v

Dank Corona: Geld sparen bei der Autoversicherung

Die Pandemie hat uns alle ziemlich mitgenommen: Kein Lebensbereich ist von Covid-19 unberührt geblieben. Anstatt jedoch nur die negativen Auswirkungen zu sehen, gibt es durchaus Positives, das man aus der Situation schöpfen kann. Ein Beispiel dafür ist die Kfz-Versicherung, bei der die meisten durch die Pandemie bares Geld sparen können. Weshalb, erklärt dieser Artikel.

Kfz-Versicherung – ein Muss

Dass Autofahrer ihr Auto versichern müssen, ist gesetzlich geregelt. Jeder Halter eines Kraftfahrzeuges muss also eine Versicherung abschließen – selbst bei Leasing-Verträgen. Das ist es auch, was Autofahren so teuer macht. Die Kosten können zwischen 100 und 1.000 Euro im Jahr betragen, weshalb sich Fahrzeughalter meist über jeden Cent freuen, den sie zurückbekommen. Ist das jedoch überhaupt möglich? Und was hat das mit Corona zu tun?

Weniger fahren – weniger zahlen

Bei den Verträgen einer Kfz-Versicherung spielt meist die jährliche Fahrleistung eine große Rolle und beeinflusst die Höhe des zu entrichtenden Beitrags enorm. Deshalb kann man durchaus die Gleichung aufstellen, dass es mehr kostet, je mehr man im Jahr mit dem Kraftfahrzeug fährt.

Während viele Autobesitzer ihr Gefährt tagtäglich nutzen, um in die Arbeit und zurückzufahren, hat sich mit Corona jedoch einiges geändert. Dank Home Office, Home Schooling und Ausgangsbeschränkungen war es uns im vergangenen Jahr 2021 möglich, das Auto so oft wie noch nie einfach auf dem Parkplatz stehen zu lassen. Die meisten sind durch die Pandemie zu regelrechten Dauerparkern geworden und haben ihr Auto aufgrund der Corona-Regelungen kaum mehr genutzt.

Demnach ergibt sich für viele, die bislang viel Geld für ihre Kfz-Versicherung hingelegt haben, eine Möglichkeit, die Beiträge zurückerstattet zu bekommen. Beispielsweise haben Auswertungen von verschiedenen Tarifen ergeben, dass 10.000 km im Jahr durchschnittlich 13 % mehr kosten als 5.000 km. Wer demnach im Jahr 2021 nur halb so viel Auto gefahren ist wie sonst, kann sich einiges an Geld sparen. Auch wer weniger als 5.000 km auf den Tacho gebracht hat, kann sich freuen: Man spricht in der Regel von einer Ersparnis von 10 % des Versicherungsbeitrags.

Doch aufgepasst: Versicherer berechnen die Beitragshöhe nicht nach dem genauen Kilometerstand. Immerhin spielen auch noch andere Faktoren wie das Alter des Fahrzeughalters oder der Wagentyp. Die Beiträge werden demnach in mehreren Stufen berechnet: von 3.000 bis 6.000 km, von 6.000 bis 9.000 km und so weiter.

Bekommt jeder Geld zurück?

Wie bei allem im Leben: In der Theorie klingt alles einfacher als es in der Praxis ist. Niemand bekommt die „zu viel“ bezahlten Beiträge von seiner Versicherung zurück. Immerhin bezahlen Kfz-Halter im Voraus – um das Geld zurückzubekommen, muss zunächst ein Antrag gestellt werden. Die Versicherungsgesellschaften handeln also nicht aus Eigeninitiative, um ihr Geld zu verschenken.

Außerdem ist nicht jede Versicherung gleich kulant. Einige reduzieren den Beitrag aufgrund der geringeren Kilometerleistung erst ab dem Zeitpunkt, an dem sich der Versicherte meldet. Da jedoch die meisten bereits seit Anfang des Jahres im Home Office waren, fühlen sich viele ungerecht behandelt. Doch ja, was die Versicherungen da machen, ist rechtmäßig.

Tipps für die Beitragsrückerstattung

Wie bekommt man nun aber das Geld zurück? Lässt sich aufgrund der Corona-Pandemie wirklich etwas an den Beiträgen ändern?

Zunächst einmal ist es wichtig, so schnell wie nur möglich einen entsprechenden Antrag zu stellen. Da das meiste digital und nicht über den Postweg abläuft, ist zu empfehlen, einen Online-Antrag zu stellen. Um einen aussagekräftigen Antrag stellen zu können, sollte man zunächst die Fahrleistung im Vertrag mit den tatsächlich gefahrenen Kilometern abgleichen.

Zudem sollten Versicherte bei ihrer Anfrage immer einen Hinweis darauf geben, dass sie eine schriftliche Rückmeldung bekommen wollen – so ist die Chance, wirklich etwas von der Versicherung zu hören, höher.

Dann heißt es: abwarten. Viele Versicherte haben von ihrer Versicherung bereits eine Absage erhalten. In dem Fall sollte einfach erneut ein Antrag gestellt werden. Es gilt, hartnäckig zu bleiben. Viele Versicherungen haben ihre Prozesse noch nicht auf die veränderte Situation optimiert, weshalb es durchaus zu fälschlicherweise ausgesprochenen Absagen kommt.

Was, wenn die Versicherung nicht zahlt?

In manchen Fällen hilft jedoch jedes Betteln und Bitten nicht – die Versicherung bleibt hart und rückt keinen Cent heraus. Tatsächlich basiert die Beitragsrückerstattung aufgrund der weniger gefahrenen Kilometer auf Kulanz und manche Versicherungen entpuppen sich in der Hinsicht als wenig kulant. Daher sollten Versicherte die Augen offen halten für neue Angebote: Mittlerweile wird ganz offen gesprochen, welche Versicherungen Geld an ihre Versicherten zurückgezahlt haben und welche nicht.