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So wichtig ist gesunder Schlaf
Wer kennt es nicht? Eine Nacht mit wenig oder unruhigem Schlaf lässt sich noch relativ gut wegstecken. Häufen sich solche Nächte jedoch, ist das geräderte Gefühl nur ein Symptom unter vielen. Die Konzentrationsfähigkeit sinkt, die Leistungsfähigkeit bleibt sprichwörtlich in den Laken hängen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Kreislaufprobleme und vieles mehr schließen sich an. Fehlender oder mangelhafter Schlaf führt also durchaus zu Problemen. Was zum problemhaften Schlafverhalten gehört und wie sich der eigene Schlaf verbessern lässt, zeigt dieser Artikel.
Typische Probleme beim Schlafen
Pauschal lassen sich Schlafprobleme in zwei Rubriken einteilen (gesundheitliche Gründe außen vor):
- Einschlafstörung – jeder hat sie schon einmal durchgemacht. Die Augen fallen praktisch schon zu, doch sobald der Kopf das Kissen berührt, ist der Körper müde, der Kopf aber hellwach. Der Schlaf scheint immer in greifbarer Nähe zu sein, doch sobald man ihn erreicht, ist man wieder wach. Unruhiges Herumwälzen, wieder Aufstehen, Herumlaufen, wieder Hinlegen – all dies sind Symptome. Kommt der Körper endlich zur Ruhe, ist die Uhr schon so weit in Richtung Weckzeit vorangeschritten, dass an einen erholsamen Schlaf nicht zu denken ist. Problematisch sind diese Störungen, wenn sie sich häufen oder regelmäßig über einige Wochen auftreten.
- Durchschlafstörung – bei dieser Problematik wird der Schlaf immer wieder für kürzere oder längere Perioden unterbrochen. Nicht selten schließt sich eine Einschlafstörung unter der Nacht an. Betroffene wachen beispielsweise um vier Uhr auf, können lange Zeit nicht wieder einschlafen, bis schließlich der Wecker klingelt. Auch bei dieser Variante ist die Problematik gegeben, wenn sich die Nächte häufen oder regelmäßig auftreten.
Gerade bei der Einschlafstörung stecken oft Stress oder belastende Probleme dahinter. Stress verhindert, dass der Kopf Ruhe findet, belastende Ereignisse werden instinktiv im Unterbewusstsein wieder und wieder verarbeitet, sodass an Ruhe nicht zu denken ist. Der Weg zum besseren Schlaf ist, diese innere Anspannung abzubauen. Gerade Stress mit ungewissem Ausgang kann den Schlaf erheblich stören. Positiver Stress auf der Arbeit oder einzelnem abgeschlossene Stressereignisse können hingegen sogar schlaffördernd wirken, wie diese Studie ergab. Unser Gehirn möchte uns dann vor den negativen Folgen schützen.
Abseits der stressbedingten oder belastungsbedingten Problematik können aber weitere Faktoren den Schlaf empfindlich stören:
- Schlafstätte – eine unbequeme, nicht passende oder durchgelegene Matratze hindert mit der Zeit an einem guten Schlaf. Die Probleme mögen sich nicht in der Nacht direkt bemerkbar machen, doch ist es kaum möglich, erholt aufzuwachen. „Für einen friedlichen und ruhigen Schlaf ist neben einer bequemen Matratze ein hochwertiger Lattenrost von äußerster Bedeutung“, erklärt Wjatscheslaw Sidelnikow von lattenrost-meister.de.
- Unruhe – ob zu hell, zu laut oder anderweitig gestört: Unruhe ist generell ein Schlafverhinderer.
- Ernährung – in der Tat, die Ernährung kann guten Schlaf verhindern. Wer spätabends noch deftig und zu viel isst, der hindert seinen Körper daran, in den Schlaf zu finden. Auch Alkohol spielt eine tragende Rolle, er macht zwar müde, doch ist der Schlaf schnell unruhig.
Ein letzter Faktor kann Sport sein. Das muss jeder für sich herausfinden, doch gibt es viele Menschen, die nach sportlicher Betätigung am späteren Abend nicht mehr zur Ruhe finden. Andere hingegen fallen tiefentspannt in die Laken.
Wie lässt sich guter Schlaf erreichen?
Der menschliche Körper ist ein Routinefanatiker. Sprichwörtlich lässt er sich auch auf das Zubettgehen dressieren, wenn eine passende Routine gefunden wird. Wird diese stets, auch am Wochenende, eingehalten, gewöhnt sich der Körper daran, zu einer bestimmten Uhrzeit herunterzufahren. Gerade bei Einschlafstörungen kann dies sehr hilfreich sein:
- Entspannung – das maßgebliche Element ist die Entspannung. Der Stress, die Probleme des Tages, müssen abgelegt werden. Meditation kann ebenso helfen, wie eine heiße Dusche oder noch ein Spaziergang. Wichtig ist, dass dem Kopf mit diesem Ritual signalisiert wird, dass der Tag vorüber ist und er keinen Zutritt zum Schlafzimmer hat.
- Ritual – ein weiteres Element ist ein festes Ritual. Das kann eine Tasse Kakao sein, das kann auch ein spezielles Räucherstäbchen oder ein Lied sein. Auch dieses Ritual führt zur Trennung des Alltags zur Nacht.
- Schlafenszeit – manchmal ist das Schlafproblem hausgemacht. Passt die Schlafenszeit nicht mit dem eigenen Biorhythmus überein, so fällt das Einschlafen schwer. Manchmal hilft es, die Schlafenszeit um fünfzehn Minute nach vorne oder hinten zu schieben. Übrigens: Wer sich morgens gerädert fühlt, der sollte die Weckzeit ebenfalls variieren. Es kann sein, dass der Wecker inmitten der Tiefschlafphase klingelt.
Auch das Lesen, selbst fernsehschauen, kann zu dem eigenen Ritual gehören. Allerdings sollte beim TV nicht auf eine weitere Lichtquelle verzichtet werden. Zugleich sollte das Programm nicht aufregend gestaltet sein.
Abseits der eigenen Routine spielen das Verhalten und die Schlafumgebung wichtige Rollen. Die Matratze, aber auch das Kissen, sind maßgeblich dafür, ob sich der Körper in der Nacht wirklich entspannen kann. Muss der Körper ständig sich selbst ausgleichen, ist eine nächtliche Erholung nicht möglich. Zusätzlich gilt:
- Temperatur – viele Schlafzimmer sind schlichtweg zu warm. 17 Grad sind nahezu ideal. Zugleich sollte die Bettdecke ein gutes Mikroklima erlauben, welches nicht zum Schwitzen oder Frieren führt.
- Umgebung – ein unordentliches, chaotisches Schlafzimmer lässt den Geist nicht abschalten. Das Schlafzimmer sollte als echter Rückzugsort gestaltet werden. Wer Dekoelemente mag, kann sie mühelos nutzen. Das Bett muss inmitten eines Ortes stehen, den man gerne aufsucht.
- Licht und Lärm – kein TV-Gerät, aber auch Smartphones, Tablets und weitere Störquellen haben etwas im Schlafzimmer zu suchen. Kann nicht aufs Smartphone verzichtet werden, so sollte es im Flugmodus geschaltet sein – und abseits des Bettes liegen. Bezüglich des Lichts stören ruhende Lichtquellen weniger als sich bewegende. Strahlt jeder Autoscheinwerfer in der Nacht in den Raum oder führen die Schatten des vor der Straßenlaterne stehenden Baumes munter Tänze im Schlafzimmer auf, so sind sie störend.
Natürlich ist auch die Ernährung mit ausschlaggebend. Koffein- oder Teein-haltige Getränke sollten abends nicht mehr genossen werden. Dasselbe gilt übrigens auch für das Gläschen Alkohol, denn die müde machende Wirkung ist nur eine Illusion. Der Körper ist so mit dem Alkoholabbau beschäftigt, dass er kaum Ruhe findet. Wer abends noch Hunger hat, der sollte zu kleinen und leichten Snacks greifen. Obst, auch Gemüse oder eine leichte Speise sind erlaubt, fettige oder sehr deftige Speisen hingegen hindern am Schlaf.
Fazit – Schlaf ist lebenswichtig
Der Mensch kann ohne Schlaf nicht überleben. Doch auch zu wenig oder zu schlechter Schlaf ist schädlich, denn immerhin regeneriert sich der Körper während des Schlafes. Wird dauerhaft zu wenig oder schlecht geschlafen, sinken die Leistungsfähigkeit und Konzentration, allerdings nehmen auch die Organe und das Herz-Kreislauf-System Schaden. Daher gilt: Schlechte Nächte dürfen nie auf die leichte Schulter genommen werden. Doch mit passenden Ritualen dressiert man den eigenen Organismus sogar darauf, zur gewünschten Zeit herunterzufahren.
Preiserhöhung bei Apple: Was bedeutet das für das iPhone?
Die Preissteigerungen aufgrund der aktuellen Marktsituation gehen auch nicht an Apple vorbei. Der Konzern kündigte zuletzt deutliche preisliche Steigerungen an, die natürlich auch die beliebten Produkte rund um die iPhones betreffen. In Japan wurden die Preise bereits im Juli drastisch erhöht, auch die Kosten rund um den App Store von Apple steigen. Aber was bedeutet das insgesamt für das iPhone und mit was müssen Kunden rechnen? Dieser Artikel gibt einen Überblick.
Wie viel teurer ist das iPhone 14?
Grundsätzlich ist es für die meisten Smartphone-Kunden nicht neu: Kommt das neue Modell einer beliebten Reihe raus, steigen die Preise fast automatisch. Immerhin kostete das erste iPhone gerade einmal 399 Euro, ein Preis, der heute fast illusorisch wirkt. Jetzt steht das neueste iPhone an, das Modell Nummer 14. Die Kaufkosten stehen fest, aber wie viel teurer werden die Modelle? Vorab gilt es schon einmal für Fans des iPhone Mini, eine bittere Kröte zu schlucken. Es wird kein 14er Modell der Mini-Variante geben. Ein Überblick:
- iPhone 14 Standard – das Standardmodell besitzt ein Display mit 6,1 Zoll und ist ab 999,00 Euro erhältlich. Diese Variante bezieht sich auf den Speicher von 128 GB. Wer mehr möchte, legt bis zu 1.389 Euro auf den Tisch (512 GB Speicher).
- iPhone 14 Plus – entgegen der Vorgängervariante gibt es bei der 14er-Reihe ein großes Modell, ohne dass das High-End-Gerät genutzt werden muss. Das iPhone 14 Plus hat ein 6,7 Zoll-Display und ist durchaus relativ günstig. Die kleinste Speichergröße kostet 1.149 Euro, das Modell mit dem größten Speicher 1.529 Euro.
- iPhone 14 Pro – die Displaygröße ist dieselbe wie beim Standard-iPhone, dafür verschwindet die wenig beliebte Notch. Und der Preis? Es geht bei 1.299 Euro los und endet bei 1.949 Euro, wobei dieses Modell einen Speicher von einem Terrabyte hat.
- iPhone 14 Pro Max – es geht noch größer. Und natürlich teurer, wobei die Ausstattung des Modells trotz des identischen Displays besser ist. Die Preise sind allerdings gesalzen, denn das günstigste Modell kostet mit 128 GB Speicherplatz 1.449 Euro, das teuerste Modell schlägt mit 2.099 Euro in die Kerbe.
Die Preise sind also schon deutlich gestiegen. Leider verhalten sich iPhones für Wartende nicht so wie andere Smartphones. Das heißt: Der Preisverfall setzt selten schnell ein. Im Regelfall werden erste Reduzierungen erst nach vier Monaten sichtbar, wobei diese Rabatte sich deutlich in Grenzen halten. Hier wird Wartezeit also kaum belohnt.
Eine gute Option besteht natürlich darin, ein iPhone 14 mit Vertrag und somit eine günstigere Alternative zu erhalten. Sicherlich zahlen Kunden weiterhin das iPhone über die Grundgebühr ab, aber der große Batzen entfällt. Allerdings ist zu beachten, dass sich viele Verträge auf 36 und nicht wie sonst auf 24 Monate beziehen. Trotzdem kann es sich lohnen, auf diese Art und Weise an das neue iPhone heranzukommen. Dies ist besonders sinnvoll, wenn sowieso ein neuer Smartphone-Vertrag ansteht.
Auf das nächste Modell zu warten, hat allerdings wenig Sinn. Es ist unklar, wann dieses kommt und welche Verbesserungen es mit sich bringt. Schon die Ausstattung des 14er-Modells ist bei Weitem nicht so revolutionär, wie sich manche gewünscht haben.
Wo liegen weitere Preiserhöhungen bei Apple?
Apple zieht die Preise insgesamt an. Somit wird nicht nur das iPhone teurer, sondern auch Geräte wie das MacBook oder die PCs. Das gilt mitunter auch für die Angebote im App Store:
- App-Store – zwischen zwanzig und dreißig Prozent mehr sollen Apps aus dem Store künftig kosten. Die Dollarstärke dürfte hier ein Grund für den Kostenanstieg sein. Ob Apple die Preise wieder senkt, sobald der Euro aufholt, ist fraglich, da die Infrastruktur ebenfalls gezahlt werden muss.
- In-App-Käufe – Entwickler von Apps, die mit In-App-Käufen arbeiten, haben längst die Preise erhöht. Das merken Kunden bereits jetzt. Durchschnittlich ist der Preis um vierzig Prozent höher als im Vorjahr.
- Equipment – letztendlich zeigen sich Preissteigerung in allen Bereichen. Das trifft auch auf beispielsweise Schutzhüllen zu, die gar nicht von Apple gefertigt werden. Wer sich eine Schutzhülle für das iPhone kauft, muss teils höhere Preise akzeptieren als vor einem Jahr.
Im aktuellen Marktumfeld sind die Preiserhöhungen allerdings normal, da alle Hersteller ihre Kosten auf die Preise umlegen. Es ist unrealistisch, zu vermuten, dass ein einzelner Konzern sich zurückhält.
Welche Gründe gibt es für die Preiserhöhungen?
Vielleicht wäre es einfacher, aufzuzählen, welche Gründe nicht dahinterstecken. Allgemein ist die Weltlage ein Problem. Es ist gut denkbar, dass Apple das entgehende Russlandgeschäft mitunter auf die Welt verteilt. Ansonsten gilt:
- Lieferketten – die Lieferketten sind auch für Apple problematisch. Zwar werden Chips mitunter im eigenen Betrieb hergestellt, doch die fehlenden Rohstoffe werden mitunter zu einem ernsten Problem.
- Rohstoffpreise – Rohstoffe sind teuer und werden immer teurer. Durch die problematischen Lieferketten wird der Bezug zudem erschwert und verteuert. Ein Beispiel: Die Containerpreise sind rasant gestiegen, wenngleich sie aktuell wieder fallen.
- Dollar-Euro – der Dollar ist stark, der Euro schwach. Da die Gerätepreise zuerst in Dollar ausgegeben und schließlich in die jeweiligen Landeswährungen umgerechnet werden, liegen die Preise in Deutschland natürlich entsprechend hoch.
- Sonstiges – zwar fallen die Energiekosten in den USA weniger ins Gewicht, doch zahlt Apple automatisch auch die Preise für die Logistik in der EU. Benzin und Diesel, allgemein gestiegene Kosten und der Unterhalt der Apple Stores in Deutschland werden teurer. Immerhin wird auch ein Ladengeschäft beleuchtet und beheizt. Solche Gebühren werden mitunter umgelegt.
Fazit – eine zu erwartende Preissteigerung
Zugegeben, die wenigsten neuen Flaggschiffe der Hersteller kostet weniger als das Vorgängermodell. Immerhin bieten die Geräte auch Neuerungen. Dennoch fallen die Preissteigerungen aktuell besonders auf, da die meisten Menschen ohnehin sparen müssen oder wollen. Zumindest funktioniert der günstigere (oder angenehmere) Smartphonekauf über Handyverträge weiterhin. Doch auch diesbezüglich sollte genau hingeschaut werden, denn je nach Anbieter und Tarif zahlt der Kunde letzten Endes doch wieder drauf: Das ist immer dann der Fall, wenn die Inhalte nicht zum eigenen Nutzungsverhalten passen.
So schützt man sich vor Cyberkriminalität
Die Cyberkriminalität ist kein seltenes Phänomen mehr. Unternehmen, selbst kleine Betriebe, aber auch Privatpersonen erleiden Angriffe aus dem Netz. Dabei werden die Angreifer stets geschickter und raffinierter, was mitunter den Schaden erhöht und zudem die Verfolgung enorm erschwert. Aber mit welchen Maßnahmen können sich Unternehmen und Privatpersonen schützen und welche Möglichkeiten bestehen, wenn man Opfer von Cyberkriminalität wurde?
Welche Probleme bringt Cyberkriminalität mit sich?
Letztendlich ist »Cyberkriminalität« ein Oberbegriff. Grundlage ist, dass die Angriffe aus dem Netz erfolgen, doch welcher Art sie sind, bleibt offen. Somit zählen Hackerangriffe ebenso in den Bereich wie Datendiebstahl, Trojaner oder Phishing. Dass das Feld so weit ist, ist mit ein Grund für die Vielfalt der Angriffsmöglichkeiten und des Schadens. Einige Beispiel wären beispielsweise:
- Übernahme – das ist der Supergau für Unternehmen. Hacker schleusen sich in das System ein und nehmen es praktisch als Geisel. Meist wird dieser Angriff von Lösegeldforderungen begleitet. Reagieren die Unternehmen nicht, so wird mit der Löschung sämtlicher Daten oder mit der Veröffentlichung von Interna gedroht. Auch Privatpersonen können Opfer werden: Ein Trojaner legt den Rechner lahm, der User muss eine Zahlung leisten, wenn er an seine Daten herankommen möchte.
- Phishing – was eher spöttisch begonnen hat, ist heute eine groß angelegte und perfide gestaltete Masche: Via E-Mail oder auch über Fake-Webseiten fischt der Betrüger Kundendaten, Passwörter oder auch gleich das Bankkonto ab.
- Datendiebstahl – letztendlich können alle anderen Angriffstypen zum Datendiebstahl führen. Perfide ist jedoch die Masche, mit der Betrüger über Stellenanzeigen oder Bewerberformularen echte Bürgerdaten abgreifen. Da muss beispielsweise der Personalausweis eingescannt werden – nun können die Betrüger unter falschem Namen einkaufen gehen.
Auch Viren bleiben aktuell. Grundsätzlich gilt bei der Cyberkriminalität, dass Unternehmen oder Privatpersonen unter Druck gesetzt werden, um eine Zahlung zu leisten. Geschieht dies nicht, wird mit dem vollständigen Datenverlust gedroht – oder mit der Veröffentlichung sensibler Inhalte. Das kann auch Privatpersonen betreffen, denn viele Menschen haben Fotos oder Videos auf dem Rechner, die sie nicht im Netz sehen möchten.
Wie wird Cyberkriminalität heute verfolgt?
Wer Opfer eines Cyberangriffes wurde, der sollte immer Anzeige erstatten. Das ist auch wichtig, wenn man befürchtet, den Angriff selbst verursacht oder zugelassen zu haben. Die Anzeige erfüllt gleich mehrere Zwecke. Zum einen bedeutet jeder zur Anzeige gebrachte Fall, dass eher agiert wird, zum anderen wird meist aufwendiger ermittelt, wenn sich tausende oder mehr Bürger mit demselben Problem melden. Auch der Verbraucherschutz hilft oft mit. Bezüglich der Verfolgung wird zwischen privat und betrieblich unterschieden:
- Privat – oft handelt es sich um Trojaner, Phishing und Identitätsdiebstahl. Letzterer muss immer direkt zur Anzeige gebracht werden, selbst dann, wenn er nur vermutet wird. Anderenfalls kann es dem Betroffenen passieren, dass er zwangsvollstreckt wird, weil ein Fremder unter seinem Namen einkauft. Im Hintergrund wird bei den Ermittlungen versucht, den Verursacher zu finden, gleichzeitig werden die Webseiten gesperrt. Natürlich läuft zugleich die Übermittlung der Ergebnisse an die Internet-Security-Dienste, damit diese Updates erstellen können.
- Betrieblich – in diesem Fall ist der mögliche Schaden natürlich größer als bei einer Privatperson. Gerade veruntreute Daten stellen eine Gefahr da, bei Betrieben aus dem Bereich der wichtigen Infrastruktur kann ein Hackerangriff sprichwörtlich eine Region lahmlegen. Man benötigt nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, was geschieht, wenn eine Hackergruppe ein Stromkraftwerk einnimmt.
Bei betrieblichen Opfern arbeiten die Ermittlungsbehörden durchaus mit speziellen Forensikern zusammen. Diese sezieren praktisch den Angriff und versuchen, darüber zu den Hintermännern vorzudringen. Da Lösegeldforderungen mit im Raum stehen, sind die Kriminalbehörden stets involviert. Parallel arbeiten die IT-Forensiker daran, die Daten möglichst im Ganzen zu retten. Das hat ein ganz neues Berufsbild in den Fokus gerückt: Sucht man auf Jobbörsen nach IT-Stellenanzeigen, sind Mitarbeiter in der IT-Forensik heute deutlich häufiger gefragt als noch vor 10 Jahren.
Wie kann man sich vor Cyberangriffen schützen?
Jeder muss sich darüber bewusst sein, jederzeit ein Opfer werden zu können. Die eigene IT-Sicherheit ist somit absolut wichtig. Privatpersonen können beispielsweise Folgendes nutzen:
- VPN – das VPN schützt zwar nicht direkt vor Attacken, doch verhindert es, dass Daten einer Person oder IP zugeordnet werden können. Passwörter lassen sich also nicht mehr einer Person oder einem Shop zuordnen.
- Security – aktuelle, ständig aktualisierte und gute Schutzprogramme sind weiterhin wichtig. Nicht nur warnen sie vor Phishing-Webseiten, sie halten auch einen Großteil der Trojaner und Viren ab.
- Betriebssystem – das muss immer auf dem neuesten Stand sein. So störend, wie die Updates sein können, so halten sie doch das System frisch.
- Vorbeugend – wichtige Daten sollten immer extern gesichert werden. Ein wöchentliches Backup ist kein großer Aufwand. Ob das Backup nun auf einem Stick (Verlustrisiko), einer externen Festplatte (immer abklemmen) oder in der Cloud gespeichert wird, ist unerheblich.
Unternehmen hingegen benötigen eine ausgeklügelte IT-Sicherheitsstrategie. Neben einem VPN-Netzwerk und soliden Mitarbeiterschulungen, kommt es insbesondere auf die Server und Speichermedien an. Es ist sinnvoll, in eine fachliche Sicherheitsberatung zu investieren und die notwendigen Schritte von den Fachpersonen ausführen zu lassen.
Doch auch für Unternehmen gilt: Backup, Backup, Backup. Tatsächlich empfiehlt sich eine tägliche Datensicherung auf jeweils variierenden Speichermedien. Dies ist die einzige sichere Möglichkeit, um im Fall eines Angriffs alle Daten wiederherstellen zu können. IT-Forensiker sind zwar Experten in der Datenwiederherstellung, doch dauert diese Arbeit, außerdem kann nie garantiert werden, dass nicht doch Datensätze verloren gehen oder von den Hackern zerstört werden.
Fazit – Cyberkriminalität geht jeden etwas an
Das Wort mag nach großen Angriffen klingen, die Privatpersonen niemals treffen. Doch ist diese Annahme absolut falsch. Die Kriminalität im und aus dem Netz kann jeden treffen und sicher ist nur der, der stets gut vorbereitet ist und vorbeugt. Bei Unternehmen sollte die IT-Sicherheit an der obersten Stelle stehen, denn je nach Angriff liegt ein Unternehmen durchaus mehrere Wochen brach. Ein prominentes Beispiel ist der Cyberangriff auf den Landkreis Bitterfeld. Mehr als ein Jahr später gibt es immer noch Probleme.






























































