Zahnersatz: So findet man die passende Versicherung
… bezahlen die gesetzlichen Kassen beim Zahnersatz nur noch Basisleistungen – und auch das in der Regel nur in Form von Zuzahlungen. Dabei ist ausgerechnet hier der Versicherungsschutz wichtig, denn Probleme mit den Zähnen bekommt nahezu jeder Mensch früher oder später.
Damit man Armut nicht am Gebiss erkennt, braucht man unbedingt eine Zahnzusatzversicherung. Diese springt ein, wenn man Kronen, Brücken oder Implantate benötigt. Und wenn diese wirklich gut gemacht sein und sich lückenlos ins eigene Gebiss einfügen sollen, dann sind sie sehr teuer – mehrere tausend Euro kann Zahnersatz kosten.
… sind nicht billig, lohnen sich aber. In der Regel bekommt man, wenn man sie als junger Mensch abschließt, bereits Policen für weniger als zwanzig Euro im Monat. Man muss allerdings darauf gefasst sein, dass der Preis mit dem Alter steigt und auch teurer wird, je öfter man die Versicherung in Anspruch nimmt.
Wichtig ist außerdem. Dass man nicht bis zum letzten Moment warten darf. Wenn der Zahnarzt bereits einen Behandlungsbedarf festgestellt hat, ist es zu spät. Schließt man erst in diesem Moment eine Versicherung ab, ist die laufende bzw. gerade anstehende Behandlung nicht gedeckt. In der Regel hat man außerdem nach Abschluss eine Wartezeit von mehreren Jahren, bis der volle Versicherungsschutz greift.
Wie bei allen Versicherungen, die man wirklich benötigt, sollte man nicht an der falschen Ecke sparen und lieber ein etwas teureren Tarif nehmen. Denn billige Zahnzusatzversicherungen decken oft bestimmte Behandlungen nicht ab – im schlimmsten Fall muss man dann trotz Versicherung hunderte oder gar tausende Euro zuzahlen.
Ob die Versicherung eher kleine Behandlungen wie die professionelle Zahnreinigung übernimmt, ist nicht so wichtig. Diese kostet in der Regel rund 100 Euro – wovon die meisten gesetzlichen Kassen einmal pro Jahr bereits auf Antrag bis zu 60 Prozent übernehmen. Wichtiger sind die teuren Behandlungen…
… sollte die Zahnzusatzversicherung mindestens achtzig Prozent übernehmen, so dass man selbst nur noch eine kleine Zuzahlung hat und einen beispielsweise der Verlust mehrerer Zähne (und der Ersatz durch Implantate) nicht an den finanziellen Ruin bringt.
… ist drauf zu achten, wie viele Implantate die Versicherung übernimmt. Sinnvoll ist eine Police über bis zu neun Implantate – denn das genügt, um beim kompletten Zahnverlust die Implantate durch Brücken zu ergänzen, so dass man am Ende ein komplettes, fest sitzendes künstliches Gebiss hat.
Ob man wirklich eine so umfangreiche (und nicht ganz billige) Versicherung braucht, hängt auch vom eigenen Gebiss ab und von der Frage, wie weit verbreitet Zahnverlust in der eigenen Familie ist. Im Zweifelsfall kann man sich beim Zahnarzt beraten lassen.