Wenn Angriffe durch Hacker oder ein zu lascher Umgang mit der Datensicherheit zu einem Datenverlust führen, ist die Panik natürlich erst einmal groß. Aber nicht jeder Datenverlust ist unwiederbringlich. Es gibt Unternehmen, die sich auf professionelle Datenrettung spezialisiert haben. Die Experten für die Datenwiederherstellung werden daher auch gerne von Finanzunternehmen in solchen Fällen zurate gezogen. Mit ihrem Know-how über Server und Festplatten, Smartphones und Laptops lassen sich wertvolle Informationen retten. Schließlich werden Daten zum wichtigsten Handelsgut.
Wichtige Tipps bei Datenverlust
Wie verhält man sich nun bei auftretenden Problemen?
- Ruhe bewahren
- Keine Formatierungen durchführen
- keine voreiligen semiprofessionellen Schritte unternehmen
- Strom- und Datenverbindung zum Datenträger trennen
- Festplatten nicht selbst öffnen
- Spezialisten für Datenwiederherstellung kontaktieren
Zunächst gilt es, Ruhe zu bewahren und weitere Schäden zu verhindern. Ist der Datenverlust durch Hardwareprobleme oder äußere Einflüsse bedingt, sollte entsprechend reagiert werden. Es dürfen keine Formatierungen durchgeführt, um die Chance auf eine Datenrettung zu wahren. Wird ein Blue Screen angezeigt, gilt es, einen Screenshot anzufertigen. Damit lässt sich bei einer professionellen Analyse die Ursache leichter herausfinden.
Ist ein Defekt der Festplatte für die Probleme verantwortlich, kann sich dies durch ungewöhnliche Geräusche bemerkbar machen. Wer dann die Datenzufuhr sowie die Stromverbindung kappt, reagiert richtig. Damit werden weitere Schäden durch den weiteren Betrieb, die die Datenrettung erschweren oder unmöglich machen, verhindert. Selbstverständlich sind akustische Veränderungen nur bei HDD-Festplatten zu hören. Flash-Speicher wie USB-Sticks oder SSD-Festplatten arbeiten geräuschlos – und das grundsätzlich auch im defekten Zustand.
Fehlt die nötige Expertise, sollte zudem nicht selbstständig der Versuch der Datenrettung unternommen werden. Das gilt vor allem für zum Teil oder gänzlich verschlüsselte Datenträger, da weitere Schreibvorgänge hier besonders schwere Probleme bereiten könnten. Auch wenn Bereiche beispielsweise durch Ransomware verschlüsselt sind, sollte man auf den Zugriff mittels Software oder den Wiederherstellungspunkt von Windows verzichten. Fachmännische Beratung ist in solch einem Fall die beste Lösung.
Das gilt auch bei defekten Festplatten. Diese sollten niemals von Laien zur Reparatur geöffnet werden. Im Internet finden sich zwar viele Anleitungen und Lösungsvorschläge für HDDs. Allerdings werden mitunter Eingriffe am Lesekopf und eine Reinigung vorgeschlagen, wodurch die Schäden verstärkt werden können.
In keinem Fall sollte man Festplatten mit Schlägen oder Klopfen davon zu überzeugen versuchen, wieder den korrekten Dienst zu verrichten. Auch SSD-Platten reagieren nicht auf solch eine Herangehensweise, sind aber nicht ganz so empfindlich wie HDDs. Sind die verloren gegangenen Daten wichtig, führt kein Weg an den Experten für die Datenrettung vorbei.
Schutz vor dem Datenverlust mit durchdachter Backup-Software
Damit der Datenverlust zu keinen großen Schwierigkeiten führt, können Unternehmen Vorkehrungen treffen. Mit einer zusätzlichen Datensicherung – dem Backup – fallen die Konsequenzen durch einen etwaigen Datenverlust deutlich milder aus. Dennoch haben zu wenig vor allem kleinere und mittlere Unternehmen ein effizientes Backup-System oder führen überhaupt keine Datensicherung durch.
Da sich die Menge und Komplexität der Daten in den letzten Jahren dramatisch erhöht hat, ist jedoch der Einsatz intelligenter Sicherungssoftware nötig. Das simple Kopieren von Dokumenten reicht nicht mehr aus. Die Sicherungssoftware automatisiert und überwacht die Datensicherung unter vorgegebenen Regeln. Backup-Server an mehreren, voneinander getrennten Standorten eignen sich für die Speicherung.
In kleineren Unternehmen ist natürlich auch die Speicherung auf externen Speicherquellen sinnvoll. USB-Sticks und externe Festplatten sind auch mit größerer Kapazität günstig in der Beschaffung, können aber viel Wert sein. Bei lokalen Sicherungen sollte mindestens ein zweiter Backup-Datenträger vorhanden sein. Daneben geht der Trend natürlich zu unkomplizierten Cloud-Lösungen. Hier ist das Risiko, dass das Sicherungsmedium ausfällt, nochmal deutlich reduziert. Auch die Backup-Software schlägt mit einem deutlich geringeren Preis zu Buche als ein Verlust wichtiger geschäftlicher Daten. In vielen Fällen gilt dies auch für die professionelle Datenrettung.