Antwort parat haben. So verringern Sie automatisch telefonische Rückfragen und E-Mails.

Hinweis: Ziel der großen Suchmaschinen wie Google ist es, Antworten auf Fragen zu liefern. Darum ist ein umfangreicher FAQ-Bereich gutes Futter für die Google-Crawler, von denen Webseiten regelmäßig gescannt werden. Im besten Fall können Seitenbetreiber mit den eigenen FAQs in hervorgehobenen Antwortboxen der Suchmaschine landen.

Kunden und Mitarbeiter befragen

Der Weg vom ersten Brainstorming bis hin zum fertigen Inhalt umfasst mehrere Stationen. Ausgangspunkt ist für Webseitenbetreiber dabei immer die Recherche passender Inhalte für die eigene Zielgruppe.

Eine Möglichkeit, um neue Ideen für relevante Themen zu bekommen, ist die Kundenbefragung. Wer am Markt bestehen will muss die Customer Experience kontinuierlich verbessern und dazu bedarf es zunächst einer Bestandsaufnahme. Denn zunächst müssen Sie herausfinden, wie zufrieden Ihre Kunden sind bzw. welche Erfahrungen sie mit Ihren Produkten oder Dienstleistungen bislang gemacht haben. Zudem kann eine Befragung der Kunden Aufschluss darüber geben, wie sich diese die optimale Customer Experience vorstellen.

Alternativ oder ergänzend können auch Sales und Support Mitarbeiter in die Themenrecherche einbezogen werden. Denn kaum ein anderer Bereich hat so viel Wissen über Probleme, Sorgen, Herausforderungen und Wünsche wie der Kundendienst und die Vertriebsmitarbeiter. Anhand der realen Kundendaten sehen Sie direkt, was Ihre Zielgruppe beschäftigt und auf welche Fragen Ihre Inhalte Antworten liefern sollten.

Auf Keyword-Recherche Tools zurückgreifen

Neben dem Kundenfeedback und den Insights der Mitarbeiter aus Support und Vertrieb sind Keyword-Recherche Tools wie zum Beispiel Similarweb eine gute Möglichkeit, um neue spannende Themen für die eigene Webseite ausfindig zu machen.

So zeigt eine Suche nach „elektrischen Zahnbürsten“ des Keyword-Recherche-Tools von Similarweb viele Begrifflichkeiten und Fragestellungen.

Similarweb Keyword-Generator – relevante Fragestellungen
Similarweb Keyword-Generator – relevante Fragestellungen

Dadurch können Sie Trends erkennen, einen Blick in die Köpfe ihrer Zielgruppe werfen und Ihre Inhalte jederzeit optimieren. Letztlich können Sie als Webseitenbetreiber erst anhand einer sorgfältigen Keyword-Recherche nachvollziehen, welche Begriffe Ihre Kunden tatsächlich suchen.

Die Tools helfen Ihnen also gezielt Inhalte zu produzieren, für die es eine reale Nachfrage gibt. Mit anderen Worten decken Sie somit einen bestehenden Bedarf. Zu jedem Thema gibt es einen bestimmten Hauptbegriff und zahlreiche Nebenbegriffe. Erst die Kombination aus beiden ergibt das vollständige Keywordset.

Als Ergänzung zu den beschriebenen Tools können Webseitenbetreiber auch auf die Daten aus der Google Search Console zurückgreifen. Hier finden sich Kennzahlen wie Impressionen, Klicks, die sogenannte Click Through Rate (kurz: CTR) und Positionen. Dabei kann gezielt nach Suchanfragen oder konkreten Landing Pages gefiltert werden.

Eine Konkurrenzanalyse vornehmen

Wer sich mit seiner Webseite auf dem Markt behaupten möchte, der muss seine Konkurrenten genau kennen. Für eine Konkurrenzanalyse hilft es zunächst den Blick auf die Seiten zu werfen, die für das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung in den großen Suchmaschinen wie Google in den Top 10 aller Suchergebnisse auftauchen.

  • Welche Inhalte werden bei der Konkurrenz aufgegriffen?
  • Wie werden die Inhalte visualisiert?
  • Welche Themen, die gefragt sind, fehlen bei der Konkurrenz vielleicht noch?

 

Neben der direkten Konkurrenz sind auch Fachjournale und Magazine eine gute Quelle für neue Ideen. Eine solche Analyse hilft dabei, sich einen guten Marktüberblick zu verschaffen und gleichzeitig Potenziale zu ermitteln. Themen, die bei allen Topkonkurrenten aus Ihrem Bereich zu finden sind, sollten auch auf Ihrer Webseite nicht fehlen. Inhalte, die bei der Konkurrenz noch fehlen, die aber im Trend liegen und für die es eine große Nachfrage gibt, sind ebenfalls spannend. Denn wenn Sie neue Trends vor der Konkurrenz aufbereiten, können Sie sich abgrenzen und hervorstechen.

Fazit

Es gibt viele Ansätze, die Ihnen Aufschluss bieten können, welche Inhalte für Ihre Kunden entscheidend sind. Und letztendlich sollten auch alle Ansätze in eine ähnliche Richtung führen.

Daher sollten Sie im ersten Schritt abwägen, welche Art der Recherche Ihnen am einfachsten fällt:

  • Haben Sie bereits passende Online-Tools im Einsatz, die Ihnen Erkenntnisse über Suchmuster der Kunden liefern?
  • Können Sie auf einen erfahrenen Vertrieb bauen, der die Problemstellung der Kunden bestens kennt?
  • Gibt es ohnehin bereits Kundenbefragungen, die um weitere Fragen ergänzt werden können?
  • Gibt es Konkurrenzanalysen, die schon erste Ansätze liefern?

Gehen Sie nun konsequent den nächsten Schritt und schaffen Sie Klarheit über Strukturen auf Ihrer Webseite. Welche Kategorien lassen sich schaffen, die dem Kunden weiterhelfen (bspw. FAQ, Produktmerkmale, Problemstellungen und Lösungsansätze, Praxistipps etc.).

Der finale Schritt ist ein sehr langwieriger, aber auch effektiver: Die Schaffung der Inhalte für den Kunden. Bauen Sie einen Prozess auf, mit dem sie langfristige wertvolle Inhalte für Ihre Kunden (und Neukunden) aufbauen. Sie werden sehen, es lohnt sich und bringt auf lange Sicht auch Interessenten und Neukunden.