Die Stadt der Blinden

Die Stadt der Blinden

In seinem Roman „Die Stadt der Blinden“ schildert José Saramago 1995, wie eine Krankheit dazu führt, dass die Menschen erblinden. Die ersten Erkrankten werden interniert – ein bewachtes Lager, das frappierend an die heutigen Elendslager für Flüchtlinge an den europäischen Grenzen erinnert. Doch die Isolation hilft nicht – auch außerhalb des Lagers erblinden immer mehr Menschen. Das Buch wird als Saramagos Antwort auf Camus‘ „Pest“ interpretiert. Ein beklemmendes Werk, das nichts an Aktualität eingebüßt hat.