Honig spielt in der Naturheilkunde eine sehr wichtige Rolle
Honig kennen alle und viele lieben ihn, was nicht zuletzt auf seinen süßen Geschmack zurückzuführen ist. Das Naturprodukt, das heutzutage in keinem Supermarkt mehr fehlen darf, besteht dabei zu 75 bis 80 Prozent aus Zuckerstoffen. Damit eignet es sich per Definition auch gut als Konservierungsmittel, beispielsweise beim Einkochen von Marmelade oder auch dann, wenn Früchte kandiert werden sollen. Was den Honig von reinen Zuckerprodukten unterscheidet, ist die Tatsache, dass an seiner Herstellung die Bienen maßgeblich beteiligt sind. Sie erzeugen bei der Verarbeitung von Pflanzensäften ein Gemisch, welches aus Glucose und Fructose besteht. Daneben sind noch weitere Bestandteile enthalten:
- Eisen
- B-Vitamine
- Vitamin C
- Vitamin K
- Carotin
Abgesehen davon sind auch diverse bioaktive Stoffe, Mineralstoffe und Antioxidantien inkludiert. Ein sehr besonderer Honig ist der sogenannte Manuka-Honig, auf den weiter unten noch genauer eingegangen werden soll. Hier ist der Gehalt an Methylglyoxal hauptverantwortlich für die antibakterielle Wirkung des gesunden und leckeren Manuka Honigs. Sie ist in der Praxis sogar so stark, dass dieser spezielle Honig mittlerweile selbst gegen den Krankenhauskeim MRSA eingesetzt wird.
Im Honig sind vor allem Enzyme und Säuren besonders wirksam

Abgesehen vom Manuka-Honig kann allerdings auch der normale Honig auf medizinischer Ebene punkten. Hier sind es insbesondere Enzyme und Säuren, auf die die Wirkung zurückzuführen ist. Weit verbreitet ist der Irrtum, dass die Säuren nur für den Geschmack und den Geruch der jeweiligen Sorten verantwortlich sind. Dem ist jedoch nicht so, denn sie regen auch das Hungergefühl an und sind dazu in der Lage, schädliche Keime am Wachsen zu hindern. Maßgeblich beteiligt an der positiven Wirkung von Honig ist auch die enthaltene Salicylsäure. Die meisten Menschen kennen diesen besser als den Wirkstoff, welcher in Aspirin-Tabletten enthalten ist. Somit wirkt diese Säure nicht nur senkend gegenüber Fieber, sondern eignet sich auch dazu, Schmerzen effektiv zu lindern. Neben der Salicylsäure ist im Honig jedoch auch Acetylcholin enthalten:
- Es fungiert als Neurotransmitter im Organismus
- Es ermöglicht die korrekte Übertragung von Nervenimpulsen
- Es wirkt als Botenstoff und steuert auch kognitive Prozesse
All die genannten Faktoren sind dafür verantwortlich, dass Honig früher nicht nur bei Leiden empfohlen worden ist, die äußerlicher sondern auch innerlicher Natur gewesen sind.
Manuka-Honig wirkt vielfach wie ein natürliches Antibiotikum
Ein Grund dafür, dass der bereits erwähnte Manuka-Honig heutzutage so beliebt ist, ist auch in seiner Wirkungsweise zu erblicken, die der eines Antibiotikums auf natürlicher Basis gleichkommt. Der seltene Honig wird aus dem Nektar des gleichnamigen Strauches gewonnen und die antibiotische Wirkung wurde hierzulande von Wissenschaftlern der TU Dresden schon im Jahr 2006 entdeckt. Allerdings muss man als jemand, der sich für diesen besonderen Honig interessiert, wissen, dass es hier trotzdem stärkere Unterschiede in der Zusammensetzung gibt. Wichtigstes Kennzeichen ist der auf der Packung ausgewiesene MGO-Gehalt, wobei die Faustregel gilt, dass die Wirkung umso größer ist, je höher der Wert ausfällt. Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss darüber, wie es um die sonstigen Anwendungsgebiete dieses Honigs bestellt ist:
| Ort | Anwendung |
|---|---|
| Kinderklinik Uni Bonn | Wundpflege bei Kindern |
| Diabetologie Berliner Klinik | Behandlung diabetisches Fußsyndrom |
Wer unter Erkrankungen leidet, die sich im Mund- und Rachenraum befinden, kann es mit Manuka-Honig Sirup probieren. Rezepturen hiervon werden für Erwachsene und Kinder separat angefertigt und sind insbesondere für ihre nebenwirkungsfreie Linderung bestehender Beschwerden bekannt.