Unsere Haut verändert sich ständig

Gefährlich oder harmlos? Was hinter Veränderungen der Haut steckt!

Hautveränderungen sind ein alltägliches Phänomen. Meistens startet es mit einem hartnäckigen Juckreiz oder kleineren Hautunebenheiten. Stellt man Unregelmäßigkeiten auf der Hautoberfläche fest, ist dies allerdings noch kein direkter Anlass für Besorgnis. Umwelteinflüsse wie Hitze, trockene Luft oder Schweiß setzen unangenehme Reize für das Hautorgan. Einige der Veränderungen auf der Haut verschwinden daher schon nach wenigen Tagen wieder ohne weitere Folgen. Jedoch kann es auch zur Ausbreitung und dem Fortbestand des Hauterscheinungen in den betroffenen Arealen kommen. Die Ursachen für hartnäckige Hautreaktionen können vielfältigen Ursprungs sein. Von einem einfach zu behandelnden Ekzem bis zur hartnäckigen Schuppenflechte (Psoriasis) kommen eine Vielzahl an Krankheiten infrage. Während eine ärztliche Konsultation in jedem Fall zu empfehlen ist, hilft es einen groben Überblick der möglichen Krankheitsbilder zu haben.

Störende unschöne Hautveränderungen

Hautreaktionen sind eine echte Volkskrankheit. Sie können im Laufe der Jahre auf verschiedenste Art und Weise auftreten. Das Wichtigste gleich vorweg: Nicht alle Formen sind behandlungspflichtig. Einige Arten sind eher kosmetischer Natur. Dazu zählen Pigmentmale („Muttermale“), Warzen, Altersflecken oder auch Blutschwämmchen. Diese stören in kosmetischer Hinsicht, bilden allerdings in der Regel keine gesundheitsgefährdenden Eigenschaften. Im Bedarfsfall kann mit kleineren chirurgischen Eingriffen oder anderen Behandlungen Abhilfe geschaffen werden.

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Quelle: Psoriasis Infografik | Psoriasis und Neurodermitis: Zahlen, Daten, Fakten

Ab wann wird ein Arztbesuch empfohlen?

Treten Hautveränderungen plötzlich auf und lösen unangenehme Begleiterscheinungen wie Juckreiz (Pruritus) aus, sollte man ärztlichen Rat suchen. Nur auf diese Weise können schwerwiegende Erkrankungen wie Schuppenflechte (Psoriasis), Neurodermitis oder Allergien ausgeschlossen oder gezielt behandelt werden. Grundsätzlich ist der Hautarzt für die Obsorge der Hautveränderungen zuständig. Viele der Praxen bieten Notfalltermine an, die für eine zeitgerechte Untersuchung garantieren.

Die gängigsten Hautkrankheiten

Hautkrankheiten können in jedem Alter auftreten und sind normalerweise gut therapierbar. In der Arztpraxis wird eine genaue körperliche Untersuchung erste Klarheiten schaffen. Besonders weit verbreitet sind die folgenden Hautreaktionen:

  • Allergien: Der Kontakt mit einem bestimmten Stoff kann plötzlich zu juckenden Hautstellen führen
  • Ekzeme: Dies ist tatsächlich die häufigste Hauterkrankung in Deutschland. Dabei ist die oberste Hautschicht von nässenden Entzündungen befallen
  • Psoriasis: Schuppenflechte ist eine chronische Erkrankung, die zu Entzündungen gewisser Areale der Haut oder auch der Gelenke führen kann
  • Neurodermitis: Genau wie Psoriasis handelt es sich um eine chronische Entzündung der Haut, die zu Rötungen und Schuppen führt
  • Pilzinfektion: Ab und an kann es zu Befall mit übelriechenden Hautpilzen kommen
  • Hauttumore: Durch häufiges Sonnenbaden und andere Einflüsse kann es zu Zellveränderungen kommen. Während der schwarze Hautkrebs („Melanom“) gefährlich werden kann, ist der weiße Hautkrebs weitestgehend sofort operativ entfernbar. Eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge schützt bestmöglich vor beiden Fällen des Hautkrebses

Weitere mögliche Ursachen

Gerade im Winter bilden sich durch den Wechsel aus heißer und kalter Luft trockene Stellen an der Hautoberfläche. Im Sommer sorgt hingegen der Kontakt von Kleidung auf der Haut in Kombination mit Schweiß für unangenehme Rötungen.

Parasiten wie Flöhe oder Milben, die durch Bisse für Hautveränderungen sorgen können, halten sich ebenfalls an warmen Orten auf. Dies ist immer wieder bei Wanderungen ein Problem, da sich in den Gemeinschaftsunterkünften die kleinen Parasiten durchaus wohlfühlen. Im engen Kontakt durch Matratzen und Bettdecken werden die ungeliebten Plagegeister schnell übertragen.

Wer im Kindesalter noch nicht an Windpocken oder Masern erkrankt war, und unter stark juckendem Hautausschlag leidet, kann sich eventuell mit einer der beiden Infektionskrankheiten angesteckt haben.

Selten steckt hinter dem veränderten Hautbild eine innere Ursache. Leber-, Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen sorgen in manchen Fällen für Verfärbungen und Juckreiz. Zudem kündigen sich manche Autoimmunerkrankungen durch Hautveränderungen an.

Schnelle Linderung schaffen

Auch wenn der Termin beim Arzt / der Ärztin bei andauernden Beschwerden verpflichtend ist, kann man mit einigen Tricks auch zu Hause schnelle Abhilfe verschaffen:

  • Die richtige Hautpflege: Wasserkontakt durch Duschen, Baden und Schwimmen kann befallene Hautbereiche weiter reizen. Daher sollte man sich danach besonders gut mit rückfettenden Cremes einschmieren
  • Vom Kratzen ablenken: Falls die Hautveränderung juckt, ist das Kratzen unbedingt zu vermeiden. Kühle Umschläge, Entspannungstechniken und luftige Kleidung helfen den Juckreiz abzumildern. Falls es gar nicht anders geht, bieten Baumwollhandschuhe vor allem in der Nacht Schutz
  • Trockenes Klima vermeiden: Der Wechsel zwischen Klimaanlage, Heizung, Sonne und Wind bedeutet für die Haut Stress pur. Um dem vorzubeugen, sollte man auf ein angenehmes Raumklima und gute Befeuchtung achten

 

Diese Tipps sorgen für eine erste Linderung der Symptome. Eine dauerhafte Behandlung unter ärztlicher Aufsicht wird mit Hilfe von geeigneten Medikamenten und anderen Methoden eine etwaige Erkrankung weiter dämpfen können.