Es ist wirklich nicht einfach, sich selbstständig aus der Dispofalle zu befreien.

Raus aus der Dispo-Falle: Mit diesen vier Tipps schafft man es aus den roten Zahlen

Es ist wirklich das alte Lied: hier mal ein Kaffee, da mal schnell ins Kino oder plötzlich muss das Auto in die Werkstatt und gleichzeitig ist noch das Handy kaputt, also muss ein neues her. Man ist doch schneller in den roten Zahlen, als es einem lieb ist. Jetzt ist guter Rat wirklich teuer, denn oft schafft man es nicht so schnell wieder raus aus dem Dispo-Kredit. Zusätzlich verlangt die Bank nämlich Zinsen auf das überzogene Konto. Die sind oftmals sehr hoch, also nichts wie raus aus den roten Zahlen.

Den Dispo planen

Es ist schnell passiert, dass das Konto unter die Null-Euro-Grenze rutscht. Meistens fängt es mit kleineren Beträgen an und man sagt sich, dass man es nächsten Monat wieder reinholt. Doch es gestaltet sich bereits bei 50 Euro im Minus bereits schwierig die Finanzen im Blick zu behalten. Vor allem wenn das Einkommen nicht gerade hoch und man auf jeden Cent angewiesen ist.

Eine gute Planung ist wichtig, um Schritt für Schritt aus dem Minus herauszukommen. Dazu fertigt man ganz einfach eine Haushaltsaufstellung an. Die beinhaltet zunächst sämtliche Einnahmen, die man im Monat hat. Beispielsweise das Gehalt und andere fixe Geldbeträge, die auf das Konto fließen.

Von dem Gesamtbetrag zieht man alle Fixkosten ab, die pro Monat sicher anfallen. Dazu gehört allen voran die Miete, Nebenkosten, Strom, Internet, Handy, Versicherungen, aber auch Lebensmittel und Kosten für Klamotten können darunterfallen. Was am Ende übrig bleibt kann man entweder sparen, sich etwas davon gönnen oder in unserem Fall den Dispo davon abbezahlen.

Wenn man allerdings mehr ausgibt, als man einnimmt, sollte man sich innerhalb der Rechnung überlegen, wo es Sparpotential gibt. Es muss nicht immer die neuste Mode Kleiderschrank hängen. Jeden Tag auswärts zu essen kann ebenfalls ins Geld gehen. Wichtig also unterm Strich, dass man nicht über seine Verhältnisse lebt und mehr einnimmt, als man ausgibt. Generell kann hier ein Haushaltsbuch helfen.

Umschulden

Oft brechen einem die Zinsen bei dem Überziehen des Kontos das Genick, selbst wenn man es grundsätzlich mit kleinen Schritten schaffen könnte, den Schuldenberg abzubauen. In einem solchen Notfall kann eine Umschuldung sinnvoll sein. Dabei handelt es sich um einen Kredit, den man aufnimmt, um einen anderen Kredit, also den Dispo, auszulösen.

Der Vorteil dabei ist, dass man die monatlichen Raten dabei sehr geringhalten kann. Zudem sind die Zinsen deutlich geringer als die Zinsen, die durch das Überziehen des Kontos entstehen. Üblicherweise kann man einen solchen Kredit bei der Hausbank beantragen.

Falls man hier jedoch keinen Erfolg hat, kann man sich auch im Internet nach Anbietern umsehen. Meist bekommt man hier sogar Angebote, bei denen man trotz eines negativen Schufa-Eintrags eine Auszahlung erhält. Sobald man das Geld dann auf das Konto erhält, ist das Minus wieder ausgeglichen und ab dann zahlt man seinen Umschuldungskredit in monatlichen Raten zurück.

Ausmisten und Sachen verkaufen

Dazu muss der gute alte Schweinehund erst einmal überwunden werden, denn es erfordert eine Menge Einsatz, sich von Altlasten zu trennen. Um klein anzufangen, sollte man sich zunächst den Kleiderschrank vornehmen. Dazu breitet man sämtliche Kleidungsstücke, die man besitzt vor sich aus. Am besten sortiert man hier nach einem ganz bestimmten Prinzip. Dabei ist es wichtig, dass man jedes Kleidungsstück in die Hand nimmt und sich selbst fragt, wann man es das letzte Mal getragen hat und ob man in Zukunft tragen wird.

Sachen, die man nicht mehr anzieht, werden einfach aussortiert und zwar wirklich. Es nützt nichts, wenn man den Kampf gegen den Dispokredit aufnehmen will, man jedoch nicht gewillt ist, das ein oder andere Opfer zu bringen.

Die aussortierten Klamotten, werden im Anschluss verkauft. Das funktioniert entweder auf dem Flohmarkt oder auch bequem von zu Hause aus. Im Internet findet man diverse Gebrauchtwarenplattformen, auf denen man seine aussortierten Klamotten oder andere Gegenstände anbieten und zu Geld machen kann.

Sparen im Alltag

Es gibt wirklich sehr viele Möglichkeiten, um im Alltag einfach weniger Geld auszugeben. Wenn man auf diese Weise seine monatlichen Ausgaben senkt, bleibt am Ende mehr, um den Dispo auszugleichen. Ist man beispielsweise Student oder Schüler, kann man besonders häufig vergünstigte Angebote wahrnehmen.

Daneben sollte man beim Einkauf unbedingt auf Sonderangebote achten. Trinkbares Wasser bekommt man aus dem Wasserhahn und muss nicht unbedingt zum abgefüllten Wasser greifen. Die Trinkwasserqualität in Deutschland ist meist wirklich sehr gut. Zudem tut man mit dem Verzicht auf Flaschen noch etwas Gutes für die Umwelt.

Auf die Weise lässt sich nämlich ebenfalls eine Menge Geld sparen. Daneben sollte man auf Restaurantbesuche und andere Unternehmungen verzichten, die nicht innerhalb der eigenen vier Wände stattfinden.

Fazit

Es ist definitiv ein sehr harter Weg, wenn man versucht aus den roten Zahlen zu kommen. Er ist mit großen Einschränkungen verbunden, aber es lohnt sich. Denn am Ende hat man es nicht nur geschafft, das eigene Konto wieder auszugleichen, sondern endlich auch den Umgang mit Geld gelernt. Oft reicht die eigene Disziplin jedoch nicht aus. Dann kann oft nur noch eine Schuldnerberatung helfen.