Geschäfte blieben im Lookdown geschlossen

Wie hat sich das Online Shopping in der Krise verändert?

Der regionale Handel ist schon längere Zeit im Wandel. Diejenigen, die es geschafft haben, einen Onlineauftritt zu konzipieren, hatten natürlich enorme Vorteile. Doch es gibt noch sehr viele kleine regionale Händler, die mit dem Internet nicht wirklich etwas zu tun haben, möchte und es so gut es geht, ignorieren. Hier hat die Krise schnell gezeigt, wer sich auf der Gewinner- und wer auf der Verliererseite befindet.

Auf der Gewinnerseite waren vor allem auch Vergleichs- und Erfahrungsportale. Denn gerade in den ersten Wochen wurden unzählige Waren verglichen, nach Erfahrungen gesucht, ob die Produkte, die gekauft werden, auch empfehlenswert sind. Danach wurde der günstigste Preis gesucht, um so viel Geld wie möglich zu sparen. Denn keiner wusste, wie lange die Krise dauert und wann das Geld knapp wird.

Corona hat alles verändert und es muss sich jeder glücklich schätzen, der bereits vorher einen Onlineshop hatte. Das regionale Angebot war zwar gerade am Anfang des Lockdowns nicht sehr gefragt, da die meisten Nutzer auf großen Online Plattformen, wie Amazon bestellten. Doch bereits nach wenigen Tagen, nachdem sich abzeichnete, dass diese Krise wohl länger dauern wird, änderten die Nutzer ihr Verhalten.

Dies lag vor allem an der dramatischen Berichterstattung der Medien, die immer wieder betonten, dass die Unternehmen schwer zu kämpfen hatten. Schnell ging durch die sozialen Netzwerke der Aufruf doch lokal und regional einzukaufen, um so die Geschäfte am Leben zu erhalten. Viele der Nutzer zeigten sich solidarisch und unterstützen den lokalen und regionalen Einzelhandel.

Das Ende der Krise ändert die Situation leider wieder

Corona wird noch lange unter uns weilen. Doch mittlerweile zeigt sich schnell, dass sich jeder selbst der Nächste ist. Wurden in den letzten Wochen die Einzelhändler vor Ort sehr gut unterstützt, wenn sie einen Onlineauftritt anboten, hat sich dies schnell gewandelt. Es wird wieder mehr bei den großen Plattformen bestellt. Dies hat einen ganz besonderen Grund – das Geld. Das Geld wird bei vielen Familien knapp und somit müssen sie auf günstige Preise setzen. Regionale und lokale Händler bieten die Produkte meist deutlich teurer an, was an den hohen Personalkosten wie auch den horrenden Miet- und Nebenkosten liegt.

Auch Reisen, jetzt wo die Grenzen wieder öffnen, werden hauptsächlich im Internet gebucht. Denn gerade hier können mit Schnäppchen mehrere Hundert Euro eingespart werden. Auch wenn es immer heißt, dass Last Minute nicht mehr existiert. Dies ist falsch. Wer lange genug auf die Suche geht, kann mit Glück für 3 Personen einen Urlaub im Süden unter 1.000 Euro buchen. Örtliche Reiseagenturen können diese Preise leider nicht bieten – oder nur äußert selten. Da sich der Deutsche aber seinen Urlaub nicht nehmen lässt, wird verstärkt im Internet gebucht, um Kosten spare zu können.

Die Verlierer des Onlinehandels

Corona hat für den Onlinehandel aber nicht nur Gewinne parat. Es gibt zahlreiche Shops, die massive Einbrüche hatten und kurz vor dem Aus stehen. Dies sind vor allem Shops mit Nahrungsergänzungsmitteln, wobei Vitamin C sehr gefragt war. Dennoch überlegten sich die Nutzer, ob sie unbedingt Nahrungsergänzungsmittel benötigen, da das Geld ja nicht mehr so locker sitzt. Auch die Veranstaltungsbranche hat einen sehr starken Einbruch erlebt, da auch hier nicht abzusehen ist, wie lange die Veranstaltungen auf Eis liegen. Einen ebenfalls sehr starken Rückgang hatten natürlich Onlineshops mit Möbeln, Dekomaterialien oder Bekleidung und Schuhe.

Im Grunde wurde und wird auch immer noch nur das gekauft, was man dringend benötigt. Hierzu zählen vor allem Computerzubehör, Bastelmaterialien, um die Kinder bei Laune zu halten oder auch Lebensmittel. Einige wenige nutzen die Zeit dazu, um Haus und Garten aufzuhübschen und anstehende Arbeiten zu erledigen. Doch waren äußerst wenige, sodass auch diese Branche einen starken Einbruch erlebte.

Wie sich in der Krise zeigte, hatten aber vor allem die Dienstleister einen starken Zulauf. Angefangen bei Lieferdiensten bis hin zu Coaching oder Learning waren diese Branchen besonders gefragt in der Coronakrise.