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Bautrends unter der Lupe: Ein kritischer Blick hinter vermeintliche Standards und allgemeingültige Meinungen
Der Privathausbau boomt, ein Ende ist nicht in Sicht. In Deutschland werden schon seit Jahren alljährlich mehr als 100.000 Ein- und Zweifamilienhäuser errichtet. Wo etwas eine so hohe Bedeutung für so viele Menschen hat, gibt es natürlich auch stets gewisse Trends, dazu auch viele Meinungen, die als allgemeingültig dargestellt werden.
Doch genau das ist auch häufig ein Problem: Oft zeigt sich für diejenigen Bauherrn, die blind folgen, dass dabei gern allzu blumig oder negativ gesprochen wird und/oder wichtige Details unerwähnt bleiben. Typischerweise erfolgt diese Erkenntnis erst, wenn keine Änderungen mehr möglich sind, häufig erst nach dem Einzug, wenn die Alltagstauglichkeit auf dem Prüfstand steht. Auf den folgenden Zeilen werfen wir einen kritischen Blick hinter besonders typische Aussagen und beleuchten ihre andere Seite.
1. „Einen Keller kann man sich wirklich sparen“
Ein wichtiger Grund für den anhaltenden Bau-Boom ist die historisch niedrige Zinssituation. Allerdings hat auch sie einen Nachteil, sie führt dazu, dass die Preise für Gebäude und Bauland ebenfalls seit Jahren steil ansteigen.
Dementsprechend setzen viele Bauherrn dort die Sparschere an, wo es ihrer Meinung nach nicht schmerzt und große Einsparungssummen möglich sind. Überaus häufig betrifft diese Vorgehensweise das Kellergeschoss.
Ein Blick hinter die Aussage
Natürlich ist es unstrittig, dass das Weglassen des Kellers den Endpreis vermindert. Allerdings endet hier schon die Allgemeingültigkeit. Dahinter stehen weitere Tatsachen:
- Ein vollwertiger Keller stellt bei einem anderthalbstöckigen Einfamilienhaus rund ein Drittel bis zwei Fünftel der Gesamtwohnfläche dar. Fläche, die als Stau-, Hobby- und zusätzlicher Wohnraum häufig später schmerzlich vermisst wird.
- Auch ohne Keller sind Aushubarbeiten nötig, muss eine Bodenplatte gegossen werden. Real werden Material- und Arbeitskosten deshalb praktisch nur um das Errichten und Dämmen der Kellerwände, das Einziehen der Kellerdecke und den Kellerausbau reduziert.
- Zwar gibt es Unterschiede, als üblicher Mittelwert gilt jedoch, dass der Keller trotz seiner großen Wohnfläche einen Anteil von nur rund zehn Prozent an den Gesamtkosten hat.
Anders formuliert: Wer auf den Keller verzichtet, reduziert die Wohnfläche um bis zu 40 Prozent, spart aber kaum mehr als zehn und verschlechtert den Wiederverkaufswert.
Tipp:
Der Keller muss ja nicht zum Einzug vollständig fertiggestellt
sein. Wird er im Rohbauzustand belassen und erst später fertig
ausgebaut, können die Mehrkosten spürbar gesenkt werden.
2. „In nördlicheren Regionen lohnt sich Solartechnik nicht“
Je nördlicher die gewählte Wohnregion liegt, desto flacher wird mit jedem weiteren Kilometer der Einstrahlwinkel der Sonne; ihre Strahlen müssen durch eine zunehmend stärkere Atmosphäre hindurch, bevor sie auf die Erde treffen.
Für nicht wenige genügt diese Tatsache für die Behauptung, dass deshalb Photovoltaik und Solarthermie auf dem Hausdach mangels Einstrahlleistung je nördlicher die Region liegt immer unrentabler würden.
Ein Blick hinter die Aussage
Tatsächlich ist diese Aussage nicht einmal falsch – wenn man sich auf Solarsysteme aus den 1970ern bezieht und nicht einkalkuliert, wie die moderne Ausprägung dieser Technik funktioniert. Denn: obwohl sich die Sonneneinstrahlung tatsächlich verändert, je weiter man sich nach Norden begibt, so ist die Leistungsreduktion vernachlässigbar: Zwischen einem Jahresmittel am Bodensee und dem jenseits von Hannover liegen nur rund 200 kWh/m² oder höchstens 20 Prozent – selbst in den nördlichsten Ecken Deutschlands liegt die Globalstrahlung immer noch in vierstelligen kWh-Bereichen.
Bei moderner Solartechnik macht diese Reduktion kaum etwas aus, da diese einen deutlich höheren Wirkungsgrad als frühere Varianten hat. Selbst an der Grenze zu Dänemark (und darüber hinaus) genügt deshalb eine hinreichend große und sorgsam sonnengünstig ausgerichtete Anlage, um problemlos den Strom- und/oder Wärmebedarf eines Gebäudes zu decken. Zumal der Norden sogar einen Vorteil ins Feld führen kann: Durch die flachere Geografie sind hier praktisch alle Gebäudestandorte sonnengünstig; es gibt kaum Gegenden mit Hindernissen wie beispielsweise hohe Berge, tiefe Täler.
3. „Fensterflächen kann man gar nicht genug haben“
Schon seit Jahrzehnten votieren Architekten dafür, dass modernes Wohnen von großzügigen Glasflächen geprägt sein müsse. Der Grund dafür soll erstens ein maximal tageslichtbeleuchteter Innenraum sein, zweitens soll eine „grenzenlose“ Verbindung zwischen Innenraum und Außenbereich geschaffen werden. Viele heutige Gebäude haben deshalb typischerweise bodentiefe Fenster, teilweise bestehen auch ganze Fassaden aus Glas. Hell und offen ist das fraglos, aber zu einem für viele in der Praxis untragbaren Preis.
Ein Blick hinter die Aussage
Gläserne Wände sind nicht neu – auch nicht die Kritik daran, wie ein Fallbeispiel des weltberühmten Farnsworth-House aus der Feder des Stararchitekten Ludwig Mies van der Rohe zeigt. So äußerte sich die Auftraggeberin bestürzt:
„Das Haus ist durchsichtig wie ein Röntgenbild […] Ich wollte etwas
Bedeutungsvolles tun und alles, was ich erhielt, war diese aalglatte
Spitzfindigkeit […] Ich kann nicht einmal einen Kleiderbügel im Haus
aufhängen, ohne mich zu fragen, wie das den Blick von außen verändert.“
Im Kern fasst die Kritik von Frau Dr. Farnsworth schon viele Nachteile des „gläsernen Wohnens“ zusammen. In der Praxis bedeutet es jedoch oft noch deutlich mehr:
- Fassadenglas ist, auch bezogen auf seine Dämmeigenschaften, pro Quadratmeter deutlich teurer als eine reguläre Wandfläche.
- In der Realität heutiger Neubaugebiete mit ihren häufig kleinen Grundstücken bieten umfangreiche Glasflächen oft eine erheblich reduzierte Privatsphäre, benötigen deshalb Sichtblenden, wodurch sie ihrer eigentlichen Aufgabe mehr nachkommen – just hier besteht eine oftmals übersehene Diskrepanz, weil die Häuser in Katalogen typischerweise freistehend dargestellt werden.
- Sommerliche Umgebungswärme bleibt bei zeitgenössisch gedämmten Fenstern zwar draußen, innen jedoch kann die Sonneneinstrahlung dennoch die Temperaturen stark erhöhen.
- Je nach Art des Fensterglases ist es durchlässig für bestimmte UV-Strahlungen, was die Farben der Einrichtung rasch ausbleichen kann.
- Durch die gute Einsehbarkeit des Innenraums fühlen sich viele Hausbesitzer unter ständigem Druck, Ordnung halten zu müssen.
- Das Glas verursacht erhebliche Mehrarbeit beim Putzen. Je nach exakter Architektur (Glasfassaden, Fenster über mehrere Stockwerke, Galerien usw.) ist auch der Aufwand deutlich höher, um alle Flächen zu erreichen.
- Jeder Quadratzentimeter Glas fällt als Stellfläche für Schränke und Regale weg.
Vor allem letzteres bedenken viele Hausbauer nicht – und erleben dann speziell in Verbindung mit dem nächsten Wohntrend oft eine unschöne Überraschung.
Tipp:
Große Fensterfronten nur dort installieren, wo es keine
Einblicke durch Nachbarn oder Passanten geben kann.
4. „Eine offene Innenraumgestaltung hat nur Vorteile“
Ein Haus soll offen sein, soll seine Bewohner nicht einengen. Zum architektonischen Rezept der Glasflächen gehört deshalb häufig eine weitere Komponente in Form von deutlich reduzierten Innenwänden unter dem Dachbegriff der offenen Raumgestaltung.
Die zweifellos positive Folge: Gefühlt und auch tatsächlich wird die Wohnfläche erhöht, schließlich nehmen Wände eine gewisse Fläche ein. Und Eltern werden froh sein, den Nachwuchs während der Hausarbeit immer sehen und hören zu können. Doch auch hier stehen hinter dem Vorteil einige deutliche Nachteile.
Ein Blick hinter die Aussage
Der wichtigste Nachteil wurde bereits angeschnitten: Wo keine Wände sind, möchten die wenigsten Bewohner künstliche Barrieren in Form von Schränken, Raumteilern, Sideboards und Ähnlichem errichten. Zusammen mit den großen Glasflächen in den Außenwänden ergibt das oft trotz großer Wohnfläche einen bemerkenswert geringen Stauraum – nochmals verstärkt, falls kein Keller vorhanden ist.
Ferner wird auch hier ein weiterer „Ordnungszwang“ erschaffen: Wo sich vielleicht ein ganzes Stockwerk mit einem Blick überschauen lässt, gibt es keine Möglichkeit, kurz vor dem Eintreffen von Gästen noch schnell etwas Unordnung hinter Türen verschwinden zu lassen. Teilweise gibt es nicht einmal eine richtige Diele als Zwischenstation zwischen Haustür und Wohnbereich. Je nach Ausprägung der offenen Architektur fehlen auch den Bewohnern Rückzugsräume, was nicht nur in Familien für Zwist sorgen kann.
Außerdem:
- In der Küche wird eine sehr leistungsfähige Dunstabsaugung benötigt, damit Kochgerüche sich nicht überall ausbreiten.
- Es ist schwierig, nach der empfohlenen Methode zu heizen, wonach jeder Raum entsprechend seiner Nutzung unterschiedlich warm sein sollte. Dadurch wird mehr Heizenergie benötigt, als eigentlich notwendig wäre.
- Ohne Wände kann sich nicht nur Staub weit ausbreiten, sondern auch Haustiere und Kleinkinder in Bereiche gelangen, zu denen sie eigentlich keinen Zutritt haben sollen.
Ein weiterer Nachteil offenbart sich meistens erst einige Jahre nach dem Einzug: Wo es keine echte Raumaufteilung gibt, werden Renovierungsarbeiten deutlich teurer und aufwendiger, weil es „ganz oder gar nicht“ heißen muss – wenn Boden, Decken und Wände des Wohnzimmers direkt in das Treppenhaus, die Küche und das Esszimmer übergehen, gibt es kaum Optionen, nur einzelne Zimmer zu erneuern.
Tipp:
Nicht zuletzt durch an der Decke montierte Vorhänge
können sich Räume zumindest optisch je nach Situation
abtrennen lassen.
5. „Eine Außengestaltung in Weiß, Schwarz und Grau ist zeitlos und edel“
Modernität wird in den Augen vieler durch eine enorme Zurückhaltung geprägt. Dies gilt nicht nur für offene, möglichst leere Räume, sondern erstreckt sich auch auf die Farbgebung. Ähnlich wie bei Autolacken seit Jahren Schwarz, Weiß und (Silber-)Grau vorherrschen, zeigen sich auch immer mehr Neubaugebiete in diesen reduzierten Farbtönen.
Das Versprechen lautet nicht nur, auf diese Weise ein modern wirkendes Haus samt Umfeld zu besitzen (trotz vielleicht konventioneller Architektur), sondern auch Zeitlosigkeit zu garantieren.
Ein Blick hinter die Aussage
Das Hauptproblem an dieser monochromen Farbgebung ist, dass sie einerseits heute sehr weit verbreitet ist, was dem Haus ein wichtiges optisches Alleinstellungsmerkmal raubt. Andererseits sorgt sie für eine von vielen als emotionslos empfundene Optik. Schwarz, Weiß und Grau stellen hinsichtlich ihrer Farbpsychologie „schwierige“ Töne dar; Grau hat sogar weitgehend negative Eigenschaften.
Ferner sorgt gerade der Trend dieser „Unfarben“ dafür, dass sie ihre Zeitlosigkeit verlieren. Schwarz und (Dunkel-)Grau erhitzen sich zudem unter Sonneneinstrahlung stark; Weiß reflektiert das Licht, was wiederum unkontrollierbare Auswirkungen auf das Umfeld haben kann.
Auch hierbei handelt es sich um ein Detail, das in Katalogen und Musterhäusern grandios wirkt, aber häufig an der Realität im dicht bebauten Neubaugebiet scheitert.
6. „Küchen-Oberschränke sind nicht wirklich nötig“
Nachdem über weite Teile der 1960er, 70er, 80er und 90er bis in die 00er-Jahre Küchen typischerweise enorm klein waren, wuchsen sie in jüngerer Vergangenheit beständig. Für das praktische Kochen hat dies viele Vorteile. Doch wegen diesem Mehr an Fläche sowie dem gestalterischen Gebot eines reduzierten Wohnens votieren heute viele Designer dafür, die Oberschränke der Küchenzeilen wegzulassen.
Auch hier kann die Forderung praktische Vorteile anführen; vor allem eine deutlich leichtere Zugänglichkeit, weil nur in die unteren Schränke gegriffen werden muss. Abermals ist es jedoch kein grenzenlos positiver Trend.
Ein Blick hinter die Aussage
Denn auch moderne große Küchen sind selten so groß, dass sich sämtliche Utensilien ausschließlich in den Unterbauschränken unterbringen ließen. In der Praxis greifen deshalb viele Hausbesitzer zu offenen Lösungen zwischen Regalen, Gitterkörben und Haken. Genau das ist jedoch kein adäquater Ersatz: Alles staubt ein, gelangt mit fettigem Dunst in Kontakt, muss deutlich häufiger gereinigt werden – oftmals vor jeder Benutzung.
Zudem sorgt dieser Stil abermals dafür, dass es nötig ist, ständige Ordnung in der Küche zu halten, da so viele Teile ständig dem Blick preisgegeben sind. Ein weiterer praktischer Nachteil ist die Beleuchtung: Normalerweise stellen die Unterseiten der Hängeschränke eine hervorragende Zone dar, um die Arbeitsfläche umfassend auszuleuchten, ohne dass arbeitende Personen sie abschatten. Ohne Schränke müssen die Leuchten höher montiert werden, was wiederum Schattenprobleme heraufbeschwören kann.
7. „Eigene Handwerksarbeit hat nur Vorteile und ist leicht machbar“
Wo niedrigste Zinsen für hohe Preise sorgen, versuchen viele, die Kosten weiter zu senken. Häufig wird deshalb dazu geraten, statt Handwerker für bestimmte Gewerke zu beauftragen, selbst zum Werkzeug zu greifen, wodurch sie nur noch die reinen Materialkosten bezahlen müssen – so zumindest der Glaube.
Ein Blick hinter die Aussage
Handwerksarbeiten selbst zu erledigen kann Geld sparen. Allerdings spart sie nicht sämtlichen Arbeitslohn ein. Schließlich muss eine realistische Rechnung beinhalten, dass die selbst zupackenden Bauherrn mit ihrer Arbeitskraft und Lebenszeit bezahlen. Weitere Nachteile:
- Viele Bauherrn überschätzen ihr Arbeitstempo maßlos. Das kann katastrophale Bauverzögerungen verursachen, wenn nachfolgende Handwerksleistungen auf der Eigenleistung aufbauen.
- Die Arbeit muss in der Freizeit erbracht werden, neben dem eigentlichen Beruf. Das ist enorm kräftezehrend.
- Viele Gewerke benötigen Kenntnisse zahlloser Normen. Werden die Arbeiten nicht in Handwerkerqualität abgeliefert, kann es bei der Bauabnahme ebenso zu Problemen kommen wie bei etwaigen Garantieleistungen.
Das soll nicht heißen, dass die eine Arbeit am Haus gänzlich abzulehnen wäre. Nur sollten sich Hausbauer unbedingt auf unkritische Werke fokussieren, nur Aufgaben wählen, die keine großen Vorkenntnisse und teure Spezialwerkzeuge benötigen. Selbst dann sollte ein realistischer Zeitrahmen davon ausgehen, dass ein Laie die doppelte bis dreifache Zeit eines Handwerkers benötigt.
Tipp:
Für viele Gewerke gibt es weitgehend unkritische Vor- und
Nacharbeiten. Über diese sollten Bauherrn mit den involvierten
Handwerkern sprechen.
8. „Ein Haus muss heute smart sein“
Die Haustür entriegelt, sobald sich der Hausbesitzer mit aktivierter NFC-Funktion im Smartphone nähert. Die Heizung fährt ihre Leistung herunter, sobald morgens der letzte Bewohner das Haus verlässt und regelt sie rechtzeitig hoch, damit die Räume trotzdem schön warm sind, wenn der erste wieder nachhause kommt. Das Licht wird per Sprache betätigt und Wettersensoren erkennen, wenn ein Unwetter naht, schließen dann automatisch gekippte Fenster und lassen die Rollläden herab.
Seit rund einem halben Jahrzehnt hat sich das Smart-Home von einem Novum zu etwas entwickelt, von dem viele heute behaupten, dass es ein absolutes Muss sei – besonders in Neubauten, wo die gesamte Technik während des Bauprozesses integriert werden kann. Doch stimmt auch dies bedingungslos? Muss ein Haus heute umfassend smart sein? Die Antwort lautet nein, zumindest nicht so unbegrenzt, wie es viele Technikfans und Hersteller fordern.
Ein Blick hinter die Aussage
Smarte Haustechniken machen das Leben einfacher, können die Sicherheit erhöhen und die Verbräuche senken. Allerdings ist es nach wie vor eine Tatsache, dass der gesamte Markt zum einen von einer extrem hohen Fluktuation geprägt ist und zum anderen deshalb zahlreiche Systeme parallel existieren, die nicht miteinander kompatibel sind.
Mit KNX gibt es einen maßgeblichen kabelgebundenen Standard – nur funktionieren zahlreiche Smart-Home-Anwendungen nicht über Kabel, sondern fußen auf Funkstandards, von denen es wiederum eine ganze Reihe gibt.
Hinzu kommt, dass die meisten smarten Anwendungen mehr oder weniger direkt mit dem Internet verbunden sind. Und oftmals wurde bei der Entwicklung deutlich stärker auf Features geachtet als an eine durchgängige Sicherheit – und es werden vielfach auch nicht so häufig Updates eingespielt, wie Datenschützer es fordern.
Mit Pech kann sich das „sichere“ smarte Zuhause deshalb zum Gegenteil entwickeln, können Hacker die Kontrolle übernehmen. Und wo so viele Anwendungen nebeneinander existieren, wird die für Einzelgeräte tatsächlich simple Kontrolle oft in der Praxis deutlich komplexer, als einfach einen manuellen Schalter zu betätigen.
Auch hier gilt: Smart-Homes sind nicht per se schlecht, bloß genügt es, sich auf Kernfunktionen wie beispielsweise die Heizungssteuerung zu fokussieren.
Zusammenfassung und Fazit
Jedes Haus ist so individuell wie seine Bewohner. Gerade das ist aber auch der Grund, warum viele solche Dinge, die als „Must Have“ des Hausbaus gelten, in der Praxis später bereuen. Natürlich lassen viele Fenster viel Licht ins Haus – aber auch jeden Blick, sie machen viel Reinigungsarbeit und reduzieren die Stellfläche für Schränke. Selbstverständlich stellt ein Keller einen ziemlichen Kostenfaktor dar – er erhöht aber auch die Wohnfläche eines typischen Einfamilienhauses um gut und gern ein Drittel, kostet jedoch längst nicht so viel wie ein normales Stockwerk.
Freilich muss jeder Bauherr entscheiden, welche Seite solcher Trends und Aussagen für ihn persönlich schwerer wiegt. Jedoch sollte das immer erst geschehen, wenn beide Seiten der Medaille gründlich betrachtet wurden – nur weil etwas im Hausbaukatalog grandios wirkt und viele Freunde und Nachbarn im Neubaugebiet es nutzen, heißt das noch lange nicht, dass es ein universell positiver Trend wäre, der sich bei jedem Bauherrn in der Praxis bewährt.
Drinnen bleiben ohne Langeweile: Tolle Hobbys für zuhause
Wir alle verbringen momentan viel Zeit zuhause. Den ganzen Tag in der Wohnung zu sein, kann aber schnell langweilig werden. Es sei denn, du weißt, wie du dich beschäftigen kannst. Einem Hobby nachzugehen oder ein neues zu lernen macht Spaß, regt die grauen Zellen an und vertreibt garantiert die Langeweile. Hier findest du einige Ideen für deine Freizeit zuhause.
Kreativ durch den Tag
Viele Menschen würden gerne mehr Zeit mit kreativen Beschäftigungen verbringen. Im normalen Alltag bleibt dafür aber oft schlichtweg nicht genügend Freizeit. Jetzt ist daher die perfekte Gelegenheit, um frühere Hobbys wiederzuentdecken oder neue kreative Aktivitäten auszuprobieren. Wenn du denkst, dafür seist du zu unkreativ, irrst du dich. Denn jeder Mensch ist kreativ auf die eine oder andere Weise. Schließlich ist die Auswahl an Möglichkeiten, um kreativ zu werden, so groß, dass garantiert für jeden eine passende Wahl dabei ist. Du kannst zum Beispiel
- Handlettering lernen: Die wenigsten Menschen schreiben heutzutage noch von Hand, geschweige denn üben sie sich im Handlettering. Was einst eine willkommene Beschäftigung in langweiligen Unterrichtsstunden war, gerät daher mit steigendem Lebensalter zunehmend in Vergessenheit. Das Handlettering beschreibt das Zeichnen oder Malen von Buchstaben in jeder Form. Du kannst also maximal kreativ werden und vielleicht sogar einen coolen Schriftzug an die Wand sprühen. Doch vorher empfiehlt es sich, mit Bleistift, Filzstift, Fineliner oder Pinsel zu üben. Übrigens ist Handlettering auch eine tolle Möglichkeit, um beispielsweise Hochzeitseinladungen, Dankeskarten & Co in Zukunft noch schöner sowie persönlicher zu gestalten.
- malen und zeichnen: Es muss sich aber natürlich nicht um Buchstaben handeln. Auch das Malen und Zeichnen von anderen Motiven, von abstrakter Kunst, von Personen, Tieren oder Gegenständen erfreuen sich als Hobbys großer Beliebtheit. Der eigenen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Von der Größe der Leinwand über die gewählten Farben bis hin zur Art der Malerei – beispielsweise Aquarell- oder Acrylmalerei – sind deiner Kreativität dabei keine Grenzen gesetzt. Wenn du dafür zuhause bleiben musst oder willst, kannst du simple Gegenstände aus deinem Umfeld in kleine Kunstwerke verwandeln, abstrakte Motive wählen oder deine Fantasie zu Papier bringen.
- basteln: Das Basteln gehört ebenfalls zu den Beschäftigungen, die bei Kindern noch weit verbreitet und beliebt sind, dann im Laufe des Lebens aber oftmals vergessen werden. Erst, wenn du selbst Kinder hast, entdeckst du das Basteln vielleicht wieder für dich. Aber solange musst du nicht warten, denn auch alleine kann das Basteln jede Menge Spaß machen, eine kreative und sogar nützliche Beschäftigung sein. Schließlich kannst du von kleinen Geschenken über Schlüsselanhänger bis hin zu Dekoration für deine Wohnung allerhand nützliche Dinge basteln. Und falls du eben doch schon Kinder hast, findest du damit zugleich eine tolle Beschäftigung für die ganze Familie.
- DIY-Projekte starten: Soll es noch nützlicher sein, sind DIY-Projekte in vielerlei Hinsicht möglich und vereinen die Nützlichkeit mit der Kreativität. Du kannst zum Beispiel Kosmetik wie Seife, Duschgel, Shampoo & Co selbst herstellen. Du kannst Kerzen gießen. Du kannst Schmuck gestalten. Du kannst Utensilien wie eine Leine für dein Haustier selber machten. Deine Möglichkeiten sind beinahe endlos und so ist gewiss auch (mindestens) ein Projekt dabei, das dich begeistert.
- Handarbeiten machen: Zuletzt erleben Handarbeiten derzeit ein regelrechtes Revival. Vor allem, aber nicht nur, Frauen entdecken klassische Tätigkeiten wie das Nähen, Stricken oder Häkeln wieder für sich. Sie nähen beispielsweise eigene Kleidung für sich oder stricken lustige Kuscheltiere für ihre Kinder. Wenn es etwas exotischer sein soll, ist Makramee ebenfalls eine tolle Wahl für echte Hingucker an den Wänden oder gemütliche Dekorationsartikel wie Kissen.
Und damit ist die Liste an Möglichkeiten noch lange nicht zu Ende. Auch das Auflegen oder Kreieren von Musik als DJ, handwerkliche Projekte wie einen Tisch zu bauen oder die Wohnung umzugestalten zählen als kreative Beschäftigungen – und ihnen allen kannst du in den eigenen vier Wänden nachgehen.
Das solltest du auch, denn Kreativität macht nicht nur Spaß, sie bringt sogar weitere Vorteile mit sich: Wer öfters kreativ tätig ist, reduziert dadurch Stress sowie Ängste. Viele Menschen können sich bei kreativen Hobbys also optimal entspannten, denn so kreisen die Gedanken mal nur um das Projekt, anstatt um Arbeit, Zukunftssorgen & Co. Zudem kannst du durch die Kreativität eine neue Seite an dir entdecken, die im Alltag vor allem bei Erwachsenen nur allzu oft verloren geht. Du nutzt also andere Gehirnareale als üblich, was neue Synapsen bildet und auch dadurch zahlreiche positive Effekte auf dein Leben hat. Du siehst: Es gibt viele gute Gründe, um dich als kreativen Menschen zu betrachten und diese Seite von dir durch entsprechende Hobbys zu fördern; oder überhaupt erst ganz neu zu entdecken.
Musikalische Hobbys
Mit der Musik ist ein wichtiges Stichwort gefallen. Auch diese ist natürlich ein kreatives Hobby und nicht nur als DJ kannst du dich in den eigenen vier Wänden versuchen. Es lohnt sich daher, die musikalischen Hobbys gesondert aufzuführen, um sie in ihrer gesamten Bandbreite zu erfassen. Selbst, wenn du bislang kein Instrument spielst, kannst du das problemlos lernen – dank Tutorials im Internet, Online-Musikunterricht oder spezieller Apps sogar ganz ohne den persönlichen Besuch in einer Musikschule. Auch, oder gerade, im Erwachsenenalter ist das Erlernen eines neuen Instruments empfehlenswert, denn es handelt sich um regelrechtes Gehirnjogging. Wie du nun bereits weißt, werden dadurch nämlich neue Synapsen gebildet, was wichtig ist, um bis ins hohe Alter geistig fit zu bleiben.
Vor allem aber macht es Spaß, selbst Musik zu spielen oder sogar zu komponieren. Viele Menschen träumen davon, am Klavier zu sitzen oder am Lagerfeuer unter Freunden die Gitarre zu zücken. Manche lassen sich jedoch aus Gründen des Platzmangels von diesem Plan abbringen oder sie fürchten die Beschwerde der Nachbarn. Für beide Fälle gibt es mittlerweile simple Lösungen: Ein Klavier kann heutzutage beispielsweise durch das platzsparende Keyboard ersetzt werden. Dieses ist zudem als MIDI-Keyboard erhältlich, sprich es erzeugt selbst keine Klänge. Es gibt somit keine Ausrede mehr, um nicht das Klavierspielen zu lernen. Selbiges gilt für viele andere Instrumente von der E-Gitarre, die mit Kopfhörer gespielt werden kann, bis zur E-Drum als Alternative zum Schlagzeug.
Doch es muss nicht zwingend ein Instrument sein, wenn du nach einem musikalischen Hobby suchst. Wie bereits erwähnt, kannst du auch DJ werden. Eine weitere Möglichkeit ist das Beatboxing oder du lernst das Tanzen. Auch bei all diesen musikalischen Beschäftigungen gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Online-Tutorials und ähnlichen Hilfsmitteln, die das Lernen und Ausüben deines neuen Hobbys spielend leicht machen. Zuletzt darf natürlich das Singen nicht vergessen werden. Viele Menschen können dabei ihre Gefühle am besten ausdrücken, weshalb das Singen sogar einen therapeutischen Effekt haben kann. Und auch der Gesang ist schlussendlich reine Übungssache, sprich sogar Personen, die angeblich untalentiert sind, können das Singen lernen. Nur Mut, lautet die Devise!
In neue Welten eintauchen
Wenn dir in den eigenen vier Wänden langsam die Decke auf den Kopf fällt, du diese aber nicht verlassen kannst oder willst, gibt es andere Möglichkeiten, um diesen zu entfliehen – zumindest gedanklich. Denn nicht nur Filme oder Serien können dich in andere Welten entführen, sondern auch dein eigener Kopf. Lass daher deiner Fantasie freien Lauf und unternimm eine Traumreise. Diese kann geführt sein, zum Beispiel als Video- oder Audiodatei im Internet, oder du entscheidest selbst, wohin die Reise gehen soll.
Viele Menschen nutzen auch gerne fremde Geschichten, um der Realität zu entfliehen. Das Lesen, sei es klassisch von Büchern oder modern von E-Books, ist eine ebenso spannende wie entspannende Beschäftigung. Ein Hobby, für das im Alltag oft nur wenig Zeit bleibt oder das zunehmend durch digitale Aktivitäten wie das Streamen von Filmen oder das Zocken vor der Spielekonsole abgelöst wird. Das ist jedoch schade, denn das Lesen bringt zahlreiche positive Effekte mit sich: vom Stressabbau bis hin zu einem längeren Leben. Wer will, kann sich sogar selbst an den Laptop oder die Schreibmaschine setzen und eigene Geschichten zu Papier bringen. Egal, ob diese schlussendlich dein Geheimnis bleiben oder irgendwann veröffentlicht werden – das Schreiben ist ein Hobby, bei dem du dich ungehindert ausleben und deiner Fantasie freien Lauf lassen kannst. Vielleicht entdeckst du ja sogar eine poetische Ader und beginnst mit dem Schreiben von Gedichten. So oder so: Es handelt sich um eine tolle Möglichkeit, um eine Auszeit vom Alltag zu nehmen.
Einfach mal die Umgebung vergessen; das funktioniert auch durch Podcasts sehr gut. Wenig verwunderlich ist daher, dass diese derzeit einen Aufschwung erleben. Solche Podcasts können vielfältige Formen annehmen. Manchmal handelt es sich um Schilderungen aus dem Leben, manchmal um die Vermittlung von Fachwissen und ein wieder anderes Mal um philosophische Gedankengänge. Je nachdem, was dich interessiert, wirst du in der großen Auswahl, die es mittlerweile gibt, garantiert fündig. Als Mischung zwischen dem Podcast und dem Buch können zudem Hörbücher ein perfekter Kompromiss sein, um ein bisschen zu entspannen, gedanklich deinem Zuhause zu entfliehen, dabei aber nicht selbst „aktiv“ sein und lesen zu müssen.
Durchtrainiert in den eigenen vier Wänden
Gerade in Zeiten wie diesen, in denen wir meistens zuhause sind, fördern den Bewegungsmangel, den viele Menschen im Alltag ohnehin haben. Wenn sogar die Wege zum Arbeitsplatz, im Treppenhaus oder zum Treffen mit Freunden wegfallen, bewegen sich viele Personen nur noch wenige Meter pro Tag. Zusätzlich ruhen viele sportliche Hobbys wie das Krafttraining im Fitnessstudio oder das Fußballspielen mit Freunden. Umso wichtiger ist es, diesem Bewegungsmangel aktiv entgegenzuwirken. Denn er hat zahlreiche negative Effekte auf die psychische und physische Gesundheit:
- Beeinträchtigung des Immunsystems
- Durchblutungsstörungen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Immobilität
- Konzentrationsschwäche
- Kopfschmerzen und Migräne
- Lähmung der Kreativität
- Lernstörungen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Minderwertigkeitskomplexe
- Muskelschwäche
- Rücken- und Gelenkschmerzen
- Selbstzweifel
- Stoffwechselerkrankungen
- Übergewicht
- Verletzungsanfälligkeit
- v. m.
Diese Liste könnte noch ewig fortgeführt werden und Bewegungsmangel gilt mittlerweile sogar als eine der häufigsten Todesursachen. Fakt ist also, dass es gerade jetzt unglaublich wichtig ist, zusätzliche Bewegung in den Alltag zu bringen. Denn diese verbessert nicht nur die körperliche Fitness, sind macht zugleich glücklich(er) und hilft somit gegen den „Blues“ des ständigen Zuhauseseins.
Die gute Nachricht lautet: Die Möglichkeiten, um zuhause Sport zu treiben, sind heutzutage so vielfältig, dass jeder eine Sportart nach dem eigenen Geschmack findet. Auch hier gibt es daher keine Ausreden mehr; und auch hier ist das Internet in Form von Tutorials, Workout-Videos, Fitness-Apps & Co eine hilfreiche Unterstützung. Du kannst zum Beispiel tanzen, wie bereits bei den musikalischen Hobbys erwähnt wurde. Du kannst dir einen Stepper ins Wohnzimmer stellen und nebenbei deine Lieblingsserie ansehen. Du kannst ein kurzes, aber effektives HIT-Workout mit dem eigenen Körpergewicht machen. Du kannst dir Utensilien wie Hanteln, Fitnessbänder oder Gewichte kaufen, um Krafttraining zu betreiben. Auch diese Liste noch lange nicht zu Ende.
Es gibt somit in vielen Fällen die Möglichkeit, dein sportliches Hobby, das du normalerweise woanders ausübst, nach Hause zu holen. Wenn nicht, falls du normalerweise keinen Sport treibst oder einfach etwas Neues ausprobieren möchtest, gibt es aber auch viele andere Optionen, die dir zur Auswahl stehen. Am besten schnupperst du einfach in mehrere Sportarten hinein, um zu sehen, was dir Spaß macht und einen positiven Effekt bringt – körperlich sowie psychisch. Es ist ohnehin besser, mehrere Sportarten miteinander zu verknüpfen, um immer wieder neue Trainingsimpulse zu setzen und deine Fitness ganzheitlich zu fördern. So ist es beispielsweise wichtig, sowohl Kraft- als auch Ausdauertraining zu betreiben. Zusätzlich kannst du deine Koordination fördern, deine Geschicklichkeit trainieren, deine Beweglichkeit verbessern oder weitere Ziele verfolgen.
Die Zeit zuhause muss also nicht auf Kosten deiner Gesundheit gehen, sondern kann im Gegenteil sogar dabei helfen, neue Routinen zu etablieren, sei es beim Sport oder der Ernährung, und diese auch zukünftig beizubehalten. Du kannst diese also zur „gesündesten“ Zeit deines Lebens machen.
Kulinarische Hobbys
Mit der Ernährung ist ein weiteres wichtiges Stichwort gefallen. Wer nämlich den ganzen Tag zuhause ist, in unmittelbarer Nähe zum Kühlschrank, zur Snack-Schublade & Co, der neigt zum Schlemmen. Man gönnt sich ja sonst nichts, lautet die Entschuldigung und schnell artet die Nahrungsaufnahme in eine Form von Frustessen aus. Wenn du also dazu neigst, zu viel und zu ungesund zu essen, kann dieser Effekt in den eigenen vier Wänden noch verstärkt werden. Die Folge sind zum Beispiel Übergewicht, Verdauungsbeschwerden oder andere gesundheitliche Probleme.
Das bedeutet natürlich nicht, dass du dir nicht guten Gewissens einige Köstlichkeiten gönnen darfst. Das Kochen und Backen kann sogar ein tolles Hobby sein und eine Beschäftigung, über die sich gewiss auch deine Familienmitglieder oder Mitbewohner freuen. Nur sollten die Rezepte eben mit Köpfchen gewählt werden, um zwar lecker, aber trotzdem gesund zu sein. Eine hervorragende Möglichkeit also, um bestehende Rezepte zu überarbeiten, neue Rezepte auszuprobieren oder sogar eigene Rezepte zu entwerfen.
Die Zeit zuhause ist also eine tolle Gelegenheit, um deine gesunden (!) Koch- sowie Backkünste auf das nächste Level zu bringen. Auch davon kannst du langfristig profitieren, indem du die neuen und gesünderen Gewohnheiten in Zukunft beibehältst. Und so kannst du das Essen umso mehr genießen, denn du weißt, dass du deinem Körper damit gerade etwas Gutes tust – und deiner Seele sowieso. Anstatt also eine Sahnetorte nach der anderen zu backen und zu essen, wie wäre es zum Beispiel mit einer kulinarischen Weltreise? Dadurch kannst du dir den Urlaub in die Wohnung holen und so manches neue Rezept entdecken, das es vielleicht auf deine Liste der Lieblingsrezepte schafft.
Sprachen lernen
Apropos Urlaubsfeeling: Das kann auch aufkommen, wenn du eine fremde Sprache lernst. Nicht nur, dass dadurch die Vorfreude auf die nächste Reise steigt. Das Lernen von Fremdsprachen bringt auch noch zahlreiche weitere Vorteile mit sich:
- Es erleichtert dir die Kommunikation im jeweiligen Land, wodurch der Urlaub angenehmer wird und du einfacher Kontakte knüpfen kannst. So manches Mal ergeben sich daraus neue Freundschaften fürs Leben.
- Auch eröffnest du dir dadurch die Option, eines Tages länger im Ausland zu bleiben, dort zu arbeiten, ein Sabbatical einzulegen oder sogar gänzlich auszuwandern. Denn erst, wenn du die Sprache beherrscht, kannst du dich wirklich integrieren.
- Reisen bildet, sagt man so schön und daher ist es schlichtweg eine Form von Bildung, fremde Kulturen und Sprachen kennenzulernen.
- Auch in deiner Karriere können Fremdsprachen einen großen Vorteil bedeuten. Sie sind in Bewerbungen ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal und können dir spezielle Perspektiven eröffnen, die dir ansonsten vielleicht verschlossen wären. Vor allem im Berufsleben kommt es aber darauf an, die „richtige“ Fremdsprache zu beherrschen. Gefragt sind vor allem Englisch, Chinesisch, Russisch oder Spanisch.
- Zuletzt kommt hier erneut das Gehirnjogging ins Spiel, denn jede Form von Lernen ist wichtig für die geistige Fitness. Das lebenslange Lernen gilt zudem heutzutage als eine der essentiellen Kompetenzen, der sogenannten Soft Skills, auf die im Berufsleben Wert gelegt wird. Auch deshalb hinterlassen Fremdsprachen in deinem Lebenslauf einen guten Eindruck.
Du siehst: Es gibt viele gute Gründe, um eine neue Sprache zu lernen. Vom reinen Spaß bis hin zum Ankurbeln deiner Karriere können dahinter verschiedene Motive stecken. Je nachdem, welches Ziel du mit der neuen Sprache verfolgst, solltest du diese entsprechend auswählen. Gute Englischkenntnisse sind aber in jedem Fall wichtig und somit ist Englisch ein guter Anfang, um eine Fremdsprache zu erlernen oder aufzufrischen.
Bleibt nur noch die Frage nach dem „Wie“ offen. Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Dir steht nämlich eine Vielzahl an Möglichkeiten offen, um bequem eine Fremdsprache zu lernen, ohne dein Zuhause verlassen zu müssen: Audio-Sprachkurse, Lern-Apps, Lehrbücher für selbstständiges Lernen oder Online-Sprachtandems. Zum reinen Auffrischen einer Fremdsprache reicht es manchmal sogar aus, in der jeweiligen Sprache Musik zu hören, Bücher und Nachrichten zu lesen oder Filme zu schauen. So entspannt lässt sich also das Schöne mit dem Nützlichen verbinden, wenn es um neue Hobbys in den eigenen vier Wänden geht.
Foto Collage an der Wand: Diese kreativen Möglichkeiten gibt es
Fotos sind bedeutende Erinnerungsstücke. Auch wenn sie heute meist digital gespeichert werden und nicht mehr in Fotoalben kleben: Die meisten Menschen betrachten ihre ganz persönlichen Momentaufnahmen regelmäßig und freuen sich über die sichtbare Lebensgeschichte. Wer mehr als digital möchte, gestaltet die eigenen vier Wände mit Hilfe schöner Fotos. Besonders beliebt sind hier Foto-Collagen in unterschiedlichen Stilrichtungen. Ein Überblick:
Eine Schwarz-Weiß-Collage kreieren
Die erste Idee eignet sich besonders gut für Räume mit einer eher kühlen und dezenten Einrichtung. Eine Wandcollage mit persönlichen Fotos kann hier voll und ganz in Schwarz-Weiß-Tönen gehalten werden. Hierdurch wirken die Fotos meist deutlich eleganter und auch die Collage selbst erhält einen sehr ruhigen und exklusiven Touch.
Das Schöne ist: Für Schwarz-Weiß-Fotos muss heute niemand mehr zum Fotografen gehen. Es gibt einige Bildbearbeitungs-Softwares, mit denen sich bereits bestehende Bilder im Handumdrehen in eine monochrome Version umwandeln lassen. Für eine persönliche Collage muss also niemand ein Profifotograf sein, auch weil sich statistisch gesehen in Deutschland nur etwa 8,94 Millionen Menschen als besonders interessiert an Fotografie bezeichnen.
Welche Bilder dann ihren Platz an die Fotowand finden, ist ganz der individuellen Entscheidung überlassen. Zweifellos müssen es nicht nur die wirklich großen Aufnahmen sein. Auch scheinbar unbedeutende Momente, welche jedoch für den Besitzer von großem Wert sind, haben ihren Platz in der Galerie verdient.
Bei der Gestaltung einer monochromen Foto-Collage ist es möglich, die Bilder sowohl gerahmt als auch ohne Rahmen an die Wand zu bringen. Wer einen sehr schlanken Look bevorzugt, sollte sich für die rahmenlose Version entscheiden.
Die eigene Chronik als Foto-Collage
Bei einer Foto Collage an der Wand ist es nicht unüblich, dass sie die Geschichte ihres Besitzers erzählt. Entweder im Hier und Jetzt als Collage mit Aufnahmen von den bisher schönsten Urlauben und Reiseerfahrungen, oder als chronologische Collage, die die eigene Familiengeschichte erzählt.
Besonders bei Familien-Collagen mit geschichtlichem Hintergrund lohnt es sich, in alten Fotokisten zu stöbern und zu schauen, ob sich schöne Aufnahmen der Ahnen finden lassen. Meist gibt es hier das ein oder andere Bild von den Urgroßeltern oder noch früheren Generationen. Sie passen hervorragend an eine Familienwand, auf der auch die heutigen Familienmitglieder zu finden sind.
Wer diese alten Bilder nicht rahmen und im Original an die Wand hängen möchte, kann sie kurzerhand digital erfassen lassen oder selbst erfassen. Das hat den Vorteil, dass die Bilder auch auf Leinwände oder spezielle Materialien gedruckt werden können und sich so noch besser in den Mix aus modernen und historischen Akzenten einfügen.
Tipp: Bilder für die Collage richtig aufhängen
Eine Foto-Collage ist selbstverständlich nur dann ein Hingucker, wenn sie nicht durcheinander oder angestaubt wirkt. Es lohnt sich daher, vorab zu überlegen, wie das Wandbild am Schluss aussehen und ob es zusätzliche Erweiterungsoptionen geben soll. Gerade eine Erweiterung über die Jahre hinweg kann sehr ansprechend sein, denn hier entwickelt sich die Collage oft zu einem großen Fotoalbum mit den schönsten Erinnerungen.
Gerahmte Bilder als Fotocollage sind zwar weit verbreitet, jedoch nicht immer ideal. Das Problem bei ihnen ist, dass sie
- nicht unbedingt zueinander passen,
- leichter verstauben
- und sich bei Kollektionswechseln kein Nachkaufen anbietet.
Auch wirken Collagen mit Rahmen nicht selten etwas altbacken und unordentlich. Deutlich stilvoller gelingen Collagen mit sogenannten CusttomShapes®, wie sie Halloleinwand.de vorstellt. Hier werden die ausgewählten Bilder auf spezielle Platten gedruckt, die dann mit Hilfe von Magnethaltern an der Wan befestigt werden. So bleiben die Bilder verschiebbar und die Wand kann im Laufe der Zeit erweitert werden. Für akkurates Aufhängen gibt es einen zur Form passenden Abstandshalter, sodass die Fotowand nicht schief wirkt.
Collage plus Inspiration
Eine weitere Idee, eine ganz individuelle Fotowand zu gestalten, ist das Kombinieren persönlicher Aufnahmen mit schönen Zitaten oder Sprüchen. Da sich Lebensweisheiten inzwischen ohnehin zu einem festen Bestandteil des Alltags entwickelt haben, können diese mühelos gefunden werden. Auf Webseiten wie aphorismen.de ist es möglich, mit Hilfe von Schlagworten nach passenden Zitaten zu suchen. Diese können dann am PC oder auf andere kreative Weise in ein Bild verwandelt und Teil der Fotowand werden.
Für die persönliche Foto-Collage braucht es dann nur noch den richtigen Mix aus Bildern und Sprüchen. Damit die einzelnen Zitate ihre Wirkung nicht verlieren, sollten sich an der Fotowand stets mehr Bilder als Sprüche finden lassen. Ein Verhältnis von 9:1, also ein Zitat je neun Bilder, empfiehlt sich.
Natürlich müssen es nicht unbedingt berühmte Zitate sein, die ihren Platz an der Foto-Wand einnehmen. Eine tolle Idee ist es vor allem für Familien, aus dem Leben gegriffene Sprüche zu verwenden. Dies können Taufsprüche, Kindermund oder anderweitig bedeutsame Zitate aus dem gemeinsamen Leben sein. Wichtig ist nur, dass sie zur Familiengeschichte passen.
Die Gesetze für Glücksspielautomaten
Wo dürfen Spielautomaten aufgestellt werden?
Logischerweise sind Spielautomaten in Spielhallen und Casinos zu finden, da diese Spielstätten eigens für den Betrieb von Glücksspielen errichtet werden. Darüber hinaus stehen die Automaten aber auch in anderen Etablissements. Erlaubt ist die Aufstellung ebenfalls in Gastronomiebetrieben und Wettbüros, allerdings mit kleinen Ausnahmen. Die Gastronomiebetriebe dürfen sich nicht in Sporthallen oder auf Sportplätzen befinden und nicht vornehmlich für die Bewirtung von Kindern und Jugendlichen verantwortlich sein. In den Wettbüros dürfen indes keine Sportwetten vermittelt werden, wenn Spielautomaten aufgestellt sind. In Bars und Kneipen sowie auf Volksfesten und Jahrmärkten sind die Spielautomaten hingegen verboten. Ausnahmen macht der Gesetzgeber hier bei Spielautomaten, bei denen der Gewinn in Waren besteht. Die Anzahl ist ebenfalls in der Spielverordnung geregelt. Während in einer Spielhalle maximal zwölf Automaten stehen dürfen, sind es in einem Restaurant oder Imbiss maximal zwei.
Wie hoch muss die Ausschüttungsquote an Spielautomaten sein?
Während in der Vergangenheit die Ausschüttungsquote bei mindestens 50 Prozent lag, wurde diese Regelung mit der Überarbeitung der Spielverordnung im Jahr 2014 aufgehoben. Allerdings sind nun die maximalen Verluste in einer Stunde auf 60 Euro beschränkt. Der durchschnittliche Verlust pro Stunde darf 20 Euro nicht überschreiten. Je nach Spielverhalten, Höhe des Einsatzes und genutztem Spielautomat liegt die Ausschüttungsquote damit bei 60 bis 80 Prozent. Die maximalen Gewinne sind ebenfalls begrenzt. Mehr als 400 Euro pro Stunde kann man an einem Spielautomaten nicht gewinnen.
Auf telefonische Nachfrage bei den Glücksspielexperten von CasinoTest.de wurde uns mitgeteilt, dass die Ausschüttungsquote in Online-Casinos höher sei. Mehr als 90 Prozent der Gelder würden hier durchaus wieder an die Spieler ausgezahlt. Je nachdem, in welchem Land der Betreiber seine Lizenz hält, sind hier unterschiedliche Vorgaben einzuhalten.
Welche Vorgaben müssen Spielautomaten und Aufsteller noch erfüllen?
Neben diesen Rahmenbedingungen sind noch weitere Regeln einzuhalten, die die Spielverordnung vorschreibt. So sind aus Gründen der Transparenz sogenannte Auszahlungstabellen an den Spielautomaten anzubringen, damit die Spieler wissen, worauf sie sich einlassen. Dabei dürfen sich die Gewinnchancen nicht verändern. Mit jeder Runde hat man also die gleiche Wahrscheinlichkeit auf Gewinne oder Verluste. Der Glücksfaktor wird somit nicht durch die Software korrumpiert.
Weiterhin wurden durch die angepasste Spielverordnung einige Punkte hinzugefügt, die den Spielerschutz stärken sollen. So dürfen beispielsweise keine Auto-Spiel-Funktionen mehr angeboten werden, die für ein schnelleres Spiel gesorgt haben. Das ermöglicht natürlich verantwortungsvolleres Spielen, da jede Runde erneut die Entscheidung getroffen werden muss, ob man nun weiterspielt oder nicht.
Ebenso werden die Einsätze nicht mehr in Punkte umgewandelt. Das hat einen einfachen psychologischen Effekt, weil das (V)Erspielen von Punkten vom Gehirn anders bewertet wird, als wenn es sich um Euro-Beträge handelt. Die Anzeige für die Einsätze und Gewinne werden daher nur noch in Euro und Cent erlaubt.
Die menschliche Psychologie spielt auch bei der Regel zum maximalen Einsatz eine Rolle. Erlaubt ist ein maximaler Einsatz in Höhe von zehn Euro. Höhere Einzahlungen werden direkt wieder ausgezahlt und Gewinne dürfen nicht mehr automatisch dem Einsatz gutgeschrieben werden. Damit wird der Spieler nach dem Verlust der zehn Euro wieder gezwungen, die Entscheidung zu treffen, ob er weiterspielen möchte. Es fällt uns einfach schwerer, fünfmal zehn Euro zu setzen als einmal 50 Euro.
Für Vielspieler wurde darüber hinaus eine gesetzlich vorgeschriebene Pause eingeführt. Nach einer Stunde Spielzeit gibt es eine fünfminütige Pause. Nach drei Stunden wird erneut eine Pause eingelegt und alle Gewinne und Einsätze werden ausgezahlt und der Spielautomat auf den Ausgangszustand zurückgesetzt.
Damit sichergestellt wird, dass die Automaten die Vorgaben einhalten, muss jeder Spielautomat mindestens alle zwei Jahre durch einen Sachverständigen geprüft werden. Die Kosten dafür muss der Aufsteller des Spielautomaten übernehmen. Illegale Spielgeräte, gar eine Spielautomaten-Mafia, gibt es dennoch.
Wer hat Anspruch auf die Grundrente?
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Den Handyvertrag wechseln – 10 essentielle Tipps
Möchten Mobilfunkkunden in ein schnelleres beziehungsweise günstigeres Netz wechseln oder steht der Kauf eines neuen Smartphones an, kommt es nicht selten auch zu einem neuen Handyvertrag. Dieser überfordert jedoch viele Kunden. Denn die Auswahl an Anbietern und Tarifen auf dem Markt ist inzwischen groß. Früher lagen noch jegliche Telekommunikationsdienste in den Händen der Deutschen Bundespost oder ab 1992 bei T-Mobile Deutschland. Heute allerdings sind etliche andere Optionen hinzugekommen, was dazu führt, dass manche Kunden sich nach dem Vertragsabschluss ärgern oder auf Mängel aufmerksam werden. Folgende 10 essentielle Tipps sollten daher beim Vertragswechsel beachtet werden.
1. Den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen
Ein Vertragswechsel ist nicht zu jedem Zeitpunkt möglich. Es handelt sich daher um eine Entscheidung, die in der Regel nicht spontan getroffen werden kann, sondern rechtzeitig geplant sein will. Wer also darüber nachdenkt, den Handyvertrag zu wechseln, der sollte sich frühzeitig über die Vertragsbedingungen und Kündigungsmöglichkeiten informieren. Ausnahmeregelungen, die eine kurzfristige Sonderkündigung ermöglichen, gibt es manchmal in Fällen wie einem Umzug ins Ausland. So oder so, muss der neue Vertrag rechtzeitig abgeschlossen werden, sodass es einen fließenden Übergang gibt. Ansonsten kann der Vertragswechsel bedeuten, für einen gewissen Zeitraum ganz ohne Handyvertrag zu sein – oder zwei Verträge zu haben und bezahlen zu müssen. Timing ist daher ein wichtiges Stichwort für einen erfolgreichen Anbieter- beziehungsweise Vertragswechsel.
Dieses Timing ist noch in einer weiteren Hinsicht essentiell: Wer nämlich früh genug beginnt, unterschiedliche Angebote zu vergleichen und zu beobachten, hat gute Chancen, ein attraktives Sonderangebot zu finden. Gerade die ausgeprägte Konkurrenzsituation, die mittlerweile auf dem Markt besteht, hat nämlich dazu geführt, dass sich die Mobilfunkanbieter preislich unterbieten und hinsichtlich ihrer Leistungen überbieten wollen. Allein deshalb lohnt sich der Vertragswechsel in regelmäßigen Abständen, denn schon wenige Monate oder Jahre später kann es sein, dass für dieselben oder besseren Leistungen deutlich weniger bezahlt werden muss. Wer dann auch noch eine gewisse Vorlaufzeit eingeplant hat, kann auf Sonderaktionen warten, die weitere Preisvorteile versprechen, beispielsweise das erste Jahr zum halben Preis.
Es ist also aus vielerlei Hinsicht sinnvoll, vor dem Wechsel eines Handyvertrages ausreichend Zeit für die Recherche und den Vergleich von Angeboten einzuplanen. Geduld ist hierbei der Schlüssel zum Erfolg, sprich zu einem wirklich günstigen Vertrag. Gleichzeitig bleibt dem neuen Anbieter durch den frühen Vertragsabschluss selbst mehr Vorlaufzeit, sodass ein fließender Übergang ermöglicht wird.
2. Den alten Vertrag rechtzeitig kündigen
Wie bereits erwähnt, kann ein Handyvertrag oftmals nicht spontan, sondern nur zu gewissen Terminen gekündigt werden. Wie lange diese Kündigungsfristen sind, hängt vom Einzelfall ab. Als Faustregel gilt: Je länger die Vertragslaufzeit, desto günstiger ist der Tarif in der Regel. Es gibt somit durchaus Verträge, die monatlich gekündigt werden können. Diese kosten aber entsprechend mehr. Du musst also selbst entscheiden, ob sie sich für dich lohnen. Wer oft einen Vertragswechsel vornehmen will, um beispielsweise von günstigen Sonderaktionen zu profitieren, der kann durchaus über einen entsprechend flexiblen Tarif nachdenken.
Die meisten Menschen ziehen es jedoch vor, Verträge mit längerer Laufzeit abzuschließen, um den Aufwand des Handyvertragswechsels zu umgehen. Sie wollen diesen also möglichst selten auf sich nehmen und können daher von günstigeren Verträgen mit ein bis zwei Jahren Laufzeit profitieren. Mehr ist jedoch nicht empfehlenswert, denn es lohnt sich, wie bereits erwähnt, die Tarife in regelmäßigen Abständen zu vergleichen. Nach spätestens zwei Jahren können die Preisvorteile durch einen Vertragswechsel nämlich den Aufwand überwiegen.
In der Konsequenz bedeutet das, dass sich jeder über die im individuellen Fall gültigen Kündigungsfristen informieren muss. Informationen hierzu sind im Mobilfunkvertrag zu finden oder können direkt beim Anbieter erfragt werden. Viele Menschen, die Handytarife mit längerer Laufzeit wählen, kündigen diese auch sofort wieder, sodass sie nach ein bis zwei Jahren frei entscheiden können, ob sie diesen Vertrag verlängern oder wechseln wollen. Allerdings kann es dann passieren, dass die damals abgeschlossenen Konditionen nicht mehr gelten und eine Vertragsverlängerung daher nicht mehr eins zu eins möglich ist. Ein Vorteil ist jedoch, dass der Anbieter nach Eingang der Kündigung oft attraktive Angebote macht, um den Kunden zu halten – Angebote, die ansonsten vielleicht nicht zugänglich wären. Beide Szenarien bieten daher Vor- und Nachteile, sodass jeder selbst entscheiden muss, was im individuellen Fall sinnvoll ist.
3. Den Vertrag nicht überstürzt oder überrumpelt abschließen
Dennoch: Egal, wie attraktiv ein Angebot klingt, das einem beispielsweise am Telefon oder auf einer Webseite gemacht wird – der Handyvertrag ist nicht die richtige Anlaufstelle für eine Spontanentscheidung. Vor allem, wenn solche Angebote angeblich nur für kurze Zeit, vielleicht sogar nur für wenige Minuten, gültig sind, ist Vorsicht angebracht. Denn die Kundinnen und Kunden unter Druck zu setzen, um sie zu unüberlegten Entscheidungen zu drängen, ist eine beliebte Strategie unseriöser Anbieter. Stattdessen gilt es, verschiedene Angebote einzuholen und miteinander zu vergleichen. Dabei ist nicht nur entscheidend, was unterm Strich auf der Rechnung steht, sondern noch viele weitere Faktoren:
- Die Leistungen können große Unterschiede aufweisen. Günstigere Verträge gehen daher häufig mit geringeren Leistungen, beispielsweise einem kleineren Datenvolumen bei ungedrosselter Geschwindigkeit einher. Für einige Personen, die ihr Handy ohnehin wenig nutzen, oder für ein Zweithandy können die günstigsten Tarife daher eine optimale Wahl sein. Für viele andere Menschen wären diese jedoch nicht ausreichend, sodass sich die Investition in teurere Tarife lohnen kann. Hier muss jeder selbst herausfinden, welches Preis-Leistungs-Verhältnis am besten zu den eigenen Gewohnheiten passt.
- Mittlerweile gibt es längst nicht mehr nur einen Anbieter am Markt, sondern genau genommen gibt es drei große Netzanbieter (Telefónica Germany, Telekom und Vodafone) sowie eine Vielzahl an Providern von Drillisch bis mobilcom-debitel. Diese wiederum offerieren unterschiedliche Branding-Marken wie Aldi Talk oder freenet Mobile – um nur zwei von zahlreichen Beispielen zu nennen. Es lohnt sich daher, auch einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und zu überprüfen, zu welchem Anbieter der jeweilige Tarif gehört und welches Netz genutzt wird. Denn auch hierbei gibt es Qualitätsunterschiede und je nach Region kann das eine oder andere Netz die bessere Wahl sein. Auch deshalb ist Recherche vorab so wichtig.
- Zuletzt gilt es, bei den infrage kommenden Tarifen einen Blick in das Kleingedruckte zu werfen. Denn nicht selten verstecken sich hier weitere Kosten, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden muss. Viele Anbieter locken schließlich mit Werbebotschaften, wie „Nur fünf Euro pro Monat“, jedoch ist erst auf den zweiten Blick ersichtlich, dass das nur für das erste Vertragsjahr gilt. Das zweite Vertragsjahr ist dann oft umso teurer, sodass sich schlussendlich kein Preisvorteil ergibt. Wichtig ist daher, sämtliche Kosten beim Vergleich zu berücksichtigen und gegenüberzustellen. Nur so lässt sich der Tarif mit dem tatsächlich besten Preis-Leistungs-Verhältnis finden.
Diese Tipps schützen also vor unüberlegten Entscheidungen mit hohen Folgekosten oder für einen zwar günstigen Tarif, der jedoch nicht die gewünschten Leistungen bietet. Es gilt daher, mit Bedacht an den Vertragswechsel heranzugehen, um davon maximal zu profitieren.
4. Vergleichsangebote einholen
Auch, wer sich noch unsicher ist, ob der bestehende Vertrag gewechselt werden soll oder nicht, sollte sich zumindest informieren. Wenn die Kündigungsfrist naht, also eine Kündigung beispielsweise in drei Monaten möglich wäre, lohnt es sich, ein bisschen Zeit einzuplanen, um verschiedene Angebote zu vergleichen. Wie diese Liste beweist, muss der Wechsel eines Handyvertrags nämlich nicht mit viel Aufwand oder Nachteilen wie einem Nummernwechsel einhergehen. Stattdessen ist ein fließender Übergang mit gleichbleibender Handynummer durchaus möglich, nur eben zu günstigerem Preisen oder besseren Leistungen.
Angebote vergleichen, lautet daher die Devise, wann immer ein Vertragswechsel geplant ist oder zumindest in Erwägung gezogen wird. Gewisse Internetportale können dabei helfen, denn sie stellen verschiedene Anbieter sowie Tarife übersichtlich gegenüber und bieten sogar die Möglichkeit, direkt nach individuellen Kriterien wie der Vertragslaufzeit oder dem inbegriffenen Datenvolumen zu filtern. Doch auch hier ist Vorsicht angebracht, denn oftmals werden nicht alle Kosten miteinander verglichen. Ein genaueres Hinsehen – wie bereits geschildert – lohnt sich also auch hier!
5. Die individuell passenden Tarife wählen
Die große Vielfalt an Anbietern rührt unter anderem daher, dass es nicht den einen „perfekten“ Handyvertrag gibt. Ansonsten würden diesen natürlich alle wählen und es gäbe keine Konkurrenz mehr auf dem Markt. Doch so individuell wie jeder Mensch ist, sind auch seine Ansprüche, wenn es um den Handytarif geht. Die einen achten eher auf den Preis, die anderen eher auf die Leistungen. Die einen haben einen konkreten Favoriten, wenn es um den Netzbetreiber geht. Die anderen legen Wert darauf, stets das neueste Smartphone zu bekommen. Auch das Budget, welches die Menschen bereit sind, für ihren Handyvertrag auszugeben, schwankt vom ein- bis dreistelligen Bereich. Genau deshalb gibt es mittlerweile eine Vielzahl an unterschiedlichen Anbietern und Tarifen – und genau deshalb ist es so wichtig, in diesem Dschungel jenen zu finden, der am besten zu den eigenen Vorstellungen passt.
Ein wichtiger Schritt vor dem Vertragswechsel ist daher jener, die eigenen Vorstellungen zu reflektieren und daraus eine Liste anzufertigen. Diese definiert die Kriterien, die der Handyvertrag erfüllen muss. Sie dient sozusagen als Leitfaden für den Tarifvergleich und kann dabei zum Beispiel folgende Punkte erhalten:
- gewünschte Laufzeit,
- maximale (monatliche) Kosten,
- Netzbetreiber,
- integriertes Datenvolumen,
- Tarif mit oder ohne Handy und
- eventuelle weitere Konditionen wie SMS-Flatrate.
Zudem gilt es, individuelle Faktoren zu berücksichtigen. Wer beispielsweise häufig ins Ausland reist, für den lohnt sich unter Umständen ein entsprechender Tarif, der auch im Ausland die Nutzung des Smartphones zu günstigen oder den Inlandskonditionen ermöglicht. Bei wem die Internetnutzung stark schwankt, für den ist vielleicht ein Stufenmodell sinnvoll, bei dem ein geringerer Grundpreis anfällt, aber gewisse Pakete (automatisch) hinzugebucht werden, wenn beispielsweise ein Datenverbrauchslimit überschritten wurde. So unterschiedlich also die Tarife sind, so wichtig ist es, jenen zu finden, der optimal zum eigenen Bedarf passt.
6. Die Laufzeit berücksichtigen
Auch bei den Laufzeiten gibt es große Unterschiede. Von Prepaid-Tarifen ganz ohne Laufzeit über Verträge, die monatlich kündbar sind, bis hin zu einer mehrjährigen Vertragsbindung sind die Optionen vielfältig. Auch hier ist daher essentiell, jene Lösung zu finden, die optimal zu den eigenen Lebensumständen passt. Wie bereits erwähnt, entsteht dadurch in der Regel ein Spannungsfeld zwischen Laufzeit und Preis, sprich je flexibler ein Vertrag ist, desto teurer ist er – und umgekehrt. Hier muss also jeder selbst abwägen, wo für ihn beziehungsweise sie der perfekte Kompromiss liegt.
7. Auf die eventuell neue Nummer achten
Eine der größten Hürden, von der sich viele Menschen abschrecken lassen, ist die neue Handynummer. Denn ein Vertragswechsel geht oftmals auch mit einem Nummernwechsel einher und genau dieser ist meistens nicht gewünscht. Nicht nur, dass sich die Betroffenen dann (schon wieder) eine neue Nummer einprägen müssen – sie müssen auch all ihre Kontakte über die neue Rufnummer informieren. Das bedeutet einen gewissen Zeitaufwand und das Risiko, jemanden oder etwas zu vergessen. Oft ist die Handynummer schließlich auch bei Verträgen, beim Hausarzt & Co hinterlegt. In solchen Fällen wäre die Erreichbarkeit nicht mehr gegeben.
Es gibt also viele gute Gründe, um einen Nummernwechsel zu verhindern. Den Vertragswechsel zu vermeiden, ist dafür weder sinnvoll noch notwendig. Denn im Regelfall gibt es die Möglichkeit der Rufnummernmitnahme, sprich die bisherige Handynummer kann trotz Vertragswechsel behalten werden. Das bringt zugleich den Vorteil mit sich, dass eine Neuvergabe der Rufnummer verhindert wird. Denn auch diese kann zu lästigen Missverständnissen nach dem Vertragswechsel führen. Diese Neuvergabe zu verhindern, lohnt sich daher auch, wenn die Handynummer nicht mitgenommen werden kann oder soll. Wer eine neue Nummer bekommt, kann manchmal zwischen verschiedenen Optionen auswählen und dann empfiehlt es sich natürlich, jene zu wählen, die sich am einfachsten merken lässt. Auch Eselsbrücken können dabei helfen, sich eine eventuell neue Nummer schnellstmöglich einzuprägen.
8. Genügend Datenvolumen und schnelles Internet auswählen
Mehr Datenvolumen bedeutet höhere Kosten. Das ist logisch. Trotzdem lohnt es sich nicht immer, an dieser Stelle zu sparen. Denn das Datenvolumen ist für viele Menschen heutzutage das wichtigste Entscheidungskriterium für oder gegen einen Tarif. Dennoch ist es nicht immer einfach, realistisch zu schätzen, wie viele Daten pro Monat verbraucht werden. Viele Wechselwillige sind daher unschlüssig, bei welchem Wert sie ansetzen sollen. Erst einmal gilt es, gewisse Vorüberlegungen zu treffen, beispielsweise wie viel Zeit am Handy mit dem Surfen verbracht wird und ob dieses eher unterwegs über das mobile Netzwerk stattfindet oder zuhause im WLAN. Weiterhin ist relevant, wie groß die anfallenden Datenmengen sind. Wer nur nach Informationen googelt, verbraucht schließlich deutlich weniger als jemand, der Serien über das Handy streamt. Als grobe Richtwerte dienen daher folgende Angaben:
- 1 GB ist in der Regel ausreichend, wenn es sich um Gelegenheitssurfer handelt.
- 3 GB empfehlen sich für Menschen, die oft mit ihrem Smartphone unterwegs surfen, sprich abseits des heimischen WLANs. Wer beispielsweise viel in Instagram unterwegs ist oder gerne mobil shoppt, sollte etwas höher ansetzen beim Datenvolumen. Auch kann sich dann die Investition in LTE oder noch bessere Standards lohnen.
- 5 GB sind mindestens ratsam, wenn mit dem Smartphone auch größere Datenmengen benötigt werden, beispielsweise für das Gaming oder Streaming.
- 10 bis 15 GB können sogar sinnvoll sein, wenn diese exzessiv betrieben werden. Auch dann ist mindestens LTE empfehlenswert, besser noch der 5G-Standard, wo er bereits verfügbar ist.
Auch die Internetschnelligkeit ist also relevant. Hier gilt ebenfalls, dass die Tarife meist teurer sind, je moderner der genutzte Standard ist. LTE gilt hierbei längst nicht mehr als das Nonplusultra. Stattdessen sieht die Abstufung von veraltet bis hochmodern wie folgt aus:
- 2G
- 3G
- LTE
- 4G
- 5G
Dazwischen gibt es noch weitere Abstufungen wie 2.75G oder 3.5G. In der Regel verfügen moderne Tarife mindestens über den 3G- oder LTE-Standard. Für Gelegenheitssurfer sind diese auch absolut ausreichend. Für Vielnutzer kann sich aber die Investition in bessere Standards lohnen. Wichtig ist dann jedoch, darauf zu achten, dass dieser am Wohnort auch verfügbar ist. Es ist also nicht sinnvoll, beispielsweise für 5G einen Aufschlag zu bezahlen, wenn das Netz noch gar nicht genutzt werden kann. Auch hier ist es daher wichtig, den Einzelfall zu prüfen.
9. Zusätzliche Konditionen nicht vergessen
Zuletzt gibt es eine Vielzahl an zusätzlichen Konditionen, die von den Anbietern offeriert werden, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Von inkludierten Apps wie Spotify Premium über Allnet-Flats bis hin zu einer Flatrate für die Auslandsnutzung sind die Optionen vielfältig. Es lohnt sich daher, auch diese Konditionen zu vergleichen und mit den eigenen Gewohnheiten abzugleichen. In den meisten Fällen sind diese zwar nicht notwendig – vor allem, wenn sie mit einem Aufpreis einhergehen – jedoch können sie sich in Sonderfällen lohnen, wenn der Nutzer beispielsweise oft im Ausland ist oder beruflich viel mit dem Handy telefonieren muss; um nur zwei von vielen möglichen Szenarien zu nennen.
10. Sich das eventuell zusätzliche Handy gut überlegen
Zuletzt gibt es einen signifikanten Unterschied bei Handyverträgen: Einige sind an ein Smartphone gebunden, andere nicht. Erstere sind dementsprechend teurer, dafür erhalten die Vertragsnehmer stets das neueste Modell, was einigen Personen besonders wichtig ist. Andere Menschen wollen lieber sparen und sind mit ihrem alten Handy zufrieden, bis es eines Tages den Geist aufgibt, wie man so schön sagt. Das ermöglicht einen deutlich günstigeren Mobilfunkvertrag. Auch hier muss also jeder selbst entscheiden, ob das zusätzliche Handy die Mehrkosten wert ist. Unterm Strich ist es meistens günstiger, Smartphone und Vertrag voneinander zu trennen. Das bietet zugleich mehr Flexibilität, was die Neuanschaffung eines Handys oder einen Vertragswechsel angeht. Das zusätzliche Handy kann somit zwar in Einzelfällen nützlich werden, sollte aber wohlüberlegt sein.













































