Allnet-Flatrates sind Standard
Flatrates gibt es schon seit 2012. Seitdem haben sie sich als Vertragsbestandteil für Mobilfunknutzer durchgesetzt. Es gibt keinen Provider, der keine Pauschaltarife für das Telefonieren mehr anbietet. Sowohl alle drei großen Netzbetreiber Vodafone, Telekom und o2 (Telefónica Deutschland) als auch Drittanbieter haben die Flatrates im Repertoire. Dabei sind die Drittanbieter in der Regel etwas günstiger, wie beispielsweise die SimDiscount Allnet Flatrate, bieten aber ähnliche Leistungen.
Der Preis von den Pauschaltarifen für alle Netze beginnt bei weniger als zehn Euro. Hierin enthalten ist die Möglichkeit, ohne weitere Kosten in alle deutschen Handynetze sowie in das Festnetz zu telefonieren. Abhängig vom Datenvolumen für das mobile Internet und dem zur Verfügung gestellten Mobilfunkstandard können die Preise nach oben ansteigen. Dabei gilt in der Regel: Je mehr Datenvolumen verbraucht werden kann und je schneller die Datenübertragung gelingt, desto teurer ist der Tarif.
Wer also eine günstige Allnet-Flat nutzen will, muss sein Surfverhalten unter die Lupe nehmen. Wie hoch der Bedarf ist, hängt dabei von der Nutzung ab. Falls Sie unterwegs nur ihre E-Mails checken und einige Artikel lesen, reicht ein Datenvolumen für Einsteiger bis zu 1 GB völlig aus. Für Nutzer, die Musik streamen und einige Downloads vornehmen, muss es schon etwas mehr sein. Wer Videos streamt oder Videotelefonie wie FaceTime im mobilen Netz nutzt, benötigt schon 3 GB und mehr an Datenvolumen. Ist das in der Flatrate enthaltene Volumen nämlich einmal aufgebraucht, wird die Geschwindigkeit bis zum Ende des Monats stark gedrosselt.
Es gibt zwar auch Flatrates für das mobile Internet. Allerdings sind diese Tarife sehr teuer, da hier eine monatliche Grundgebühr im dreistelligen Bereich anfällt. Die wenigsten Smartphone-Nutzer bewegen derartig viele Datenmengen, dass sich solch ein Tarif lohnen würde. Daher gibt es auch noch wenige Angebote in diesem Bereich. Für Vielnutzer eignen sich Tarife mit 10 GB Datenvolumen, mit denen sich auch viele Videos ohne Probleme streamen lassen.
2G – GSM bis EDGE
Der Mobilfunkstandard der zweiten Generation brachte zum ersten Mal ein digitales Netz mit sich, in dem die Übertragung von Daten auch unterwegs möglich war. Die verwendeten Technologien sind GSM, GPRS und EDGE. GSM (9,6 KBit/s) und GPRS (54 KBit/s) erlauben nur sehr geringe Datenmengen, die heutzutage kaum zum Aufruf einer Webseite ausreichen, aber vielleicht noch das Versenden einer WhatsApp-Nachricht zulassen. EDGE aus dem Jahr 2006 bringt immerhin schon 220 KBit/s auf die Datenstrecke. Bequemes Surfen ist allerdings erst mit den Mobilfunkstandards von 3G möglich.
3G – UMTS bis HSPA+
Die dritte Generation brachte uns deutlich schnellere Datenraten, die auch Musik-Streaming ermöglichen. UMTS ist mit maximal 384 KBit/s noch nicht besonders schnell, aber HSPA (7,2 MBit/s) und HSPA+ (42 MBit/s) ermöglichen Nutzern bereits schnelle mobile Verbindungen. Der 3G-Standard ist heutzutage in Deutschland fast überall verfügbar.
4G – LTE
Mit Einführung der vierten Mobilfunkgeneration hat auch die Long Term Evolution (LTE) in Deutschland Einzug gehalten. Hier liegt die Übertragungsrate bei 150 MBit/s, womit auch Video-Streaming und größere Downloads möglich werden. Mit den Erweiterungen des regulären LTE-Standards konnte die Bandbreite nochmals auf 300 bis 600 MBit/s erhöht werden. Die ist dank der Technologien LTE-Advanced und LTE-Advanced Pro möglich, die den Zwischenschritt zu 5G darstellen.
5G – der neue Mobilfunkstandard
Mittlerweile steht die fünfte Generation in den Startlöchern. 5G baut auf der Technologie von LTE auf. Damit sollen in Zukunft mobile Datenübertragungsgeschwindigkeiten von 10 bis 20 GBit/s möglich sein. Von März bis Juni hat die Bundesnetzagentur die Frequenzbänder für 5G versteigert und aktuell arbeiten die Provider am Ausbau des Netzes. Im September wurden in ersten Tests mit 5G-fähigen Smartphones Geschwindigkeiten von 900 MBit/s erreicht. Mit den neuen Mobilfunkstandards werden neue Technologien wie autonomes Fahren u. Ä. erst möglich gemacht, weil hier große Datenmengen schnell gesendet und empfangen werden müssen. Wie sich der neue Standard für private Nutzer des mobilen Internets auswirkt, wird sich noch zeigen.