Das um das Jahr 1930 erfundene Fernsehen, das eine echte Revolution war und sich bis heute permanent weiterentwickelt hat, wird von vielen Menschen nicht nur als Unterhaltungs-, sondern auch als Informationsquelle geschätzt. Trotzdem geht schon seit vielen Jahren ein Ruck durch die TV-Landschaft, die sich zunehmend gegen Konkurrenzanbieter aus dem Internet in Form von Streamingportalen oder auch YouTube behaupten muss.
Der Druck auf die Anbieter wächst, denn gemäß einer AGF-Studie befindet sich die tägliche Fernsehdauer in Deutschland zwar nach wie vor auf einem hohen Niveau, allerdings ist sie aktuell seit 2016 leicht rückläufig, wie die nachstehende Tabelle verdeutlicht:
| Jahr | Durchschn. tägliche Fernsehdauer in DE in Min. |
| 2016 | 223 |
| 2017 | 221 |
| 2018 | 217 |
Dabei gilt die Devise: Je höher die Qualität beim Fernsehprogramm heute ist, desto eher sind die Menschen geneigt, einzuschalten. Dazu verführen rund um die Uhr neu produzierte und hochwertige Filme sämtlicher Genres, spannende Serien, Live-Übertragungen von Sportveranstaltungen und nicht zuletzt auch die breite sowie größtenteils kostenlose Sendervielfalt.
Revolution des Fernsehens durch Streamingportale und Mediatheken
Ein anderes Konzept verfolgen die vielen Streamingportale – allen voran Netflix und Amazon Prime Video. Hier kann der Nutzer exakt bestimmen, was wann läuft und ohne Werbeunterbrechungen schauen.
Dieser Luxus hat allerdings einen nicht zu verachtenden Preis. So schlägt ein Netflix Standard-Abo beispielsweise aktuell mit rund 12 Euro monatlich zu Buche – Amazon Prime, in dem auch Prime Video enthalten ist, kostet demgegenüber im Jahr nur 69 Euro und für Nicht-Prime-Kunden rund 8 Euro. Dafür gibt es für den Zuschauer Filme, Serien, Dokus und Shows aller Gattungen im Überfluss.
Wie populär Streamingportale, aber auch Mediatheken inzwischen geworden sind, verdeutlicht eine durch GfK Media and Communication Research durchgeführte Erhebung, wonach 19% der Deutschen einmal oder sogar mehrmals pro Woche Videostreaming-Dienste nutzen und 17% Mediatheken.
Qualität des TV-Angebots als Schlüsselfaktor für die Einschaltquoten

Allerdings sind viele Nutzer von Mediatheken und Video-Portalen wie YouTube, das ohne Abonnement vollkommen kostenlos ist, inzwischen davon genervt, dass sie zunehmend mit Werbung überhäuft werden.
Trotzdem sind die Nutzungszahlen von YouTube gemäß einer im November 2018 veröffentlichen forsa-Erhebung seit Jahren steigend – im dritten Quartal 2016 gaben 72,3% der befragten Deutschen an, das Portal mindestens selten zu nutzen. In Q3 2017 waren es schon 73,4% und in Q3 2018 76,7%.
Alle genannten Daten und Fakten werfen abschließend die Frage auf, wie die Entwicklung bei den Streamingportalen, Mediatheken und dem regulären Fernsehen künftig weitergehen wird.
Was Zuschauer im Fernsehen sehen möchten, ist packendes und abwechslungsreiches Live-TV, bei dem sie mitfiebern können, sowie ein hochqualitatives Film-, Dokumentations- und Serienangebot. Eine Fokussierung auf Qualität wird in Anbetracht der stetig wachsenden Alternativen in Zukunft wichtiger denn je sein.