Fenster zu oder Durchzug – Was bei Hitze wirklich hilft
… wurde im Juli bereits geknackt, die Wahrscheinlichkeit, dass auch im August wieder extreme Hitzetage kommen, ist hoch – und wenn tropische Nächte herrschen, ist die Sehnsucht nach Abkühlung groß.
… lautet: Nachts und früh morgens lüften, tagsüber die Fenster abdunkeln und geschlossen halten, damit es einigermaßen erträglich bleibt. Doch dem hat Jörg Kachelmann nun eine Absage erteilt: Er rät, auch tagsüber für Durchzug zu sorgen, damit genug Sauerstoff in die Bude kommt und die Luftfeuchtigkeit niedrig bleibt. Ja, was denn nun?
… hat Kachelmann durchaus Recht. Gerade bei hohen Temperaturen geben Menschen durch Schwitzen und Atmung viel Feuchtigkeit in die Raumluft ab. Jeder kennt das: Nach einer gewissen Zeit, auch abhängig von der Raumgröße, wird es stickig, wenn man die Fenster geschlossen lässt.
… dauert das eine ganze Weile. Je größer die Räume sind und je weniger Menschen sich darin aufhalten, desto länger bleibt die Raumluft relativ angenehm. Kontraproduktiv ist, aber, wie Kachelmann richtig sagt, das Aufhängen nasser Handtücher. Das bringt zwar für sehr kurze Zeit Abkühlung, treibt die Luftfeuchtigkeit aber rasch nach oben. Das ist keine gute Idee.
Wer aber regelmäßig nachts für mehrere Stunden lüftet, der hat am Tag mehr als genug gute Luft in der Wohnung. Man kann die Fenster auch die ganze Nacht auf lassen – nur in Räumen, die früh morgens in direktem Sonnenlicht liegen, lässt man sie besser zu.
Je mehr Durchzug es dabei gibt, desto besser – Angst vor Verspannungen oder Erkältungen muss man dabei nicht haben. Das ist eine Befürchtung, die außerhalb Deutschlands unbekannt ist, und niemand weiß, woher sie eigentlich kommt. Aus Erfahrungswerten bestimmt nicht.
… kann – und sollte – tagsüber die Fenster zu lassen. Denn wer nachts durchlüftet, sorgt dafür, dass die Zimmertemperatur am Tag deutlich niedrige ist, als die Außentemperatur. Für Durchzug zu sorgen, wenn es drinnen 22 Grad und draußen 38 Grad sind, macht nicht den geringsten Sinn – hier darf man den Kachelmann-Tipp getrost ignorieren.
… am Tag sorgt nur dafür, dass sich die Wohnung unnötigerweise in einen Backofen verwandelt – und da bringt dann auch nächtliches Lüften in tropischen Nächten keine Erleichterung mehr. Besser ist ein Ventilator. Also: Nachts die Fenster auf, tagsüber zu – und nicht vergessen, viel zu trinken!