… hat den Strom in Deutschland stark verteuert. Heute zahlen wir etwa doppelt so viel für die Kilowattstunde wie vor fünfzehn Jahren. Grund dafür sind in erster Linie die Abgaben zur Finanzierung der Energiewende. Die meisten Bürger unterstützen das allerdings trotz der erheblichen Zusatzbelastung.
… so bleiben wird, ist offen. Denn auch in den kommenden Jahren wird der Stromkosten voraussichtlich weiter steigen, wenn Netzentgelte und EEG-Umlage angehoben werden. Allerdings kann das auch eine Motivation sein, um Strom zu sparen oder zu einem billigeren Anbieter zu wechseln.
… liegt der Bruttopreis pro Kilowattstunde für Privatverbraucher bei durchschnittlich 30,5 Cent. Die tatsächliche Höhe der Kosten hängt vom Anbieter und vom persönlichen Verbrauch ab. Aber ist das wirklich so teuer? Wie viel zahlen die Menschen in unseren Nachbarländern für ihren Strom?
… innerhalb der EU ist der Strom in Bulgarien. Aktuell liegt der Preis pro Kilowattstunde dort bei rund 9,6 Cent (Stand 2017) – und das obwohl er erst kürzlich deutlich angehoben wurde. Die Bulgaren zahlen also nur ein Drittel so viel wie wir. Allerdings muss man bedenken, dass das Wohlstandsniveau in Bulgarien sehr niedrig und mit dem unseren nicht zu vergleichen ist.
… erfreut sich generell niedriger Energiepreise, die den niedrigen Lebenshaltungskosten, aber eben auch dem niedrigen Wohlstandslevel entsprechen. In Litauen und Ungarn kostet die Kilowattstunde im Schnitt 11 Cent. In Kroatien, Rumänien und Estland sind es durchschnittlich 12 Cent.
… im Vergleich zu Deutschland aber immer noch um mehr als die Hälfte billiger ist der Strom in Polen (14,6 Cent) sowie in Tschechien und der Slowakei (jeweils 14,4 Cent).
… Norwegen und Frankreich – also Länder mit einem recht hohen Einkommens- und Wohlstandsniveau – liegen mit rund 16,5 Cent im preislichen Mittelfeld.
… gilt als teures Pflaster mit extrem hohen Mieten und hohen Lebenshaltungskosten – jeder Deutsche, der mal auf der Insel war, wird sich über die deftigen Preise gewundert haben. Beim Strom hingegen kommen die Briten günstig weg – gerade mal rund 8 Cent pro Kilowattstunde zahlen sie.
… Griechenland und Österreich, drei höchst unterschiedliche Länder in Bezug auf das Wirtschaftsniveau, zahlen für ihren Strom immerhin noch gut ein Drittel weniger als die Deutschen: rund 19,5 Cent. Sie liegen damit annähernd im EU-Durchschnitt von 20 Cent pro Kilowattstunde.
… ist die Kilowattstunde mit rund 23 Cent in Spanien, Irland, Portugal und Italien. Vom deutschen Preisniveau sind sie dennoch weit entfernt – aber auch ihre Mühen um die Umstellung auf umweltfreundlichen Strom ist ebensowenig mit dem deutschen Engagement vergleichbar.
… wie bei uns ist die Kilowattstunde nur in Belgien (28 Cent) – aber der Strompreis-Spitzenreiter ist nach wie vor Deutschland, direkt an der Seite Dänemarks, wo die Kilowattstunde ebenfalls 30,5 Cent kostet.