Wechseljahre – eine große Umstellung
Der weibliche Organismus besitzt eine begrenzte Zahl an Eizellen, die während der fruchtbaren Jahre monatlich durch den Eisprung den Körper verlassen. Neigt sich dieses Reservoir allmählich seinem Ende zu, beginnen die Wechseljahre. In deren Verlauf sinkt der Östrogen-Spiegel kontinuierlich ab, da die Eierstöcke immer geringere Mengen dieses Hormons produzieren. Die Periode wird zunehmend unregelmäßig, um schließlich komplett auszubleiben. Sowohl der Beginn und die Dauer als auch die Begleiterscheinungen dieser Umstellungsperiode fallen von Frau zu Frau unterschiedlich aus. Die meisten Frauen kommen zwischen Mitte Vierzig und Anfang Fünfzig in die Wechseljahre.
Belastungen durch die Menopause
Während ungefähr ein Drittel aller Frauen kaum Belastungen durch die Wechseljahre verspürt, sind zwei Drittel von mehr oder weniger stark ausgeprägten körperlichen und seelischen Beschwerden betroffen. Besonders häufig treten kurze und sehr intensive Hitzewallungen, meist verbunden mit starken Schweißausbrüchen auf. Auch Ein- und Durchschlafstörungen gehören zu den häufigen gesundheitlichen Problemen während der Wechseljahre. Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen erschweren vielen Betroffenen den Alltag. Aufgrund der Verlangsamung des Stoffwechsels kommt es oft zu einer Gewichtszunahme. Viele Frauen bemerken Scheidentrockenheit. Als besonders gravierend empfinden zahlreiche Frauen die im Zusammenhang mit der Menopause auftretenden psychischen Probleme: Sie reichen von leichten Verstimmungen beziehungsweise Stimmungsschwankungen bis hin zu schweren Depressionen.
Fünf Tipps, die Wechseljahre angenehmer machen
Die folgenden Ratschläge können Frauen helfen, unbeschwerter durch diesen ganz besonderen Lebensabschnitt zu kommen.
1. Eine bewusste und wohl überlegte Entscheidung für oder gegen Hormone
Vor ein paar Jahren geriet die damals weit verbreitete Hormonersatztherapie für die Linderung der Wechseljahrbeschwerden stark in die Kritik. Experten machen sie unter anderem für ein erhöhtes Krebsrisiko verantwortlich. Seit dieser Zeit verordnen Gynäkologen diese Hormonpräparate sehr viel zurückhaltender. Idealerweise suchen Frauen bereits vor der Menopause das Gespräch mit ihrem behandelnden Frauenarzt und wägen gemeinsam mit diesem alle Vor- und Nachteile einer Hormontherapie ab.
2. Pflanzenwirkstoffe lindern typische Wechseljahrbeschwerden
Heute steht eine Vielzahl von Präparaten auf pflanzlicher Basis zur Verfügung, die gegen verschiedene Probleme in den Wechseljahre hervorragend helfen. Sie sind in der Regel gut verträglich und haben kaum Nebenwirkungen. Im Ratgeber von Shop Apotheke finden betroffene Frauen ausführliche Erläuterungen zu den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten mit Pflanzenprodukten. Zu den wirkungsvollen Pflanzenextrakten gehören zum Beispiel Traubensilberkerze, Johanniskraut, Rotklee oder Soja.
3. Auf das Mind-Set kommt es an
Eine positive Grundeinstellung erweist sich bei der Bewältigung der Wechseljahre als ausgesprochen hilfreich. Dabei sollten sich Betroffene unbedingt vor Augen halten, dass die Menopause keine Krankheit darstellt. Vielmehr handelt es sich bei diesem Vorgang um vollkommen natürliche Prozesse, die jede Frau erlebt. Mehr Gelassenheit lässt sich auch durch Yoga und Meditation erreichen.
4. Bewegung als Wohltat für Körper und Seele
Sport schützt Frauen in dieser Lebensphase vor einem schnellen Abbau an Muskeln. Ausdauersport, wie zum Beispiel Schwimmen, Walken oder Radfahren, verhindert oder bekämpft Übergewicht. Durch die hormonellen Veränderungen steigt langfristig das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Auch gegen diese Krankheit können Frauen durch regelmäßige Bewegung vorbeugen. Darüber hinaus ist erwiesen, dass sportliche Aktivitäten langfristig eine stimmungsaufhellende Wirkung entfalten.
5. Gesunde und ausgewogene Ernährung
Die Wechseljahre stellen einen ausgezeichneten Anlass dar, eine Ernährungsumstellung durchzuführen. Dabei bevorzugen gesundheits- und umweltbewusste Frauen natürliche, möglichst unverarbeitete Lebensmittel auf pflanzlicher Basis. Diese Ernährungsform versorgt den menschlichen Organismus mit einer großen Menge an Mikronährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen sowie Spurenelementen. Zugleich weisen derartige Lebensmittel eine geringe Energiedichte auf und helfen auf diese Weise dabei, ein gesundes Gewicht zu halten beziehungsweise zu erreichen.
Fazit: Jede Frau kann eine Menge unternehmen, um die Wechseljahre angenehmer zu gestalten. Bei allen Maßnahmen und Aktivitäten sollte das eigene Wohlbefinden stets im Mittelpunkt stehen. Mit Achtsamkeit finden Betroffene schnell heraus, was ihnen gut hilft und wertvolle Unterstützung bietet.