Immer mehr Menschen ist es wichtig, sich im Internet sicher und anonym zu bewegen. Aber durch die immer besseren Möglichkeiten und das große Potenzial, dass das Internet zu bieten hat, wird es immer schwerer sich vor Angriffen zu schützen und auch seine Daten geheim zu halten. Mit der DSGVO ist bereits ein wichtiger Schritt gegangen worden, um die Daten von Internetnutzern zu schützen. Während Verhalten und Daten für Unternehmen unter anderem für Werbezwecke wichtig sind, so gibt es aber auch Betrüger, die mit den persönlichen Daten viel Mist treiben und die eigene Identität klauen.
Es gibt viele Möglichkeiten, sich im Internet vor Betrügern und Datenklau zu schützen, aber je fortschrittlicher das Internet ist, desto gerissener werden auch die Datenklauer.
„Die Mehrheit der Verbraucher ist sich der Datensicherheit noch immer nicht bewusst und verhält sich online weiterhin so, dass ihre persönlichen Daten gefährdet sind. In einer zunehmend vernetzten Welt sollte jeder Maßnahmen ergreifen, um seine Privatsphäre zu schützen. Dazu gehört die Verwendung eines VPNs zur Sicherung der Internetverbindung, der Einsatz der Zwei-Faktor-Authentifizierung für wichtige Online-Konten und die Prüfung der Datenschutzeinstellungen in sozialen Medien – und für weniger technisch versierte Menschen in Ihrem Freundes- und Familienkreis dasselbe zu tun!“ – Harold Li, Vizepräsident bei ExpressVPN.
Sichere Passwörter sind das A und O
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Passwörter sind wichtig! Deswegen sollte es kein Name sein und kein Geburtsdatum, es sollte nicht einfach nur „Passwort“ oder „123“ sein, es sollte niemals dasselbe Passwort mehrfach genutzt werden. Wenn jemand Zugriff auf Ihre E-Mail-Adresse bekommt, bekommt er Zugriff auf alle Onlineshops, bei denen Sie bestellen, er hat Ihre Postanschrift, er hat eventuell Zugriff auf Ihr Bankkonto oder PayPal-Konto usw. Wichtig ist auch, die Passwörter regelmäßig zu ändern. Wer viele Passwörter verwalten muss, schreibt diese entweder offline in eine Liste (Vorsicht vor neugierigen Augen) oder nutzt einen Passwort-Manager.
Nutzung eines sicheren Browsers
Es gibt viele Browser auf dem Markt, aber Firefox wurde erst vor Kurzem vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als der sicherste Browser eingestuft. Der Firefox ESR bietet dabei vor allem Sicherheit im Bereich Tracking und Datenschutz. Dennoch müssen auch die Einstellungen des Browsers entsprechend genutzt werden, um einen optimalen Schutz der Daten und vor Tracking zu gewährleisten. Firefox macht diesbezüglich schon bereits sehr viel, sodass man sich in einem gewissen Maße vor dem Tracking schützen kann.
Mit VPN mehr Sicherheit im Netz
Das Nutzen von öffentlichen WLANs bietet den Vorteil, kostengünstig immer und überall ins Netz zu können. Der Nachteil ist, dass gerade in ungeschützten HotSpots sich Hacker rumtreiben können, die schnell die eigenen Daten vom Handy stehlen und ausspionieren können. Mit dem Virtuellen Privaten Netzwerk (kurz VPN) können die eigenen Daten geschützt werden und auch genutzte Passwörter für E-Mail oder Bankkonto sind sicherer, was vielen Nutzern noch nicht bekannt ist.
Regelmäßige Updates
Nicht nur seit den vielen Sicherheitslöchern bei WhatsApp sollte man daran denken, die Apps auf dem Smartphone regelmäßig upzudaten. Natürlich gilt dasselbe auch für die Programme auf dem Computer sowie Laptop. Nur wenn alle Aktualisierungen zeitnah erfolgen, können Sicherheitslücken effektiv geschlossen werden. Natürlich bietet Windows 10 mit den automatisierten Updates durchaus eine gewisse Sicherheit, da man diese Updates einfach laufen lassen muss, während man bei Apple oder Android noch immer selbst auf den Button klicken muss, um das Betriebssystem upzudaten (was natürlich den Sinn hat, dass Upgrades nicht erfolgen, wenn der Akku fast leer ist).
Nur auf sicheren Seiten surfen
Der Standard in der heutigen Zeit sollte ein HTTPS in der URL sein. Chrome als auch Firefox zeigen an, wenn eine URL mit einem http:// beginnt und warnen, dass die Seite (eventuell) nicht sicher ist. Wichtig ist auch, dass die richtige Seite aufgerufen wurde und nicht eine Phishing-Webseite. Bei Firefox und Chrome wird dies ersichtlich, wenn beim Aufrufen der Webseite von PayPal neben der URL auf das Schloss geklickt wird und dort steht „Verbindung gesichert – Zertifikat ausgestellt auf PayPal Inc.“.
Sich vor Phishing-Mails schützen
Viele Menschen haben schon Phishing-Mails erhalten und sie Gott sei Dank ignoriert. Aber so einfach ist es nicht immer, denn sie sehen viel zu oft zu echt aus. Dasselbe gilt auch für Nachrichten in den sozialen Netzwerken. Wenn E-Mails von Freunden kommen mit einer sehr persönlichen Ansprache und einem Link, bedeutet dies noch lange nicht, dass es sicher ist, wenn man auf diesen auch klickt. Auch wenn E-Mails von PayPal, Amazon oder anderen Institutionen ins E-Mail-Fach eintrudeln, kann es sich durchaus um Phishing-Mails handeln.
Wenn man sich nicht sicher ist, niemals auf den Link klicken. Wird nach einer Verifizierung von persönlichen Daten wie Bankdaten oder Kreditkarten gefragt, kann man direkt auf PayPal oder Amazon gehen und sich dort in den Account einloggen und die Daten überprüfen.
Das Internet wird auch durch das eigene Userverhalten sicherer gemacht. In erster Linie gehören sichere Passwörter dazu, sichere Browser und natürlich das eigene Updaten und Upgraden von Programmen und Betriebssystemen.