Mit kleinen Tricks lassen sich Heizkosten einsparen

Energiekosten senken: 5 Tipps zum Heizkosten sparen

Die Energiepreise steigen stetig, doch der Heizbedarf bleibt. Deutsche Haushalte geben seit Monaten wesentlich mehr für ein warmes Zuhause aus. Die Mehrbelastung durch höhere Öl- und Gaskosten kann im eigenen Haushalt durch einfache Tricks in Schach gehalten werden. Der richtige Umgang mit Temperatureinstellung und Zugluft reduziert die Energiekosten. Die folgenden Tipps helfen, beim Heizen Geld zu sparen.

Warum die Energiepreise steigen

Der starke Anstieg der Energiepreise hat mehrere Gründe. Bereits im Herbst 2021 stiegen weltweit die Kosten für Gas und Heizöl, dazu kam die CO2-Bepreisung. Nun belastet der Ukraine-Krieg den Ölpreis. Verbraucher haben durch diese Preisanstiege mit höheren Heizkosten zu kämpfen. Gleichzeitig werden auch Konsumgüter teurer, da die Kosten für Produktion und Transport steigen. Deutsche Haushalte versuchen diesen Entwicklungen mit kleinen Maßnahmen entgegenzuwirken. Laut Henning Valentin, Geschäftsführer der DEUBA GmbH & Co KG, einem Unternehmen für Heim und Garten, ist die Nachfrage nach Heizkissen und Paravents rapide gestiegen. Denn so entweicht weniger Wärme aus dem Wohnraum. Auch mit anderen kleinen Tipps lassen sich Heizkosten einsparen.

Fest steht, dass gerade Eigentümer sich mit den Themen rund um Heim und Garten auseinandersetzen sollten, um langfristig sicher, gesund und kosteneffizient zu leben. Fünf versprochene Tipps, wie Sie sich Kosten sparen können liefern wir Ihnen aber direkt hier:

1. Keine Möbel vor dem Heizkörper

Möbel oder Vorhänge vor dem Heizkörper verhindern eine gute Verteilung der Wärme in der Raumluft. Sofa und Kommode sollten daher mindestens 30 Zentimetern vom Heizkörper entfernt stehen. Vorhänge enden idealerweise über dem Heizkörper oder werden zur Seite gebunden. Auch das Abstauben der Heizkörper lohnt sich. Liegt Staub auf dem Heizkörper, isoliert diese Schicht die Wärme. Folglich verteilt sich die Heizwärme nicht optimal in der Raumluft. In den Zwischenräumen der Heizkörper sammelt sich ebenfalls Staub. Mithilfe einer Bürste lässt die Staubschicht leicht entfernen.

2. Fenster abdichten und Rohre dämmen

In Deutschland liegt der Heizölpreis 2022 im Durchschnitt bei 87,7 Cent pro Liter und erreicht damit ein neues Rekordhoch. Unter diesen Umständen ist es umso wichtiger, möglichst wenig Wärme entweichen zu lassen. Bei undichten Fenstern und Türen hilft eine neue Dichtung oder ein Zugluft-Stopper. Die Türen zum kalten Flur sollten geschlossen bleiben, damit es im Wohnzimmer warm bleibt. Sobald es Abend wird, sorgt die Dunkelheit für vermehrten Wärmeverlust über die Fenster. Geschlossene Vorhänge, Jalousien und Rollläden isolieren die Wärme. Ebenso können die Heizungsrohre im Keller einfach selbst gedämmt werden. Dafür sind lediglich Rohr-Isolierungen aus dem Baumarkt und Isolierband notwendig. Die Ersparnisse durch die Dämmung sind wesentlich höher als die geringen Anschaffungskosten.

3. Wenn möglich die Temperatur senken

Bereits Ende 2021 führten höhere Energiepreise zu steigenden Heizkosten. Gezieltes Absenken der Heiztemperatur reduziert die Ausgaben. Im Schlafzimmer ist beispielsweise eine Temperatur von 18 Grad Celsius ausreichend. Zudem kann nachts die Temperatur in allen Wohnräumen abgesenkt werden. Eine Zeitschaltung kann die Heizung automatisch eine Stunde vor dem Schlafengehen abschalten und kurz vor dem Aufstehen wieder einschalten. Bei Abwesenheit spart das Absenken der Heiztemperatur Geld. Allerdings sollte die Heizung nicht ganz abgedreht werden, da das erneute Aufheizen viel Energie kostet.

4. Warmwasser einsparen

Oft wird das Wasser viel stärker erhitzt, als es notwendig wäre. Die Absenkung der Maximaltemperatur auf 50 Grad Celsius ist in der Regel ausreichend. Warmes Duschen bis zu 40 Grad oder mehr ist dennoch möglich, aber es wird weniger Energie für das Erhitzen des Wassers benötigt.

5. Richtig lüften spart Energie

Wieviel Warmluft beim Lüften verloren geht, wird oft unterschätzt. Für sparsames Heizen im Winter ist mehrmaliges Stoßlüften am Tag wichtig. So wird die Raumluft innerhalb weniger Minuten ausgetauscht und die Innenwände kühlen nicht aus. Sobald die Fenster wieder geschlossen sind, muss lediglich die frische Luft erwärmt werden. Beim Kipplüften hingegen kühlen die Wände aus und es wird mehr Heizenergie verbraucht.

Fazit

Da eine Senkung der Energiepreise in naher Zukunft unwahrscheinlich ist, sind einfache Tricks zum sparsamen Heizen wichtig. Etwa sollten die Heizkörper nicht mit Möbeln zugestellt sein. Auch das Abstauben der Heizkörper spart Kosten. Ebenso wichtig sind abgedichtete Fenster und Türen und gedämmte Heizungsrohre. Zudem kann die Temperatur gesenkt werden. Entweder in wenig genutzten Räumen wie dem Flur oder über Nacht in der gesamten Wohnung. Außerdem spart das Senken der Maximaltemperatur für Warmwasser Energie. Zudem ist regelmäßiges Stoßlüften empfehlenswert. Darüber hinaus berät die Verbraucherzentrale zu Energiefragen. Durch die Energieberatung erfahren Verbraucher, ob das Heizsystem effizient genug arbeitet oder ob eine Umrüstung auf eine neue Heizungsanlage in Summe günstiger ist.