Corporate Identity bei der Firmengründung

Warum Corporate Identity bei der Firmengründung so wichtig ist

„Die Farbkombination erinnert mich an…“ – so oder so ähnlich denken jeden Tag viele Menschen. Die Tatsache, dass wir heute so viel mit Farben assoziieren, liegt mitunter an der Werbung. Große Marken haben es geschafft, mit ihren Produkten eine gewisse Farbe oder Farbkombination zu verbinden. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn gute Marken schaffen es darüber hinaus, auch bestimmte Werte damit zu vermitteln. Wie viel Macht dahintersteckt und warum Corporate Identity sowie Corporate Design bei der Firmengründung so wichtig sind, wird in diesem Artikel etwas genauer erklärt.

Corporate Identity und Corporate Design: Was ist das eigentlich?

Eine Corporate Identity fasst die Merkmale eines Unternehmens zusammen, die es definieren. Es geht dabei nicht um einzelne Vermögensgegenstände, sondern um das, was ein Unternehmen und dessen Marke in der Wahrnehmung anderer ausmachen. Durch die Corporate Identity unterscheidet sich ein Unternehmen von anderen und kann sich somit auch als individuell darstellen.

Die Corporate Identity (CI) besteht aus den folgenden Komponenten:

1. Corporate Design

Das Corporate Design erzeugt eine bestimmte Markenoptik, die durch das jeweilige Unternehmen dargestellt wird. Dazu gehört zum einen ein unverwechselbares Logo und zum anderen eine Farbe oder Farbkombination. Dies sorgt in der Außendarstellung dafür, dass Adressaten wie potenzielle Kunden mit der Zeit eine gedankliche Verknüpfung zwischen der Optik und dem jeweiligen Unternehmen vollziehen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das Farbschema auch in der Unternehmenskommunikation überall zum Tragen kommt:

  • Firmensitz (Inneneinrichtung)
  • Logo
  • Werbung
  • Website

Zusätzlich gehören auch Teamoutfits in Branchen mit Publikumsverkehr dazu, um den einheitlichen Markenauftritt zu unterstreichen. „Unternehmen bestellen Teamoutfits jedoch auch, um unter den Mitarbeitern einen Zusammenhalt zu erzeugen. Das Wir-Gefühl stärkt den Gedanken, zu einem größeren Ganzen zu gehören und schweißt das Team zusammen“, erklärt Paul Optiz, Geschäftsführer der Teamoutfits aus Dresden.

2. Corporate Culture

Die Corporate Culture (Unternehmenskultur) stellt ein Gerüst aus Normen, Werten und Überzeugungen dar, die wiederum die Handlungsweisen des Unternehmens leiten. Sie dienen unter anderem der Kommunikation nach außen, sollten aber auch im Unternehmen gelebt werden. Je besser dies funktioniert, desto authentischer wirken Firmen in der Wahrnehmung ihrer Zielgruppe.

3. Corporate Communication

Die Kommunikation eines Unternehmens ist ein weiterer Grundpfeiler der Corporate Identity. Dabei geht es zum einen um sehr grundsätzliche Richtlinien über das Verfassen von Unternehmensmitteilungen, Newslettern oder Pressemitteilungen. Zum anderen betrifft dies aber auch die direkte Kommunikation mit den Kunden.

Wichtige Fragen sind:

  • Wie sieht die Ansprache der Kunden aus? ( Seriös-distanziert oder lässig-offen)
  • Wie wird der Kommunikationsstil im Unternehmen untereinander gelebt?
  • Was wird kommuniziert und was nicht? (Sehr offenes Konzept oder eher mit einer gewissen Distanz)

Mit der Kommunikation gehen auch die Verhaltensweisen aller Mitarbeiter gegenüber Kunden und anderen Adressaten einher.

Wenn alle Aspekte ineinandergreifen, entsteht ein konsistentes Gesamtbild. Die Marke wird von potenziellen Kunden angenommen und kann sich auf dem Markt etablieren.

Welche Vorteile bringt eine Corporate Identity mit?

Eine funktionierende Corporate Identity hat für Unternehmen zahlreiche Vorteile. Dazu gehören:

1. Größeres Potenzial bei der Markenbekanntheit

Durch ein gutes Corporate Design und eine entsprechende Unternehmenskultur lassen sich bestimmte wahrgenommene Werte etablieren. Dies legt den Grundstein für eine größere Markenbekanntheit. Im Idealfall erinnern sich potenzielle Kunden beim Anblick bestimmter Farbkombinationen sofort an die Marke. So bleiben Unternehmen stets im Gedächtnis der Zielgruppe.

2. Transport von wahrgenommen Werten (Image-Aufbau)

Corporate Identity kann gerade bei der Kommunikation Gold wert sein. Dies klappt besonders dann gut, wenn die kommunizierten Werte mit den tatsächlich gelebten übereinstimmen. Erfolgreiche Beispiele aus der Praxis belegen dies: So schafft es die Möbelkette erfolgreich, als das Möbelhaus für Familien wahrgenommen zu werden. Diese kommunizierte Kultur wird in den Möbelhäusern jedoch auch gelebt. Dort sind Kinder herzlich willkommen und können ihren Spaß haben. Die Atmosphäre in den Filialen sowie die Freundlichkeit der Mitarbeiter unterstützen diesen Aspekt zusätzlich.

In diesem Fall hat es IKEA also geschafft, als familienfreundlich und zudem günstig wahrgenommen zu werden. Sind solche Werte erst einmal etabliert, profitieren Unternehmen sehr lange von einem solchen Ruf.

3. Bessere Mitarbeiterbindung

Durch eine positive Unternehmenskultur lassen sich zudem Mitarbeiter deutlich besser ansprechen. Wer das Gefühl hat, in der eigenen Firma wertgeschätzt zu werden, arbeitet motivierter. Darüber hinaus kann eine wertgeleitete Unternehmenskultur auch einen gewissen Sinn vermitteln. Sehen Mitarbeiter in ihrer Tätigkeit einen Sinn, wirkt sich dies wiederum positiv auf Zufriedenheit und Motivation aus.

4. Konsistenter Gesamteindruck

Folgt die Unternehmenskommunikation der Corporate Identity, entsteht ein konsistenter Gesamteindruck. Dies macht ein Unternehmen und auch eine Marke entsprechend authentisch. In der Zeit digitaler Medien findet immer mehr Kommunikation direkt mit der Zielgruppe statt. Wirken Markenbotschaften hier gekünstelt oder stimmt das Gesamtbild nicht, kann sich das negativ auf die Gesamtwahrnehmung auswirken.

5. Verbesserte Kundenbindung

Da Kunden neben der Qualität und dem Preis auch auf die Werte von Unternehmen achten, ergeben sich durch eine erfolgreiche Corporate Identity auch Vorteile bei der Kundenbindung. Stimmen die Werte der Kunden mit den transportierten Werten überein, bleiben Kunden einer Firma im Normalfall treu.

Warum die Grundzüge der CI bereits bei der Gründung stehen sollten

Auf den ersten Blick wirkt der Bereich der Corporate Identity wie eine Aufgabe für große Unternehmen. Dieser Eindruck trügt jedoch, denn große Unternehmen verdanken ihren Erfolg oft entsprechenden Strategien. Eine konsistente Corporate Identity entwickelt sich zudem langsam. Wer schon als Gründer an die ersten Schritte in diese Richtung denkt, kann früher die Früchte dieser Arbeit ernten und einen einheitlichen sowie konsistenten Markenauftritt bieten. Im Idealfall arbeiten Gründer also schon im Businessplan die Grundzüge aus.

Corporate Identity: Heute ein Muss!

Unternehmen stehen heute viel mehr im Fokus der Öffentlichkeit. Durch Online-Marketing und Aktivitäten im Bereich Social Media entsteht schnell Kontakt zur Zielgruppe. Was einerseits als Chance gilt, birgt jedoch auch Risiken. Stimmen kommunizierte Werte nicht mit dem Außeneindruck und der gelebten Realität überein, hinterlässt dies schnell negative Vibes. Die entsprechende Marke verliert an Authentizität und verspielt damit viel Potenzial. Wer jedoch möglichst früh mit der Entwicklung einer CI beginnt, kann dieses Potenzial zum Vorteil der Firma nutzen.