In der virtuellen Welt lauern viele Gefahren. Es gibt jede Menge Hacker, die es auf deine persönlichen Daten abgesehen haben, um sich daran zu bereichern, aber auch Webseiten und Programme sind an Informationen über dich interessiert, um dir dann personalisierte Werbung anzeigen zu können. Es lohnt sich also geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Eine besonders effiziente Möglichkeit, um deine Daten zu schützen, bietet ein VPN. Hier beantworten wir dir alle wichtigen Fragen rund um dieses Sicherheitsfeature.
Was ist ein VPN?
„Was ist ein VPN und was bringt es?“ Diese Frage dürfte sich jetzt wohl der ein oder andere stellen. Für jede Aktivität online ist es eine gut Idee, ein VPN zu benutzen. Die Abkürzung „VPN“ steht für „Virtual Private Network“, welches dafür sorgt, dass man zwar öffentliche Netzwerke nutzt, aber dennoch eine private, geschützte Verbindung aufbauen kann, und zwar sowohl mit privaten als auch mit Unternehmensnetzwerken. Das heißt, es werden alle Online-Aktivitäten in Echtzeit verschlüsselt und die eigene Identität wird durch die Verschleierung der IP-Adresse geschützt. Durch die Nutzung eines VPN-Programms machst du es Hackern, staatlichen Organisationen und allen anderen, die gerne persönliche Daten sammeln, also ein gutes Stück schwerer, Zugriff zu den begehrten Informationen zu erhalten. Mehr dazu findest du auch unter https://praxistipps.chip.de/vpn-fuer-wen-und-wann-es-sinnvoll-ist_123254
Wie funktioniert ein VPN und welche Funktionen bietet es?
Ein VPN verbindet dein Gerät sicher mit dem Internet. Alle Daten, die du darüber überträgst oder empfängst werden durch eine Art verschlüsselten Tunnel geschickt. So werden sowohl IP-Adresse als auch Standort unsichtbar gemacht.
Im Normalfall wird immer, wenn du eine Webseite aufrufst, dem Server der dahinter steht, deine IP-Adresse enthüllt, damit er dir im Anschluss auch die gewünschten Inhalte zur Verfügung stellen kann. Viele denken darüber gar nicht groß nach und sehen kein Problem dahinter. Was sie aber nicht bedenken ist, dass die IP-Adresse für jeden Nutzer und jedes Gerät einzigartig ist. Das heißt, im Umkehrschluss lassen sich über die IP viele private Daten herausfinden. Wenn du einen VPN-Client nutzt, kannst du das jedoch verhindern.
Wenn man erklären will, wie ein VPN funktioniert, muss man damit anfangen, dass die Online-VPN-Anbieter in der Regel eine Vielzahl von Servern auf der ganzen Welt betreiben. Wenn du innerhalb eines VPN eine Webseite aufrufst, stellst du keine direkte Verbindung von deinem Gerät aus zum Server der Webseite her, sondern das Gerät verbindet sich zuerst mit einem der VPN-Server. Erst von dort aus wird die Anfrage dann an den Webseiten-Server geschickt. Das bedeutet, dass der Webseiten-Betreiber nur die IP des VPN-Servers sieht, aber nicht die private des Nutzers. Es lassen sich also keine Rückschlüsse auf den Standort des Nutzers oder andere persönliche Daten ziehen.
Durch das VPN wird die IP-Adresse verschleiert, aber das ist noch nicht alles. Zusätzlich laufen alle Daten zur Verschlüsselung über ein VPN-Protokoll. So kann nicht einmal dein Internetanbieter sehen, was du online tust. In erster Linie schützt ein VPN vor Überwachung im Netz und erleichtert eine geschützte private Kommunikation. Praktisch ist allerdings auch die Umgehung von geobasierten Einschränkungen, durch die Nutzung von Servern im Ausland. Die Funktionen, die du bekommst, können allerdings von Anbieter zu Anbieter variieren. Auf der entsprechenden VPN-Site findest du in der Regel alle nötigen Infos dazu. Viele kannst du auch kostenlos ausprobieren und sie einem VPN-Check unterziehen.
Warum ist ein VPN wichtig?
So mancher wird sich fragen, „wozu braucht man ein VPN?“. Wenn du online ein VPN nutzt, kannst du in erster Linie deine Privatsphäre schützen. Schließlich hinterlässt im Normalfall jede Aktivität im Netz – egal, ob du in sozialen Netzwerken unterwegs bist oder in Online-Shops – ihre Spuren. Online-Dienste zeichnen deine Daten auf und nutzen diese, um dir die passende Werbung anzuzeigen oder verkaufen sie sogar an Drittanbieter. Der Wunsch der Menschen, so wenig digitale Spuren wie möglich zu hinterlassen, wird immer größer. Mit einem VPN kommt man diesem Wunsch ein gutes Stück näher und machst zugleich auch Hackern das Leben schwer.
Was sind die Vorteile eines VPN und warum benötigst du es?
Ein VPN-Dienst bringt dir eine Reihe von Vorteilen. Wir haben für dich die wichtigsten Gründe aufgelistet, warum du ein VPN nutzen solltest.
Erlebe ein hohes Maß an Privatsphäre
Die meisten von uns tun im Internet auch hin und wieder Dinge, von denen wir nicht unbedingt wollen, dass andere etwas davon mitbekommen. Wir können uns in Foren Ratschläge zu privaten Themen holen und anonym unsere Meinung äußern oder auch in Singlebörsen auf Partnersuche gehen. Nutzt man dafür kein VPN, wird aber die IP-Adresse angezeigt, die einiges über eine Person verraten kann. Dazu kommen dann noch die Cookies, die man akzeptieren muss, und die weitere Daten auf der Webseite speichern.
Mit einem VPN-Dienst wird die persönliche IP-Adresse durch die des VPN-Servers überdeckt, egal ob du Internetdienste nutzt oder Dateien herunterlädst. Auf diese Weise kannst du also deine Privatsphäre im Netz effizient schützen. Für noch mehr Anonymität solltest du außerdem darauf achten, dass der VPN-Anbieter keine Logfiles speichert, denn darin werden Informationen zum Nutzer und zu Datenzugriffen gespeichert.
Behalte deine Traffic-Daten für dich
Ohne die Verwendung eines VPNs kann dein Internetdienstanbieter Traffic-Daten sammeln, die er dann auswerten und beispielsweise zu Werbezwecken heranziehen kann. Es kann sogar sein, dass ein gewisser Datenverkehr vom Provider bewusst herunterpriorisiert und verlangsamt wird.
Das kann ein VPN ändern, denn damit werden alle deine Daten auch für den Internet-Provider verschlüsselt und können dementsprechend auch nicht ausgewertet werden. Du musst auch keine Angst haben, dass deine Internetgeschwindigkeit sich durch die Nutzung eines VPN-Dienstes verlangsamt. Dies war früher vermehrt der Fall, aber heutzutage ist dieses Vorurteil veraltet.
Sichere Nutzung öffentlicher Netzwerke
Es ist praktisch, in öffentlichen Verkehrsmitteln, Cafés oder Hotels öffentliches WLAN-Hotspots zu nutzen, da diese kostenlos sind und das Datenvolumen schonen. Allerdings sind diese Netzwerke auch eine sehr gute Gelegenheit für Hacker denn sie sind oft nur unzureichend geschützt und können von jedem besucht werden. Cyberkriminelle wählen sich also gern in die WLAN-Hotspots ein und fangen dort persönliche Daten der anderen Nutzer ab. Besonders prekär wird es, wenn du dich dann über ein solches Netzwerk in deine Konten einloggst, Online-Shopping betreibst oder sogar Online-Banking machst.
Auch das kannst du mit einem VPN ändern, denn in einem öffentlichen Netzwerk funktioniert die VPN-Verschlüsselung ebenso für alle deine Daten und macht sie so für Unbefugte unbrauchbar.
Von außerhalb auf ein internes Netzwerk zugreifen
Einige Organisationen und Unternehmen nutzen auch ein VPN, damit Mitarbeiter von überall aus auf das firmeninterne Netzwerk und alle dazugehörigen Daten zugreifen können. So kann man von jedem beliebigen Ort aus so arbeiten, als würde man gerade am Schreibtisch im Büro sitzen. Dasselbe gilt auch für ein Uni-VPN, welches von außerhalb Zugriff auf uni-interne Portale gewährt. Hier werden oft LRT-Router verwendet, die durch ein Easy-Link-VPN den Setup-Prozess ersetzen.
VPN-Programme ermöglichen also effizientes und flexibles Arbeiten, was natürlich auch ein Plus für die Angestellten ist.
Wie installiert man ein VPN und wie nutzt man es?
In der Regel ist eine gute VPN-Software denkbar einfach zu installieren und zu nutzen. Du suchst dir einfach einen passenden Anbieter aus und lädst dann das entsprechende Programm herunter. Die Software sollte dich dann durch alle nötigen Schritte führen. Wenn du dich zum ersten Mal bei einem VPN-Dienst anmeldest, bekommst du deine Zugangsdaten. Meistens können diese dann für mehrere Geräte verwendet werden. Das heißt, du kannst das VPN online zum Beispiel auf deinem PC und auch auf deinem Smartphone nutzen.
Es gibt mittlerweile auch ein Browser-VPN, wo das VPN-Tool in den Browser integriert ist. Dies ist zum Beispiel beim Opera-Browser der Fall. Um es zu nutzen, musst du den Browser herunterladen. In den Browsereinstellungen kannst du dann unter Datenschutz & Sicherheit auf VPN aktivieren klicken.
Es gibt auch wirklich solide kostenlose VPN-Dienste, die du bedenkenlos verwenden kannst. Wenn du ein kostenloses VPN ohne Anmeldung nutzt, solltest du dir darüber bewusst sein, dass diese im eigentlichen Sinne auch oft nicht kostenlos sind, sondern sich durch Werbung finanzieren. Im schlimmsten Fall sammeln diese Dienste ebenfalls deine Daten und verkaufen sie vielleicht sogar an Drittanbieter weiter. Aus diesem Grund empfehlen wir die Verwendung eines kostenpflichtigen VPN-Services. Nur so bleibt dein Datenverkehr auch wirklich privat und sicher.
Ist ein VPN wirklich so sicher?
Ein VPN sorgt auf jeden Fall dafür, dass Online-Aktivitäten ein großes Stück sicherer werden und tragen zu verbesserter Privatsphäre bei. Die Frage lässt sich also generelle mit „ja“ beantworten. Vorausgesetzt, du entscheidest dich für einen guten und seriösen Anbieter. So ganz anonym bist du nämlich auch mit einem VPN nicht unterwegs. Der VPN-Anbieter kann deine Daten sehen und ist eventuell auch im Besitz deiner personenbezogenen Daten, die du für die Anmeldung angeben musst.
Wenn du ein VPN-Netzwerk benutzen willst, solltest du auch darauf achten, dass der Anbieter keine Logs sammelt. Logs sind Protokolle, aus denen verschiedene persönliche Informationen hervorgehen wie IP-Adresse, Verbindungsdauer und Traffic. Sinnvoll können diese Protokolle dann sein, wenn beim VPN-Dienst Probleme mit der Technik auftreten. Die Frage ist allerdings, ob sie auch wirklich vertraulich behandelt werden. Informationen dazu findest du auf der entsprechenden VPN Website des Anbieters.
Wenn du dir also die Frage stellst „braucht man ein VPN?“, können wir nur mit ja antworten. Wie sicher ein solches jedoch ist, hängt stark vom Anbieter ab. Bei vielen Diensten kannst du zunächst das VPN einem Test unterziehen, bevor du ein Abonnement abschließt.
Fazit
Online ein VPN zu nutzen, kann dir sehr viel Sicherheit und Privatsphäre bieten. Viele machen sich Gedanken darüber, ob man einen VPN-Client überhaupt legal verwenden darf. Dazu sei gesagt, dass das normale Surfen im Netz und das Herunterladen von Daten über ein VPN durchaus erlaubt sind. Dass allerdings auch mit einem VPN das Besuchen von illegalen Webseiten oder andere strafbare Online-Tätigkeiten verboten sind, sollte klar sein.
Zudem musst du auch aufpassen, wenn du in andere Länder verreisen willst. So ist ein VPN-Zugang zum Beispiel im Irak oder in Nordkorea komplett untersagt. In Russland und China sind nur die VPN-Dienste erlaubt, die eine bestimmte Lizenz vorweisen können. Wenn du einen Browser mit VPN nutzen möchtest, solltest du dir darüber bewusst sein, dass die Verschlüsselung hier nur bis zum VPN-Server besteht.