Verbrauchertipps zur Fußball-EM 2016

Verbrauchertipps zur Fußball-EM 2016

Die Spiele haben begonnen: In Frankreich findet die Fußball-Europameisterschaft 2016 statt, und egal ob zu Hause vor dem Fernseher oder vor Ort im Stadion: Alle fiebern mit ihrer Mannschaft. Damit Sie als Verbraucher nicht in eine der vielen Fallen tappen, die zur EM lauern, haben wir einige Hinweise und Tipps zusammengestellt.

Windige Anbieter oder findige Kriminelle haben in Zeiten des E-Commerce stets den unbedachten oder unbedarften Verbraucher im Blick. Im Torjubel einen falschen Link angeklickt, bei unsicheren Quellen ein Ticket gekauft oder eine virenverseuchte App installiert – schon hat man den Salat. Darauf weist auch die Hamburger Agentur NetNames hin, die sich auf Markenschutz spezialisiert hat, und warnt vor Betrug im Internet anlässlich der EM 2016.

Vorsicht vor Ticketbetrug

Die Tickets für die EM-Spiele sind in diesem Jahr personalisiert – das heißt, der Name des Käufers ist auf ihnen vermerkt, und nur der rechtmäßige Inhaber darf sie verwenden. Das sollte man beachten, wenn man Tickets aus zweiter Hand kauft, beispielsweise bei Online-Auktionen. Denn dann kann es passieren, dass man trotz bezahltem Ticket nicht ins Stadion kommt, weil der Name nicht mit dem im eigenen Ausweis übereinstimmt. Ein noch größeres Risiko stellen gefälschte Tickets dar, die im Netz millionenfach angeboten werden. So verlockend es auch sein mag, ein schnelles Schnäppchen zu machen oder doch noch last minute in ein bereits ausverkauftes Spiel zu kommen – die Wahrscheinlichkeit, dass man über den Tisch gezogen wird, ist hoch. Wer sichergehen will, kauft nur bei autorisierten Anbietern, meint auch die Verbraucherzentrale.

Online-Gefahren zur EM

Zahlreiche offizielle und inoffizielle Apps und Websites bieten derzeit Services rund um die Fußball-EM 2016 an. Gerade Fans, die viel unterwegs sind, möchten die Liveticker und Sielergebnisse auf ihrem Smartphone verfolgen. Hier ist generell dieselbe Vorsicht geboten, wie auch bei anderen Apps und Online-Angeboten. „Neben der offiziellen UEFA-App finden sich über eine einfache Suche in den App-Stores schnell eine Vielzahl inoffizieller EM-Apps. Und bei diesen sollten Fan noch vorsichtiger sein als sonst: Da die Apps meist erst kurz vor Turnierbeginn angeboten werden, ist die Gefahr besonders groß, dass bösartige Varianten mit Viren oder Spyware beim herunterladen noch nicht entdeckt worden sind“, sagt NetNames-Sprecher André Stadelmaier.

Man sollte sich die Anbieter also genauer anschauen und nicht bedenkenlos alles anklicken. Vor dem Installieren einer App kann man immer einsehen, welche Berechtigungen diese fordert. Selbst die offizielle UEFA Euro 2016 App will beispielsweise Zugriff auf die Nutzeridentität, Geräte-ID und Anruferinformationen. Ob man solche Informationen preisgeben möchte, muss jeder für sich entscheiden.

Auch ohne App kann man auf dem neuesten Stand bleiben. Die Websites großer Tageszeitungen, Nachrichtenportale und Sport-Fachmedien berichten detailliert – man kann sie einfach im Browser aufrufen. Das ist zwar nicht ganz so komfortabel, datenschuztechnisch aber definitiv die bessere Lösung.

NetNames warnt zudem vor dubiosen Gewinnspielseiten, die sich als offizielle UEFA-Partner tarnen: „So wollen sie Benutzer locken, an Gewinnspielen teilzunehmen, um persönliche Daten abzugreifen oder Schadsoftware zu platzieren. Wie bei allen unbekannten Websites sollten Verbraucher auch hier besonders vorsichtig agieren.“ Es gilt die Faustregel: Im Zweifel Finger weg, sonst ist der Ärger groß. Dasselbe gilt für inoffizielle Wettanbieter, bei denen die Teilnehmer abgezockt werden. Und mal ehrlich: Wer braucht Online-Wetten? Macht doch im Familien- und Freundeskreis viel mehr Spaß!

EM an der Arbeit verfolgen?

Abseits solcher Probleme stellt sich für viele Fans eine weitere Frage: Wie verfolge ich die Partien, die während meiner Arbeitszeit stattfinden? An sich haben deutsche Fußballenthusiasten 2016 Glück – denn die meisten Spiele finden erst ab 18 Uhr statt. Perfekt für alle, die 9 to 5 arbeiten. Aber wie sieht es mit Schichtarbeit aus? Oder mit Überstunden? Grundsätzlich kommt es immer auf den Chef an. Es liegt an ihm, Radio oder TV im Betrieb zu erlauben, oder auch die Nutzung des Internet. Was der Chef untersagt, das bleibt untersagt. Schaltet man dennoch im Büro das Radio ein, droht schlimmstenfalls eine Abmahnung. Wichtig ist, dass die Betriebsabläufe nicht gestört werden. Vielleicht kann es ja die ganze Abteilung mit guten Argumenten versuchen. Denn wer sich jetzt noch keinen EM-Urlaub genommen hat, dürfte auch keinen mehr bekommen.

So oder so: BBX wünscht Ihnen und Ihrem Team eine erfolgreiche, unterhaltsame und friedliche EM 2016!