Die Glücksspielregulierung 2021 bringt einige Änderungen mit sich.

Der Glückspielstaatsvertrag kommt – diese 3 Punkte sind von großer Bedeutung

Die Regulierung bringt Auflagen mit sich: Diese 3 Punkte haben es in sich

Bekannte Anbieter wie das Mr Green Online Casino müssen sich im Zuge der Lizensierung in Deutschland künftig mit deutlich strengeren Auflagen auseinandersetzen. Daraus stechen vor allem die folgenden 3 Punkte hervor:

  1. Monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro

Spieler sollen künftig maximal noch 1.000 Euro pro Monat einzahlen können. Diese Regelung soll Spieler davor schützen, in die Spielsucht abzudriften und sich dabei finanziell zu ruinieren. Problematisch erscheint die Regelung immer dann, wenn jemand gerne um höhere Einsätze spielt und sich dies auch problemlos leisten kann. Für Online-Casinos dürften sich auf diesem Weg zudem Umsatzeinbußen ergeben.

  1. Einrichtung einer zentralen Sperrdatei

Eine neu zu schaffende Aufsichtsbehörde in Sachsen-Anhalt richtet zudem eine zentrale Sperrdatei ein, in der alle Spieler mit Selbst- und Fremdsperre erfasst werden. Dies erweist sich sowohl für Spieler als auch für die Casino-Anbieter als problematisch. Auf diese Weise werden eventuell Details über Personen freigegeben, die dies eventuell nicht wünschen. Es bleibt abzuwarten, wie genau der Zugriff und die Einsichtnahme in eine solche Datei geregelt wird. Im schlimmsten Fall könnte es datenschutzrechtliche Schwierigkeiten geben. Für Online-Casinos bedeutet die automatisierte Bereitstellung der Daten zusätzlichen technischen Aufwand.

  1. Einrichtung eines Spielsucht-Warnsystems

Online-Casinos werden zudem in die Pflicht genommen, ein automatisiertes System zu entwickeln, welches potenzielle Spielsuchtgefahr bei einzelnen Spielern erkennt. Dies könnte vor allem für kleinere Anbieter auf dem Markt zu einem Problem werden, die nicht über die nötigen finanziellen Ressourcen verfügen. Als Grundlage für ein solches System sind die Anbieter zudem verpflichtet, für jeden Spieler ein separates Konto einzurichten und alle Spieldaten stets bereitzuhalten. Die Aufsichtsbehörde soll damit prüfen, ob Manipulationen in Bezug auf die Gewinnchancen der Spieler vorgenommen oder andere Vorschriften verletzt wurden.

Somit dürfte die Regulierung der Online-Casinos in Deutschland für die Anbieter eher ein zweischneidiges Schwert sein. Auf der einen Seite herrscht künftig endlich Rechtssicherheit, doch auf der anderen Seite kommen mit den Spielerschutz-Regelungen Einschränkungen und neue Verpflichtungen auf die Casino-Anbieter zu.

Werbung künftig in geringem Umfang erlaubt

Der neue Glücksspielstaatsvertrag sieht zudem auch die grundsätzliche Erlaubnis zur Werbung für Online-Glücksspiel vor. Allerdings dürfen zwischen 6 und 21 Uhr keine Spots für Online-Casinospiele, Online-Slots oder Online-Poker geschaltet. Diese Regel gilt sowohl für das Fernsehen als auch für Rundfunksender.

Was wird sich für Spieler ändern?

Wer gerne mal ein Spielchen in einem Online-Casino wagt, kann sich zunächst freuen, dass die Branche künftig aus der rechtlichen Grauzone herauskommt. Auch wenn die meisten Anbieter hierzulande stillschweigend geduldet wurden, ließ sich ein gewisses Restrisiko nicht ausschließen. Wenn ein Casino-Anbieter künftig jedoch eine deutsche Lizenz vorweisen kann, dürften jegliche juristischen Schwierigkeiten vollkommen ausgeräumt sein.

Das Einzahlungslimit bringt für Gelegenheitsspieler hingegen keinerlei Einschränkungen mit sich. Wer das Online-Casino jedoch als Hobby betreibt und dementsprechend häufiger spielt, könnte durch das Limit in Zukunft ausgebremst werden.

Bundesländer bringen Übergangsregelung bis 2021 ins Spiel

Zuletzt war davon zu lesen, dass einige Bundesländer eine deutlich weichere Übergangsregel für Online-Casinos schaffen wollen. Schließlich dauert es bis zum Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags immerhin noch fast ein Jahr. Die Regelungen sehen insbesondere vor, dass eine zukünftige Lizensierung nicht davon abhängen solle, ob der jeweilige Anbieter jetzt schon ein Online-Casino betreibe. Einige Länder wie Niedersachsen oder Hamburg bekundeten die Absicht, solche Anbieter als unzuverlässig einzustufen und ihnen künftig Lizenzen zu verweigern.

Auch sollen in den Übergangsregelungen auch Möglichkeiten enthalten sein, mit denen zum Beispiel Wettanbieter für bis zu 1% ihrer Spieler Ausnahmen beim Einzahlungslimit beantragen könnten. Sollten diese keine Spielsucht-Auffälligkeiten aufweisen und ein entsprechend hohes Einkommen vorweisen können, wären dann Limits bis zu 30.000 Euro pro Monat möglich. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Länder auf eine entsprechende Übergangslösung einigen können.

Regulierungsvorschläge dürften für Bewegung auf dem Glücksspielmarkt sorgen

Mit der geplanten Regulierung des Online-Glücksspiels im Jahr 2021 dürften die Landesregierungen in Deutschland für einige Bewegung auf dem Markt sorgen. Die Anbieter haben die Chance, endlich aus der rechtlichen Grauzone zu gelangen. Im Gegenzug müssen sie jedoch auch einige bittere Pillen wie strenge Einzahlungslimits oder technischen Aufwand zur Datenbereitstellung schlucken. Spieler können sich hingegen künftig auf vollständige legale Glücksspielanbieter freuen.