Entspannter Urlaub: Ferienhaus, Wohnwagen oder Hotel?

Die Corona-Pandemie hat vielen Urlaubsplänen seit Frühjahr 2020 einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mehrere Lockdowns sorgten dafür, dass Hotels und Gaststätten teilweise oder sogar ganz geschlossen waren – für Monate. Auch Ferienhäuser und Ferienwohnungen konnten in einigen Regionen allenfalls sporadisch genutzt werden. Selbst Campingplätze waren zeitweise betroffen.

Aber selbst seit durch die Impfungen gegen Covid-19 wieder mehr möglich ist, hat sich der Urlaub im Gegensatz zu vor der Pandemie verändert. Vielerorts gilt Masken- und Testpflicht, es müssen Abstände eingehalten werden. Treffen finden, wann immer möglich, im Freien statt.

Urlaub nach der Pandemie

All diese Umstände haben mit dazu geführt, dass Wohnwagen und Wohnmobile einen regelrechten Boom erlebt haben. Händler sind ausverkauft, die Hersteller haben Nachschubprobleme – nicht nur aufgrund der vielen Bestellungen, sondern auch weil pandemiebedingt einige Materialien knapp geworden sind.

Dass viele Menschen lieber mit dem eigenen Domizil unterwegs sind, als in Hotels und Ferienwohnungen zu gehen, ist verständlich. Zumindest die gefühlte Sicherheit dürfte größer sein – ebenso wie die individuelle Freiheit, weil man nicht mehr ortsgebunden ist.

Ob man sich nun, wo fast alles wieder mit nur noch leichten Einschränkungen möglich ist, für den Wohnwagen, das Hotelzimmer oder ein Ferienhaus entscheidet, hängt natürlich in erster Linie davon ab, was einem persönlich mehr zusagt. Aber es kann durchaus sinnvoll sein, die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Optionen abzuwägen. Oder einfach mal etwas Neues auszuprobieren.

Vorteile und Nachteile von Wohnmobil und Wohnwagen

Egal ob Wohnmobil oder Anhänger – beides kann man wahlweise kaufen oder Mieten. Der Neu- oder Gebrauchtkauf ist zwar kostspielig. Doch wenn man das mobile Domizil mehr als einmal oder sogar mehrere Jahre lang nutzt, amortisieren sich die Kosten rasch. Trotzdem ist es keineswegs billiger als der Urlaub im Hotel oder der Ferienwohnung. Denn es kommen laufende Kosten hinzu. Zum einen für Wartung und eventuell anfallende Reparaturen. Außerdem ist da die Kfz-Steuer, die Treibstoffkosten sowie die Standplatzkosten auf einem Campingplatz. In den allermeisten Ländern ist „wildes Campen“ illegal. Man ist also auch darauf angewiesen, dass es entlang der Reiseroute genug freie Stellplätze und Campingplätze gibt.

Ein Nachteil ist zudem die räumliche Enge. Auch in großen Gefährten wird es eng, wenn man mit mehr als zwei Personen unterwegs ist, und sollte es schlechtes Wetter geben, muss man im Inneren ziemlich zusammenrücken. Wer also mit Gruppen in den Urlaub möchte, braucht mehrere Wohnmobile bzw. Anhänger.

Dem gegenüber stehen Individualität und Freiheit. Man kann problemlos unterwegs sein, am einen Tag hier, am nächsten dort übernachten. Bei Städtetouren ist aber Vorsicht geboten, denn vielerorts gibt es nur wenige geeignete und ausreichend große Parkplätze, und in vielen europäischen Städten kann das Rangieren mit einem großen Fahrzeug nicht unproblematisch sein.

Vor- und Nachteile vom Urlaub im Hotel

Das Hotel ist sicher die Unterkunft, die am meisten Luxus bietet. Man kann Frühstück und Abendessen mitbuchen, hat meist noch zahlreiche Angebote inklusive und ist, im Gegensatz zum Campingurlaub, auch weitgehend sicher vor unerwarteten Kosten. Allerdings ist auch hier der Platz meist sehr begrenzt, Gruppenurlauber oder größere Familien brauchen mehr als ein Hotelzimmer. Und das geht rasch ins Geld.

Außerdem hat man, sofern man nicht mehrere Hotelzimmer entlang einer Reiseroute bucht, nur einen eingeschränkten Bewegungsradius, etwa eine Großstadt und die nähere Umgebung. Das kann sinnvoll sein, wenn man eine Stadt oder einen Ort besonders mag und dort etwas Zeit verbringen möchte. Der wohl größte Nachteil ist, wie auch beim Camping, dass man meist unter Touristen bleibt. Man bekommt, außer zum Personal, eher wenig Kontakt zur Bevölkerung vor Ort. Das kann ok sein für einen reinen Relax-Urlaub, für Kultururlauber ist das eher nichts.

Vor- und Nachteile von Ferienhäusern und Wohnungen

Bei Ferienhäusern und Wohnungen ist man stets ortsgebunden. Allerdings haben sie einen beträchtlichen Vorteil: Zum einen bieten sie sehr viel mehr Platz, so dass man auch als größere Familie oder Gruppe reisen kann und trotzdem nur eine Unterkunft bezahlen muss. Außerdem hat man mehr Freiheiten. Man ist nicht an feste Speisezeiten wie im Hotel gebunden. Wer sparen muss kann problemlos selbst kochen. Oder man erkundet die nächstgelegenen Restaurants.

Da man nicht mit anderen Touristen zusammen wohnt, gelingt der Kontakt zu den Menschen vor Ort leichter. Und diese kennen nicht nur interessante Orte, die in keinem Reiseführer stehen, sondern können auch helfen, die typischen Touristenfallen wie etwa überteuerte Cafés an Hot Spots zu meiden. Wer ein Land wirklich kennenlernen will, fährt mit dieser Option am besten.

Tipps für die Reisevorbereitung

Egal, für welche Variante man sich entscheidet, buchen kann man heutzutage alles im Internet. Allerdings gibt es auch hier bereits Fallen und Abzocke. Bei zu guten bzw. besonders günstigen Angeboten sollte man ebenso vorsichtig sein wie bei Vorkasse an Privatanbieter. Außerdem sollte man sowohl den Anbieter als auch das Hotel oder das Ferienhaus vorher im Internet suchen. Wenn mit einem Angebot etwas nicht stimmt, findet man in der Regel schnell negative Bewertungen. Wie bei allem anderen gilt auch hier: Weder das günstigste noch das teuerste Angebot ist das beste.

Immobilie verkaufen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Egal ob wegen eines Umzugs, einer Trennung oder einfach weil man gerade Geld benötigt: Es gibt viele Gründe, die eigene Immobilie zu verkaufen. Wie viel Umsatz man dabei machen kann, hängt von einer Menge Faktoren ab. Der Größe und der Lage, der Ausstattung und dem Zustand zum Beispiel. Aber auch der Zeitpunkt kann eine Rolle spielen.

Preise von Immobilien steigen weiter

Momentan sind Immobilien teuer, insbesondere Mieter ächzen unter den stetig steigenden Quadratmeterpreisen, denen auch die Mietpreisbremse nur wenig anhaben konnte. Immobilienbesitzer sind daher in einer guten Position. Denn auch die Nachfrage ist hoch, insbesondere in Ballungsgebieten und deren Umland. Und obwohl sanierte und luxussanierte Wohnungen nicht den besten Ruf haben, sind sie doch begehrt.

Seit inzwischen gut zwanzig Jahren gibt es bei den Preisen von Immobilien einen ungebremsten, steilen Aufwärtstrend, dessen Ende zur Zeit nicht absehbar ist. Ein wesentlicher Grund dafür ist die anhaltende Niedrigzinsphase. Diese treibt die Nachfrage, denn Zinsen auf Kredite sind so günstig wie kaum je zuvor – und wer eine Immobilie kauft, bezahlt nur selten gleich den vollen Betrag. Die meisten Menschen finanzieren einen Hauskauf mit einem Immobilienkredit. Wer in den letzten Jahrzehnten Wohneigentum erworben hat, kann es heute mit ziemlicher Sicherheit mit beträchtlichem Gewinn wieder verkaufen. Ausgenommen sind lediglich einige ländliche und strukturschwache Regionen insbesondere in Ostdeutschland oder in Brennpunktgebieten. Aber selbst dort sind die Preise mitunter spürbar gestiegen.

Mit dem richtigen Zeitpunkt beim Immobilien-Verkauf Steuern sparen

Das bedeutet aber auch: Es kann sich lohnen, noch ein paar Jahre zu warten. Denn noch steigen die Preise weiter, und auch eine Anhebung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist aktuell in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Bis auf Weiteres ist es noch möglich, die Gewinnerwartung zu steigern.

Ein weiteres gutes Argument sind die Steuern. Denn auf einen Immobilienverkauf fallen Steuern an. Allerdings nicht, wenn man die Immobilie vor mehr als zehn Jahren gekauft oder sie in den letzten zwei Jahren vor der Veräußerung selbst bewohnt hat. In diesen Fällen ist der Verkauf steuerfrei und man kann den kompletten Verkaufspreis behalten. Abgezogen werden nur gegebenenfalls die Maklergebühren, falls man das Geschäft von einem Makler abwickeln lässt.

Immobilie via Makler verkaufen?

Das kann durchaus sinnvoll sein. Denn zwar kostet der Makler Geld. Seine Provision, die im Schnitt bei etwa sieben Prozent des Verkaufspreises liegt, wird zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt. Man muss also mit einem überschaubaren Abzug von drei bis vier Prozent rechnen. Dafür schaffen es Makler in der Regel schneller, eine Immobilie zu verkaufen, als wenn man das selbst in die Hand nimmt.

Außerdem übernehmen sie die Vermarktung, kümmern sich um Vertragliches und verhindern damit, dass man Fehler macht, die unter Umständen teuer werden können. Außerdem haben sie einen guten Blick für Probleme, etwa was den Zustand einer Immobilie betrifft. Oft kann man nämlich beim Preis noch deutlich mehr rausholen, wenn man kleine Reparaturen oder Sanierungen vornimmt, bevor man ein Haus oder eine Wohnung auf den Markt gibt.