Plastik wird mehr und mehr zu einem echten Problem für die Umwelt. Gerad ein Deutschland verursachen die Menschen überdurchschnittlich viel Plastikmüll. Mit entsprechenden Strategien können wir jedoch etwas dafür tun, den Müllausstoß zu reduzieren.

Grüne Alternativen für den Alltag: Verpackungsmüll reduzieren

39 Kilogramm – so viel Verpackungsmüll produziert ein Deutscher durchschnittlich pro Jahr. Damit sind wir in Europa Spitzenreiter, denn der europäische Durchschnitt liegt nur bei 33 kg pro Jahr. Die Weltmeere ächzen unter diesem extrem langlebigen Müll, denn eine PET-Flasche braucht ca. 450 Jahre, um komplett zersetzt zu werden. Aus diesem Grund wird es höchste Zeit, über entsprechende nachhaltige Alternativen nachzudenken. Mittlerweile existieren sehr viele spannende Ansätze. Doch welche sind das eigentlich und wie können wir ins grüne Abenteuer starten?

Plastikflaschen reduzieren und Leitungswasser verfeinern

Jährlich werden über 500 Milliarden Plastikflaschen produziert. Ein Großteil davon findet bei der Abfüllung und beim Transport von Mineralwasser Verwendung. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, auf Leitungswasser umzusteigen. Hierbei ergeben sich gleich mehrere Spar-Effekte:

  • Weniger Produktion von Plastikflaschen
  • Keine CO-Emissionen für den schweren Transport von Wasser
  • Keine Emissionen bei der Entsorgung oder dem Recycling der Flaschen

Nun ist Leitungswasser nicht gerade für jeden eine Köstlichkeit. Genau hier setzt Waterdrop an. Dabei wird bewusst auf Plastikflaschen verzichtet und die Mini-Verpackung ist zu 97% recyclebar.

.2 Schonende Reinigungsmittel mit Bio-Verpackung

Auch im Bereich der Reinigungs- und Spülmittel existiert ein großes Sparpotenzial für Verpackungsmüll. Zusätzlich lässt sich auch noch auf anderem Wege die Umwelt schonen: Schonende Inhaltsstoffe, die die Wasserverunreinigung senken. Ein gutes Beispiel ist in diesem Zusammenhang Everdrop. Hier lassen sich folgende Vorteile nutzen:

  • Waschmittel wird an die Wasserhärte angepasst
  • Weniger Plastik bei der Verpackung der Reinigungsmittel
  • Biologisch abbaubare Spülmaschinen-Tabs
  • Natürliche Inhaltsstoffe

Somit bietet sich auch im Bereich der Reinigungsmittel die Möglichkeit, auf grüne Alternativen ausweichen zu können. Wer darüber hinaus Überdosierungen vermeidet, schont die Umwelt zusätzlich.

Tipp: Gerade Handseife wird heute oft in Plastik-Spendern gekauft. Auch dies sorgt für unnötigen Plastikmüll. Dabei existieren auch hier spannende grüne Lösungen. Ob nun Seifentabs oder Pulver, mit denen sich zu Hause Seite herstellt – auch hier lässt sich viel für die Umwelt tun.

3. Unverpackt-Märkte: Auch bei Lebensmitteln Plastikmüll sparen

Heute haben wir zudem die Möglichkeit, auch beim ganz normalen Lebensmittel-Einkauf den Plastikmüll erheblich zu reduzieren. Sogenannte „Unverpackt-Märkte“ stellen zahlreiche Waren ohne Verpackung zur Verfügung. Dies funktioniert natürlich gerade bei Obst und Gemüse besonders gut. Mittlerweile dürfen Kund*innen jedoch auch eigene Gefäße für Produkte wie Wurst, Käse und Fleisch mitbringen, um den Verpackungsmüll zu vermeiden. Wer sich für entsprechende Möglichkeiten interessiert, findet hier eine entsprechende Ladenliste.

Tipp: Auch in herkömmlichen Supermärkten lässt sich der Müll bei einigen Waren reduzieren. So können Obst und Gemüse oft auch einzeln erworben werden. Ähnlich sieht es bei Backwaren aus. Wer hier eine Papiertüte oder eine Brot-Transportdose oder Ähnliches mitbringt, leistet erneut einen Beitrag zur Müllvermeidung.

4. Beim Transport ist der Mehrweg-Ansatz angesagt

Tragetaschen für den Einkauf bieten ebenfalls Ansatzpunkte für die Vermeidung von Plastikmüll. Auf den ersten Blick erscheint dies ganz einfach: Einfach Stoff- oder Papiertüten wählen statt der Plastik-Alternative. Leider ist dies ein Trugschluss. Auch die vermeintlich umweltfreundlicheren Lösungen lohnen sich nur dann, wenn sie häufiger verwendet werden.

Die beste Lösung besteht also darin, einmalig 2-3 Stofftaschen zu kaufen und diese daraufhin immer wieder zum Einkaufen mitzunehmen. Dabei helfen folgende Strategien:

  • Taschen nach dem Auspacken immer an den gleichen Ort legen (gegen das Vergessen)
  • Tragetaschen hin und wieder waschen (für die Hygiene)
  • Tragetaschen passend zum Platzbedarf wählen

Auf grüne Alternativen setzen und dabei die Umwelt schonen

Abschließend lässt sich festhalten, dass Plastikmüll auch heute schon sehr einfach vermieden werden kann. Ob mit innovativen Produkten, dem Einkauf in Unverpackt-Märkten oder dem Mehrweg-Ansatz bei Tragetaschen – die Möglichkeiten sind bereits sehr vielfältig. Darüber hinaus wird es künftig jedoch immer wichtiger, dass staatliche Vorgaben entsprechendes Verhalten unterstützen. Nur so lässt sich breitflächig eine deutliche Müllreduzierung erreichen. Bis es so weit ist, kann jedoch jeder Einzelne bereits etwas für mehr Nachhaltigkeit tun.