Immobilie verkaufen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Egal ob wegen eines Umzugs, einer Trennung oder einfach weil man gerade Geld benötigt: Es gibt viele Gründe, die eigene Immobilie zu verkaufen. Wie viel Umsatz man dabei machen kann, hängt von einer Menge Faktoren ab. Der Größe und der Lage, der Ausstattung und dem Zustand zum Beispiel. Aber auch der Zeitpunkt kann eine Rolle spielen.

Preise von Immobilien steigen weiter

Momentan sind Immobilien teuer, insbesondere Mieter ächzen unter den stetig steigenden Quadratmeterpreisen, denen auch die Mietpreisbremse nur wenig anhaben konnte. Immobilienbesitzer sind daher in einer guten Position. Denn auch die Nachfrage ist hoch, insbesondere in Ballungsgebieten und deren Umland. Und obwohl sanierte und luxussanierte Wohnungen nicht den besten Ruf haben, sind sie doch begehrt.

Seit inzwischen gut zwanzig Jahren gibt es bei den Preisen von Immobilien einen ungebremsten, steilen Aufwärtstrend, dessen Ende zur Zeit nicht absehbar ist. Ein wesentlicher Grund dafür ist die anhaltende Niedrigzinsphase. Diese treibt die Nachfrage, denn Zinsen auf Kredite sind so günstig wie kaum je zuvor – und wer eine Immobilie kauft, bezahlt nur selten gleich den vollen Betrag. Die meisten Menschen finanzieren einen Hauskauf mit einem Immobilienkredit. Wer in den letzten Jahrzehnten Wohneigentum erworben hat, kann es heute mit ziemlicher Sicherheit mit beträchtlichem Gewinn wieder verkaufen. Ausgenommen sind lediglich einige ländliche und strukturschwache Regionen insbesondere in Ostdeutschland oder in Brennpunktgebieten. Aber selbst dort sind die Preise mitunter spürbar gestiegen.

Mit dem richtigen Zeitpunkt beim Immobilien-Verkauf Steuern sparen

Das bedeutet aber auch: Es kann sich lohnen, noch ein paar Jahre zu warten. Denn noch steigen die Preise weiter, und auch eine Anhebung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist aktuell in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Bis auf Weiteres ist es noch möglich, die Gewinnerwartung zu steigern.

Ein weiteres gutes Argument sind die Steuern. Denn auf einen Immobilienverkauf fallen Steuern an. Allerdings nicht, wenn man die Immobilie vor mehr als zehn Jahren gekauft oder sie in den letzten zwei Jahren vor der Veräußerung selbst bewohnt hat. In diesen Fällen ist der Verkauf steuerfrei und man kann den kompletten Verkaufspreis behalten. Abgezogen werden nur gegebenenfalls die Maklergebühren, falls man das Geschäft von einem Makler abwickeln lässt.

Immobilie via Makler verkaufen?

Das kann durchaus sinnvoll sein. Denn zwar kostet der Makler Geld. Seine Provision, die im Schnitt bei etwa sieben Prozent des Verkaufspreises liegt, wird zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt. Man muss also mit einem überschaubaren Abzug von drei bis vier Prozent rechnen. Dafür schaffen es Makler in der Regel schneller, eine Immobilie zu verkaufen, als wenn man das selbst in die Hand nimmt.

Außerdem übernehmen sie die Vermarktung, kümmern sich um Vertragliches und verhindern damit, dass man Fehler macht, die unter Umständen teuer werden können. Außerdem haben sie einen guten Blick für Probleme, etwa was den Zustand einer Immobilie betrifft. Oft kann man nämlich beim Preis noch deutlich mehr rausholen, wenn man kleine Reparaturen oder Sanierungen vornimmt, bevor man ein Haus oder eine Wohnung auf den Markt gibt.