Mit dem Cyber Monday endet eine Schnäppchenwoche im Online-Handel, die Cyber Week. In 2020 findet diese vom 23. bis zum 30. November statt. Ursprünglich entstand der Cyber Monday in der Feder von findigen Marketingprofis – und zwar als Antwort auf den Black Friday.

Ende November findet die Cyber Week 2020 statt

Wer nicht weiß, was sich dahinter verbirgt, könnte fast meinen, dass in dieser Woche die Freunde von IT und Cyber-Space losgelassen würden. Doch das wäre ein fataler Irrtum, denn der Cyber Monday ist das Finale der Cyber-Woche. Das heißt: Tagtäglich locken in diesem Zeitraum spezielle Angebote auf amazon.com. Doch nicht nur dort gibt es Schnäppchen satt – auch unter mediamarkt.de, saturn.de, zalando.de und bei zahlreichen anderen Online-Händlern gibt es zur Cyber Week satte Cyber-Schnäppchen.

Der Cyber Monday ist die Antwort auf den Black Friday

Der Cyber Monday ist nichts weiter als das Produkt findiger Marketing-Profis, die mit diesem einen Schnäppchen-Tag im Online-Handel, mit dem Cyber Monday, auf den Black Friday antworten wollten. Black Friday ist ursprünglich die US-amerikanische Bezeichnung für den Freitag, der direkt auf Thanksgiving folgt. Das Familienfest Thanksgiving, das in den USA traditionell groß gefeiert wird, findet immer am vierten Donnerstag im November statt. Der Freitag danach wurde zum Black Friday und auch zum Startschuss für die Weihnachts-Shopping-Saison. Allerdings unterscheiden sich Cyber Monday und Black Friday vor allem mit Blick auf den Ort, an dem geshoppt wird. Der Black Friday bezeichnet Deals im lokalen Handel, der Cyber Monday ist die Antwort aus dem Online-Sektor.

Erstmals in den Geschichtsbüchern erwähnt wurde der Black Friday in der US-amerikanischen Variante übrigens bereits in den 1960er Jahren. Die Online-Antwort darauf, den Cyber Monday, kreierte die Marketing-Welt dann im Jahr 2005. Weitere fünf Jahre später, also im Jahr 2010 führte Amazon die Cyber Week ein, die – wie ein Blick auf den Kalender zeigt – sowohl den Black Friday als auch den Cyber Monday umfasst. Umsatztechnisch betrachtet hinke der Cyber Monday noch dem Freitags-Original hinterher, heißt es unter businessinsider.de.

Black Friday

Der Black-Monday ist (noch) bekannter als der Cyber Monday

3,1 Milliarden Euro Umsatz könnten es am Black Friday und am Cyber Monday geworden sein. So lautete die Einschätzung des Handelsverbands Deutschlands für den Umsatz im Jahr 2019 (vgl. einzelhandel.de). Deutlich wird in der Auswertung auch, dass sowohl Bekanntheitsgrad als auch Nutzungsintensität sich steigern und doch der Cyber Monday noch immer ein paar Prozentpunkte hinter dem Black Friday liegt.

  • Im Jahr 2017 kannten 77 Prozent der Befragten den Black Friday (Nutzungsintensität: 23 Prozent), 63 Prozent kannten den Cyber Monday (Nutzungsintensität: 18 Prozent).
  • Im Jahr 2018 kannten 90 Prozent der Befragten den Black Friday (Nutzungsintensität: 30 Prozent), 77 Prozent kannten den Cyber Monday (Nutzungsintensität: 19 Prozent).
  • Und für das Jahr 2019 schätzte der Handelsverband, dass der Bekanntheitsgrad des Black Fridays auf 94 Prozent (Nutzungsintensität: 33 Prozent) klettern würde (Cyber Monday: 81 Prozent/Nutzungsintensität: 23 Prozent).

Spannend ist auch die Beobachtung, dass der Shopping-Grund nach wie vor traditionell geprägt ist, was in Zahlen ausgedrückt bedeutet: 62 Prozent nutzten den Black Friday für Weihnachtseinkäufe. Damit entfielen 59 Prozent der Ausgaben am Black Friday auf Weihnachtseinkäufe. Zum Vergleich: Den Cyber Monday nutzten 57 Prozent für Weihnachtseinkäufe. 51 Prozent der Ausgaben, die am Cyber Monday flossen, entfielen auf Weihnachtseinkäufe.

Doch nicht nur in den lokalen Geschäften vor Ort, sondern auch online wird in der Cyber Week sehr viel gekauft, um tolle Angebote zu nutzen und Produkte günstiger zu erwerben. Kombiniert wird das oft zusätzlich mit weiteren Spartricks wie Gutscheincodes: Alleine in der Cyber-Week suchen knapp drei- bis viermal so viele Nutzer auf Sparheld.de nach Rabatten und Gutscheinen, um noch bessere Sparangebote zu erzielen, berichtet uns auf Anfrage Geschäftsführer Christian Hellrung.

Verbrauchertipps für die Woche der Schnäppchen

Um sich für die anstehende Cyber Week Ende November gut vorzubereiten, raten Verbraucherschützer dazu, mit einem genauen Plan zum Shopping zu gehen. Das heißt: Es sollte klar sein, was geshoppt werden und soll und wie teuer eben dieses Produkt zu regulären Verkaufszeiten ist. Sorgen um Fake-Preise müssten sich Verbraucher in der Masse jedoch nicht machen, denn in den meisten Fällen verstecke sich hinter den Rabatten am Cyber Monday und am Black Friday wirklich ein Rabatt. Wie hoch der jedoch ausfällt, sei abhängig vom Produkt.

Über alle Produktgruppen hinweg gerechnet, könnten Verbraucher bei 74 Prozent der Artikel sparen, jedoch liege der Rabatt im Durchschnitt über alle Artikel nur bei 6 Prozent. Bei Spielekonsolen, Playstation-Spielen, Kopfhörern und Staubsaugern könnten Verbraucher über 10 Prozent sparen.  Wer sich gut auf den Shopping-Marathon vorbereitet, plant im Schnitt etwa 300 Euro an Budget ein. Dieses Budget ist jedoch nicht in Stein gemeißelt, denn 83 Prozent der Shoppingfans gaben in einer Umfrage an, dass sie sich auch zu Spontankäufen hinreißen lassen würden – wenn das Angebot am Cyber Monday, am Black Friday oder an einem anderen Tag besonders gut ist.