Wer im Garten veraltete Technik, kann durch eine Modernisiserung den Energieverbrauch senken.

Energieverluste im Garten: Sparpotenzial nutzen

Der eigene Garten ist die grüne Oase im Alltag, in die wir uns zurückziehen können. Wir gestalten diesen so, wie er uns gefällt und schaffen uns einen wunderschönen Freizeitraum. Neben den Anschaffungskosten ergeben sich jedoch auch laufende Kosten im Bereich der Energie. Spätestens mit der Stromabrechnung können sich so wahre Schocksituationen ergeben. Doch wo sitzen Energiefresser im Garten und wie lassen sich diese Energieverluste begrenzen?

Der Gartenpool: Wärmeverluste bei schlechter Isolierung

Ein eigener Pool ist der Traum vieler Gartenbesitzer. Wer diesen Traum bereits leben kann, sollte jedoch auf einige Aspekte achten. Aus energetischer Sicht ist dabei vor allem die Isolierung sehr wichtig.

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Bild: Veranschaulichung Wärmeisolierung. Quelle: https://www.poolmegastore.de/schwimmbecken/

In unseren Breitengraden können Pools oft nicht ausschließlich über Sonneneinstrahlung erwärmt werden. Aus diesem Grund können Gartenbesitzer verschiedene Optionen nutzen:

  • Solarplane
  • Wärmetauscher
  • Wärmepumpe

Wer noch keine Wärmepumpe installiert hat, nutzt aufgrund der besseren Wärmeleistung häufig einen Wärmetauscher. Dies bringt jedoch wiederum Stromkosten mit sich. Bei nicht ausreichender Isolierung verliert der Gartenpool zudem beständig Wärme und gibt diese an den umrandenden Boden ab, in der das Becken eingelassen wurde. Aus diesem Grund sollten Gartenbesitzer auf eine besonders gute Isolierung achten:

  • Polystyrol-Platten für die Beckenwände (bessere Isolierung als Stryopor)
  • Unterlegvlies

Gartenteich: Moderne Elektronik und angemessene Teichpumpe

Zu einem weiteren Stromfresser im Garten kann sich auch der Gartenteich entwickeln. Gerade die Teichpumpe gilt als energieintensiv. Aus diesem Grund ist es wichtig, die richtige Teichpumpe für den eigenen Teich zu erwerben. Die folgende Beispielrechnung zeigt die nötigen Kostenunterschiede:

  Teichpumpe A Teichpumpe B
Energieverbrauch 70 Watt / h 580 Watt / h
Energieverbrauch pro Tag 1.680 Watt 13.920 Watt
Preis pro kW/h 28 Cent 28 Cent
Kosten pro Tag 0,47 Euro 3,89 Euro
Kosten pro Monat 14,10 Euro 116,92 Euro

Tabelle 1: Maximalbeispiel für den Stromverbrauch von Teichpumpen und die damit verbunden Kosten

Diese Rechnung soll nur die Extreme verdeutlichen, denn in der Praxis kommt es normalerweise nicht zu so großen Differenzen. Teichpumpe B schafft eine viel größere Menge Wasser pro Stunde (30.000 l) als Teichpumpe A (8.000 l). Aber das Beispiel zeigt sehr eindrucksvoll, dass bei der Teichpumpe nicht das Motto „viel hilft viel“ gelten sollte. Viel sinnvoller ist es, die Pumpe angemessen zur Teichgröße und zur Verwendung zu wählen.

Darüber hinaus helfen regulierbare Pumpen ebenfalls dabei, den Stromverbrauch zu senken. Generell kann eine Modernisierung der Teichpumpe dafür sorgen, ein sparsameres Modell zu installieren.

Tipp: Wer seinen Strom selbst produziert, entlastet den Geldbeutel ebenfalls. Heute existieren bereits solarbetriebene Geräte für die Teichtechnik. Sollte eine Solaranlage oder eine Wärmepumpe zur Verfügung stehen, löst dies natürlich ebenfalls das Problem des teuren Energieverbrauchs.

Heizung und Beleuchtung im Garten: Genau hinschauen

Viele Gartenbesitzer möchten auch im Frühjahr und Herbst im Garten sitzen. An kälteren Tagen werden deshalb gerne Heizmöglichkeiten wie Heizstrahler oder Heizpilze eingesetzt. Doch Vorsicht: Der Energieverbrauch ist vergleichbar hoch. Dabei schneiden Elektrogeräte rein finanziell etwas besser ab als gasbetriebene Alternativen. Trotzdem müssen Gartenbesitzer dabei mit Kosten von 0,50 Euro bis 3,50 Euro pro Stunde rechnen.

Hierbei helfen folgende Strategien:

  • Warm anziehen (Heizstrahler können auf niedrigerer Stufe laufen)
  • Nutzungszeit begrenzen
  • Beim Wintergrillen den Grill als zusätzliche Wärmequelle nutzen
  • Besonders energieeffizientes Gerät anschaffen

Bei der Beleuchtung sollten Gartenbesitzer auf moderne LEDs setzen. Wer also noch Leuchtmittel mit alten Glühbirnen nutzt, kann so den Energieverlust sofort erheblich senken. Darüber hinaus ist auch hier regulierbare Technik sinnvoll. So lassen sich die LEDs in der Nacht irgendwann automatisch ausschalten, um den Energieverbrauch auf das Nötigste zu beschränken.

Energiekosten von der anderen Seite aus senken: Günstige Stromanbieter helfen

Neben einer besseren Energieeffizienz im Garten besteht auch die Option, durch einen Wechsel des Stromanbieters die Energiekosten zu senken. Gerade für Neukunden stellen die Stromanbieter häufig sehr attraktive Rabatte zur Verfügung.

Im Vergleich zum Grundversorger lassen sich so häufig mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. Dabei sollten Interessenten jedoch folgende Aspekte beachten:

  • Keine hohe Vorauszahlung (maximal monatliche Abschläge)
  • Keine unrealistischen Pakettarife
  • Preisgarantie für 12 Monate
  • Maximal 12 Monate Laufzeit
  • Kurze Kündigungsfrist (ideal: 1 Monat)

Die Energieverluste im Garten begrenzen: Einfacher als gedacht

Ein eigener Garten ist der Traum vieler Menschen. Doch neben all der Entspannung lauern im Garten auch Energiefresser, die die Stromrechnung in die Höhe treiben. Ob nun Gartenteich, Pool oder Beleuchtung und Beheizung – es existieren viele Stellschrauben, an denen Gartenbesitzer drehen können. Wer zusätzlich auch noch einen günstigen Stromanbieter wählt oder seinen Strom sogar selbst produziert, nutzt das maximale Sparpotenzial. So wird der Garten tatsächlich zu dem Rückzugsort, der er sein soll.