Auf Jobsuche? In diesen Branchen gibt es die meisten offenen Stellen
Etwa ein Fünftel der offenen Stellen in Deutschland sind technische Berufe in der Industrie – das ist der Hauptgrund für den vielzitierten Fachkräftemangel. Wer also ein technisches Studium oder eine Ausbildung absolviert hat, sollte sich bei Industriebetrieben umsehen, wo es offene Stellen gibt, die auf das eigene Profil passen. Die gute Nachricht: Diese Jobs sind zwar anspruchsvoll, aber meist auch ziemlich gut bezahlt.
Rund 17% der offenen Stellen entfällt auf den Handel, was auch daran liegt, dass der Einzelhandel generell eine boomende Branche mit hoher Fluktuation ist. Da liegt aber auch der Haken: Jobs im Einzelhandel sind sehr oft nur wenig gut bezahlt, viele Stellen sind Minijobs und darüber hinaus befristet.
Etwa 10 Prozent offener Stellen liegen im Sozial- und Gesundheitsbereich, wobei ein beträchtlicher Teil davon auf die Pflegeberufe entfällt. Examinierte Pflegekräfte sind aktuell Mangelware in Deutschland, weshalb es hier vergleichsweise leicht ist, einen Job zu bekommen. Der Nachteil: Oft extrem schlechte Bezahlung bei hoher Arbeitsbelastung.
Fast genauso viele offene Stellen wie im Gesundheitswesen gibt es in der IT-Branche – oder in anderen Branchen, die IT-Experten benötigen. Da IT und Digitales immer wichtiger werden und in Zukunft massiv wachsen werden, ist es eine Branche mit oft guter Bezahlung und guten Zukunftsaussichten. Aber eben auch ein Bereich, der nur nach studierten oder gut ausgebildeten Fachkräften sucht.
Die Baubranche ist aktuell nicht gerade eine Boombranche in Deutschland, bietet aber immerhin noch knapp vier Prozent der landesweit offenen Stellen. Wer handwerklich geschickt und erfahren ist und sich vor körperlich fordernder Arbeit bei Wind und Wetter nicht scheut, kann hier eine Bewerbung riskieren.
Ebenfalls etwa vier Prozent der offenen Stellen entfallen auf die Gastronomie – gesucht werden Köche, Kellner und andere Kräfte. Allerdings gilt die Branche bei Arbeitnehmern als unbeliebt, da schlechte Bezahlung und unbezahlte Überstunden Alltag sind.
Ähnlich wenige offene Stellen gibt es in Bildung und Forschung – und hier, also zum Beispiel an Schulen oder Universitäten, einen Fuß in die Tür zu kriegen, ist nicht einfach. Gerade an Unis werden Stellen meist intern vergeben – und die Bezahlung insbesondere in der Lehre ist oft unterirdisch.
Auch die boomende Logistikbranche sucht regelmäßig neue Mitarbeiter – auf sie entfallen rund drei Prozent aller offenen Stellen. Ob als Lagerarbeiter oder Paketfahrer – meistens handelt es sich um Anlernjobs mit, leider, mäßiger Bezahlung.