Die beliebtesten Diätarten

Die beliebtesten Diätarten

Wer abnehmen möchte, der hat es schwer. Nicht nur weiß jeder für sich im tiefesten Inneren, dass das Abnehmen an sich kein einfaches Unterfangen ist. Doch wer sich gar kundig über die Diäten machen möchte, der ist schnell überfordert. Praktisch jede Woche prangt auf den großen Frauenzeitschriften ein neues Diätwunder, in den sozialen Medien werden weitere Diäten propagiert, dazwischen stehen die alten Mittel rund um Kohlsuppen. Und wem das nicht ausreicht, der findet mit wenigen Klicks die angeblichen Wundermittel (selbst Schokolade soll beim Abnehmen helfen – laut einer Diät). Aber wie funktionieren Diäten und welche Arten gibt es? Dieser Artikel geht dem einmal auf die Spur.

 

Grundlage jeder Diät: Kaloriendefizit

Rein theoretisch betrachtet, ist das Abnehmen eine simple Aufgabe: Die zugeführte Kalorienmenge muss unterhalb der verbrauchten Kalorienmenge sein. Nach diesem Grundsatz würde übrigens auch die Schokoladendiät (nicht nachmachen, gesundheitsschädlich) funktionieren. 100 Gramm Schokolade haben ungefähr 600 Kalorien. Wer sich also täglich von zwei Tafeln allein ernährt, der nimmt ab. Gesund ist das natürlich nicht. Die simple Rechenaufgabe ist jedoch in der Praxis nicht so einfach:

  • Grundumsatz – jeder muss seinen Grundumsatz des Körpers kennen. Er bestimmt, wie viele Kalorien der Körper durch das einfache Leben verbraucht. Viele Menschen schätzen ihren Grundumsatz zu hoch ein, sodass die Rechnung nicht aufgehen kann. Tipp: Der Grundumsatz lässt sich ausrechnen. Kalorienrechner sind jedoch nur dann nützlich, wenn man sich korrekt und gut einschätzen kann. Besser ist es, den Umsatz einmal von einem Arzt bestimmen zu lassen.
  • Kalorienverbrauch – das ist die Kalorienmenge, die täglich durch Leistung verbraucht wird. Leistung bedeutet in diesem Fall jegliches Tun, also Arbeiten, aber auch haushalten oder die allgemeine Bewegung. Hinzu kommen sportliche Betätigungen.

Wer einen Grundumsatz von 1500 Kalorien/Tag hat, der darf also höchstens 1499 Kalorien zu sich nehmen, um nicht zuzunehmen. Der weitere Kalorienverbrauch dient als Puffer. Bei starker sportlicher Aktivität lässt sich auch die Kalorienzufuhr entsprechend erhöhen.

Diese Rechnung funktioniert nur, wenn die Nahrung korrekt berechnet und aufgeführt wird. Dies funktioniert am besten über passende Kalorienrechner. Sämtliche Getränke, Obst, Säfte, gerade Alkohol schlagen sich ebenfalls auf die aufgenommenen Kalorien nieder – und das teilweise deutlich.

Diät 1: Keto – Kohlenhydrate adé

Die ketogene Diät sagt Kohlenhydraten den Kampf an und wird nicht selten als Wunderdiät bezeichnet. Aber was steckt hinter der Diät, die zu den Low-Carb-Diäten gehört?

Die Diät setzt eine extrem kohlenhydratarme und zuckerarme Ernährung voraus. Dafür wird die Fettzufuhr deutlich gesteigert. Das Ziel ist, den Körper in einen Kohlehydratmangel zu versetzen, der den Stoffwechsel verändert und den Körper in die Ketose versetzt. Dadurch muss der Körper nun eigenständig Fette in Ketonkörper umwandeln. Der Körper verbrennt somit mehr Fett.

  • Ernährung – 10/30/60 Prozent. Die Ernährung besteht nur noch zu zehn Prozent aus Kohlenhydraten, dafür aber aus 30 Prozent Proteinen und ganzen sechzig Prozent Fett.

Aber welche Vor- und Nachteile hat die Diät?

 

  • Vorteile – es ist unwichtig, Kalorien zu zählen, zudem ist ein großer Gewichtsverlust möglich. Zugleich sinkt der Blutzuckerspiegel ab, was sich natürlich positiv auswirkt. Bei einigen Erkrankungen wird diese Diät auch dauerhaft empfohlen.
  • Nachteile – die Umstellungsphase kann zu Müdigkeit oder schlechte Laune führen. Meist wird ein langsamer Umstieg empfohlen. Dennoch wird gesagt, dass der Umstieg auf diese Ernährungsweise ärztlich abgeklärt werden muss. Gerade die Leber steht im Fokus, da in ihr das Fett umgewandelt werden muss. Wer bereits Probleme mit Gicht oder verengten Gefäßen hat, der muss bei dieser Diät aufpassen.

Diät 2: Paleo – Essen wie in der Steinzeit

Die Grundlage dieser Diät ist, sich überwiegend an den Lebensmittel zu orientieren, die schon in der Steinzeit vorhanden waren. Fisch, Fleisch, Gemüse, Obst und Nüsse stehen also auf dem Tagesplan. Zucker, Softdrinks, Kaffee, Alkohol, Milchprodukte und Wurstwaren hingegen sind verboten. Die Vor- und Nachteile im Überblick:

  • Vorteile – Kalorien müssen nicht gezählt werden, auch findet kein Hungern statt. Angeblich soll es zu keinem JoJo-Effekt kommen, wenn die Diät beendet wurde. Das trifft natürlich nur zu, wenn der Ernährungsplan nicht wieder negativ umgestellt wird.
  • Nachteile – das Einkaufen wird nicht einfach. Zumal ist die Paleo-Ernährung relativ teuer und umständlich, da frische und unverarbeitete Lebensmittel benötigt werden. Etliche Lebensmittel sind fast nur in Fachgeschäften oder im Internet erhältlich. Gerade anfangs ist die Speisezubereitung kompliziert und nimmt viel Zeit in Anspruch. Natürlich ist diese Diätform für Veganer und Vegetarier absolut ungeeignet.

Diät 3: Intervallfasten

Das Intervallfasten ist ein fester Anker der Diätwelt. Wobei es nicht das einzige Intervallfasten gibt, denn es kommt darauf an, welche Methode gewählt wird:

  • 16:8 – während sechzehn Stunden gefastet wird, darf acht Stunden gegessen werden.
  • 2-Day – diese Form stammt aus der Krebstherapie. Innerhalb einer Woche werden an jeweils zwei aufeinanderfolgenden Fastentagen höchstens 650 Kalorien eingenommen.
  • 5:2 – fünf Tage wird relativ normal gegessen, an zwei Tagen wird gefastet.

Die Fasten- und Ernährungstage unterliegen noch weiteren Regeln, zugleich gibt es noch weitaus mehr Variationen. Und was sagen die Vor- und Nachteile über die Diät?

  • Vorteile – die Diät schreibt keine strikten Ernährungspläne vor, zudem bleibt man zeitlich flexibel und kann die Diät in den Alltag einbinden. Grundsätzlich wirkt sich die Diät gesundheitlich auch bei einigen Erkrankungen positiv aus.
  • Nachteile – es ist keine schnelle Diät, sondern setzt auf das Abnehmen durch die Umstellung des Essverhaltens. Gerade während der Essensphasen bei den mit Fastentagen versehenen Formen ist die gesunde Ernährung wichtig, damit keine Mängel auftreten.

Fazit – viele Wege führen zum neuen Wunschgewicht

Selbst dann, wenn keine Kalorien gezählt werden müssen, sind Diäten anstrengend und stets vom Verzicht gezeichnet. Ob nun auf Kohlenhydrate verzichtet und dafür viel Fett zu sich genommen wird, oder aber, ob die Ernährung steinzeitlich wird – leicht ist es niemals. Jeder muss für sich die beste Diätform finden, doch darf dabei eines niemals vergessen werden: Die Gewichtsreduzierung ist nur dann dauerhaft, wenn die Ernährungsweise entsprechend dauerhaft umgestellt wird – in allen anderen Fällen ist der JoJo-Effekt fast schon garantiert.