Als die Kölner Autorin Marie T. Martin 2021 mit gerade mal 39 Jahren starb, hinterließ sie ein schmales Werk aus Gedichten, Kurzgeschichten und Prosaminiaturen. Der vorliegende Band versammelt erstmals einen Großteil ihrer fragilen, filigranen Texte, ergänzt durch weitere Texte, die hier erstmals erscheinen. Obwohl von Kollegen und Feuilleton gefeiert, hat sie nie ein großes Publikum erreicht – leider. Denn ihre Verse und Geschichten nehmen das Leben in solcher Fülle und Detailverliebtheit in den Blick, dass wirklich jeder Leser einen Vers finden wird, der hängenbleibt, den man nie wieder vergisst. Eine große, dabei aber angenehm leise Stimme, die man nicht verpassen sollte.