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Andere Länder, andere Grill Traditionen
Schaut man in anderen Ländern vorbei, sieht man, dass Bratwürste, Nackensteak und Spareribs nicht überall auf der Grillkarte stehen, und dass ein Grillevent auch nicht immer im Freien stattfinden muss. Die Grillkultur in den verschiedenen Ländern dieser Welt ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben und ebenso wie hier ein wichtiger Ausdruck des Lifestyles.
Grillen und Barbecue sind zwei paar Stie… Würste
Oft werden der Begriff „Grillen“ und „Barbecue“ synonym verwendet, was jedoch genau genommen, nicht dasselbe ist. Beim Grillen handelt es sich um eine Form des Kochens, bei der der Garprozess bei hohen Temperaturen stattfindet und das Grillgut somit nur kurze Zeit auf dem Rost verweilt. Dagegen meint das Barbecue im traditionellen Sinn das langsame Garen von Fleisch bei eher niedrigen Temperaturen (100°C bis 130°C). Langsames, schonungsvolles Garen (Smoken), was vor allem in den Südstaaten der USA beliebt ist, kann durchaus 24 Stunden in Anspruch nehmen. Die Belohnung dafür ist zartes, saftiges und rauchiges Fleisch.
So eroberte das Barbecue die westliche Welt
Die Ursprünge des klassischen Barbecues finden sich in der Karibik. Als die Spanier auf die Ureinwohner auf den karibischen Inseln trafen, schienen sie besonders von einer Kochkunst so beeindruckt zu sein, dass sie ihr den Namen „Barbacoa“ (= heilige Feuerstelle) gaben. Dabei wird ein ganzes Schaf langsam über einem Feuer gegart. Das Schaf, sowie die Feuerstelle sind mit Maguey-Blättern bedeckt (aus denen auch Tequila gemacht wird), deren Rauch dem Fleisch einen einzigartigen Geschmack verleiht. Barbacoa ist heutzutage aus der mexikanischen und karibischen Küche nicht mehr wegzudenken, genauso wenig wie das Barbecue aus der Nordamerikanischen. Die Statistiken, wie oft US-Amerikaner im Vergleich zum Rest der Welt ein Grillfeuer entzünden, sprechen für sich.
Ganz urtümlich und gemeinschaftlich in der Südsee
Ein regelrechtes Event ist das sogenannte Hima’a auf Tahiti. Dabei hilft die Gemeinschaft zusammen und hebt Boden aus für die Feuerstelle, füllt sie mit Feuerholz, trockenen Blättern, Kokosnussschalen und vulkanischem Gestein. Schweinefleisch wird eingewickelt in Blätter und gart für mehrere Stunden – gut abgedeckt mit Planen, damit die Hitze nicht entweicht – über dem Feuer. Diese Erdöfen sind die älteste Art, zu kochen, und auch auf anderen Inselstaaten in der Südsee heute noch ein fester Bestandteil der Kochkultur.
Tontöpfe, Streetfood und Tischgrills in Fernost
Auf der anderen Seite der Welt, auf dem indischen Subkontinent, ist seit mehreren tausend Jahren „Tandoori“ eine klassische Gaumenfreude aus der indischen und pakistanischen Küche. Sie fehlt auf keiner Speisekarte in indischen Restaurants. In einem Tontopf, dem Tandoor, wird Holzkohle oder Holz angezündet und das Fleisch (oft auf Spießen) über das Feuer gelegt. Das Fett, das in das Feuer tropft und die heiße Luft garen die Fleischspieße.
In Japan und China wird sehr gern an der Straße gegrillt. Diese Streetfoodvarianten, die in Japan „Yakitori“ und in China „Shaokao“ genannt werden, haben sich in den letzten Jahren zu einem Exportschlager entwickelt. Bei beiden handelt es sich um Fleischspieße, die in Marinade eingelegt sind und über Holzkohle gegrillt werden.
Die koreanische Version einer Grillsession nennt sich „Gogigui“. Mittlerweile gibt es vor allem in Großstädten weltweit koreanische Restaurants, wo man in den Genuss dieser Grilltradition kommen kann. Dabei dürfen die Gäste selbst tätig werden und auf einem in den Tisch eingelassenen Grill Köstlichkeiten wie Bulgogi (Rindfleisch in Marinade) oder Kalbi (Rippchen) grillen.

Die ultimative Schlechtwetterlösung aus Finnland
Bei den oftmals eisigen Temperaturen in Skandinavien kann ein Grillabend schnell ungemütlich werden, was aber trotzdem kein Grund ist, darauf zu verzichten. Eine clevere Erfindung, die auf die Behausung der Ureinwohner Lapplands zurückgeht, die in ihren Zelten gekocht haben, ist die Grillkota. In einer schnuckligen, kleinen Hütte kann man es sich hier um die Feuerstelle gemütlich machen und darauf grillen – fernab der Kälte, bei Schnee und bei Regen. Ein wahrer Traum für Grillenthusiasten. Auch wenn die skandinavische Grillhütte noch nicht den Bekanntheitsgrad der Sauna erreicht hat, erfreuen sich immer mehr Menschen außerhalb Skandinaviens dieser Allwetter-Grillanlage.
Öfters mal was Anderes
Grillsessions und Barbecues werden auf der ganzen Welt zelebriert. Wenn Sie das nächste Mal den Grill oder Smoker anwerfen, brutzeln Sie doch einmal etwas anderes als Nackensteaks.
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Glücksspielmarkt: So schneidet Deutschland im Europavergleich ab
Die derzeitige Pandemie ist aber nur einer der Faktoren, warum es die Spielhallen-Betreiber, Automatenhersteller und Entwickler von Online-Glücksspielen in Deutschland so schwer haben, schwarze Zahlen zu schreiben. In diesem Artikel soll die Situation des Glücksspielmarkts in Deutschland näher betrachtet und auch auf Anzeichen von Besserung eingegangen werden.
Rechtliche Lage für Online-Glücksspiel in Deutschland
Für Glücksspiel jeglicher Art sind grundsätzlich die Bundesländer verantwortlich. Das heißt, dass jedes Bundesland seine eigenen Regeln aufstellen darf und das Glücksspiel reguliert. Mit dem Aufkommen von online basierten Glücksspiel- und Wettanbietern sind diese Regelungen jedoch schnell an ihre Grenzen gestoßen. Die Anbieter haben ihren Sitz oft in einem anderen EU-Land, wo das Online-Glücksspiel erlaubt ist, zum Beispiel in Malta, wo die meisten Lizenzen für Online-Casino-Betreiber vergeben werden. Aber auch in vielen anderen europäischen Ländern ist die Haltung zum Online-Zocken liberaler als in Deutschland, und vor allem reguliert.
Die Folge der uneinheitlichen Regelung in Deutschland war ein boomender Schwarzmarkt, da bisher Online-Glücksspiel nur in Schleswig-Holstein offiziell erlaubt ist. Nutzer aus anderen Bundesländern können dieses Verbot aber problemlos umgehen und unreguliert in Online-Casinos außerhalb von Deutschland zocken. Es wird geschätzt, dass ungefähr 20% der gesamten Spielerträge (online sowie offline) in illegalen Online-Casinos zustande kommen. (Quelle: www.wallstreet-online.de)
Um dies zu unterbinden und eine einheitliche Regelung zu schaffen, wird daher am 1. Juli 2021 der sogenannte Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag verabschiedet. Dieser umfasst ein für alle Bundesländer verbindliches Regelwerk für die Regulierung des Online-Glücksspiels. Anbieter sind darin unter anderem dazu angehalten, Mechanismen zu implementieren, die Spielsucht frühzeitig zu erkennen. Außerdem soll es ein Einzahlungslimit von 1000 Euro pro Monat geben, das verhindern soll, dass spielsüchtige Zocker zu viel Geld verspielen.
Absatzmarkt für Glücksspiel-Equipment
Schaut man sich die jüngsten Geschäftsberichte führender deutscher Glücksspielkonzerne an, sieht man, dass Deutschland immer noch wichtiger Absatzmarkt für Spielprodukte ist, jedoch nicht mehr der wichtigste. Zum Beispiel meldet Gauselmann positive Zahlen, doch während 2018 Deutschland noch der wichtigste Absatzmarkt war, war es 2019 der ausländische Markt.
Dass sich dieser Trend fortsetzen wird, ist so gut wie sicher. Aufgrund der strengen deutschen Regularien und der Restriktionen im Rahmen der Corona-Maßnahmen darf erwartet werden, dass es für deutsche Anbieter von Glücksspiel-Equipment leichter sein wird, ihre Produkte im Ausland anzubieten. Insbesondere in den Niederlanden und osteuropäischen Staaten wie Bulgarien und der Ukraine steigt die Nachfrage nach Spielhallen-Automaten kontinuierlich.

Hat der deutsche Glücksspielmarkt eine Zukunft?
Dass die Menschen weiterhin zocken werden, steht außer Frage – strenge Regelungen hin oder her. Wenn im Rahmen der Neuregelungen ab Mitte 2021 das Online-Glücksspiel offiziell erlaubt ist in ganz Deutschland, darf erwartet werden, dass sich der Trend hin zum Zocken in Online-Casinos verschieben wird. Da auch die Corona-Pandemie nicht ewig anhalten wird, wird der Sportwetten-Markt ebenfalls wieder an Fahrt aufnehmen. Die große Hoffnung besteht darin, dass im Rahmen des neuen Glücksspielstaatsvertrags auch Live-Wetten erlaubt werden. Dass die Chancen dafür gut stehen, lässt sich daran erkennen, dass die Gauselmann Gruppe jüngst ihre Zusammenarbeit mit Fortuna Düsseldorf intensiviert hat und nun Exklusivpartner ist.
Dass Gauselmann nicht nur mit großen Fußballclubs zusammenarbeitet, sondern auch den heimischen Verein TuS Lübbecke unterstützt und eine Stiftung für wohltätige Zwecke unterhält, zeigt wie tief verwurzelt das Familienunternehmen in Deutschland ist. Durch Investitionen in moderne, zum Teil von Sonnenenergie gespeisten Betriebsanlagen bekennt sich das Unternehmen ganz klar zum Produktionsstandort Deutschland. Trotz der schwierigen Zeiten scheint man sich bei Gauselmann sicher zu sein, diese meistern zu können, und auch den Glücksspielmarkt in Deutschland durch stetige Innovation und Forschung weiterhin mit interessanten Produkten versorgen zu können.








































































