5 Jahre Maklergesetze – was hat es gebracht?

In den letzten Jahren wurden vonseiten des Gesetzgebers zahlreiche Bestimmungen auf den Weg gebracht, die insbesondere Mieter und Käufer entlasten sollen. Bei einem harten Konkurrenzkampf um bezahlbare Immobilien soll gerade die Preisspirale für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser entschärft werden. Aber welche Änderungen bei der Maklercourtage wurden durch die Gesetze geschaffen und wie unterscheidet sich die Theorie von der Praxis?

Maklerprovision bei Mietwohnungen bereits seit 2015 neu geregelt

Bei vermieteten Wohnobjekten, die durch einen Makler vermittelt wurden, gilt bereits seit 2015 das Bestellerprinzip. Während zuvor der Vermieter einen Makler beauftragen und die Kosten dafür komplett auf die neuen Mieter abwälzen konnte, ist dies seitdem nicht mehr möglich. Stattdessen muss die Vertragspartei, die den Makler bestellt, auch die Provision in vollem Umfang zahlen. Ebenfalls gesetzlich festgelegt ist der Betrag, den ein Makler für die Vermittlung eines Mietobjekts verlangen darf. Dieser beträgt nach § 3 Abs. 2 des Gesetzes zur Regelung der Wohnungsvermittelung (WoVermRG) maximal „zwei Monatsmieten zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer“.

Gesetzliche Änderungen für verkauften Immobilien seit Ende 2020

Während die Maklerprovision für Mietobjekte 2015 neu gestaltet wurde, mussten Käufer von Immobilien mehrere Jahre auf Änderungen des Gesetzgebers warten. Seit dem 23.12.2020 ist das neue Maklergesetz gültig und regelt die Verteilung der Maklercourtage neu. Zu beachten ist, dass das neue Gesetz nur bei der Vermittlung von Kaufimmobilien zum Einsatz kommt und die vorherigen Regelungen für Mietwohnungen von 2015 weiterhin Bestand haben. Hohe Entlastung soll die Teilung der Maklerkosten vor allem in Ballungsgebieten bieten, denn mit knapp 5 bis 7 Prozent des Kaufpreises als Provision bei deutschen Immobilienverkäufen müssen Käufer in Städten wie Berlin oder München hohe zusätzliche Kosten einplanen.

Neues Maklergesetz – was hat sich bei Kaufimmobilien geändert?

Tritt ein Makler für beide Parteien auf, müssen nach dem neuen Maklergesetz die Kosten dafür gleichmäßig aufgeteilt werden. Es zahlen also beide exakt die Hälfte und andere Vereinbarungen dürfen diese gesetzlich bestimmte Aufteilung nicht übergehen. Hat hingegen nur eine Partei den Makler beauftragt, muss maximal 50 % der Provision von der anderen Vertragspartei übernommen werden. Ebenfalls muss der Auftraggeber zuerst beweisen, dass er seinen Teil der Courtage bereits bezahlt hat, bevor die andere Partei ihren Teil begleichen muss. Neu in § 656a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) findet sich zudem die Vorgabe, dass ein Maklervertrag der Textform bedarf. Dazu gehören nach § 126b BGB Briefe, E-Mails, SMS oder Dokumente auf einem USB-Stick, die alle als Textform für einen Maklervertrag genutzt werden können.

Was ist bei den Gesetzesänderungen für vermietete oder gekaufte Immobilien zu beachten?

Große Vorteile bei vermittelten Mietwohnungen

Blickt man auf die Änderungen, die die Neuregelung der Maklerprovision bei Mietwohnungen oder -häusern durchgesetzt hat, zeigen sich für Mieter klare Vorteile. So müssen sie aufgrund des Bestellerprinzips für den Makler nicht aufkommen, wenn dieser vom Vermieter beauftragt wurde. Auch dem versteckten Umlegen der Provision durch den Vermieter bei Möbelstücken oder der Einbauküche schiebt der Gesetzgeber durch § 4a Abs. 2 WoVermRG einen Riegel vor.

Während Vermieter nun allein für die Maklercourtage aufkommen müssen, wenn der Vermittler von ihnen bestellt wurde, gibt es gesetzliche Grenzen für die Höhe des Vermittlungsentgeltes, das zwei Monatsmieten plus Umsatzsteuer nicht überschreiten darf.

Kein Bestellerprinzip oder Deckelung der Maklerprovision bei gekauften Immobilien

Schwieriger ist die jüngste Gesetzesänderung zu betrachten, denn Käufer von Immobilien profitieren nicht im gleichen Maße wie Mieter von der Neuregelung der Maklerprovision. So kommt das Bestellerprinzip nicht zum Einsatz, weshalb auch bei der Beauftragung durch nur eine Partei eine Teilung der Kosten mit bis zu 50 Prozent möglich ist. Im Vergleich zur Provision für Makler bei Mietobjekten ist die Höhe der Courtage bei dem Verkauf von Haus oder Wohnung weiterhin nicht gesetzlich festgelegt. Welche Summe Immobilienkäufer am Ende zahlen müssen, hängt deshalb davon, welche Vereinbarungen zwischen dem Verkäufer und dem Makler geschlossen wurden.

Kein gesetzliches Verbot für das Umlegen der Maklercourtage auf den Verkaufspreis

Während die Gesetzesänderung auf dem Papier Immobilienkäufer entlastet, wird sie in der Realität kaum zu niedrigeren Kosten führen. Denn es ist anzunehmen, dass der Verkäufer seine Hälfte der Maklerprovision auf den Preis der Immobilie bereits aufschlägt, sodass der Käufer effektiv wieder die vollständige Provision zahlt. Gegen dieses Vorgehen kann weder der Gesetzgeber noch der Käufer vorgehen, denn der Verkäufer kann den Preis des Objekts frei bestimmen. Dadurch kann er nach der Bestellung des Maklers seine Hälfte der vereinbarten Provision einfach zum Preis, den er erzielen möchte, hinzuaddieren. Dabei fallen nicht nur größere Kosten für die Provision an, sondern ein höherer Preis für Immobilien lässt auch die weiteren Nebenkosten wie die Grunderwerbssteuer steigen. Beim Kauf einer Immobilie mit einem Wert von 500.000€ müssen Käufer dann eventuell einen 3,2 Prozent höheren Preis durch das neue Maklergesetz zahlen.

Käufer profitieren nicht im gleichen Maße wie Mieter vom neuen Maklergesetz

Die Neuregelung der Maklercourtage für Mietwohnungen hat durch das Bestellerprinzip, eine Deckelung der Provision und gesetzliche Regelungen für versteckte Umlagen der Courtage seit 2015 deutliche Änderungen für den Mietmarkt geschaffen. Ob das neue Maklergesetz hingegen Ähnliches am Markt für Kaufimmobilien schaffen wird, bleibt zu bezweifeln. So müssen Käufer immer noch bis zu 50 Prozent der Provision des Vermittlers übernehmen, auch wenn dieser vom Verkäufer bestellt wurde. Ebenfalls fallen die fehlende Deckelung der Maklercourtage und das einfache Umlegen der Provision auf den Kaufpreis ins Gewicht. Am Ende könnte das Gesetz sogar finanzielle Nachteile für Käufer und Verkäufer bieten, wenn durch höhere Kaufpreise die Nebenkosten wie die Grunderwerbssteuer ebenfalls steigen.

5 Tipps – so heizen Sie richtig!

Der Herbst hat angefangen und damit beginnt auch die Zeit, in der es draußen wieder kälter wird. Um es in der Wohnung möglichst warm zu haben, drehen daher die meisten bei den kühlen Temperaturen die Heizung auf – dafür ist sie ja immerhin da! Es gibt jedoch einige Fehler, die viele beim Heizen machen und die nicht nur mehr Geld kosten, sondern auch der Wohnung schaden können. Daher geben wir Ihnen in diesem Artikel 5 Tipps, die Sie in der kommenden Wintersaison beachten sollten.

1. Tipp: Den richtigen Zeitpunkt zum Heizen wählen

Der erste Tipp rund ums Thema „richtig heizen“ dreht sich darum, wann es sinnvoll ist, die Heizung aufzudrehen. Während viele selbst bei kühlerem Wetter meinen, dass sie Heizkosten sparen können, wenn sie mit dem Heizen warten, ist es tatsächlich gar nicht einmal so sinnvoll, die Wohnung auskühlen zu lassen. Denn: Bei niedriger Zimmertemperatur ist das Risiko hoch, dass es in der Wohnung zu schimmeln anfängt und auch die Rohre können darunter leiden. Ab welcher Außentemperatur soll man jedoch nun zu heizen beginnen?

Tatsächlich droht eine Schimmelbildung bereits ab unter 16 °C in der Wohnung. Daher sollte man versuchen, in der Wohnung für entsprechende Temperaturen zu sorgen. Wer zur Miete wohnt, hat womöglich das Problem, dass die Heizung in den Anfängen des Herbstes noch nicht in Betrieb genommen werden kann. Für Vermieter ist es jedoch Pflicht, in Kältephasen das ordnungsgemäße Heizen der Wohnung zu ermöglichen. Das gilt übrigens nicht nur für die Wintermonate, sondern auch im Sommer: Fallen die Temperaturen unter eine gewisse Schwelle, ist Heizen angesagt.

2. Tipp: Richtig lüften und heizen

Wer es in der Wohnung kuschelig warm haben möchte, wird bei dem Gedanken, plötzlich das Fenster zu öffnen und die eisige Kälte hereinkommen zu lassen, vor Schaudern zusammenzucken. Tatsächlich ist es jedoch sogar ratsam, regelmäßig zu lüften.

Eine Kombination aus lüften und heizen sorgt nämlich ebenfalls dafür, dass sich das Risiko auf Schimmelbildung in der Wohnung reduziert. Schnell kommt es in der Wohnung zu einer hohen Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel beim Duschen, Kochen oder schon allein durch die eigene Anwesenheit durch die Atemluft. Ein Haushalt mit 4 Personen gibt täglich im Schnitt zwischen 6 und 12 Litern Wasser an die Luft ab.

Außerdem mag es niemand, den ganzen Tag in der verbrauchten Luft zu sitzen. Vor allem wer im Home Office ist, wird schnell merken, wie negativ sich die schlechte Luft auf das Denkvermögen und die Konzentration auswirkt.

Übrigens: Je weniger ein Raum beheizt wird, desto häufiger sollte man ihn belüften. Um die Luftfeuchtigkeit im Blick zu behalten, gibt es sogar spezielle Messgeräte, die in manchen Fällen Sinn machen.

Allerdings nützt es nur wenig, wenn man die Fenster nur kippt. Zwar leben viele in dem Irrglauben, dass genau dadurch weniger Wärme verloren geht, doch effektiver ist Stoß- bzw. Querlüften. Nur so wird die gesamte Luft ausgetauscht. Also: Jacke überziehen, Heizung für einen Moment ausmachen und alle Fenster für 5 Minuten öffnen.

3. Tipp: Dämmungen und Dichtungen

Sie haben die Heizung nun den ganzen Tag über schon laufen, aber es wird irgendwie einfach nicht wärmer? In dem Fall kann es sein, dass die Wohnung nicht richtig isoliert ist. Daher gilt es vor dem Winter, wenn es so richtig kalt wird, alle Fenster und Türen zu überprüfen. Vor allem in Altbauten oder renovierungsbedürftigen Wohnungen kann es sein, dass die Dichtungen in Fenstern und Türen so porös sind, dass sie für einen erheblichen Wärmeverlust sorgen. Wer zur Miete wohnt, sollte hier schleunigst seinen Vermieter kontaktieren. Eine Dichtung ist in der Regel schnell ausgetauscht und kostet weniger, als wenn man den Fehler belässt. In einem Einfamilienhaus mit 150 qm Wohnfläche können über 100 Euro zusätzlich an Heizkosten anfallen, wenn Fenster oder Türen nicht richtig abgedichtet sind.

Nicht immer sind es jedoch Fenster und Türen. Manchmal verliert der Heizkörper auch durch die Wand einiges an Wärme. Damit kein Wärmeverlust über die Außenwand entsteht, sollte man daher entsprechende Dämmmatten hinter den Heizkörpern anbringen. Auch hier handelt es sich nicht um eine kostspielige Investition, doch die Ersparnis ist groß: Pro Heizkörper können durch eine Dämmung rund 10 Euro im Jahr gespart werden.

4. Tipp: Energie sparen beim Heizen

Auf diesen Tipp haben Sie vermutlich gewartet. Immerhin möchten wir alle nicht draufzahlen, wenn es um das Thema heizen geht, sondern lieber etwas Geld sparen. Viele sind aus dem Grund dazu geneigt, beim Verlassen der Wohnung alle Heizkörper auszuschalten. Was zunächst logisch klingt, erweist sich als tückisch: Kommen Sie wieder nach Hause, warten kalte Räume auf Sie, die es gilt, erneut zu beheizen. Dadurch wird viel mehr Energie verbraucht, als wenn die Heizung einfach auf niedriger Stufe weitergelaufen wäre.

Wer den ganzen Tag über nicht zu Hause ist, sollte daher lediglich die Temperatur absenken und die Heizung daher immer ein wenig weiterlaufen lassen. Dasselbe Prinzip gilt für die Nachtstunden, in denen sich die warme Heizungsluft ohnehin nicht so positiv auf die Gesundheit auswirkt.

Um nachts noch mehr Energie und somit bares Geld zu sparen, sollte man die Rollläden herunterlassen. Denn sobald es draußen dunkel wird, kann auch über die Fenster einiges an Wärme verloren gehen. Wer keine Rollläden hat, sollte die Vorhänge oder Jalousien schließen. Dadurch können im Jahr bis zu 50 Euro an Heizkosten gespart werden.

5. Tipp: Die richtige Temperatur finden

Natürlich kann man nicht pauschal sagen, welche Temperatur für den Menschen am besten ist. Die einen mögen es kuschelig warm, den anderen reicht es aus, wenn es eben nicht gerade kalt ist. In Anbetracht des bereits genannten Richtwerts von über 16 °C hat man daher einen gewissen Spielraum.

Dabei sollte man stets beachten, dass jeder Grad zählt. Sowohl für das eigene Empfinden als auch auf der Heizkostenabrechnung. Pro Grad weniger kann man rund 6 % Energie sparen. Auf ein ganzes Haus hochgerechnet, macht das einiges an Geld aus.

Für jeden Raum fällt die optimale Temperatur übrigens anders aus. Während im Badezimmer 22 – 23 °C angestrebt werden, geben sich die meisten mit 21 °C im Wohnzimmer zufrieden. Die Küche benötigt lediglich 18 – 19 °C und die Temperatur im Schlafzimmer liegt im Optimalfall bei 18 °C oder etwas darunter.

5G-Netz aus China? IT-Sicherheit in Deutschland

Die fünfte Generation (5G) der Mobilfunknetze hat es in sich. Bis zu 2000 Megabit pro Sekunde sind übertragbar. Im Vergleich dazu sind aktuell 50 MB im Festnetz Standard. Mit LTE-Technik (4G) sind zumindest in der Theorie 100 Megabit machbar. Die Praxis zeigt allerdings, dass dem nicht so ist. Das 5G-Netz hingegen überträgt Daten schneller als jedes andere Netz, sodass Verbraucher etwa hochauflösende Spielfilme in wenigen Sekunden herunterladen können. Die Qualität von 5G ist so hoch, dass Experten ihm sogar die Bezeichnung “Echtzeitnetz“ gegeben haben.

Industrie und Wirtschaft benötigen 5G

Die Digitalisierung verlagert viele Aktivitäten ins Internet. Auch erfordern zahlreiche Innovationen schnellstmögliche Übertragung. Autonom fahrende PKWs etwa lassen sich nur mit 5G realisieren, denn hier wird die Reaktion in Echtzeit zum lebensrettenden Faktor. 5G ist vor allem für Wirtschaft und Industrie unverzichtbar, es ist der nächste logische Schritt auf dem Weg ins digitale Zeitalter. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erklärt ausführlich, was man unter 5G versteht.

Infrastruktur aus China: Problematisch oder nicht?

Die Chinesen sind wichtige Handelspartner für Deutschland, wenn es um den Ausbau digitaler Strukturen geht. Allerdings ist China kein x-beliebiger Technologie-Lieferant. China überwacht mithilfe solcher Technologien seine Bürger und missachtet Menschenrechte vor den Augen der Welt. Natürlich ist die chinesische Technologie ausgereift, doch die Unterdrückung ihres Volkes mithilfe dieser Technologie sehen Politiker, Menschenrechtler und aufgeklärte Bürger kritisch.

Im deutschen Regierungsnetz keine chinesische Technik verbaut
In deutschen Mobilfunknetzen steckt chinesische Technik, im deutschen Regierungsnetz aber darf dieselbe Technik nicht verbaut werden, weil unsere Regierung Sicherheitsbedenken äußert. Das lässt aufhorchen.

Verbraucher in Europa, den USA und anderswo hinterfragen inzwischen kritisch die Produkte chinesischer Hersteller wie ZTE, OnePlus, HONOR und Huawei, was sich vermutlich auch in den Umsatzahlen widerspiegeln dürfte. Auch deutsche Firmen fragen sich besorgt, ob ihre Daten sicher sind und suchen nach Lösungen, um sich zu schützen.

 

Wie können deutsche Firmen für mehr IT-Sicherheit sorgen?

Vor dem Hintergrund der Sicherheitsbedenken hinsichtlich der chinesischen IT-Technologie in Mobilfunknetzen stellen sich viele deutsche Firmen die fragen, wie sie für mehr IT-Sicherheit in dem Bereich sorgen können, den sie selbst kontrollieren können.

Es liegt auf der Hand, dass IT-Sicherheit in Firmen mehr ist, als einen Virenscanner zu installieren und eine Firewall zu aktivieren. Die Angriffe aus dem Netz sind zudem immer perfider geworden und leider auch erfolgreicher. Der wirtschaftliche Schaden für mittelständische Unternehmen wird in Deutschland auf rund 60 Milliarden Euro geschätzt.

Firmen können die eigene IT-Sicherheit erhöhen, wenn sie ein professionelles Security Consulting nutzen und frühzeitig geeignete Sicherheitsmaßnahmen einrichten. Die Spezialisten können das richtige Maß an IT-Sicherheit aufbauen, welches in der Praxis für die Firmen administrierbar bleibt. Dies ist wichtig, um langfristig konkurrenzfähig zu arbeiten. Unsichere IT-Strukturen wirken sich im Schadenfall nicht nur auf das IT-System der Firma aus. Sie können zusätzlich die Finanzen betreffen und das Unternehmensimage schädigen. Auch deshalb ist es ratsam, eine professionelle Beratung zu beanspruchen und den Schutz aufzubauen, der maßgeschneidert für die jeweilige Firma ist. Bleibt zu hoffen, dass die Bundesregierung dasselbe Maß an Sorgfalt zum Ausbau des neuen öffentlichen Mobilfunknetzes in Deutschland walten lässt, wie beim Aufbau des Regierungsnetzes.

Die Bundesregierung ist in der Verantwortung

Firmen müssen nun das ausbaden, was die Bundesregierung versäumt hat. Sie hat nicht nur die Digitalisierung vernachlässigt, sondern sich auch nicht um Sicherheitsfragen gekümmert. Es mag sein, dass der Handel mit den Chinesen unvermeidlich ist, doch es muss die Vernunft eingeschaltet werden, wenn es um die Sicherheit geht. IT-Experten bescheinigen der 5G Technik so viel Komplexität, dass sie im Prinzip nicht geprüft geschweige denn kontrolliert werden könnte. Wenn wir mit chinesischer Technologie arbeiten, müssen wir mit einem Restrisiko leben. Es drängt sich die Frage auf, ob wir den Technik-Komponenten aus einem Land trauen können, die diese  zum Ausspähen ihrer Bürger nutzt und sie dazu einsetzt, Menschenrechte zu beschneiden.

Den Ausstieg wagen

Es ist an der Zeit, der Handelsbeziehungen mit China kritisch zu hinterfragen und den Ausstieg einzuleiten, so die Meinung vieler Experten. Die Herausforderung liegt darin, Politik und Handelsbeziehung in Verbindung mit der technischen Machbarkeit unter einen Hut zu bringen. Wenn das nicht gelingt, wird Deutschland kein belastbares 5G Netz ausbauen können. Kritische Stimmen weisen darauf hin, dass zumindest im Kernnetz keine Teile aus China und hier konkret von Huawei eingesetzt werden dürfen. Alles, was von diesem Lieferanten bereits verbaut wurde, muss deinstalliert werden. Die Telekom hat damit bereits angefangen, ein positives Signal für Wirtschaft und Industrie.

Technik und Politik auf dem Prüfstand

Bereits 2020 gab es einen Gesetzentwurf zum Ausbau des ultraschnellen Mobilfunknetzes 5G. Unternehmen, die am Aufbau beteiligt sein wollen, müssen nicht nur ihre technische Zuverlässigkeit, sondern auch ihre politische Vertrauenswürdigkeit beweisen. Im Gesetz steht, dass eine Zulassung dann verweigert wird,

“wenn überwiegende öffentliche Interessen, insbesondere sicherheitspolitische Belange der Bundesrepublik Deutschland, der Erteilung entgegenstehen.“

Die politische Debatte war lang und hitzig. Angela Merkel und der Wirtschaftsminister Peter Altmaier hatten Sorge, dass China gegen Deutschland wirtschaftliche Konsequenzen folgen lassen würde. Immerhin hatte der chinesische Botschafter bereits 2019 gedroht, dass Deutschland wirtschaftliche Folgen fürchten müsse, sollte der chinesische Konzern Huawei für den Ausbau des 5G Netzes in Deutschland nicht beauftragt werden.

Doch dieser Sorge zum Trotz mündete die politische Debatte um den 5G-Ausbau  in strengen Zertifizierungsauflagen. Zwar durften sich chinesische Anbieter bewerben. Doch es existiert so etwas wie ein politisches Vetorecht, wenn es um sicherheitspolitische Belange geht.

Das Problem: Der Hersteller Huawei arbeitet eng mit der chinesischen Regierung zusammen, die bekanntermaßen einen Überwachungsapparat für bestimmte Bevölkerungsgruppen aufgebaut hat. Ein weiteres kritisches Detail ist, dass die chinesische Regierung Huawei dazu verpflichtet hat, Daten auf Verlangen herauszugeben. Nicht auszudenken, was die chinesische Regierung damit anfangen könnte. Ein Blick über die Grenze nach Litauen zeigt, dass die Sorge nicht von der Hand zu weisen ist. Dort wurden in drei untersuchten 5G-Smartphones von Huawei, Xiaomi und OnePlus vier zentrale Cypersicherheitsrisiken entdeckt. Die litauische Regierung warnt vor möglichen Zensurfunktionen in den chinesischen Smartphones.

Ausbau von 5G dennoch mit chinesischer Beteiligung

Die Lieferung von Technologien, die zur Datenverarbeitung verwendet werden, findet ohne die Firmen aus China statt. Huawei und ZTE bleiben zumindest in diesem Bereich außen vor. Vodafone hat einen Vertrag mit Ericsson geschlossen, um das Kernnetz auszubauen. Auch Telefonica und die Deutsche Telekom arbeiten im Kernnetz nicht mit Huawei oder ZTE zusammen. Anders sieht es im Antennennetz aus.

Antennen verarbeiten keine Daten, sondern leiten sie lediglich weiter. Deshalb arbeiten Vodafone, die Deutsche Telekom und Telefonica unter anderem mit Huawei zusammen. Ericsson und Nokia sind allerdings ebenfalls beim Ausbau des 5G-Antennennetzes beteiligt. Auf diese Weise kommt ein Kompromiss zustande, der alle Beteiligte zufriedenstellt.

Die gesetzliche Altersvorsorge und diesbezügliche Positionen der Parteien

Das Leben wird nicht nur aufgrund der Inflationsraten, sondern auch verschiedenen preis- und werttreibender Faktoren immer teurer. Vor allem bei Lebensmittel, Heizstoffen oder Mieten werden Teuerungen spürbar. Dieser Trend wird sich zukünftig stets fortsetzen. Bei regelmäßigen Gehaltsverhandlungen der Gewerkschaften wird der Lohn der steigenden Inflationsrate angepasst, sodass steigende Preise besser kompensiert werden können. Anders ist es jedoch bei Renten, die beispielsweise im Jahre 2021 nicht erhöht wurden.

Die Altersvorsorge repräsentiert eine Themenstellung, die nicht nur jene betrifft, die kurz vor der Pension stehen, sondern die gesamte Gesellschaft, denn es ist schon lange Gewissheit: Die Zahlungen der gesetzlichen Rente werden in absehbarer Zukunft nicht mehr ausreichen. Zusätzlich schellen die Immobilienpreise in Deutschland in Höhen, die noch nie zuvor erreicht wurden. Dennoch gibt es Möglichkeiten mit Unterstützung von staatlichen Zulagen im Alter ein Eigenheim zu besitzen, wodurch diese finanzielle Belastung wegfällt. Diese werden beispielsweise in der Quelle: finanzen.de aufgezeigt.

Die Position der CDU und CSU

Die Unionsparteien wollen das Renteneintrittsalter mit 67 Jahren unverändert beibehalten. Darüber hinaus setzen sie weiterhin auf die drei Säulen, die durch die gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge repräsentiert wird. Neuerungen stellen unter anderem das von ihnen angestrebte Konzept der betrieblichen Altersvorsorge für alle da, mit der vor allem Geringverdiener Unterstützung erfahren sollen. Neben den drei Säulen will sie zukünftig eine weitere vierte einführen, bei welcher der Staat für jedes Individuum von Geburt bis zu dem 18. Lebensjahr eine monatliche Zahlung von 100 Euro in einem Fonds leistet. Der sogenannte Generationen-Pensionsfonds soll sicher und nachhaltig angelegt werden. Auch verfolgt die Union die Strategie, eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige zu realisieren.

Die Position der SPD

Auch die SPD sieht von einer Erhöhung des Renteneintrittsalters ab. Ihre Pläne sehen vor allem die Stärkung der gesetzlichen Rente vor. Darüber hinaus zielt sie auf eine Sicherung des Rentenniveaus bei 48 Prozent ab, wodurch sich die Höhe der Renten an jener der Löhne und Gehälter ausrichtet und eine Beteiligung am Wohlstand der Gesellschaft gewährleistet wäre. Auch setzt sich die SPD für eine geschlechtergerechte Rente ein, in der die klassische Rollenteilung zwischen Mann und Frau Berücksichtigung findet, da familienbedingte Tätigkeiten miteinbezogen werden. Neben der Förderung von Betriebsrenten soll auch die Riester-Rente, die staatlich gefördert wird und dennoch eine private Rente darstellt, durch ein verändertes, standardisiertes Konzept ersetzt werden. Bei diesem soll die staatliche Unterstützung nur unteren und mittleren Einkommensklassen zukommen.

Die Position der FDP

Die FDP zielt bei dem Renteneintrittsalter auf eine Zwischenlösung ab: Sobald das 60. Lebensjahr und das Grundsicherungsniveau in Hinblick auf die Altersvorsorge erreicht wurden, darf frei gewählt werden, wann man in den Ruhestand begibt. Darüber hinaus setzt sie auf eine Weiterführung der drei Säulen der Altersvorsorge, bei denen jedoch eine freie Kombination ermöglicht werden soll. Eine Veränderung von Arbeitgebern, ein Wechsel von Beschäftigung zu Selbstständigkeit oder umgekehrt soll zukünftig keinen Verlust von Ansprüchen mit sich bringen, sondern ebenfalls angemessen berücksichtigt werden. In Hinblick auf die private Altersvorsorge spricht sie sich für den Lösungsansatz einer gesetzlichen Aktienrente aus. Bei Riester- und Rürup-Renten verlangt sie eine Steigerung der Flexibilität und erleichterte Übertragbarkeit.

Die Position der AfD

Die AfD will zukünftig kein Renteneintrittsalter mehr vorgeben, sondern jedes Individuum selbst diese Wahl treffen lassen. Die Rentenhöhe wird nach diesem Konzept durch das Renteneintrittsalter und die eingezahlten Beiträge beeinflusst. Damit Renten zukünftig gesichert werden können, will sie diese durch einen höheren Steuerzuschuss finanzieren. Darüber hinaus will sie eine Abschaffung der Politikerpensionen durchsetzen.

Die Position der Linken

Die Linke will das Renteneintrittsalter von 67 auf 65 Jahre reduzieren. Eine Verbesserung der gesetzlichen Rentenversicherung will sie durch das Integrieren von Politikern, Beamten und Selbstständigen erzielen und das Rentenniveau innerhalb von 5 Jahren auf 53 Prozent steigern. Im Weiteren fordert die Linkspartei eine Mindestrente, die sie mit 1.200 Euro festlegt. Zeiträume, die für Ausbildungen, Kindererziehung und Pflege genutzt wurden, sowie Zeiten der Erwerbslosigkeit sollen ebenfalls Berücksichtigung finden. Darüber hinaus sollen Eltern für jedes Kind einen Rentenpunkt erhalten, der sonst grundsätzlich dann vergeben wird, sobald in einem Jahr so viel wie der Durchschnitt der deutschen Bevölkerung verdient wurde.

Die Position der Grünen

Die Grünen wollen das Renteneintrittsalter mit 67 Jahren beibehalten und ein Rentenniveau bei 48 Prozent nachhaltig sicherstellen. Sie streben eine Veränderung der gesetzlichen Rentenversicherung zu einer Bürgerversicherung an, die sämtliche Arten von Erwerbstätigkeit inkludiert. Auch fordern sie eine Garantierente für Einkommensschwache und einen Austausch der Riester- und Rürup-Rente durch öffentlich verwaltete Bürgerfonds.

Welcher diese Pläne zielführend ist und schlussendlich realisiert werden wird, wird die Zeit zeigen. Gewiss ist jedoch, dass Altersvorsorge mit einem gewissen Grad an Eigenverantwortung einhergeht. Die Absicherung durch individuelle Lösungsstrategien, in denen staatliche Förderungen genutzt werden, ist in jedem Fall in Hinblick auf die stets steigenden Kosten zielführend.

 

Nachhaltigkeit mit dem Smartphone? So geht’s!

Die Themen Nachhaltigkeit und Wegwerfgesellschaft bestimmen schon länger das Alltagsbild. Viele der Informationen, Tipps und Tricks lernt man digital über das Smartphone kennen. Doch gerade die Herstellung dieses Geräts unseres täglichen Lebens ist alles andere als nachhaltig. Wie kann man die Lebensdauer des Smartphones erhöhen und seinen Einsatz nachhaltiger gestalten? Und was kostet das?

Reparieren, nicht wegwerfen!

Ein defekter Akku oder Riss im Display sind noch lange kein Grund für ein neues Smartphone. Eine Reparatur schont Geldbeutel und Umwelt. Als günstige Alternative zur Instandsetzung beim Hersteller gibt es mittlerweile viele kompetente Partner für Handy Reparatur Austausch und Display Glas Akku Wechsel. Oft ist es sogar möglich, das Handy bundesweit per Post einzuschicken.

Typische Anwendungsfälle sind neben den Display- und Akku Schäden auch die Reparatur von USB-Ladebuchsen, Lautsprechern, Mikrofonen oder die Reparatur eines Wasserschadens. Die Kosten sind überschaubar, der Akku-Austausch eines iPhone 12 Pro ist im oberen Preissegment angesiedelt und kostet zwischen 80 – 100€, je nach Anbieter. Um die Erwartungen der Kunden zu erfüllen, erfolgt vorab eine Fehlerdiagnose verbunden mit einer Kostenschätzung. Erst nach Freigabe des Auftrags wird mit der Arbeit begonnen. Liegt das Smartphone zur Ausbesserung vor, ist es bereits nach wenigen Stunden wieder einsatzbereit.

Von dem Versuch die Reparatur selbst durchzuführen raten Experten ab. Zu komplex ist die Technik im Gehäuse, das Gerät könnte irreparabel geschädigt werden. Des Weiteren würden neben Kosten für das Ersatzteil selbst auch Kosten für entsprechendes Werkzeug anfallen. Die Kostenersparnis sinkt also.

Gibt es umweltfreundliche Handys?

Über die Hälfte der Smartphones werden in asiatischen Ländern und unter Einsatz von Kohleenergie gefertigt. Überdies ist die Gewinnung der verbauten Rohstoffe ein aufwändiger und energieintensiver Prozess. Denn Kupfer, Silber, Gold und Platin gehören ebenso in dazu, wie Kunststoff und Glas.

Um wichtige Funktionen zu ermöglichen werden auch “kritische Rohstoffe” wie Kobalt, Indium und Wolfram verbaut. Diese sind nicht nur äußerst selten. Der Abbau erfolgt unter schlechten Bedingungen, da die Minen oft einstürzen und die Löhne für die Arbeitenden sehr niedrig sind. Immer öfter wird auch die Kinderarbeit der Herstellerkonzerne angeprangert.

Dies hat auch die Bundesregierung erkannt und fordert strengere Regeln für Smartphones, Tablets und Wearables. Zum Schutze der Umwelt soll der bessere Austausch von Teilen ermöglicht werden. Das Ziel – 7 Jahre lang sollen Ersatzteile und Sicherheitsupdates zu einem angemessenen Preis verfügbar sein. Aktuell müssen unabhängige Reparatur Anbieter mit refurbished Material arbeiten. Dieses ist zwar zu 100% kompatibel und funktionstüchtig, aber wurde nicht vom Hersteller selbst produziert. Laut Experten fehlt es daher oft an Teilen für eine fachgerechte und günstige Reparatur. Für die Kunden folgen daraus erhöhte Kosten. Statt einem kleinen Bestandteil im Smartphone muss eine größere Baugruppe ersetzt werden.

3 Tipps für eine nachhaltige Nutzung

Was kann man darüber hinaustun, um sein Smartphone so nachhaltig wie möglich zu verwenden? Denn nur in etwa ein Drittel aller Smartphones erleidet während der Nutzungsdauer einen schwerwiegenden Defekt, der einer Reparatur bedarf.

1. Das Smartphone schützen

Besitzt man ein Smartphone für mehrere hundert Euro, sollte in eine qualitative Schutzhülle und einen Schutz für das Display investiert werden. Das Risiko eines Glasbruchs sinkt rapide. In Folge verlängert sich die Lebensdauer des Geräts.

Diese praktischen Hüllen gibt es von verschiedensten Anbietern. Hüllen aus Holz, recyceltem Plastik aus dem Meer – auch hier kann auf Nachhaltigkeit geachtet werden.

2. Eine längere Nutzungsdauer

Gehört das alljährliche neue Smartphone wirklich zum Lifestyle? Die Lebensdauer eines Handys liegt zumeist nur bei 20-24 Monaten. Das Gerät funktioniert aber weiterhin. Man sollte sich daher die Frage stellen, ob es möglich ist, für 1-2 Jahre auf ein neues Smartphone zu verzichten.

3. Recycling

Ist das Handy kaputt, verwahren es viele in der Schublade als Ersatz. So sammeln sich über die Jahre einige Geräte an, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr genutzt werden. Es wird geschätzt, dass so über 35 Tonnen Silber sowie mehrere Tonnen Gold und Kupfer ungenutzt herumliegen.

Der bessere Weg ist die Spende an verschiedene Organisationen. Diese kümmern sich um ein fachgerechtes Recycling und eine optimale Wiederverwertung der seltenen Rohstoffe. Vereinzelt bekommt man sogar Geld dafür! Alternativ werden mit dem Erlös des Rohstoffverkaufs soziale Projekte unterstützt, die unter anderem den Arbeitenden der Kobaltminen zu Gute kommen.

Diese Schauspieler teilen sich die Synchronsprecher

Deutschland zählt neben vielen anderen Ländern zu einem Synchronland. Dies bedeutet, dass sämtlich ausländische Filme, welche in Deutschland ausgestrahlt werden, synchronisiert werden. Es wird eine deutsche Sprache auf die Stimmen der Schauspieler gelegt. Der wichtigste Standort für Synchronstudios in Deutschland ist Berlin. Aber nicht nur Filme werden synchronisiert, sondern eigentlich alle Bereiche in denen eine Stimme zum Einsatz gebracht wird. So kann man ebenfalls zum Beispiel beim Hörfunk als Synchronsprecher arbeiten. Hier sind Werbespots sehr beliebt oder auch die Aufnahme von Hörbüchern ist eine gelungene Alternative. Besonders bekannte synchronisierte Filme sind Animationsfilme, in denen erfundenen Figuren oder märchenhaften Tieren eine Stimme vergeben wird.

Voraussetzungen als Synchronsprecher

Als Synchronsprecher zu arbeiten ist ein anspruchsvoller Job, der ebenfalls Schauspielkönnen voraussetzt. Mit der Stimme werden Emotionen und Handlungen weitergegeben und visualisiert. Hier gilt als besondere Herausforderung, dass man zur Übermittlung des Gefühls lediglich die Stimme zur Verfügung hat, wohingegen man als Schauspieler auch mit Gesten arbeiten kann. Ein perfektes Timing als Synchronsprecher wird ebenfalls vorausgesetzt, denn die Stimme muss genauestens auf die Lippenbewegungen abgestimmt werden. Ansonsten verliert die Aktion schnell an Glaubwürdigkeit. Ebenso müssen Ungleichheiten ausgeglichen werden, wie zum Beispiel sind natürlich die einzelnen Buchstaben in den Kontexten, aufgrund der verschiedenen Sprachen, unterschiedlich. So kann der Schauspieler gerade ein „i“ in seinem Wort verwenden, wohingegen der Synchronsprecher im Deutschen aber ein „u“ verwenden muss. So Unebenheiten heißt es geschickt auszugleichen.

Wer synchronisiert wen?

Einer der bekannteste deutschen Synchronsprecher ist nun leider verstorben. Er synchronisierte mehrere Stimmen von bekannten Hollywood Größen wie Johnny Depp oder auch Brad Pitt. Michael Deffert wurde nur 53 Jahre alt und war stets ein beliebter Synchronsprecher. Allerdings ist es nicht unüblich, dass die Stimmen zu den Stars öfters mal getauscht werden. So teilen sich bekannte Stars sehr oft nur einen Synchronsprecher. Michael Deffert haben wir ja bereits erwähnt. Kannten Sie schon Dietmar Wunder? Er verleiht seine Stimme Daniel Craig, Adam Sandler oder auch Cuba Gooding Jr. Hier kann er bereits mehr als 750 Sprechrollen vorweisen.

Dann haben wir noch Manfred Lehmann als absoluten Star am Synchronsprecherhimmel. Mit seiner wiedererkennbaren und markanten Stimme spricht er zum Beispiel für Bruce Willis, Kurt Russel und ebenso Gérard Depardieu. Und wer kennt nicht den Werbespruch „20 % auf alles – außer auf Tiernahrung“? Jawohl, auch dies ist Manfred Lehmann.

Joachim Tennstedt, ebenfalls einer der favorisiertesten Synchronsprecher aus Deutschland wurde durch den Regisseur Michael Miller entdeckt. Dieser ließ Joachim Tennstedt für einen Horrorfilm synchron sprechen, womit auch schon die Karriere als Synchronsprecher begann.

Jetzt kommen wir einmal zu der bekanntesten weiblichen Synchronstimmen. Daniela Hoffmann ist bereits seit Jahrzenten dicke im Geschäft. 1988 synchronisierte sie bereits die Stimme von Hollywoodsternchen Julia Roberts. Dann sind da noch Ally McBeal und Ellie, das Mammut, welchen sie ihre Stimme verleiht.

Ebenfalls eine sehr beliebte weibliche Synchronsprecherin ist Andrea Aust. Die gelernte Sprachwissenschaftlerin verleiht ihre deutsche Stimme an Schauspieler wie Courteney Cox, Daryl Hannah und Michelle Pfeiffer.

Zu erwähnen haben wir noch Tilo Schmitz. Tilo Schmitz ist bekannt für seine Stimme als Ron Perlman, Ving Rhames und Michael Clarke Duncan. Seine sehr tiefe Stimme passt aber auch hervorragend zu Kater Karlo, welcher in einigen Disney-Filmen zu finden ist.

Und wen haben die Hollywoodgrößen Al Pacino, Kevin Costner und Pierce Brosnan gemeinsam? Den deutschen multitalentierten Frank Glaubrecht. Er arbeitet nicht nur als Synchronsprecher, sondern außerdem noch als Synchronregisseur, Schauspieler und Hörbuchsprecher.

Was tun um Synchronsprecher zu werden?

Es gibt keine konkrete Ausbildung zum Synchronsprecher. Hier kann durchaus ein Quereinstieg erfolgsversprechend sein. Hilfreich kann natürlich ein Studium in Richtung Schauspiel oder Dramaturgie sein, was es einem ermöglicht, intensiver in die einzelnen Rollen hinein zu tauchen. Der Schlüssel, selbstverständlich, ist die eigene Stimme und diese kann man durchaus trainieren, so wie es ja auch Sänger zum Beispiel regelmäßig tun. Als Übung kann auch schon lautes Lesen hilfreich sein. Hier können es anfangs einfache Artikel und Geschichten sein, später dann mehr umfangreiche Texte, welche verschiedene Charaktere beinhalten. Das regelmäßige Aufnehmen von Hörproben hilft dabei, seine eigenen Fähigkeiten weiter auszubauen. Wenn die Fähigkeiten soweit ausgeweitet sind, dass man sich selber durchaus als einsetzbaren Synchronsprecher bezeichnen würde, dann heißt es hartnäckig suchen. Kontakte in der Welt der Medien sind hier durchaus hilfreich. Auch können schon mal Castings ausgeschrieben sein, bei denen man vorstellig werden kann. Wo ein Wille, da auch ein Weg.

Rückblick: So hat sich die EM finanziert

Die EM 2020 war ein Wettbewerb mit vielen Neuerungen. Die auffälligste Änderung bestand sicherlich im Austragungsjahr, welches wegen der Pandemie auf 2021 verschoben werden musste. Darüber hinaus fand der Wettbewerb nicht ein einem Land statt, sondern in vielen verschiedenen. Doch auch anderweitig gab es Neuerungen: Im Jahr 2016 lief ein langer Sponsoring-Zyklus aus und es kamen sehr viele neue Sponsoring-Partner hinzu. Doch welche waren das eigentlich welche Zeichen sendet dies für die Zukunft?

Die Sponsoring-Landschaft hat sich verändert

Ein Blick in die Stadien während der Europameisterschaft hat es gezeigt: Die Sponsoring-Landschaft hat sich in erheblichem Maße verändert. Gab es mit dem chinesischen Haushaltsgeräte- und TV-Hersteller Hisense bei der EM 2016 erst einen chinesischen Sponsor, kommt mittlerweile ein Drittel aller Partner aus dem Reich der Mitte:

1. Alipay

Hierbei handelt es sich um das Online-Bezahlsystem der großen chinesischen E-Commerce-Plattform Alibaba.  Alipay hat weltweit über 500 Millionen Nutzer und einen Marktanteil von über 50% in China.

2. Hisense

Hisense ist vor allem für seine Fernsehgeräte bekannt, stellt zusätzlich allerdings auch andere wichtige Produkte her:

  • Klimaanlagen
  • Haushaltsgeräte
  • Mobiltelefone und Tablets

Als Sportsponsor ist das Unternehmen schon länger tätig. So war es bereits einige Jahre lang Premiumpartner des FC Schalke 04 (Saison 2014/2015 und nachfolgende) und offizieller Sponsor der Fußball-EM 2016 sowie der Fußball-Weltmeisterschaft 2018.

3. TikTok

TikTok gehört mit seinen Kurzvideos vor allem bei Jugendlichen zu den größten sozialen Netzwerken weltweit. Bei der EM 2020 wurde die Plattform erstmal Sponsor einer der großen Fußballwettbewerbe in Europa und wollte damit vor allem bei der Zielgruppe der Über-Dreißigjährigen punkten. Das scheint der Plattform geglückt zu sein, wie dieser Artikel zeigt.

4. VIVO

VIVO gehört zu den 4 größten Smartphone-Herstellern der Welt. Der Hersteller aus China ist jedoch in Europa noch nicht so bekannt und nutzt das Sport-Sponsoring als Türöffner in den Markt. Die Geschäftszahlen für 2021 werden zeigen, ob dies letztlich gelungen ist.

China möchte den eigenen Einfluss erhöhen

Während der Partien der EM 2020 zeigte sich chinesische Bandenwerbung zum Teil besonders auffällig: Die Zuschauer bekamen Banner in chinesischen Schriftzeichen zu sehen.

Man geht allgemein davon aus, dass die chinesische Regierung durch das Sport-Sponsoring generell mehr Einfluss auf die großen Verbände nehmen möchte.

Dies wird insbesondere im Hinblick auf die Ausrichtung der FIFA WM 2030 interessant. China möchte den Wettbewerb gern ins eigene Land holen. Dafür sind chinesische Unternehmen bereit, deutlich höhere Sponsoring-Summen zu bezahlen als europäische Wettbewerber. So soll der im Jahr 2018 geschlossene Deal zwischen Alipay und der UEFA über Jahre Laufzeit ein Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro aufweisen.

Auch europäische und US-Sponsoren dabei

Neben den chinesischen Sponsoren traten natürlich auch noch weitere Sponsoring-Partner in Erscheinung:

  • Coca-Cola (hier hat das Sponsoring eine lange Tradition – bereits 1907 begannen entsprechende Aktivitäten)
  • FedEx (neben Fußball auch Tennis-Sponsoring)
  • Just Eat Takeaway (das niederländische Unternehmen ist hierzulande als Lieferando bekannt)
  • Volkswagen (auch der weltweit agierende Autokonzern betätigt sich schon sehr lange im Sport-Sponsoring)
  • Heineken (der niederländische Brauerei-Konzern war 2020 auch nicht zum ersten Mal dabei und agiert auch in vielen anderen Sportarten)
  • com (Das Unternehmen gehört zum US-Unternehmen Bookings Holding Inc.. Der aktuelle Sponsoring-Vertrag mit der UEFA läuft noch bis zum Jahr 2022)

Darüber hinaus gehörte auch noch das russische Energieunternehmen Gazprom zu den Sponsoren der UEFA EURO 2020. Der Anbieter ist ansonsten vor allem als Premium-Partner und Trikot-Sponsor des FC Schalke 04 bekannt.

Zu guter Letzt reihte sich auch Qatar Airways in den Reigen der Sponsoren der EURO 2020 ein. Die Airline ist gerade im Fußball äußerst aktiv:

  • FC Bayern München
  • FIFA
  • Paris Saint-German
  • AS Rom
  • Boca Juniors
  • KAS Eupen
  • CONMEBOL

Dass die nächste WM im Jahr 2020 in Qatar stattfindet, dürfte auch dem großzügigen FIFA-Sponsoring des Fluganbieters zu verdanken sein.

Ausrüster: die meisten Teams setzen auf 3 Hersteller

Auch wenn Adidas offizieller Lizenznehmer der EURO 2020 war, obliegt die Ausrüstung mit Trikots und Fußballschuhen der Entscheidung der einzelnen Landesverbände. Ein Blick in das Sortiment bekannter Shops zeigt jedoch bereits: Hier machen vor allem 3 Ausrüster das Rennen:

  • Adidas: Deutschland, Belgien, Spanien, Russland, Schweden, Wales, Ungarn, Schottland
  • Puma: Italien, Österreich, Schweiz, Tschechien
  • Nike: Frankreich, England, Niederlande, Kroatien, Portugal, Polen, Türkei, Finnland, Slowakei

Nur Dänemark (Hummel), Nordmazedonien (Jako) und die Ukraine (Joma) haben sich abseits der bekannten Anbieter ausrüsten lassen.

Beim EM-Sponsoring verschieben sich die Gewichtungen

Die UEFA hat sich die Werberechte bei der EM 2020 von den Sponsoren teuer bezahlen lassen. Doch hierbei zeigt sich auch, welches wirtschaftliche Gewicht die großen Unternehmen aus China mittlerweile mit sich bringen. Diese haben durch hohe Sponsoring-Beträge viele europäische Unternehmen verdrängt. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend in der Zukunft fortsetzen wird und ob China damit die eigenen Ziele mit einer eigenen Weltmeisterschaft im Jahr 2030 erreichen kann.

Grüne Alternativen für den Alltag: Verpackungsmüll reduzieren

39 Kilogramm – so viel Verpackungsmüll produziert ein Deutscher durchschnittlich pro Jahr. Damit sind wir in Europa Spitzenreiter, denn der europäische Durchschnitt liegt nur bei 33 kg pro Jahr. Die Weltmeere ächzen unter diesem extrem langlebigen Müll, denn eine PET-Flasche braucht ca. 450 Jahre, um komplett zersetzt zu werden. Aus diesem Grund wird es höchste Zeit, über entsprechende nachhaltige Alternativen nachzudenken. Mittlerweile existieren sehr viele spannende Ansätze. Doch welche sind das eigentlich und wie können wir ins grüne Abenteuer starten?

Plastikflaschen reduzieren und Leitungswasser verfeinern

Jährlich werden über 500 Milliarden Plastikflaschen produziert. Ein Großteil davon findet bei der Abfüllung und beim Transport von Mineralwasser Verwendung. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, auf Leitungswasser umzusteigen. Hierbei ergeben sich gleich mehrere Spar-Effekte:

  • Weniger Produktion von Plastikflaschen
  • Keine CO-Emissionen für den schweren Transport von Wasser
  • Keine Emissionen bei der Entsorgung oder dem Recycling der Flaschen

Nun ist Leitungswasser nicht gerade für jeden eine Köstlichkeit. Genau hier setzt Waterdrop an. Dabei wird bewusst auf Plastikflaschen verzichtet und die Mini-Verpackung ist zu 97% recyclebar.

.2 Schonende Reinigungsmittel mit Bio-Verpackung

Auch im Bereich der Reinigungs- und Spülmittel existiert ein großes Sparpotenzial für Verpackungsmüll. Zusätzlich lässt sich auch noch auf anderem Wege die Umwelt schonen: Schonende Inhaltsstoffe, die die Wasserverunreinigung senken. Ein gutes Beispiel ist in diesem Zusammenhang Everdrop. Hier lassen sich folgende Vorteile nutzen:

  • Waschmittel wird an die Wasserhärte angepasst
  • Weniger Plastik bei der Verpackung der Reinigungsmittel
  • Biologisch abbaubare Spülmaschinen-Tabs
  • Natürliche Inhaltsstoffe

Somit bietet sich auch im Bereich der Reinigungsmittel die Möglichkeit, auf grüne Alternativen ausweichen zu können. Wer darüber hinaus Überdosierungen vermeidet, schont die Umwelt zusätzlich.

Tipp: Gerade Handseife wird heute oft in Plastik-Spendern gekauft. Auch dies sorgt für unnötigen Plastikmüll. Dabei existieren auch hier spannende grüne Lösungen. Ob nun Seifentabs oder Pulver, mit denen sich zu Hause Seite herstellt – auch hier lässt sich viel für die Umwelt tun.

3. Unverpackt-Märkte: Auch bei Lebensmitteln Plastikmüll sparen

Heute haben wir zudem die Möglichkeit, auch beim ganz normalen Lebensmittel-Einkauf den Plastikmüll erheblich zu reduzieren. Sogenannte „Unverpackt-Märkte“ stellen zahlreiche Waren ohne Verpackung zur Verfügung. Dies funktioniert natürlich gerade bei Obst und Gemüse besonders gut. Mittlerweile dürfen Kund*innen jedoch auch eigene Gefäße für Produkte wie Wurst, Käse und Fleisch mitbringen, um den Verpackungsmüll zu vermeiden. Wer sich für entsprechende Möglichkeiten interessiert, findet hier eine entsprechende Ladenliste.

Tipp: Auch in herkömmlichen Supermärkten lässt sich der Müll bei einigen Waren reduzieren. So können Obst und Gemüse oft auch einzeln erworben werden. Ähnlich sieht es bei Backwaren aus. Wer hier eine Papiertüte oder eine Brot-Transportdose oder Ähnliches mitbringt, leistet erneut einen Beitrag zur Müllvermeidung.

4. Beim Transport ist der Mehrweg-Ansatz angesagt

Tragetaschen für den Einkauf bieten ebenfalls Ansatzpunkte für die Vermeidung von Plastikmüll. Auf den ersten Blick erscheint dies ganz einfach: Einfach Stoff- oder Papiertüten wählen statt der Plastik-Alternative. Leider ist dies ein Trugschluss. Auch die vermeintlich umweltfreundlicheren Lösungen lohnen sich nur dann, wenn sie häufiger verwendet werden.

Die beste Lösung besteht also darin, einmalig 2-3 Stofftaschen zu kaufen und diese daraufhin immer wieder zum Einkaufen mitzunehmen. Dabei helfen folgende Strategien:

  • Taschen nach dem Auspacken immer an den gleichen Ort legen (gegen das Vergessen)
  • Tragetaschen hin und wieder waschen (für die Hygiene)
  • Tragetaschen passend zum Platzbedarf wählen

Auf grüne Alternativen setzen und dabei die Umwelt schonen

Abschließend lässt sich festhalten, dass Plastikmüll auch heute schon sehr einfach vermieden werden kann. Ob mit innovativen Produkten, dem Einkauf in Unverpackt-Märkten oder dem Mehrweg-Ansatz bei Tragetaschen – die Möglichkeiten sind bereits sehr vielfältig. Darüber hinaus wird es künftig jedoch immer wichtiger, dass staatliche Vorgaben entsprechendes Verhalten unterstützen. Nur so lässt sich breitflächig eine deutliche Müllreduzierung erreichen. Bis es so weit ist, kann jedoch jeder Einzelne bereits etwas für mehr Nachhaltigkeit tun.

Gründen in Zeiten zu Corona

Die Corona-Pandemie hat nicht nur das Weltgeschehen verändert, sondern stellt auch angehende Firmengründer und Entrepreneure vor noch nie dagewesene Herausforderungen. Unzählige Branchen sind von der Krise betroffen und mussten so einige Einbußen hinnehmen, während krisenfeste Konzepte förmlich aufgeblüht sind und enorme Umsätze generiert haben. Die Corona-Krise auch als Chance zu sehen, klingt für viele Neugründer heutzutage äußert verlockend. Doch für die meisten angehenden Firmengründer stellt sich die Frage: wie sicher ist eigentlich eine Gründung in Zeiten von Corona?

Die globale Pandemie hat die Art und Weise, wie Menschen leben, sich fortbewegen und reisen, aber auch miteinander kommunizieren, maßgeblich verändert. Während Branchen wie der Tourismus oder die Gastronomie besonders hart von der Pandemie getroffen wurden, konnten beispielsweise digitale Geschäftsideen oder Unternehmen, die im Online-Marketing tätig sind, hohe Gewinne erzielen. Somit lässt sich sagen: auch in einer Pandemie-Zeit kann man ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen. Hierbei kommt es auf das richtige Konzept oder eine geeignete Nische an. Hat man dies für sich entwickelt oder entdeckt, kann man sich auch schon an die Gründung des Unternehmens machen.

Die richtige Finanzplanung an erster Stelle

Zu Beginn einer jeden Gründung stellt sich natürlich die Frage, wie sich das Unternehmen finanzieren wird bzw. mit welchen Mitteln man das Unternehmertum schaffen möchte. Eine Existenzgründung ist nicht nur ein Motor für wirtschaftliches Wachstum und Gewinn, sondern kostet in der Regel auch Geld – dieses sollte im besten Fall auch bald nach der Gründung generiert werden. Nur wenig Menschen verfügen über entsprechende Rücklagen, um alle Kosten, die am Anfang mit einer Unternehmensgründung verbunden sind, auch decken zu können. Vor allem, wenn die Pandemieauswirkungen zu unvorhersehbaren Entwicklungen sorgen können.

Deshalb sollten wichtige Punkte wie der Investitionsaufwand, eine ungefähre Umsatzplanung, die Kostenerfassung sowie die allgemeinen Gründungskosten (wie beispielsweise Beratungskosten oder Ausgaben für die Geschäftsausstattung) gleich zu Beginn mitbedacht werden. Im Idealfall bildet man all das in einem Finanzplan ab – das hilft nicht nur beim Gründen, sondern kann in der Regel auch potenzielle Investoren oder Kapitalgeber ansprechen, da eine gute Planung auch von Glaubwürdigkeit zeugt.

Auch sollte man sich an dieser Stelle bereits an Gründerservices, Unternehmensberatungen oder Business Angels wenden, da diese mit Hilfe in Form von Erfahrungen, Know-how oder finanziellen Mitteln Neugründern zur Seite stehen können. Man sollte sich auch früh genug an das Bundesland, in dem man ansässig ist oder die Gründung erfolgt, wenden. Der Grund: die Bundesregierung stellt Förderprogramme und (finanzielle) Starthilfen zur Verfügung, die auf jeden Fall genutzt werden sollten. Diese können sogar das benötigte Startkapital darstellen und eine gute Alternative zu Krediten oder Darlehen von Banken oder anderen Fremdkapitalquellen bieten.

Auf das richtige Marketing kommt es an

Auch für die innovativste Idee oder das beste Konzept bedarf es die richtige Vermarktung. Es gilt, die Kunden wie auch den Markt, an dem die Geschäftsidee erfolgreich sein soll, zu überzeugen. Deshalb ist richtiges Marketing nach wie vor von großer Bedeutung – vor allem bei der Gründung eines Unternehmens, da man sich Gedanken über die Positionierung des Unternehmens oder der eigenen Marke machen muss. So kann das Produkt oder die Dienstleistung, die man anbieten möchte, auch langfristig und erfolgreich „installiert“ werden, wie es in der Fachsprache genannt wird.

Neben dem nötigen Gründergeist, der sich vor allem in der Pandemiezeit bei einigen Menschen aufgetan hat, sollte man deshalb auch auf die richtige Vermarktung setzen. Hier bedarf es vor allem einer sorgfältigen Planung, idealerweise in Form eines Marketingplans. Dieser sollte gut durchdacht, aber auch logisch und überzeugend konzipiert sein. Zwar ändert sich im Laufe des Entstehens die ein oder andere Idee, oder vielleicht sogar die strategische Ausrichtung des Unternehmens, aber vor allem während der Gründung kann ein solcher Grundstein von großer Bedeutung sein. Dieser kann in Form eines guten Marketingplans langfristig als wegweisender Ausgangspunkt dienen.

Die Krise als Chance

Die Corona-Krise hat vielen Gründern schlechte Startbedingungen gebracht, wenn man so möchte. Deshalb ist es besonders wichtig geworden, die richtigen bzw. in Corona-Zeiten passenden Konzepte zu entwickeln, die auch in einer Pandemie standhalten können. Die richtige Geschäftsidee zu entwickeln kann hier schon der erste, große Schritt sein, um ein erfolgreiches Unternehmen zu gründen. Vor allem digitale Geschäftsideen und Erfolge aus dem Online-Business oder Digital Marketing haben gezeigt, dass die Corona-Krise auch als Chance und Business Driver gesehen werden kann. Allgemein lässt sich auch sagen: wenn das Geschäftsmodell zu Corona bestehen kann, dann kann es auch danach bestehen.

Demografischer Wandel: Welche Herausforderungen erwarten uns in den nächsten Jahren?

Der demografische Wandel bezeichnet nach Definition der Bundeszentrale für politische Bildung „die  die Bevölkerungsentwicklung und ihre Veränderungen insbesondere im Hinblick auf die Altersstruktur, die Entwicklung der Geburtenzahl und der Sterbefälle, die Anteile von Inländern, Ausländern und Eingebürgerten sowie die Zuzüge und Fortzüge.“ Der demografische Wandel in Deutschland lässt bereits jetzt darauf schließen, dass die Gesellschaft dieses Landes in den kommenden Jahren eine immer vielfältigere wird. Doch sie wird auch immer älter, da die gesundheitliche Versorgung weitere Fortschritte macht und die Geburtenzahl niedrig ist. Ein grundsätzlicher Bevölkerungsrückgang ist bereits abzusehen. All diese Entwicklungen stellen Chancen dar, vor allem aber schaffen sie aber auch diverse Herausforderungen, denen Deutschland sich in den kommenden Jahren stellen muss.

Ursachen für den demografischen Wandel

Die Geburtenrate

Die Geburtenrate ist eine der drei Komponenten, die den demografischen Wandel beeinflusst. Sie hängt nicht nur vom Geburtenverhalten der Frauen einer Gesellschaft ab, sondern natürlich auch von der Anzahl potenzieller Mütter, die sich überhaupt in einem Land befinden.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Frauen heute weniger Kinder bekommen als früher. „Früher“, das heißt in diesem Fall vor etwas weniger als hundert Jahren. Frauen, die in den 1930er Jahren zur Welt kamen, hatten im Durchschnitt mehr als zwei Kinder. Doch schon zwischen 1937 und 1966 kam es zu einem extremen Anstieg des Anteils der Kinderlosen an allen Frauen eines Jahrgangs. Diese sogenannte endgültige Kinderlosenquote verdoppelte sich von 11 auf 21 Prozent.

Die Gründe für solch niedrige Geburtenzahlen können wirtschaftlich, politisch oder durch Kriege bedingt sein. Zum aktuellen Zeitpunkt dürfte vor allem der gesellschaftliche Wandel für weniger „Lust auf Kinder“ verantwortlich sein. So haben Kinder heute nicht mehr den gleichen „ökonomischen Stellenwert“ wie früher. Da Frauen heute (fast) die gleichen Chancen in der Arbeitswelt haben, wie Männer, lassen sich Kind und Job oftmals nicht mehr so gut vereinen. Die Entscheidung für eine Karriere bedeutet somit nicht selten auch die Entscheidung gegen mehrere oder gar gegen Kinder überhaupt.Im Jahr 1968 erreichte die endgültige Kinderzahl je Frau mit 1,49 Kindern in Deutschland ihren historischen Tiefstand. Erst nach 2010 stieg diese Zahl wieder ganz leicht an. Im Osten kamen einige Jahre mehr Kinder zur Welt als im Westen, seit 2020 hat sich aber auch das wieder geändert. Man geht stark davon aus, dass sich die durchschnittliche Kinderzahl in ganz Deutschland in naher Zukunft weiter erhöhen wird. Das ist allerdings nur eine mäßig gute Nachricht innerhalb einer besorgniserregenderen. Denn trotz dieser Geburtenzunahme wird die Zahl der in kommenden Generationen geborenen potenziellen Mütter und Väter niedriger bleiben als in jeweils vorhergehenden.

Die Sterberate

Nicht nur die niedrige Geburtenzahl, auch die steigende Lebenserwartung ist für eine demografische Alterung der Menschen in Deutschland verantwortlich. Kommen in einer Gesellschaft weniger Menschen auf die Welt und werden die Alten immer älter, wächst nun einmal der Anteil der Älteren gegenüber dem der Jüngeren.

Der zentrale Indikator, um ein immer länger werdendes Leben auszudrücken ist hierbei die sogenannte „Lebenserwartung bei Geburt“. Diese hat sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts verdoppelt. Der Hauptgrund dafür ist sicherlich eine bessere gesundheitliche Versorgung als früher sowie kontinuierlicher medizinischer Fortschritt. Gerade auch bestimmte Krankheiten, die früher meist tödlich endeten und deren Ursachen heute deutlich besser erforscht sind, lassen sich inzwischen viel besser behandeln.

Hinzu kommen Fortschritte in den Bereichen:

  • Hygiene
  • Ernährung
  • Wohnsituation

Deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen und nicht zuletzt damit einhergehend auch ein gestiegener Wohlstand wirken sich ebenfalls in nicht zu unterschätzender Weise auf die Sterblichkeit einer Gesellschaft aus.

Diverse Sterbetafeln zeigen, dass die Lebenserwartung Neugeborener heute (2021) durchschnittlich rund 81 Jahre beträgt – wobei jene der Mädchen wenige Jahre über der von Jungs liegt. Seit 1970 allein ist dies eine Zunahme von rund zehn Jahren. Außerdem lässt sich jetzt schon absehen, dass die Bevölkerung in Zukunft rapide immer älter wird. Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Anteil aller über 60-Jährigen an der gesamten Bevölkerung noch etwa nur acht Prozent betrug, geht man davon aus, dass es 2050 schon mehr als dreißig Prozent sein werden.

Die Migration

Auch räumliche Bevölkerungsveränderungen durch Migration, also durch Zu- und Abwanderungen, beeinflussen das Wachstum einer Gesellschaft oder eines Landes. Die Migration hat, im Gegensatz etwa zur demografischen Alterung, eine lange Geschichte und beeinflusst auch Deutschland selbstverständlich schon immer.

Grundsätzlich ist zu beobachten, dass sowohl der Anteil der Deutschen mit Migrationshintergrund als auch der der ausländischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung eher zunimmt. Während die Anzahl der Deutschen mit Migrationshintergrund 2005 etwa noch knapp 8 Millionen betrug, lag sie 2019 schon bei etwa 11 Millionen.

Die Integration der neu Zugewanderten und noch Zuwandernden ist eine große Herausforderung des demografischen Wandels für Deutschland. Mit Bildungsförderung, der doppelten Staatsbürgerschaft und Maßnahmen für einen Zugang zum Arbeitsmarkt versucht man ihr seit Jahren gerecht zu werden. Um die Unterbringung, Versorgung und Integration von Neuankömmlingen zu unterstützen sind zudem in etlichen Städten und Gemeinden ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aktiv.Menschen mit Migrationshintergrund sind in Deutschland durchschnittlich jünger als die Gesamtbevölkerung. Das hängt auch damit zusammen, dass mehr junge Menschen die Flucht aus Krisen- und Kriegsregionen wagen und es als Schutzsuchende in Länder wie Deutschland schaffen. Doch auch aus diversen EU-Staaten, die unter der Wirtschafts- und Währungskrise seit 2010 stärker zu leiden haben als etwa Deutschland, wandern zunehmend mehr Menschen ein. Europa ist somit auch die wichtigste Herkunftsregion der Menschen mit Migrationshintergrund. Die Zahl derjenigen mit Wurzeln im Nahen und Mittleren Osten nimmt allerdings rasch zu.

Die Integration ist schon seit Langem eine Herausforderung, die zumindest in Teilen gut angegangen wird. Der demografische Wandel bringt allerdings noch eine Reihe weiterer Herausforderungen für Deutschland mit sich, die in naher Zukunft noch viel stärker spürbar werden.

Die größten Herausforderungen

Armutsgefährdung der Älteren

In Deutschland gilt als armutsgefährdet, wer inklusive staatlicher Transferleistungen über weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. Betrachtet man sich Statistiken, fällt eindeutig auf, dass die Armutsgefährdungsquote von Senioren in Deutschland von 2005 bis 2019 drastischer gestiegen ist als die der gesamten Bevölkerung. Während insgesamt im Jahr 2005 noch „nur“ 14,7 Prozent der Menschen armutsgefährdet und es 2019 „nur“ 1,2 Prozent mehr waren, sieht die Zahl bei den Senioren mit einem Anstieg von 11 Prozent auf 15,7 Prozent schon erschreckender aus.

Das große Problem ist, dass das Rentenniveau durch die demografische Entwicklung und rentenrechtliche Veränderungen kontinuierlich sinkt. Zugleich aber wirkt die zum Ausgleich geschaffene private Altersvorsorge nicht flächendeckend. Kommt es auf Seiten der Politik nicht zu mehr Einsatz und zahlen Arbeitgeber nicht höhere Löhne, muss der durchschnittliche Arbeitnehmer so früh wie möglich selbst aktiv werden.

Neben derlei privat getroffenen Maßnahmen muss die Politik vor allem einem Problem ins Auge schauen: Das Durchschnittseinkommen der Personen ab 65 Jahren muss stärker steigen, um nicht hinter jenem der Gesamtbevölkerung zurückzubleiben. Andernfalls ist bei derlei unterdurchschnittlichen Einkommenspositionen bei Renteneintritt zukünftig verstärkt und dauerhaft mit zunehmender Altersarmut zu rechnen. Es geht dann darum, nicht nur privat Geld fürs Alter neben der Rente zurückzulegen, sondern etwa auch an die Familie zu denken. Damit Hinterbliebene – gerade auch Partner oder Partnerin – beispielsweise nach dem eigenen Ableben keine hohen Kosten für die Bestattung zu tragen haben, kann sich etwa der Abschluss einer Sterbegeldversicherung lohnen. Dabei handelt es sich um eine lebenslang laufende Versicherung auf den Todesfall mit einer Versicherungssumme meist zwischen 1.500 Euro und 15.000 Euro. Wer eine solche Versicherung abschließen möchte, sollte sich im Vorfeld gut informieren, um individuell passende Leistungen zu sichern.

Mehr Pflegebedürftige

Die Alterung der Gesellschaft führt auch dazu, dass immer mehr Deutsche von Pflegebedürftigkeit betroffen sind. Innerhalb von zwanzig Jahren hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland verdoppelt. Waren es 1999 noch 2,02 Millionen so zählte man im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes 2019 schon 4,13 Millionen Menschen zu den Pflegebedürftigen.

Da zunächst kein Ende Alterung der Gesellschaft abzusehen ist, erwarten Prognosen auch für die kommenden Jahre weiterhin eine Zunahme der Pflegebedürftigen. Rund 80 Prozent aller Pflegebedürftigen werden im eigenen häuslichen Umfeld betreut. Der Anteil all jener, die in Heimen betreut werden, geht kontinuierlich zurück. Was zunächst positiv klingen mag – mehr junge Menschen oder Partner/innen scheinen in der Lage und bereit zu sein, sich um ihre Verwandten zu kümmern, ist nicht unproblematisch. Denn Heime werden immer mehr zum Wohnort von hochgradig Pflegebedürftigen – also solchen, die auf professionelle Hilfe angewiesen sind. Die Attraktivität der Heime für eher „leichte“ Pflegefälle wird damit sinken. Das belastet mitunter Familien, die sich gezwungen fühlen, die Pflege selbst in die Hand zu nehmen, eigentlich aber nicht über die notwendigen Mittel, die Erfahrung und die Zeit verfügen.

Bei der derzeitigen bereits erläuterten demografischen Entwicklung werden in naher Zukunft auch vermehrt Migrantinnen und Migranten von Pflegebedürftigkeit im Alter betroffen sein. Mit einer Abnahme der Zahl an Erwerbspersonen stellt sich die Frage nach adäquater Versorgung auch dieser Pflegebedürftigen. Hinzu kommt hier die Herausforderung, die Menschen mit Migrationshintergrund entsprechend ihrer Herkunft anders oder besser gesagt, auf kulturelle Besonderheiten hin sensibilisiert zu behandeln. Menschen mit Migrationshintergrund in der Pflege könnten Personalengpässe schließen und diese interkulturelle Sensibilität im Gesundheits- und Pflegewesen ankurbeln.

Höhere Gefahr der Einsamkeit im Alter für Frauen

Dass der demografische Wandel auch mit einem Problem einhergeht, dass die psychische Gesundheit vieler Deutscher betrifft, wird oft unter den Tisch gekehrt oder schlichtweg vergessen. Ein Problem jedoch ist eng verzahnt mit dem Problem der älter werdenden Gesellschaft und bildet einen gesonderten Teil davon. So ist in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur die Zahl der 65-Jährigen und Älteren stark angestiegen. Auch bei der Geschlechterverteilung lässt sich nach wie vor ein Missverhältnis feststellen.

Denn der Anteil der Frauen unter den Ältesten liegt über dem der Männer. Bei den Menschen ab 65 Jahren hat sich dieses Problem leicht gebessert. Waren es 1991 noch 7,9 Millionen Frauen gegenüber 4,1 Millionen Männer waren es 2019 „nur noch“ 10,2 Millionen Frauen gegenüber 7,9 Millionen Männern.

Mehr alleinstehende ältere Frauen haben potenziell mehr Bedarf an professioneller und dabei mitunter eben auch psychologischer Hilfe. Denn wie auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hervorhebt, ist Einsamkeit im Alter ein ernstzunehmendes Problem. Angesprochene Hilfe aber muss erst einmal gegeben sein – sind doch viele psychologische Praxen sowieso schon ausgelastet.Problematisch wird es aber bei den 85-jährigen und älteren Frauen. Sie machten 2019 noch 68 Prozent der Hochbetagten aus. Das liegt ganz einfach daran, dass die Lebenserwartung von Frauen einige wenige Jahre über derer der Männer liegt. Viele dieser Frauen über 85 sind vielleicht grundsätzlich noch körperlich und geistig fit und mitunter Jahre davon entfernt pflegebedürftig zu werden. Dennoch kann es sein, dass das Alleinsein ihnen psychisch stark zusetzt.

Hinzu kommt, dass gesellschaftlich isolierte Menschen oft auch gar nicht so leicht zu erreichen sind, wenn sie sich selbst mit ihren Sorgen nicht zu Wort melden. Hier bedarf es diverser kreativer Zugänge, um Netzwerke zu stärken und die Sensibilisierung für schwer zu erreichende Gruppen zu fördern. Es wird zukünftig auch mehr Modellprojekte für die gesellschaftliche Teilhabe Älterer geben und einen stärkeren Einsatz für Mehrgenerationenhäuser seitens der Politik geben müssen.

Wachsende Großstädte, schrumpfende Landbevölkerung

Im Jahr 2015 gab es das höchste Bevölkerungswachstum seit 1992. Allerdings lag das nicht an der Geburtenrate – diese nämlich ist, wie bereits erwähnt, historisch niedrig. Grund für das starke Wachstum war einzig und allein die Zuwanderung aus dem Ausland. Ein Problem, das hiermit einhergeht: In der Regel zieht es Zuwandernde in Großstädte. Das führt zu einer ungleichen Verteilung stark wachsender Metropolen und schrumpfender Klein- und Mittelstädte.

Daneben wird es genauso wichtig sein, schrumpfende Städte wieder attraktiver zu machen. Das bedeutet: Die Wirtschaft zu fördern, um den Zuzug von Bewohnern zu erhöhen. Dabei spielen vor allem auch eine Verbesserung der digitalen und sozialen Infrastruktur, aber auch kulturelle Angebote, bessere Verkehrsanbindungen und integrative Maßnahmen eine entscheidende Rolle.Das Problem urbaner Schrumpfung ist kein Neues. Dennoch stehen Städte, die mit diesem Problem vorher nie zu kämpfen hatten, vermehrt vor der Aufgabe, sich auf strategisch ausgerichtete Planungsprozesse einzulassen. Bund und Staat unterstützen sie nur dann, wenn „Integrierte Stadtentwicklungskonzepte“ vorliegen. Solche Konzepte entstehen nicht über Nacht und müssen immer wieder verbessert und an sich verändernde Umstände angepasst werden.

Besonders drastisch ist der Rückgang der Bevölkerung auf dem Land. Der Anteil der Bevölkerung, der auf dem Land lebt, hatte 2020 den niedrigsten Stand seit 1871 erreicht. Vor allem junge Menschen meiden das Land heute und ziehen eher in Mittel- und Großstädte. Auch hier besteht also Stärkungsbedarf des ländlichen Raums. Gerade an Hochschulen auf dem Land mangelt es bislang stark. Entsprechende Konzepte und Baumaßnahmen kosten aber nicht wenig Geld und bedürfen oftmals ebenfalls jahrelanger Planung.

Mehr Bedarf an Umweltschutz

Der Wandel der Bevölkerungsstruktur in Deutschland wird sich auch auf die Umwelt und auf den Bedarf an Naturschutz auswirken – und das nicht nur auf dem Land, sondern genauso auch in Städten. Allerdings lässt sich der Einfluss des demografischen Wandels auf die Natur nur selten auf einzelne Veränderungen zurückführen.

Auf dem Land wiederum bieten sich vor allem dort Möglichkeiten, den Umweltschutz voranzutreiben, wo etwa alte Industrie- und Wohnanlagen nicht mehr gebraucht werden. Hier können neue Flächen geschaffen werden, auf denen sich die Natur erholen und neu entwickeln kann.Fest steht aber, dass mit einer Zunahme von Einwohnerzahlen in Städten auch ein erhöhter Bedarf an integrierter Naturfläche besteht. Der Erhalt und die Schaffung von Grünflächen wie Parks, Spielplätzen oder botanischen Gärten steigert dabei nicht nur die Lebensqualität der Stadtbevölkerung. Vielmehr kann durch mehr Grünfläche auch eine Reduktion von Lärm und Schadstoffen erfolgen. Nicht zuletzt lernen in Städten aufwachsende Kinder in der Natur am besten auch Dinge über die Natur, die sie später wieder etwa zum Schutz der Umwelt anwenden können. Projekte, wie die „Gartenarbeitsschule“ in Berlin, bei welcher die Teilnehmer aus verschiedenen sozialen Schichten und Generationen Gartenarbeit nähergebracht bekommen, sind Beispiele für kreative Maßnahmen.

Neue und kostspielige bildungspolitische Aufgaben

Auch das deutsche Bildungssystem wird in den kommenden Jahren stärker vom demografischen Wandel beeinflusst werden. Das liegt vor allem an der sinkenden Bevölkerungszahl, die in direkter Weise den Bedarf an Bildungseinrichtungen und das Personal vor neue Herausforderungen stellt. Wie bereits erläutert, ist vor allem in ländlichen Regionen mit einer starken Abwanderungsrate zu rechnen. Anpassungen der regionalen Angebote an Bildungseinrichtungen werden kaum aufzuhalten sein. Gleichzeitig muss man sich aber mit dem ebenfalls bereits genannten Problem auseinandersetzen, wie bei einer Verkleinerung der Bildungsangebote aufgrund weniger Bedarf dennoch die Attraktivität des ländlichen Raums auch im Sektor Bildung erhalten bleibt.

Denn, obwohl viele Kinder von Zugewanderten zwar sogar in Deutschland geboren sind und die deutsche Staatsangehörigkeit haben, wird in der Familie nicht selten noch rein in der Herkunftssprache der Eltern kommuniziert. Wenn mit dem Beginn der Schulzeit keine grundlegenden Deutschkenntnisse vorhanden sind, können diese Kinder den Anforderungen bereits des schulischen Lernens in der Vor- und Grundschule nicht gerecht werden. Die frühkindliche und schulische Bildung wird sich zukünftig dieser Herausforderung in deutlich stärkerem Maße stellen müssen.In größeren Städten wiederum ist damit zu rechnen, dass die Zahlen an Kita-Kindern, Schülern, Auszubildenden und Studierenden weiter rapide ansteigen wird. Vor allem hier muss man sich nicht nur mit ebenfalls einer Anpassung der Bildungsangebote hinsichtlich der Quantität, sondern auch deren Qualität beschäftigen. Die Zuwanderung der Menschen aus dem Ausland etwa stellt das Bildungssystem vor neue Herausforderungen.