Zuerst muss man entscheiden, was man lieber mag: Federkernmatratze, Kaltschaum, Latex, Naturmaterialien wir Rosshaarmatratzen – oder gar ein Wasserbett? Das ist allein dem persönlichen Geschmack überlassen!
Einen Preisrahmensetzen: Was will ich ausgeben, was kann ich mir leisten? Ein gutes Bett inklusive Matratze, Unterfederung, Decke und Kissen bekommt man bereits ab ca. 600 Euro. Zu billige Angebote sind meist qualitativ nicht gut – aber dass ein Bett viele tausend Euro kostet muss auch kein Ausweis für Qualität sein.
In ein Ladengeschäft gehen – oder auch in mehrere. Hier kann man probeliegen, unterschiedliche Kombinationen ausprobieren. Vor allem die Matratze sollte man nicht im Internet bestellen!
Das Herzstück des Bettes ist die Matratze. Auf ihr wird man viele Jahre liegen. Daher sollte man ausgiebig probeliegen bevor man kauft. Egal welche Variante man bevorzugt, sie muss Folgendes erfüllen: Sie darf weder zu hart noch zu weich sein. Die Optimale Höhe sind 18cm oder mehr. Werbung für 7 Zonen kann man getrost ignorieren – der Körper hat nur drei Zonen. Schultern und Becken müssen einsinken, die Wirbelsäule gestützt werden.
Der Matratzenbezug muss abnehmbar und waschbar sein – der Hygiene zuliebe. Außerdem muss er unbedingt aus natürlichem Material sein, am besten aus Baumwolle. Synthetik und Kunstfasern wie Polyester (also Plastik!) haben hier nichts verloren, denn sie sorgen nur dafür, dass man schwitzt und dadurch schlechter schläft.
Die Unterfederung, auch Lattenrost genannt: Sie soll die Eigenschaften der Matratze ergänzen. Als Faustregel gilt: Je mehr Latten und je enger diese zusammenstehen, desto besser weil flexibler ist die Unterfederung. Sie darf außerdem nicht starr sein, sondern muss sich insbesondere im Becken- und Rückenbereich flexibel anpassen lassen. Teller-Unterfederungen sehen zwar nach High-Tech aus, bieten aber keine Vorteile und sind zudem meist überteuert!
Das Kissen: Oft wird es unterschätzt, ist aber elementar wichtig. Denn es soll die Halswirbelsäule stützen und Verspannungen vorbeugen. Optimal sind daher Nackenkissen aus flexiblem Kalt- oder Viscoschaum – aber auch Daunenkissen sind ok. Wichtig: Wer auf dem Rücken schläft braucht ein flaches, wer auf der Seite schläft eher ein hohes Kissen. Auch hier sollte man in seiner natürlichen Schlafposition probeliegen.
Die Bettdecke ist optimalerweise mit Daunen gefüllt, da diese warmhalten, einen wegen ihrer Durchlässigkeit aber nicht schwitzen lassen und da sie viel Flüssigkeit aufnehmen können auch nicht vom Schweiß klamm werden. Optional kann man eine Mischung aus Daunen und Entenfedern nehmen. Für den Winter nimmt man eine dicke, für den Sommer eine dünnere Decke.
Der Topper: Nicht unbedingt notwendig aber ein nützlicher Luxus ist der Topper, die Matratzenauflage. Er sollte aus einem flexiblen Material wie Latex oder auch Naturfasern und einem Baumwollbezug bestehen. Er schont nicht nur die Matratze, sondern kann auch das Liegen angenehmer machen, da man noch eine zusätzliche weiche Fläche hat.
Zu guter Letzt: Auch wenn alle einzelnen Komponenten perfekt sind, kommt es doch auch drauf an, dass sie zueinander passen. Das erfährt man am besten durch Ausprobieren. Kulante Fachhändler bieten diese Möglichkeit zumindest für Unterfederung, Matratze und Topper – also einfach nachfragen!