Altersarmut: Welche Posten werden von der Rente abgezogen?
…informiert einmal im Jahr darüber, wie hoch die Rente voraussichtlich sein wird, wenn man bis zum Renteneintritt weiterhin ungefähr so viel Geld verdient wie in den letzten Jahren. Allerdings handelt es sich dabei keineswegs um einen Nettobetrag. Welche Abzüge von der gesetzlichen Rente gibt es?
Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung liegen aktuell in Höhe von 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens und müssen auch von der gesetzlichen Rente abgeführt werden. Oben drauf kommen natürlich eventuelle private Zusatzversicherungen. Allerdings müssen Rentner nur die Hälfte davon, also 7,3 Prozent zahlen, ähnlich dem Arbeitnehmeranteil in der Sozialversicherung.
Ebenso wie die Beiträge zur Krankenversicherung werden die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung von der Brottorente abgezogen. Aktuell liegt er bei 3,05 Prozent und es ist zu erwarten, dass er im Laufe der kommenden Jahre auf bis zu 5 Prozent ansteigen wird.
… werden automatisch abgezogen, der Rentner muss sich als nicht selbst darum kümmern. Ausgezahlt wird also nur die Rente abzüglich der Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung.
… muss man also von dem Betrag im Rentenbescheid 10,35 Prozent abziehen, um seinen Netto-Rentenbetrag zu ermitteln. Doch das ist nicht alles…
… und gesetzlich versicherte Selbständige seit geraumer Zeit ihre Sozialabgaben von der Steuer absetzen können, wird im Gegenzug später die Rente besteuert.
Die gesetzliche Rente ist daher grundsätzlich Steuerpflichtig – bislang allerdings nur zum Teil. Wer heute in Rente geht, muss nur vier Fünftel seiner Rente versteuern. Dieser Anteil steigt schrittweise um 2 Prozent jährlich an. Wer erst 2040 in Rente geht, muss Steuern auf seine komplette Rente bezahlen – konnte aber eben auch in den Jahren zuvor seine Sozialabgaben steuerlich geltend machen und dadurch Steuern sparen.
… der Steueranteil auf die Rente ist, hängt von der Höhe der Rente und eventuellen weiteren Einkommen ab. Wessen Rente unter aktuell 9168 Euro jährlich liegt, muss gar keine Steuern bezahlen. Erst oberhalb dieses Jahresfreibetrags fallen Steuern an – und zwar nur auf den Betrag oberhalb dieser Grenze. Wessen Rente also 10.000 Euro beträgt, der muss nur auf 80 Prozent von 832 Euro Steuern zahlen – also nur wenige Euro.
… eine hohe Rente und möglicherweise weitere Einkünfte hat, der muss dementsprechend auch vergleichsweise hohe Steuern als Rentner zahlen.