Brauche ich eine Vorsorgevollmacht – und wie funktioniert sie?
Das Steuerjahr ist beendet – das sollten Steuerpflichtige für 2023 beachten
„Und jährlich grüßt das Murmeltier“ – wie in jedem Jahr gibt es auch 2023 wieder Änderungen für Steuerzahler. Diesmal geht es allerdings durchaus um erfreuliche Nachrichten: Durch die neuen Steuergesetze wird es zumindest geringe Entlastungen geben, die die Probleme durch die Inflation zumindest ein Stück weit abfangen. Doch worauf sollten sich Steuerzahler genau einstellen? Wie können sie die Vorteile ausnutzen und was sollten explizit Selbständige bedenken?
1. Höherer Grundfreibetrag
Der Grundfreibetrag soll das Existenzminimum in Deutschland steuerfrei stellen. Um der hohen Inflation Rechnung zu tragen, wurde der Grundfreibetrag diesmal um 561 Euro auf 10.908 Euro angehoben. Da es sich um einen Freibetrag handelt (nicht um eine Grenze), kann jeder davon profitieren. Die Besteuerung beginnt quasi erst ab einem Betrag von 10.908 Euro.
2. Veränderte Tarifeckwerte
Das Ziel der Steuerreform lag darin, die kalte Progression abzumildern. Diese bewirkt gerade bei hoher Inflation, dass Lohnerhöhungen als Ausgleich gegen Preissteigerungen lediglich zu Steuererhöhungen führen. Am Ende haben Steuerpflichtige also weniger Geld als vorher. Durch die Veränderung der Eckwerte wird die Progression abgemildert.
Ein Beispiel:
Eine alleinstehende Frau hat 2022 ein Jahresgehalt von 31.000 Euro verdient und erhält eine Gehaltserhöhung von 5%. Im Jahr 2023 liegt der Jahresverdienst nun bei 32.550 Euro.
Steuerlich sieht das Ganze folgendermaßen aus:
| Steuerlast 2022 | 5.255 Euro |
| Steuerlast 2023 – ohne Reform | 5.734 Euro |
| Steuerlast 2023 – mit Reform | 5.461 Euro |
| Einsparung durch Reform | 273 Euro |
Abbildung 2: Berechnungsbeispiel für die neuen Tarifeckwerte der Einkommensteuer
Da die Inflation 2022 in Deutschland 7,8% betrug, müsste die Steuerpflichtige einen Kaufkraftverlust von 2,8% hinnehmen (5% Gehaltsplus minus 7,8% Inflation) und zusätzlich fast 500 Euro mehr an Steuern bezahlen. Durch die Reform wird dieser Effekt deutlich gemindert.
Dies gilt übrigens auch für Selbständige: „Steuerlich werden die Belastungen für Selbständige in der Einkommensteuer durch die neuen Tarifeckwerte sinken“, erklärt Claudia Riede von lexoffice.de.
3. Höherer Entlastungsbetrag für Alleinerziehende
Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende steigt im Steuerjahr 2023 von 4.008 auf 4.260 Euro. Lebt keine andere volljährige Person im Haus (z.B. Lebenspartner), können Alleinerziehende so ihre Steuerlast weiter mindern. Auch hier gilt: Sowohl Angestellte als auch Selbständige können davon profitieren.
4. Altersvorsorgeaufwendungen sind jetzt steuerlich voll absetzbar
Ab dem Jahr 2023 dürfen Altersvorsorgeaufwendungen vollständig von der Steuer abgesetzt werden. Der abzugsfähige Betrag erhöht sich um 4% und beträgt jetzt 26.528 Euro (Verheiratete: 53.056 Euro).
Dies kommt auch Selbständigen zugute, die auf diesem Weg große Steuerersparnisse erzielen können, wenn sie beispielsweise in die Basisrente (Rürup-Rente) oder freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.
5. Höhere Freigrenze für den Solidaritätszuschlag
Die Freigrenze für den Solidaritätszuschlag beträgt 2023 17.543 Euro. Erst ab diesem Steuerbetrag wird wie bisher der Solidaritätszuschlag berechnet. Für Verheiratete im Splittingtarif beträgt die Freigrenze 35.086 Euro.
6. Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag
Auch Eltern profitieren von den steuerlichen Neuerungen: Künftig erhalten Eltern für jedes Kind 250 Euro Kindergeld pro Monat. Bisher galt folgende Regelung:
- und 2. Kind: 219 Euro
- Ab dem 3. Kind: 225 Euro
Gleichzeitig steigen die kinderbezogenen Freibeträge von bislang 4.274 Euro auf 4.476 Euro pro Elternteil. Zu den Freibeträgen gehören:
- Kinderfreibetrag
- Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf
7. Verbesserte Homeoffice-Regelung
Wer als Angestellte oder Angestellter im Homeoffice unterwegs ist, profitiert von einer verbesserten Homeoffice-Regelung:
- Bisherige Regelung: maximal 120 Tage a 6 Euro (maximal 600 Euro)
- Neue Regelung: maximal 210 Tage a 6 Euro (maximal 1.260 Euro)
Selbständige können im Homeoffice alle arbeitsbezogenen Kosten vollständig absetzen, sofern es sich um den Mittelpunkt ihrer beruflichen Tätigkeit handelt. Sollte dies nicht der Fall sein, kommen folgende Regelungen infrage:
- Absetzung als häusliches Arbeitszimmer (wenn der Raum vor allem beruflich genutzt wird)
- Homeoffice-Pauschale (wenn kein spezielles Arbeitszimmer zur Verfügung steht)
8. Höherer Arbeitnehmerpauschbetrag
Der Arbeitnehmerpauschbetrag wurde bereits rückwirkend zum 1. Januar 2022 von bislang 1.000 auf 1.200 Euro erhöht. Zum 1. Januar 2023 gilt jetzt ein Pauschbetrag von 1.230 Euro. Sollten die Werbungskosten von Arbeitnehmern unterhalb dieser Summe liegen, lohnt sich der Ansatz des Pauschbetrags. Erst bei höheren Kosten in ein detaillierter Nachweis der einzelnen Kostenpunkte notwendig.
9. Höherer Sparer-Pauschbetrag
Wer Geld anlegt oder investiert, kann im Normalfall die damit verbundenen Kosten nicht steuerlich geltend machen. Dafür lässt sich ein Pauschalbetrag ansetzen, der sich bislang auf 802 Euro (1.602 Euro für Verheiratete) belief.
Ab 2023 gilt nun ein Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro bei Verheirateten). Erst wenn die Kapitalerträge diesen Betrag überschreiten, wird Abgeltungsteuer in Höhe von 25% plus Kirchensteuer und Soli fällig.
Tipp: Familien können auch die Sparer-Pauschbeträge ihrer Kinder nutzen, um Abgeltungssteuer zu sparen. Dafür müsste ein Teil der Kapitalanlage auf die Kinder umgeschrieben werden.
10. Steuererleichterungen für Photovoltaikanlagen
Wer mit dem Gedanken spielt, eine Photovoltaikanlage am Eigenheim anzubringen, kann künftig mit weiteren steuerlichen Erleichterungen rechnen. Bis zu einer Bruttonennleistung von 30 Kilowatt muss künftig kein Gewinn mehr ermittelt werden. Dies ist zum einen finanzielle Entlastungen in Bezug auf Einspeisevergütungen und zum anderen eine bürokratische: Es sind keinerlei steuerliche Angaben mehr erforderlich.
Zusätzlich entfällt für die Lieferung und Installation von Photovoltaik-Anlagen künftig die Umsatzsteuer. Dies sorgt finanziell für eine norme Entlastung, weil sich so fast 20% der Kosten einsparen lassen.
11. Steuererleichterungen für die Gastronomie
Steuerliche Änderungen zum eigenen Vorteil nutzenMit den Neuerungen im Steuerrecht kommen auf viele Steuerpflichtige zumindest kleine finanzielle Entlastungen zu. Leider können die Entlastungen oft nicht einmal die Kostensteigerungen durch die Inflation auffangen. Wer jedoch gleichzeitig einen höheren Verdienst erhält, ist nun weniger von der kalten Progression betroffen. Somit bleibt von einer Verdiensterhöhung unter dem Strich auch etwas übrig. Darüber hinaus freuen sich Familien mit Kindern über höheres Kindergeld und verbesserte Freibeträge. Auch Selbständige profitieren von vielen Neuerungen. Wer hier alles genau prüft und die Vorteile für sich zu nutzen weiß, behält unter dem Strich mehr Geld übrig.
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Generation Z – ganz selbstverständlich immer online
Die Generation Z ist mit dem Internet groß geworden und die erste Generation, die von Anfang an mit dem Smartphone aufwächst. Die ständige Netz-Verfügbarkeit gilt daher für diese Altersgruppe als selbstverständlich, ohne geht es nicht. Was diese Generation ausmacht und was für sie wichtig ist, zeigt folgender Beitrag.
Was die Generation Z ausmacht
Ob GenZ oder Generation Z – gemeint ist das Gleiche. Nämlich alle Menschen, die zwischen den Jahren 1995 und 2005 geboren sind. Diese Generation ist heute noch relativ jung, aber auch nicht mehr jugendlich. Typisch für sie ist, dass sie mit der modernen Internettechnologie und dem Smartphone quasi von Geburt an aufgewachsen und dementsprechend auf technischer Ebene viel erfahrener als vorherige Generationen ist. Der Umgang mit Handy, Tablet und Co. ist ebenso selbstverständlich wie für ältere Generationen, in den Fernseher zu schauen oder Radio zu hören.
Diese Altersgruppe geht viele Dinge direkt an, ohne zu zögern oder lange zu diskutieren. Also echte Macher und Pragmatiker. Doch das bezieht sich bei den meisten nicht auf die handwerklichen Fähigkeiten, sondern vielmehr auf die digitale Welt. Deshalb gibt es besonders in diesen Berufen genügend Nachwuchs, in den Handwerkbetrieben herrscht aber akuter Fachkräftemangel. Die meisten GenZ-ler wollen nicht mit den Händen und Werkzeugen, sondern lieber mit Maus und Tastatur arbeiten, die ständige Verfügbarkeit des Internets wird hier vorausgesetzt.
Vom Internet quasi abhängig
Generation Z kann ohne Internet nicht leben. Soziale Netzwerke, Home-Office, Fernstudium, digitale Behördengänge und viele andere Dinge werden dank komplett online erledigt. Bei der Nutzung von neuen Technologien liegt die Gruppe daher ganz weit vorne. Die älteren Generationen haben spätestens seit der Pandemie die Bedeutung eines einwandfrei funktionierenden Netzes erkannt. Generation Z hat diese Umstellung in die Onlinewelt aber wohl am besten gemeistert.
Ideal für junge Menschen der Generation Z sind Tarife, die speziell an diese Altersgruppe angepasst sind. So zum Beispiel ein Tarif für junge Leute, in dem Internet und Telefonie als Paket kombiniert sind. Geeignet ist dieser Tarif besonders für Auszubildende, Berufseinsteiger, Studierende. Der Tarif sollte hohe Geschwindigkeiten im Netz bieten, sodass das Arbeiten und Lernen mit Online-Unterstützung optimal funktioniert.
Digitale Welten und KIs
KI-Technologien wie etwa Chat-GPT liegen immer mehr im Trend und dürften die Bedürfnisse der Generation Z sinnvoll ergänzen. Als gute Unterstützung in der Onlinerecherche, aber auch bei der Übernahme von bestimmten Tätigkeiten, für die früher viel Zeit aufgewendet werden musste. Zum Beispiel für Übersetzungen des Mailverkehrs oder für die automatische Erstellung und den Versand von Newslettern. Die Mehrheit der Generation Z sind gegenüber diesen neuen Technologien daher grundsätzlich positiv eingestellt, während viele ältere Generationen eher glauben, dass künstliche Intelligenzen Arbeitsplätze vernichten und alles zum Negativen verändern. GenZ sieht eher die Vorteile und Möglichkeiten, die neue Technologien bieten und in zukünftige Trends einbringen werden.
Woran erkannt man jemanden aus der GenZ?
Typisch für diese Generation ist die „Sucht“, ständig online zu sein. Mails und Messengers werden regelmäßig gecheckt, um nichts Wichtiges zu verpassen. Auch der eigene Status und Persönliches aus dem Alltag werden mit anderen geteilt. Ist kein dauerhafter Online-Zugang möglich, beginnen GenZ-ler schon nach wenigen Stunden, sich unwohl zu fühlen. Mehr als die Hälfte der Generation Z hat Freunde, die sie nur online kennen. Echte Freunde sind dagegen für ältere Generationen immer noch die, die man persönlich kennt. Das Internet dient zu Unterhaltungs- und Informationszwecken – quasi rund um die Uhr sollte der Zugang möglich sein. Die Erwartungen an Technologien und Firmen, die Online-Inhalte anbieten, sind dementsprechend stark gestiegen und es wird immer schwerer, diese zu erfüllen. Unternehmen müssen sich heute deutlich mehr einfallen lassen, um digital zu überzeugen und diese durchaus sehr anspruchsvolle und fordernde Zielgruppe zu erreichen.
Hochwertiger Content sollte für die GenZ gut aufbereitet sein und einen hohen Unterhaltungsfaktor bieten. Also die Aufmerksamkeit gekonnt auf sich lenken, zum Beispiel mit Games, Videos und Social-Media-Aktivitäten. Vor allem personalisierbare, also individuell auf Kunden anpassbare Produkte, sind bei dieser Generation beliebt und werden häufig gekauft. Erfüllt ein Unternehmen seine soziale Verantwortung, bietet spannenden User Generated Content und ist insgesamt authentisch auf allen Ebenen? Von Unternehmen erwartet die Genration Z, dass eine Marke auf allen Ebenen überzeugt und Qualität, Top-Bewertungen und einen Top-Kundenservice zu bieten hat. Wer das nicht erfüllt, ist zumindest bei der Generation Z schnell wieder aus dem Rennen.
Typisch für GenZ ist auch die Offenheit für neue Verkehrsmittel. Sie vertrauen dem autonomen Kraftverkehr eher als andere Generationen, denen diese Technologie noch große Angst macht. Großen Wert legt sie auf den Kauf regionaler Produkte, die Gesundheit ist ebenfalls wichtig. Auf den Smartphones der GenZ sind daher häufig verschiedene Fitness- und Achtsamkeitsapps zu finden, die der Selbstoptimierung und dem Erhalt der körperlichen und seelischen Gesundheit dienen.
Normal einkaufen geht trotzdem
Wer jetzt glaubt, die GenZ kauft ausschließlich online ein, täuscht sich. Die meisten gehen trotz ständigem Online-sein immer noch gerne im stationären Handel shoppen, sofern dieser modern gestaltet und optimal auf Kundenbedürfnisse ausgerichtet ist. Selbstzahlerkassen, die leichte Orientierung im Laden und einfache Bezahlmethoden sind hier ebenso wichtig wie kostenlos verfügbares WLAN, sollte der Einkauf mal länger dauern als gedacht.
GenZ ist kreativ und individuell
Die Generation Z liebt es, Dinge mitzugestalten. Unternehmen, die das erkannt haben, kommen daher bei dieser Zielgruppe besonders gut an. Eigene Bilder und Videos zu teilen, gehört ebenso dazu wie anderen Inhalte zu empfehlen, Content zu kreieren und überhaupt an vielen Prozessen beteiligt zu sein. Individuell muss Content sein, statt Massenware sind Einzigartigkeit und Kreativität gefragt. Gleichzeitig bevorzugen GenZ-ler, Inhalte visuell zu verarbeiten. Statt Textwüsten kommen Videoanleitungen oder lustiger Tiktok-Content gut an, die zum Nachmachen anregen. Je kurzweiliger das Ganze ist, desto besser. Schnell aufnehmbare Botschaften sind bei TikTok der Renner. In kurzen Clips wird das Wichtiges auf den Punkt gebracht, lange Erklärungen sind tabu. Diese Art der Kommunikation hat die ganze Marketingbranche auf den Kopf gestellt. Authentische und zugleich unterhaltsame Inhalte schnell zu konsumieren, darauf kommt es an.
Perfekte Unternehmensgründer
Da die Generation Z so gerne selbst kreiert und mitgestaltet, verwundert es auch nicht, dass unter ihnen besonders viele Gründer zu finden sind. Vor allem Startups werden bevorzugt, schließlich verbringt diese Generation sowieso die meiste Zeit online.
Sind Tabakerhitzer die Alternative zu Zigaretten?
Dass Zigaretten gesundheitsschädlich sind, weiß mittlerweile jede Kind. Dennoch gibt es noch immer sehr viele Menschen, die Zigaretten rauchen, Tabak konsumieren und ihrer eigenen Gesundheit schaden. Im Handel gibt es auch E-Zigaretten und andere Tabakheizsysteme. Im Unterschied zu Zigaretten verbrennt der Tabak darin nicht. Er wird auf eine hohe Temperatur erhitzt. Es entsteht dabei kein Rauch und keine Asche. Entstehen dabei auch weniger Schadstoffe?
Tabakerhitzer – was sind das für Geräte?
Tabekerhitzer sind kleine, elektronische Geräte, in die der Raucher einen vorverpackten Tabakbeutel oder ein Tabakstäbchen hineingibt. Das Gerät erhitzt den Tabak, sodass Dampf entsteht. Diesen Dampfkann der Raucher inhalieren wie beim Rauchen einer Zigarette den Tabakrauch. Das Gerät soll Rauchern ein ähnliches Erlebnis bieten wie die Zigarette, aber weniger schädlich sein, sowohl für den Raucher selbst als auch für seine Umgebung. Der Dampf enthält weder schädlichen Teer noch Kohlenmonoxid, wie das bei Zigarettenrauch der Fall ist. Auch viele andere schädliche Stoffe entstehen dabei nicht.
Wie funktionieren Tabakerhitzer?
Tabakerhitzer sind mit einem Heizelement ausgestatte, das den vorverpackten Tabak erhitzt. Das mikroprozessorgesteuerte Heizelement regelt die Temperatur und stellt sicher, dass die Temperatur einen bestimmten Bereich einhält. Hat der Tabak die richtige Temperatur, fängt er an zu dampfen. Dieser Dampf entweicht durch ein Mundstück, sodass der Nutzer in einatmen kann. Der Nutzer kann die Temperatur und andere Einstellungen selbst festlegen und so ein individuelles Dampferlebnis kreieren. Im Dampf sind Geschmack und Nikotin des Tabaks enthalten, die meisten schädlichen Substanzen, die herkömmlicher Zigarettenrauch enthält, fehlen. Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) ist der Tabakerhitzer ein elektronisches Nikotinabgabesystem (ENDS), das mit einigen gesundheitlichen Risiken einhergeht. Dazu gehört beispielsweise die Exposition gegenüber Nikotin, das negative Auswirkungen auf das Gehirn und das Herz-Kreislauf-System haben und süchtig machen kann.
Bei den Tabakerhitzern lassen sich verschiedene Typen unterscheiden:
- Stangenerhitzer sind für vorverpackte Tabakstäbchen vorgesehen, die es in verschiedenen Größen und Formen gibt.
- Beutelerhitzer eignen sich für vorverpackte Tabakbeutel.
- Modulare Erhitzer lassen sich individuell anpassen in Bezug auf Nikotingehalt und Temperatur.
- Einwegheizgeräte sind einfach zu bedienende und bequeme Einweg-Heizgeräte.
Sind Tabakerhitzer weniger schädlich?
Tabakerhitzer, wie sie überall im Handel erhältlich sind, sind nicht nikotinfrei, jedoch vermutlich etwas weniger schädlich als das Rauchen einer Zigarette. Allerdings gibt es noch keine fundierten wissenschaftlichen Erkenntnisse, welche langfristigen Auswirkungen das Dampfen mit einem Tabakerhitzer auf die Gesundheit hat.
Die Werbung verspricht, dass Tabakerhitzer weniger schädlich sein sollen als Zigaretten und daher eine gute Alternative zum Rauchen sind. Der Tabak verbrennt nicht, sodass einige Schadstoffe, die im Tabakrauch enthalten sind, gar nicht erst entstehen. Durch die geringere Temperatur entstehen sogenannten Aerosole. Sie enthalten wesentlich weniger der typischen Zigarettenschadstoffe.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat 2018 ebenfalls Tabakerhitzer untersucht und untermauert die Aussagen der Hersteller. Es sind beispielsweise 80 bis 95 Prozent weniger schädliche Aldehyde, wie beispielsweise das Formaldehyd, enthalten. Auch von den flüchtigen organischen Verbindungen waren zwischen 97 und 99 Prozent weniger enthalten. Die Studie bestätigt, was die Werbung verspricht: Der Gehalt an krebserregenden Stoffen ist deutlich geringer als in Zigaretten.
Was unterscheidet Tabakerhitzer von E-Zigaretten?
Oft werden Tabakerhitzer und E-Zigaretten in einen Topf geworfen. Doch das ist nicht korrekt. In einer E-Zigaretten verdampft ein sogenanntes Liquid. Dabei handelt es sich um eine aromatisierte Flüssigkeit, die oft auch Nikotin enthält, aber auch ganz nikotinfrei sein kann. In der E-Zigarette wird kein Tabak verdampft. Viele Raucher mögen sie nicht, weil der Tabakgeschmack fehlt. Tabakverdampfer sind quasi eine Zwischenlösung zwischen klassischer Zigarette und elektronischer Zigarette. Sie heißen deshalb auch häufig Zwitter- oder Hybrid-Zigarette.
Wie schmeckt der Dampf aus dem Tabakerhitzer?
Der Geschmack ist für viele Raucher das entscheidende Kriterium bei der Auswahl des Zigaretten-Ersatzprodukts. Der Dampf aus einem Tabakerhitzer schmeckt zwar nach Tabak, hat aber dennoch ein ganz anderes Aroma als die Zigarette. Jahrelange Raucher finden den Geschmack, der anfangs etwas an Heu erinnert, häufig sehr abstoßen. Auch das Gefühl, wenn sie den Tabak einatmen ist ein anderes. Doch wer sich davon anfangs nicht abschrecken lässt, hat nach einer Zeit den umgekehrten Effekt: Plötzlich schmeckt die Zigarette eklig, viel zu intensiv und auch der Geruch ist abstoßend.
Sinkt der Tabakkonsum durch die Nutzung eines Tabakerhitzers?
Viele Raucher, die einen Tabakerhitzer nutzen, machen das genauso häufig wie sie vorher zur Zigarette gegriffen haben. Am Nikotinkonsum ändert sich nichts. Wer darüber nachdenkt, mit dem Rauchen aufzuhören, der könnte es mit einem Tabakerhitzer leichter schaffen. Denn durch den Umstieg auf den Tabakerhitzer entwickeln die meisten ehemaligen Zigarettenraucher eine tiefe Abneigung gegen Zigaretten. Wenn sie irgendwo Rauchern begegnen, ist das nicht mehr so schlimm. Die Tabakerhitzer sind durchgestylte Life-Style-Produkte, die elegant und hochwertig aussehen. Jedoch hat der Raucher keine Zigarette mehr, sondern ein elektronisches Gerät in der Hand. Mit der Zeit schwindet das Verlangen nach dem als angenehm empfundenen Gefühl eine Zigarette in der Hand zu halten. Der Tabakerhitzer ist ein erster Schritt heraus aus der alten Gewohnheit. Zum Abgewöhnen braucht es immer noch Willensstärke, aber nicht mehr so viel. Die Zigarette ist schon einen Schritt weiter entfernt.
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Lieferprobleme bei Obst und Gemüse – werden bei uns die Lebensmittel knapp?
Erst vor wenigen Tagen wurde durch die Medien bekannt, dass in Großbritannien das Obst und Gemüse rationiert wird. Der Grund sind eine generelle Knappheit und die Lieferprobleme. Viele Verbraucher fragen sich nun, ob auch in Deutschland bald nur noch eine Gurke in den Korb gelegt werden kann. Und woher rühren diese Lieferprobleme überhaupt? Der Artikel schaut sich das einmal an.
Wie steht es um die Lieferprobleme in Großbritannien?
In Großbritannien kommen mehrere Faktoren zusammen, die das Lieferproblem begünstigen. Der erste Faktor ist natürlich der Brexit, wie auch der deutsche Bauernpräsident aussagt. Aber im Allgemeinen:
- Importe – Großbritannien ist auf dem Obst- und Gemüsesektor eine Importnation. Im Winter werden beispielsweise rund 95 Prozent aller Tomaten Der Erzeugerverband der Briten, der LVGA, wird aktuell nur noch mit einem Viertel der einst bestellten Ware aus Marokko und Spanien beliefert.
- Witterung/Klima – die Erntebedingungen wirken massiv auf die Verfügbarkeit von Obst und Gemüse ein. Die Hitzewelle im vergangenen Sommer, die Kältewälle in Teilen Europas im Winter, all diese Witterungsereignisse schädigen die Ernte und den Anbau.
- Bürokratie – da die meisten Güter aus der EU importiert werden, müssen Einfuhrunternehmen durch die Zollgebühren höhere Kosten tragen. Dies führte zur Preissteigerung. Durch die neuen Bestimmungen als Nachwirkung des Brexits dauern die Einfuhren aber auch länger.
- Krieg – auch in Großbritannien sind die Energiepreise stark gestiegen. Etliche heimische Erzeuger setzen nun weniger auf Gewächshäuser, sodass die Erntemenge sinkt.
In Großbritannien kommen somit etliche Faktoren auf einmal zusammen. Wobei definitiv erwähnt werden muss, dass die Rationierung des Obstes und Gemüses nicht auf einen aktuell vorliegenden Mangel im Sinne von Nichtverfügbarkeit beruht, sondern durch die Abgabebeschränkung das verfügbare Gut schlichtweg auf mehr Köpfe aufgeteilt werden soll. Die Deutschen kennen diese Rationierung noch gut aus der Coronazeit: Toilettenpapier oder Speiseöl wurde auch nur noch packungsweise abgegeben.
Wie lassen sich solche Probleme umgehen?
Die Hintergründe sind den meisten Verbrauchern, ob britisch oder deutsch, erst einmal egal. Immerhin muss der Kühlschrank gefüllt werden. Trotzdem kann und sollte jeder Einzelne versuchen, allgemein sinnvoll und effizient einzukaufen. Dies ist schon aus Gründen der Nachhaltigkeit wichtig, denn weiterhin wird zu viel Obst und Gemüse entsorgt, weil es doch nicht rechtzeitig zubereitet oder gegessen werden konnte. Hilfreich für den effizienten Einkauf ist eine intelligente Einkaufsliste-App:
- Was ist das? – es handelt sich um eine App, die als digitaler Einkaufszettel eine intelligente Einkaufsplanung ermöglicht. Benötigte Produkte werden eingetragen, mehrere Nutzer können sich den Zugriff auf einen Einkaufszettel teilen. So wird effektiv verhindert, dass beispielsweise beide Elternteile versehentlich dieselben Produkte einkaufen.
- Praktisch – nicht nur ist die App auf dem Handy stets mit dabei, sie sortiert auch die eingetragenen Produkte praktisch nach Warengruppen. So geht es im Supermarkt wesentlich fixer, denn das Mehl steht nicht mehr beim Toilettenpapier auf dem Zettel, sondern in den entsprechenden Kategorien.
- Mitdenkend – die App merkt sich zudem häufig gekaufte Produkte und schlägt diese beim Erstellen des nächsten Einkaufszettels vor. Produkte, die regelmäßig gekauft werden, schlägt die App dann als Einkaufsempfehlung vor. So geht die Einkaufsplanung nicht nur schneller als je zuvor, sondern es wird auch nichts mehr vergessen.
Solche smarten Helfer können den Einkauf wesentlich erleichtern. Zudem ersetzen sie all die Chatnachrichten, in denen ein Familienmitglied fragt, ob »jemand« nicht ein Produkt mitbringen könnte oder es schon gekauft hat. Wie jeder weiß: »Jemand« funktioniert nie.
Können solche Probleme auch in Deutschland auftreten?
Natürlich ist auch Deutschland nicht vor Lieferproblemen bei Obst und Gemüse gefeit. Allerdings hat Deutschland den allgemeinen Vorteil, dass ein guter Teil der Früchte aus inländischem Anbau stammt und somit zumindest bei den Grundprodukten kein Import notwendig ist. Das trifft allerdings nicht auf alle Lebensmittel und Obst- und Gemüsesorten zu. Aber welche Gefahren drohen eigentlich?
- Dürre – die letzten drei Jahre waren zumindest in großen Teilen Deutschlands sehr trocken. Viele können sich wohl noch an die kläglichen Maisstauden auf den Feldern erinnern, die in den Nachrichten gezeigt wurden. Zugegeben, dabei handelt es sich in erster Linie um Futtermais, doch zeigten die Bilder bereits, was geschehen kann. Eine lange Trockenheit, gepaart mit großer Hitze oder Kälte, wirkt sich immer negativ auf den Anbau von Obst und Gemüse aus.
- Schädlinge – durch die Trockenheit und den Hitzestress neigen viele Pflanzen auch dazu, anfälliger gegenüber Schädlingen zu werden. Kurzum: Sollte es in Deutschland einmal zu einer Heuschreckenplage kommen, so geht auch hier die Ernte verloren.
- Lieferketten – selbst an der im Frankenland angebauten Kartoffel hängen oft Lieferketten dran. Ob das Saatgut aus dem Ausland bestellt wird oder ob die Düngemittel aus dem Ausland stammen, ist erst einmal unerheblich. Viele der Dünge- und Spritzmittel für Obst- und Gemüse stammen übrigens aus Russland, der Mangel ist somit gegeben.
- Energie/Wasser – auch in Deutschland ist es notwendig, für die Mengenproduktion auf Gewächshäuser zu setzen. Diese werden beheizt, beleuchtet und bewässert. Steigen die Energiepreise enorm, mag sich der Unterhalt der Gewächshäuser nicht länger rentieren. Wassermangel indes ist ein generelles Problem.
Generell muss zwischen einer kurzen Lieferproblematik und einem tatsächlichen Ernteausfall unterschieden werden. Sind nicht ausreichend Spargelstecher verfügbar, so leidet die Lieferung unter den Bedingungen, zu einem absoluten Ernteausfall kommt es hingegen nicht. Sind ganze Regionen hingegen ausgedörrt, haben die Bauern keine Möglichkeit, die Felder zu bewässern. Nun kommt es zu einem Ernteausfall, der sich stets in den Supermärkten bemerkbar macht, wenn er nicht von außerhalb her aufgefangen werden kann.
Fazit – ein generelles Umdenken und verschärftes Bewusstsein ist nötig
In Großbritannien kommen aktuell die Folgen des Brexits zusätzlich zum Tragen, wobei weitere Faktoren in den Mangel mit einfließen. Generell ist es aber wichtig, ein stärkeres Bewusstsein für den Wert von Obst und Gemüse zu entwickeln und den Verfall der Lebensmittel zu verhindern. Intelligente Einkaufsapps helfen bereits bei der Planung des Einkaufs, die sorgfältige und korrekte Lagerung von Gemüse und Obst, eventuell auch das Einfrieren, verhindern zusätzlich, dass die Waren verderben.






















































