Wir umgeben uns tagtäglich mit digitalen Medien, schreiben E-Mails, Nachrichten und konsumieren Inhalte. Wir nutzen das Internet privat und geschäftlich. So kann es schnell passieren, dass die Formalien verschwinden und Bewerbungen zu umgangssprachlich wirken. Wir geben Ihnen 6 Tipps, mit denen auch Sie in Ihrer Online-Bewerbung punkten können.
1. Auf Individualität achten
Im Netz existieren etliche Vorlagen für Anschreiben, Motivationsschreiben und Lebensläufe. Diese können natürlich bei der Ideenfindung oder der richtigen Gliederung für Ihre Bewerbungsunterlagen helfen, sollten aber keinesfalls einfach übernommen werden. Jede Bewerbung muss unbedingt für den jeweiligen Betrieb und die ausgeschriebene Position individualisiert werden. Individualität setzt voraus, dass Sie sich ausführlich über das Unternehmen informieren. Die Informationen, die Sie bei Ihrer Recherche in Erfahrung gebracht haben, können Sie anschließend in der Bewerbung nutzen, um zu beschreiben, was Sie angesprochen hat und warum Sie gerade für diesen Konzern arbeiten möchten.
Folgende Punkte sollten Sie mindestens bei jeder Bewerbung aktualisieren:
- Adresse des Unternehmens
- Ansprechpartner
- Datum
- Betreffzeile
- Inhalte auf die Stellenausschreibung anpassen
2. Die Betreffzeile der E-Mail
Der Betreff einer E-Mail muss aussagekräftig sein und die richtigen Informationen beinhalten, damit die Mail zugeordnet und direkt an den richtigen Ansprechpartner weitergeleitet werden kann. Bei weniger deutlichen Aussagen wie „Meine Bewerbung“ kann es vorkommen, dass die E-Mail nicht im Postfach des richtigen Empfängers oder gar im SPAM-Ordner landet.
Der Betreff sollte neben der Position, auf die Sie sich bewerben, auch Ihren Namen beinhalten. Falls die Stellenanzeige mit einer Kennziffer gekennzeichnet ist, sollte diese ebenfalls aufgeführt werden.
Ein eindeutiger Betreff, der keine Missverständnisse zulässt, ist beispielsweise:
„Monika Schmitz – Bewerbung für eine Ausbildung als Industriekauffrau – Job-ID 2019/141“.
3. Dokumente in einem PDF zusammenfassen
Damit kein Dokument verloren geht und sich der Empfänger nicht durch viele Einzeldateien klicken muss, sollten Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und sonstige geforderte Unterlagen in einem PDF zusammengefasst werden. Die Benennung der Datei greift dann den Namen des Bewerbers und die ausgeschriebene Stelle auf (Monika_Schmitz_Industriekauffrau.pdf). Die Datei sollte bestenfalls nicht größer als 3MB sein. Für das Zusammenfügen der Einzeldokumente und das Verkleinern des PDFs helfen einfache Web-Tools wie Small PDF oder sodaPDF.
Eine vollständiger Anhang beinhaltet folgende Dokumente:
- Anschreiben
- Deckblatt
- Lebenslauf
- Zeugnisse
- Referenzen
- Zertifikate
- Arbeitsproben
4. Seriosität
Natürlich bringt die E-Mail-Weg eine gewisse Lockerheit in eine Bewerbung. Viele Unternehmen duzen Ihre Kandidaten auch in ihrer Antwort. Doch trotzdem sollte eine Online-Bewerbung immer seriös bleiben. Dazu gehört auch die passende E-Mail-Adresse. Denn das erste, was der Empfänger von Ihnen liest, ist Ihre E-Mail-Adresse. Adressen wie „[email protected]“ oder auch „[email protected]“ hinterlassen keinen guten ersten Eindruck. Bestenfalls erstellen Sie sich eine E-Mail-Adresse mit einer eigenen E-Mail Domain (z.B. [email protected]). Das klingt komplizierter, als es ist. Einen Vergleich der besten Anbieter solcher Dienste können Sie zum Beispiel auf Mailvergleich.de finden.
5. E-Mail Anschreiben
Anders als bei gedruckten Bewerbungen, muss man in der E-Mail-Bewerbung zwei Anschreibe-Texte formulieren. Zum einen den ausführlichen Text im Bewerbungs-Anschreiben und zum anderen den Text der E-Mail an sich. Die E-Mail muss lediglich beinhalten, wer Sie sind und für welche Stelle Sie sich bewerben. Das können auch nur zwei Sätze sein. Wichtig ist es hier Sympathie zu wecken und freundlich zu wirken.
Es reicht aus, wenn Sie beispielsweise schreiben: „Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bewerbe ich mich für die ausgeschriebene Ausbildungsstelle als Industriekauffrau. Mein Anschreiben, meinen Lebenslauf und meine Zeugnisse finden Sie im Anhang. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen. Mit freundlichen Grüßen, Monika Schmitz.“
6. Letzte Prüfung vor dem Sende-Button
Bevor Sie letztendlich auf „Senden“ klicken, nehmen Sie sich die Zeit noch einmal alles zu kontrollieren. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie bestenfalls noch eine zweite oder gar dritte Person. Prüfen Sie, dass sich keine Rechtschreibfehler eingeschlichen haben und Sie nicht aus Versehen etwas Falsches aus der letzten Bewerbung übernommen und nicht angepasst haben. Oft kann man Fehler besser erkennen, wenn man sich die Bewerbung ausdruckt.
Kontrollieren Sie, ob Ihre Bewerbung zu 100 % auf die ausgeschriebene Stelle und das Unternehmen ausgerichtet ist und sich an den richtigen Ansprechpartner wendet. Vergessen Sie nicht das richtige benannte PDF anzuhängen und dieses vorher noch einmal auf Vollständigkeit und die richtige Reihenfolge zu prüfen. Geben Sie der E-Mail die richtige Form und senden Sie sie von Ihrer seriösen Adresse ab. Fertig.
Checkliste
- [ ] Individuelles Bewerbungs-Anschreiben
- [ ] Aussagekräftige Betreffzeile der E-Mail
- [ ] Optimierter Anhang
- [ ] Seriöse E-Mail-Adresse
- [ ] Freundliche Anrede in der E-Mail
- [ ] Prüfen der Rechtschreibung und Vollständigkeit