Veränderung ist nicht gleichbedeutend schlecht, sondern Pflichtbestandteil unserer Gesellschaft und das Risiko einzugehen Entscheidungen zu treffen, die womöglich nicht immer einfach sind, ist absolutes Muss für Unternehmer. Gerade deswegen ist es umso schöner endlich wieder Lichtblicke in den harten Zeiten zu ergattern und darunter die Firmen und Unternehmen in den Vordergrund zu stellen, die in Deutschland aus der Pandemie profitieren konnten. Wir haben recherchiert und sind auf folgende Ergebnisse gestoßen!
WebID
Das in Berlin gegründete Digital-Unternehmen WebID gilt mit seiner Innovation, dem digitalen Identifizierungsverfahren für die Sicherstellung von personellen Identitäten (notwendig bei Bankregistrierungen, Behördengängen, usw.), als eines der erfolgreichsten Unternehmen in der Krise in Deutschland. „Im April 2020 konnten wir den besten Monat seit Firmengründung verzeichnen“, verkündete Frank S. Jorga, Gründer des FinTech-Unternehmens, kürzlich in einem Interview. Mit vier Standorten in Deutschland bietet die Firma mittlerweile knapp 800 Arbeitsplätze und bietet monatlich neuen Mitarbeitern Plätze im Unternehmen an. Grund für das Wachstum ist mitunter der Fokus auf die digitalen Systeme, die gerade in Krisenzeiten sehr relevant wurden. Immer mehr und mehr Unternehmen steigen auf digitale Vertriebswege um, bzw. versuchen in Zeiten der Kontaktsperre Vertragsabschlüsse digital möglich zu machen. Gerade hier bietet WebID den passenden Service, der Überprüfungen vereinfacht und digital möglich macht.
Bild: Die Pandemie hat viele Betriebe in Deutschland blockiert, doch es gibt auch Gewinner in der Krise! Bildquelle: OrnaW via Pixabay.com
Flatex AG
Rechnete man im letzten Jahr noch mit einer Millionen Kunden und 35 Millionen Trades auf der Plattform des Online-Brokers, so stieg mit der Corona-Krise der Umsatz im Vorjahresvergleich um 55%. Gerade auf der Börse sind solche Entwicklungen rasch und einfach messbar, gleichzeitig aber auch erstaunlich: Auf Flatex wurden so mittlerweile rund 100 Millionen Euro umgesetzt, davon sind 22 Millionen Euro Gewinn.
Die Flatex AG selbst steht seit 2006 als Online Broker auf dem Markt und hatte 2009 den Börsengang. Das Angebot des Brokers richtet sich hierbei „speziell an gut informierte Trader, die eigenverantwortlich handeln.“ Flatex selbst gehört daher mit der Einstellung und dem Erfolg der Arbeit zu den erfolgreichsten Brokern Deutschlands, was mitunter Börse Online bestätigt, welche Flatex 2020 als bester ETF-Broker, sowie Bester Onlinebroker für Hebelzertifikate auszeichnete. Die damit-verknüpfte Flatex Bank übernimmt die Absicherung der Kundeneinlagen bis zu einer Höhe von 100.000 € pro Kunde. Die Online-Plattform bietet über das prinzipiell kostengünstige Angebot nicht nur einen intensiven Einblick in die Broker-Szene, sondern auch die Möglichkeit, sich über die Flatex Akademie für die Börse ausbilden zu lassen.
PENTA Fintech GmbH
Zu den großen Gewinnern in der Corona-Krise darf sich auch das Berliner Unternehmen PENTA zählen. Gerade während der Digitalisierungsphase beim Lockdown konnte die Online-Banking Alternative zahlreiche Startups und KMUs von sich überzeugen. Penta agiert als unabhängiger Kontopartner und bietet neben allen Finanzdienstleistungen, wie dem eigenen Firmenkonto, auch Unterstützung, was die professionelle Abwicklung der Buchhaltung erleichtert und viel mehr.
Noch vor wenigen Wochen konnte Penta sich ein weiteres Investment in Höhe von 4 Millionen Euro sichern und so als deutsches Fintech-Unternehmen mit in den Olymp aufsteigen.
Amazon
Wenn die Geschäfte geschlossen sind, dann wird online bestellt. Der größte Online-Händler der Welt Amazon konnte daher ein absolutes Rekordhoch im April erwirtschaften. Der bereits hohe Kurs ist seit Jahresbeginn so um ein Viertel weitergestiegen und scheint sich auch in Zukunft gut zu halten. Der Versand von Produkten hat mitunter zwar teilweise etwas gelitten, die Situation scheint aber mittlerweile im Griff.
Weitere erstaunliche Kursbewegungen
Wer die Maßnahmen von Corona früh richtig eingeschätzt hatte, ist heute womöglich ein reicher Mensch. Die Börse hat zwischenzeitlich gewackelt wie nie: Profitieren konnten diesbezüglich zahlreiche Firmen in der Medizintechnik, der Biotechnologie, als auch der Pharmaindustrie: Hier sprangen Unternehmen teilweise bis zu 47 Prozent nach oben. Ähnlich verhielten sich Online-Casinos oder Zusteller wie HelloFresh, die mit Kursgewinnen von bis zu 86 Prozent rechnen durften.
Durch das Lockdown ist das Thema „Home-Office“ noch immer gigantisch und international profitieren hier vor allem all jene, die sich schon länger mit dem Verkauf einer Infrastruktur, für den Arbeitsplatz zuhause, beschäftigen. Gerade im Bereich der Videokonferenzen stieg die Nachfrage nach Anbietern wie Zoom oder der Nutzung von Plattformen wie Slack. Datenschutzrechtler sehen zwar die meist-verbreiteten Video-Konferenztools als problematisch an, aber der ehemalige Mangel an Alternativen zwang Unternehmen auf diese Dienstleistungen zurückzugreifen. Seit Jahresbeginn konnte sich so der Kurs von Zoom verdoppeln, teilweise fast verdreifachen.
Mit voller Kraft nach vorn
Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, sich über die Möglichkeiten bewusst zu werden und sich nicht im Trott der Alltagsdepression fallen zu lassen. Deswegen plädieren viele Unternehmen auf die Digitalisierung von Prozessen und ganzen Branchen. Der richtige Fokus in die richtige Richtung kann einen Fehler in eine Erfahrung umwandeln und so mitunter Gefühle gänzlich verändern. Daher: Kopf nach oben und nach vorne schauen in der Krise – damit auch der Mindestabstand sichtbar eingehalten werden kann. Wir wünschen viel Erfolg!