Fertighaus: Schnell, günstig und trotzdem gut
Fertighäuser zeichnen sich dadurch aus, dass am Standort der Immobilie nicht das gesamte Haus Stein für Stein aufgebaut wird. Vielmehr bestehen solche Häuser aus Fertigbauteilen, die zur Baustelle transportiert und dort aufgestellt sowie festmontiert werden. „Fertighäuser sind aus diesem Grund deutlich schneller fertig und kosten im Durchschnitt erheblich weniger als Massivhäuser“ so Fertighausexperte Tobias Beuler.
Vor- und Nachteile von Fertighäusern im Überblick:
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Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Fertighäusern im Überblick
Fertighäuser bestehen also vor allem durch ihren unkomplizierten und schnellen Aufbau. Da die Fertigbauteile zudem im Werk gefertigt werden, ist der gesamte Bau nicht so abhängig von der Witterung. Interessenten können zudem den Preis sehr gut steuern, weil die einzelnen Musterhäuser häufig in verschiedenen Ausbaustufen angeboten werden. Ein Vergleich zum Autokauf ist hier durchaus passend: Je weniger Ausstattung, desto günstiger wird das Fertighaus.
Niedriger Wiederverkaufswert und weniger individuelle Wünsche
Wer sich für ein Fertighaus entscheidet, muss jedoch damit leben, dass seine Immobilie einen geringeren Wiederverkaufswert mitbringt. Dies liegt an der Tatsache, dass Fertighäusern eine geringere Lebensdauer zugesprochen wird. Darüber hinaus können Interessenten nicht jeden Gestaltungswunsch am Ende auch umsetzen. Trotzdem stellen Fertighäuser eine interessante Alternative zum klassischen massivhaus dar.
Massivhaus: Individuell und besonders langlebig
Ein Massivhaus wird am Bauort Stein für Stein aufgebaut und stellt die klassische Variante dar. Bei allen Vorteilen, die Fertighäuser mit sich bringen, können auch die Massivhäuser mit einigen Vorzügen punkten: „Die Massive Bauweise minimiert Heizkosten und sorgt für maximale Wohnbehaglichkeit“ erklärte 2015 Franz Peteranderl, Präsident des Landesverbands Bayerischer Bauinnungen (LBB).
Vor- und Nachteile von Massivhäusern im Überblick:
| Vorteile | Nachteile |
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Tabelle 2: Die Vor- und Nachteile von Massivhäusern im Überblick
Massivhäuser haben ihren Besitzern also durchaus einiges zu bieten und erfreuen sich auch deshalb heute noch sehr großer Beliebtheit. Gerade die hohe Wertbeständigkeit und die Möglichkeit, individuelle Wünsche umzusetzen, sind starke Argumente. Auch das Raumklima ist ein Argument, wobei hier auch Fertighäuser immer besser werden.
Wer sich für ein Massivhaus entscheidet, muss dafür allerdings damit rechnen, dass die Kosten deutlich höher ausfallen. Dazu kommt die deutlich längere Bauzeit, die gut und gerne auch mal 6-9 Monate in Anspruch nehmen kann. Somit lässt sich festhalten, dass der Bau eines Massivhauses in den meisten Fällen eine zeitlich aufwendigere und auch teurere Angelegenheit wird.
Massivhaus vs. Fertighaus: Es kommt auf die persönlichen Wünsche an
Grundsätzlich gibt es bei der Wahl zwischen dem Fertighaus und dem massivhaus keinen klaren Sieger. Es kommt nämlich immer ganz auf die persönlichen Wünsche und Rahmenbedingungen. Wer günstig und schnell ein modernes und wohnliches Haus haben möchte, findet bei den Fertighäusern zahlreiche gute Angebote. Auch in Sachen Lebensdauer und Gestaltungswünsche hat sich zuletzt viel getan. Wird hingegen das individuelle Traumhaus gewünscht, welches zudem für Generationen gebaut werden soll, stellt das Massivhaus auch heute noch die bessere Lösung dar. Potenzielle Bauherren sollten also vorher die eigenen Wünsche und Bedürfnisse genau ermitteln, um dann den passenden Gebäudetyp auswählen zu können.