Firmenwagen – nicht gerade nachhaltig
Auch wenn heute noch immer etwa eine von acht Personen über einen Dienstwagen verfügt bedeutet das allerdings nicht, dass es noch immer zeitgemäß ist. Früher galt es als Privileg, vom Arbeitgeber einen Firmenwagen zu bekommen. Es verlieh dem Unternehmen ein gewisses Standing und galt als Anreiz für die Mitarbeiter, vor allem dann, wenn das Fahrzeug auch privat genutzt werden konnte.
Allerdings passt das jedoch nicht mehr zu unserem heutigen Zeitgeist. Wir möchten die Umwelt schützen und den Klimawandel von seinem weiteren Fortschreiten abhalten und dazu sind Firmenautos der falsche Weg. Das haben auch Unternehmen und deren Mitarbeiter erkannt, was wohl einem immer größer werdenden Interesse nach alternativen Dienstfahrzeugen geführt hat.
Grundsätzlich lässt sich ein Umdenken in der Gesellschaft erkennen. Wir möchten weg von fossilen Brennstoffen, die nur unsere Luft verschmutzen, hin zu erneuerbaren Energien, die für einen niedrigeren CO2-Ausstoß sorgen.
Dienstfahrrad am besten für die Umwelt
Wer seine CO2-Bilanz im Alltag so gering wie möglich halten will, sollte sich bei seinem Arbeitgeber über ein Dienstfahrrad erkundigen. Von allen Möglichkeiten, außer dem Laufen zu Fuß, hat das Fahren mit dem Fahrrad den niedrigsten Ausstoß des Treibhausgases. Mittlerweile können Unternehmen solche Fahrräder nicht nur kaufen und ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen, sondern auch leasen.
Seit 2012 wurde das Dienstwagenprivileg auf Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs ausgeweitet. Das bedeutet, dass Arbeitnehmer, die Leasingraten von ihrem Bruttolohn abgezogen bekommen. Das macht es für beide Seiten, also Arbeitnehmer und -Geber, günstiger.
Der Vorteil von geleasten Dienstfahrrädern ist, dass nicht nur die Umwelt davon profitiert, sondern auch die körperliche Gesundheit. Außerdem Radler vor allem im Stadtverkehr schneller unterwegs, was zudem wertvolle Zeit spart.
Elektrodienstwagen schonender
In manchen Fällen lässt sich jedoch nur schwer auf das Auto verzichten. Allerdings gibt es hier ebenfalls eine umweltschonendere Alternative. E-Autos sind mittlerweile so weit entwickelt, dass sie mühelos mit einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor mithalten können. Vor allem im Stadtverkehr machen sie eine deutlich bessere Figur. Insbesondere dort blasen Benziner und Diesel eine Menge Schadstoffe in die Luft. Elektroautos stoßen jedoch gar kein CO2 aus.
Manche Kritiker werden nun behaupten, dass jedoch die Produktion elektrischer Boliden nicht gerade umweltfreundlich ist. Zu einem gewissen Teil ist das korrekt, denn vor allem die Produktion der Batterien ist aufwendiger. Jedoch gleicht der spätere Betrieb des E-Autos das wieder aus.
Längere Dienstreisen mit der Bahn
Es muss nicht immer das eigene Fahrzeug sein, um von A nach B zu kommen. Statt eines Dienstwagens können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern auch eine Fahrt in der Bahn spendieren. Vor allem für längere Geschäftsreisen ist das sinnvoll, um an Orte zu gelangen, die mit dem Fahrrad, dem E-Bike und dem E-Auto nur schwer zu erreichen sind. Stehen häufiger Geschäftsreisen an, empfiehlt sich eine Bahncard für die Mitarbeiter.
Eine Bahncard 100 ist zwar verhältnismäßig teuer, wenn man sich aber klarmacht, was sie alles abdeckt, dann kann sie sich vor allem bei häufigen Geschäftsreisen lohnen. Für die zweite Klasse kostet sie rund 4.000 Euro pro Jahr. Allerdings dürfen die Besitzer deutschlandweit in allen öffentlichen Fern- und Nahverkehrszügen sowie -Bussen reisen, ohne etwas zuzuzahlen.
Günstiger wird es jedoch mit der Bahncard 50 und 25. Sie stehen für die jeweiligen Prozentzahlen, die vom Fahrpreis erlassen werden.
Carsharing lohnt sich mehr
Nicht jedes Unternehmen braucht einen Fuhrpark oder Dienstfahrzeuge für seine Mitarbeiter, zumindest nicht ständig. Für solche Fälle bietet sich das sogenannte Carsharing an. Das „Autoteilen“ richtet sich an alle Menschen, die meistens kein Auto benötigen, ab und an, aber dennoch nicht darauf verzichten können.
Die meiste Zeit stehen Autos nur rum und verschwendetes Geld und Ressourcen. Mit Carsharing werden die Fahrzeuge effizienter genutzt, da ein Auto bis zu 20 Pkw ersetzen kann. Zudem wird die CO2-Bilanz spürbar entlastet.
Jobticket oder Mitfahrzentrale für den Weg zur Arbeit
Ein ähnliches Konzept verfolgen Mitfahrzentralen. Dabei geht es ebenfalls darum, die Autos, die bereits da sind effizient zu nutzen. In diesem Fall werden Fahrgemeinschaften gebildet, um das meiste aus dem Auto rauszuholen und CO2 einzusparen. Neben der Umwelt wird auch der Geldbeutel der Mitarbeiter geschont. Angebote der Mitfahrzentrale richten sich direkt an Unternehmen, die der Umwelt etwas Gutes tun wollen.
Ein Anreiz für Mitarbeiter, der gleichzeitig das Geld der Angestellten einsparen kann, ist das Jobticket. Dabei kaufen die Unternehmen vergünstigte Bus- oder Bahntickets ein, um den Weg zur Arbeit zu bewältigen. Gleichzeitig können diese Tickets privat genutzt bringen, um dort ebenfalls CO2 und Geld einzusparen.