Das Corona-Virus verändert den Alltag vieler Menschen massiv. Beschäftigte gehen in Kurzarbeit, viele Unternehmen schließen – einige Firmen können sich andererseits vor Nachfragen kaum retten. Wie unterschiedlich die Auswirkungen der Corona-Krise am Ende für jeden Einzelnen persönlich sind – es gibt einige Trends, die sich in vielen Alltagsbereichen wiederfinden. Hierzu gehören die Veränderungen beim Bezahlen. Galt Deutschland in der Vergangenheit immer als Nation der Barzahler, wächst das Volumen im bargeldlosen Zahlungsverkehr seit der Krise deutlich an.
Ein Grund ist die Angst vor der Verbreitung des Virus und der Ansteckung über Bargeld. Wie Medien Ende März – darunter das Handelsblatt – berichtet haben, desinfizieren einige Länder Bargeld. In Deutschland ist es zwar nicht soweit. Allerdings sorgen sich auch hier die Bundesbürger vor einer Ansteckung. Und greifen daher vermehrt zum Plastikgeld. Zahlungskarten – wie die Bank- oder Kreditkarte – kommen aktuell sehr viel häufiger als vor dem Ausbruch der Pandemie zum Einsatz.
Der grundsätzliche Nutzen einer Kreditkarte liegt auf der Hand. Wie sieht es aber mit den verschiedenen Funktionen und Leistungen aus? Braucht wirklich jeder Verbraucher eine Karte mit Bonusmeilen beim Fliegen?
Generell sind die Konditionen und Leistungen der Kreditkarten individuell auf den Prüfstand zu stellen. Beispiel Bonusmeilen: Karteninhaber, die nur alle zwei bis drei Jahre in den Flieger steigen, werden dies Prämie ganz sicher nicht brauchen. Aber vielleicht macht sich ja ein Auslandsversicherungspaket bezahlt.
Bevor es um solche Details geht, gehören die Kosten auf den Prüfstand. Hier sind folgende Aspekte besonders wichtig:
- Jahresgebühr
- Zinssatz
Gerade das Thema Jahresgebühr wird gern falsch eingeschätzt. Beim häufigen Einsatz im Ausland fällt deren Einfluss mitunter immer weniger ins Gewicht. Die Auslandsentgelte werden wichtiger. In jedem Fall auf den Prüfstand gehören die Zinssätze. Wie beim Dispo-Kredit gibt es auch hier immer wieder Kritik.
Ob Gepäckversicherung oder eine Autoversicherung sinnvoll sind, hängt immer von den Rahmenbedingungen ab. Wer teure Fehler vermeiden will, vergleicht die Produkte immer gründlich miteinander. Bei Kreditkarten mit besonderen Rabatten ist zudem immer zu bedenken, ob man die Dienstleistungen der Produkte am Ende wirklich benötigt. Der beste Rabatt nützt nämlich nichts, wenn er für einen selbst uninteressant ist.
Kreditkarten in Sonderstellung: Auch als Reisekasse sehr beliebt
Kreditkarten sind eines der wichtigen bargeldlosen Zahlungsmethoden – und daher in der Corona-Krise deutlich gefragter als noch vor einigen Monaten. Heute wird die Karte (umgangssprachlich gern als Plastikgeld bezeichnet) in vielen Geschäften beim Einkaufen aus der Tasche gezogen. Was Kreditkarten so komfortabel macht: Inhaber können über den eingebauten NFC Chip einfach durch Auflegen bezahlen.
Das Terminal muss erst berührt werden, wenn die Summe einen festgelegten Betrag übersteigt. Kreditkarten sind aber noch aus einem anderen Grund beliebt. Gerade im Ausland gehören sie zu den wichtigen Zahlungsmitteln – und stechen oft die Bankkarte aus.
Ein Grund: Mit der Karte kann an Automaten über Bargeld in der Landeswährung verfügt werden. Gleichzeitig ist das Bezahlen an vielen Akzeptanzstellen möglich, die eine Bankkarte als Zahlungsmittel nicht akzeptieren. Das beste Beispiel sind:
- Autovermieter
- Veranstalter von Tagesausflügen.
Allerdings hat sich dieser Nutzungstrend – wegen der Reisebeschränkungen – in den zurückliegenden Monaten etwas abgeflacht. Sobald Reisen auch ins Ausland wieder möglich sind, werden aber auch die Karteninstitute diese Verwendung wieder spüren.
Fazit: Kreditkarten immer häufiger im Einsatz
Ende Dezember 2019 hat in Deutschland kaum jemand daran gedacht, dass lediglich vier Monate später der Alltag fest komplett stillsteht. Geschlossene Spielplätze, Unternehmen ohne Aufträge – das neuartige Coronavirus hat innerhalb kürzester Zeit zu extremen Verwerfungen geführt. Viele Verbraucher sind auch skeptisch, was eine Übertragung mittels Bargeld angeht. Hierin liegt der Grund, warum Zahlungsmethoden wie die Kreditkarte einen Boom erleben. Sich einfach noch schnell eine Karte bei der erstbesten Bank sichern – keine besonders gute Idee. Um die Unterschrift nicht zu bereuen, müssen Bankkunden sehr genau hinschauen. Und sollten sich im Klaren darüber sein, welche Leistungen für den späteren Einsatz besonders wichtig sind.