Autos stellen nicht nur Luxusgüter, sondern vor allem notwendige Transportmittel dar

Auto-Leasing vs. Auto-Abo

Mehr als 48 Millionen Pkws sind aktuell in Deutschland gemeldet. Steigende Unterhaltungs- und Anschaffungskosten, der Diesel-Skandal, die angedrohte Abschaffung der Verbrennungsmotoren, die unzureichende Infrastruktur für E-Autos: All diesen Widrigkeiten zum Trotz möchten wir dennoch unser eigenes Fahrzeug besitzen, oder zumindest bei Bedarf jeder Zeit eines zur Verfügung haben.

Dabei hat dies weniger mit einer Trotzreaktion zu tun, als vielmehr mit der Notwendigkeit, mit der Hilfe eines Fahrzeugs den Alltag zu bestreiten. Sei es der lange Weg zur Arbeit, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Überfüllung, Ausfall oder schlechten Verbindungen nicht zu handeln ist, oder der minutengenau durchgetaktete Alltag mit Kindern, weil die Schule bis zum Nachmittag geht, kurz bevor das Fußball-Training oder die Musikschule beginnt. Dazu kommt, dass in Deutschland rund 70 Prozent der Mütter arbeiten gehen, sodass diese Wege noch dazu kommen.

In vielen Fällen stellt sich also nicht die Frage, ob ein Auto benötigt wird. In der Vergangenheit ist man demnach hingegangen und hat ein Auto geleast oder direkt ein neues oder gebrauchtes Fahrzeug gekauft. Dies wurde dann entweder bar bezahlt oder finanziert. Heutzutage gibt es eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten, ein Auto zu nutzen, wie Carsharing oder das Auto-Abo. In diesem Artikel schauen wir uns das Auto-Abo näher an und vergleichen es mit dem Leasing.

Das Auto Abo

Sowohl Autohersteller als auch Autovermieter wie z.B. SIXT bieten Auto Abos an. Im Unterschied zu den Herstellern kann man bei dem Abo-Modell SIXT+ Neuwagen oder junge Gebrauchtwagen unterschiedlicher Marken abonnieren. Diese sind in der Regel äußerst schnell verfügbar. Gegen einen bestimmten monatlichen Betrag kann man Besitzer des Fahrzeuges werden, ohne die Verpflichtungen eines Eigentümers zu haben.

Die Auswahl der zur Verfügung stehenden Fahrzeuge fällt beim Auto-Abo etwas geringer aus als beim Leasing und Sonderwünsche sind nicht umsetzbar, da ein Fahrzeug aus der bestehenden Flotte gewählt werden muss. Das stark wachsende Angebot lässt aber auch aktuell schon kaum noch Wünsche offen. Vom Kleinwagen, über Kompaktklasse und Sportlimousine bis zum SUV oder Mini-Van ist alles verfügbar.

Bei einem Auto-Abo fällt die Rate höher aus als beim Leasing. Dafür werden jedoch die meisten Kosten mit der Rate gedeckt: Beim SIXT+ Auto Abo zB. werden Service- sowie Versicherungskosten, aber auch Wartungen sowie sämtliche weitere Leistungen nicht vom Kunden getragen. Lediglich die Tankkosten muss dieser selbst finanzieren.

Die Dauer der Laufzeit sowie Kündigungsfristen hängen von dem jeweiligen Anbieter ab und werden vertraglich festgesetzt. Der Spielraum der Vertragslaufzeiten kann sich von einem Monat bis zu mehreren Jahren bemessen. Beim Auto-Abo bleibt das Auto nach Ablauf der Kündigungsfrist im Eigentum des Anbieters. Hierbei ist zu beachten, dass ein Auto-Abo nicht automatisch nach der Laufzeit beendet wird, sondern eine Kündigung notwendig ist.

Das Auto-Leasing

Anders als beim Auto-Abo, kann man sich als Leasingnehmer bei Abschluss des Vertrages eine Kaufoption des geleasten Fahrzeuges einholen. Hierbei wird ein bestimmter Betrag festgesetzt, der am Ende der Laufzeit fällig werden würde, um Eigentümer zu werden. Besteht kein Interesse am Kauf des Autos oder wurde die Option nicht eingeräumt, so bleibt das Fahrzeug nach dem Ende der Leasingdauer ebenfalls im Eigentum des Leasinggebers.

Im Zuge eines Leasingvertrages wird monatlich ein fixer Betrag fällig, der jenen des Auto-Abos unterbietet, jedoch keine Kosten für die Versicherung und Co. beinhaltet. Leasingraten ermöglichen lediglich die Nutzung des Fahrzeuges, für sämtliche andere Kosten muss ebenfalls der Leasingnehmer aufkommen. Die vermeintlich niedrigere Rate muss daher um zusätzlich anfallende Zahlungen, wie beispielsweise für Inspektionen oder Wartungen, ergänzt werden.

Im Vergleich zum Auto-Abo ist eine größere Auswahl an Fahrzeugmodellen und Ausstattungsmöglichkeiten gegeben. Meist finden individuelle Wünsche und Bedürfnisse Berücksichtigung.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied stellt die Vertragslaufzeit dar, denn Leasingverträge müssen mindestens für zwölf Monate abgeschlossen werden und können sich über mehrere Jahre erstrecken. In der Regel beträgt diese Laufzeit zwischen 24 und 48 Monate. Eine Kündigung ist hierbei im Normalfall ausgeschlossen.

Sowie beim Leasing als auch beim Auto-Abo wird die Höhe der Rate von mehreren Faktoren beeinflusst: Laufzeit, Fahrzeugmodell und Kilometerleistung. Wenn das Auto am Ende der Leasingdauer nicht mit einer festgelegten abschließenden Zahlung übernommen wird, so wird man bei beiden Varianten nicht Besitzer und trägt daher keinen Wertverlust, wie es bei einem Autokauf der Fall wäre.

Ob Auto-Abo oder Auto-Leasing hängt von der individuellen Situation ab

Der Vorteil beider Varianten liegt klar auf der Hand: Man ist nur für eine bestimmte Zeit an ein Fahrzeug gebunden. Wie eingangs gesagt, sind die Zeiten für Autofahrer hart. Diejenigen, die zur Zeit vor der Notwendigkeit stehen, sich ein Fahrzeug anzuschaffen, haben die Qual der Wahl. Soll es noch ein Verbrenner sein? Wenn ja, was für einer? Werden SUV weiter stark besteuert? Bin ich mit dem Familien-Van besser dran? Wir die Infrastruktur für E-Autos zukünftig besser ausgebaut? Wenn man sich für ein Fahrzeug entscheidet, so ist dies meistens für die nächsten Jahre. Doch wie soll man für die nächsten Jahre planen, wenn all diese Fragen unbeantwortet bleiben und auch Zukunftsforscher noch dabei sind, ihre Prognosen zu erstellen. Da kommen die Leasing- und Auto-Abo-Angebote ins Spiel. Man bindet sich für einen bestimmten Zeitraum an ein Fahrzeug und gibt dieses nach Ablauf zurück. Ob dieses Fahrzeug in der Zwischenzeit an Wert verloren hat, weil plötzlich Diesel-Fahrzeuge komplett verboten oder die Unterhaltskosten für einen SUV utopisch angewachsen sind, ist dann egal. Ob aber nun das Auto-Abo oder besser ein Leasing infrage kommt, hängt mit der persönlichen Situation zusammen.

Das Auto-Abo eignet sich besonders, wenn innerhalb einer bestimmten Zeit ein Fahrzeugwechsel angestrebt wird, da man beispielsweise stets von neuen Technologien profitieren will. Auch kurzfristige Flexibilität ist dadurch gegeben, da eine Kündigung grundsätzlich nach Einhaltung der entsprechenden Fristen jederzeit möglich ist und sich die Laufzeit auch auf einen kürzeren Zeitraum erstreckt. Auto-Leasing stellt dann eine bessere Option dar, wenn das Auto auf längere Sicht genutzt werden soll und ein Wunschmodell mit bestimmten Ausstattungskriterien bevorzugt wird. Flexibilität ist bei dieser Variante nur begrenzt gegeben, da eine Kündigung vor Ablauf der Vertragsdauer oftmals nicht möglich ist. Eine Planbarkeit der Kosten ist bei der Form des Auto-Abos gegeben, da diese monatlichen Kosten lediglich um anfallende Tankkosten ergänzt werden müssen. Bei Leasingraten müssen hingegen sämtliche Wartungskosten hinzuaddiert werden.

Ob die Entscheidung für das Auto-Abo oder Auto-Leasing fällt, hängt von den individuellen Präferenzen und Bedürfnissen ab. In jedem Fall stellen beide Varianten gute Alternativen zum Autokauf dar, da durch sie bei Weitem weniger Kapital gebunden wird, das gegebenenfalls wertschöpfend eingesetzt werden kann. Der Wertverlust von Neuwagen im ersten Jahr beträgt ca. 25 Prozent. Dieser hohe Verlust kann durch Leasing und Auto-Abo umgangen werden.