Anfänger sollten erstmal kurze Routen wählen – am besten nicht mehr als zehn Kilometer. Pro Stunde schafft man im Schnitt zwei Kilometer in einfachem Gelände ohne größere Steigungen. Auch das ist wichtig: Zu Beginn gilt es, einfache Routen zu wählen und nicht direkt in anspruchsvolles Gelände aufzubrechen. Denn Wandern ist anstrengender als man denkt. Und man muss herausfinden, wie fit man ist, wie weit man ohne Unterbrechung gehen kann.
Fast überall in Deutschland gibt es ausgewiesene Wanderwege. Durch Markierungen auf der Strecke kann man sich nicht verlaufen. Für Anfänger gut geeignet sind Rundwege, die nicht zu tief in die Natur führen – damit man abbrechen und eine Ortschaft erreichen kann, wenn die Kräfte nachlassen.
Dem passenden Schuhwerk kommt zentrale Bedeutung zu. Weder in normalen Alltags- noch in Turnschuhen darf man auf Wanderung gehen. Erstens ruiniert man sonst die Schuhe, zweitens holt man sich garantiert schmerzhafte Blasen, drittens riskiert man Zerrungen und Verstauchungen. Wanderschuhe sind nicht ganz billig, aber um die Investition kommt man nicht herum. Am besten lässt man sich im Fachhandel beraten.
Das Wichtigste, das man immer bei sich haben muss, ist Wasser in ausreichender Menge. Nicht nur im Sommer, sondern auch bei niedrigeren Temperaturen. Wandern verbraucht viel Energie, man benötigt Flüssigkeit. Und auch kleine Snacks wie Obst oder belegte Brote sollten im Rucksack nicht fehlen. Zudem hilft es, sich vorher zu informieren, an welchen Punkten der Strecke es die Möglichkeit gibt, den Proviant aufzufrischen.
Neben Nahrungsmitteln gehören Pflaster, Blasenpflaster und desinfizierende Cremes ins Gepäck. Das Risiko kleinerer Verletzungen besteht immer. Und für den Notfall sollte man ein Handy dabei haben – aber Vorsicht: Auch in Deutschland gibt es in der Natur noch immer Gebiete ohne Netzabdeckung.
Damit man sich nicht verläuft ist eine Karte im Gepäck Pflicht – Anfänger können hierbei lernen, Landkarten zu lesen, was in Zeiten von Google Maps und GPS sicher nicht schadet und vor bösen Überraschungen schützt, wenn das Netz weg oder der Akku leer ist.
Am besten beginnt man die Wanderung, wenn kein Regen und erst recht kein Unwetter angesagt ist. Trotzdem gehört wetterfeste Kleidung, zum Beispiel ein Regencape, immer ins Gepäck. Und man darf die Temperaturen nicht unterschätzen. Beim Wandern schwitzt man schnell – ein Shirt zum Wechseln ist gut, ein Pulli für Temperaturstürze ebenfalls. Besonders bei Winterwanderungen zieht man besser eine Lage zuviel an und stopft bei Bedarf einen Teil davon in den Rucksack.
… kann man direkt loslegen. Wandern macht Spaß und ist gesund – und wer anfangs nicht allzu weit kommt, muss nicht gleich aufgeben. Mit jeder Wanderung wird die Kondition besser – und auf den zahlreichen Wanderwegen hierzulande gibt es viel an wunderschöner Natur zu entdecken!